Hallo,
Meine Idee ist eine alte Platine mit Bauteilen aus 1990.. NEU.. zu
entwickeln mit pcb-creator und diese dann rein mit SMD Bauteilen zu
bestücken. Die neue Platine wäre dann nur 1/3 groß und hält erheblich
länger mit neuen Bauteilen.
Gibt es da Vereinfachungsmöglichkeiten? Z.b die Platine einscannen
lassen und ein Programm und macht daraus ein PCB Neuaufbau ?
Auf dem Bild sieht man einige Multiplexer aus einem sehr teuren
Keyboard, das natürlich nach 20 Jahren nicht mehr hergestellt wird und
auch defekte Bauteile hat, aber sehr wertvoll ist. Die kleinen
Multiplexer könnte man vielleicht zu einem großen Multiplexer
zusammenfassen.
pcb24 schrieb:> Gibt es da Vereinfachungsmöglichkeiten? Z.b die Platine einscannen> lassen und ein Programm und macht daraus ein PCB Neuaufbau ?
Habe ich noch nie von gehört.
Aber du hast noch ein anderes Problem:
Gibt es alle ICs auf der Platine überhaupt noch?
z.B A/D-Wandler BA9101.
Was sind IC13 u. 14 für Dinger?
pcb24 schrieb:> Die neue Platine wäre dann nur 1/3 groß und hält erheblich> länger mit neuen Bauteilen.
Wie kommst du dadrauf?
Ist denn tatsächlich was kaputt auf der Platine?
dario b. schrieb:> Wie willst' denn eine vier lagige leiterplatte komplett scannen?
Darf ich mal Fragen woran man erkennt dass die Platine vier lagig ist?
@ pcb24 (Gast)
>Meine Idee ist eine alte Platine mit Bauteilen aus 1990.. NEU.. zu>entwickeln mit pcb-creator und diese dann rein mit SMD Bauteilen zu>bestücken.
Kann man machen.
> Die neue Platine wäre dann nur 1/3 groß
Kann sein.
>und hält erheblich länger mit neuen Bauteilen.
Wieso? Solcher Digitalkram hält auch mit den alten THT Bauteilen ewig.
>Gibt es da Vereinfachungsmöglichkeiten? Z.b die Platine einscannen>lassen und ein Programm und macht daraus ein PCB Neuaufbau ?
Nö. Wenn gleich es diverse Methoden und Hilfsmittel gibt.
>Auf dem Bild sieht man einige Multiplexer aus einem sehr teuren>Keyboard, das natürlich nach 20 Jahren nicht mehr hergestellt wird und>auch defekte Bauteile hat, aber sehr wertvoll ist.
Dann reparier die Defekte. Ist deutlich einfacher und billiger als ein
Redesign.
> Die kleinen>Multiplexer könnte man vielleicht zu einem großen Multiplexer>zusammenfassen.
Lohnt sich nicht. Du willst das Keyboard wieder flott machen, nicht
einen Preis für Reengineering bekommen, oder?
@dario b. (Gast)
>Daran, dass du leiterbahnen oder flächen aus den mittellagen im>gegenlicht durchscheinen sehen kannst.
Und wo siehst du das im Bild vom OP?
Das ist eine 08/15 doppelseitige Platine aus dem Jahr 1995!
pcb24 schrieb:> Hallo,> Meine Idee ist eine alte Platine mit Bauteilen aus 1990.. NEU.. zu> entwickeln mit pcb-creator und diese dann rein mit SMD Bauteilen zu> bestücken. Die neue Platine wäre dann nur 1/3 groß und hält erheblich> länger mit neuen Bauteilen.>> Gibt es da Vereinfachungsmöglichkeiten? Z.b die Platine einscannen> lassen und ein Programm und macht daraus ein PCB Neuaufbau ?>> Auf dem Bild sieht man einige Multiplexer aus einem sehr teuren> Keyboard, das natürlich nach 20 Jahren nicht mehr hergestellt wird und> auch defekte Bauteile hat, aber sehr wertvoll ist. Die kleinen> Multiplexer könnte man vielleicht zu einem großen Multiplexer> zusammenfassen.
Wenn Du eh schon die Idee hast, warum fragst Du und machst nicht
einfach?
Sammle die Datenblätter der verwendeten Bauteile, schau ob Du sie noch
bekommst oder welche Alternativen zur Verfügung stehen und losgehts.
Alternativ schaust Du bei willhaben oder ebay nach ob`s das Teil nicht
für 50€ gibt, denn besonders wertvoll sieht das auf dem Foto nicht aus.
Und bei Gelegenheit überlegst Du ob Du dir das antun willst... so
ahnungslos sowas nachbauen
Grüße
MiWi
Falk B. schrieb:> @dario b. (Gast)>>>Daran, dass du leiterbahnen oder flächen aus den mittellagen im>>gegenlicht durchscheinen sehen kannst.>> Und wo siehst du das im Bild vom OP?>> Das ist eine 08/15 doppelseitige Platine aus dem Jahr 1995!
Dankeschön, dachte schon ich hätte was übersehen.
Also ich gehe auch davon aus das es sich um eine doppelseitige Platine
handelt. Also sollte das Reengineering recht einfach durchzuführen sein.
Meine Herren,
Sie können sich nicht vorstellen wie mich dieses Reengineering Projekt
reizt..
https://youtu.be/tpWKoQN626o?t=4m52s
Das soll mein Hobby werden..
pcb24 schrieb:> Auf dem Bild sieht man einige Multiplexer aus einem sehr teuren> Keyboard, das natürlich nach 20 Jahren nicht mehr hergestellt wird und> auch defekte Bauteile hat, aber sehr wertvoll ist.
Welches Keyboard (Synthesizer?) soll das denn sein? Die letzten
Synclaviere bzw. Fairlight CMIs wurden Anfang der 1990 produziert. Diese
Synthesizer bzw. Musikproduktionssystem wurden in Modulbauweise gebaut
(und waren damals sehr teuer...)
klausr schrieb:> pcb24 schrieb:>> Auf dem Bild sieht man einige Multiplexer aus einem sehr teuren>> Keyboard, das natürlich nach 20 Jahren nicht mehr hergestellt wird und>> auch defekte Bauteile hat, aber sehr wertvoll ist.>> Welches Keyboard (Synthesizer?) soll das denn sein? Die letzten> Synclaviere bzw. Fairlight CMIs wurden Anfang der 1990 produziert. Diese> Synthesizer bzw. Musikproduktionssystem wurden in Modulbauweise gebaut> (und waren damals sehr teuer...)
Das Fairlight wurde schon reengineerd. Nennt sich jetzt 30A
Ist für ein Roland A-80
Hab sowas in meiner Zulassungsarbeit gemacht. Da hab ich zwei Platinen
die in einem alten Zeiss Rasterelektronenmikroskop für die Bildausgabe
zuständig sind in ein kleines FPGA gepackt das die Pixel dann gleich zu
einem PC schickt.
Tja wie macht man das? Erstmal Photos von Vorder- und Rückseite. Beide
übereinanderlegen, passend skalieren und dann kann man da schön die
Bahnen nachzeichnen. Am besten verschiedene Farben für jede Seite oder
auch für digitale Signale und Spannungsversorgung. Man kann da am Ende
viel weglassen wenn es in einen FPGA geht. Man muss halt die Spannungen
einhalten. Sprich wenn die Platine Ausgänge hat die auf 5V TTL gehen
dann sollte man das gut testen ob die 3,3V vom FPGA reichen und an den
Eingängen braucht man Spannungsteiler.
Vor allem das Nachzeichnen und daraus dann eine Netzliste erstellen
dauert ziemlich.
Hier sind Bilder und alles meiner Arbeit:
http://nas.gus.tl/uni/zula
Nichts mit einscannen oder Elektronenmikroskop.
Natürlich ist es eine Fleißarbeit.
Bei Eagle würde ich mir erst mal alle Bauteile in den Schaltplan holen.
Danach nach Sicht der Ober- oder Unterseite die Leitungen ziehen.
Den Rest durchpiepsen.
Die BE haben eine Standardbeschaltung. Die Masse und Versorgungsspannung
ist leicht zu zeichnen.
Zur Kontrolle kann man dann im Layout die BE ähnlich dem Original
layouten.
Ich denke, an einem Tag ^= 8h ist das zu schaffen.
Also um das zu machen habe ich kein Elektronenmikroskop verwendet, die
Platinen stammten aber aus einem.
Ich würde vermuten, dass es einfacher geht wenn man Vorder- und
Rückseite übereinanderlegt, also in einem Bildbearbeitungsprogramm. Da
kann man dann eben auch schön sehen welche Durchkontaktierung auf der
anderen Seite zu welcher Leiterbahn führt. Ohne Photos/Scans sehe ich da
eher geringe Chancen oder sehr viel Arbeit.
pcb24 schrieb:> Z.b die Platine einscannen> lassen und ein Programm und macht daraus ein PCB Neuaufbau ?
Das ergäbe, wenn es denn möglich wäre, nur Fertigungsunterlagen um die
identische Platine neu herzustellen. Reengineering ist das eigentlich
nicht.
Die Erfassung der Leiterbahnen ist für einen echten Neuentwurf nur der
erste Schritt, wichtiger ist der daraus abgeleitete Stromlaufplan. Und
man sollte darauf basierend die Funktion der Schaltung verstehen. Dann
erst kann man sich überlegen was man nach dem Stand der Technik besser
machen könnte. Es ist allerdings fraglich, ob es etwas bringt, durch SMD
die Platine auf 1/3 zu reduzieren, meistens muss sie ja in das
Originalgerät an der alten Stelle eingebaut werden.
Um die Schaltung zu erfassen, egal wie, müsste man erst die ICs
auslöten, damit man die Leitungen darunter verfolgen kann, ausmessen ist
da seeehr mühsam.
Georg
Ausloten würde ich lassen weil man braucht vielleicht diese
funktionierende Platine noch zum Testen und Signale nachmessen.
Ich habe da auf den Photos alles nachgezeichnet soweit es ging und auch
alles markiert was unter einem IC verschwindet. Dann bin ich hergegangen
und habe diese Verbindungen durchgemessen mit dem Durchgangsprüfer und
spitzen Nadeln. Schwierig waren eigentlich nur Vias unter ICs. Dann hat
man also eine vollständige Verbindungsliste von allen Bauteilen. Die
Spannungsversorgung für ICs kann man ignorieren. Tja dann baut man sich
alle ICs nach Datenblatt in VHDL nach. Das gaht oft echt einfach aber
manchmal auch nicht, vor allem sollte man die PINs eindeutig benennen.
Können ja auch mehrere gleiche ICs vorkommen.
Wenn das ganze eine Schaltung ist die auch Analogteile hat oder nicht in
ein FPGA soll, dann braucht man den VHDL Teil nicht sondern kann gleich
die Bausteine bestellen.
Gustl B. schrieb:> zuständig sind in ein kleines FPGA gepackt das die Pixel dann gleich zu> einem PC schickt.
Sehr gute Idee, bei dem Keyboard könnte ein CPLD genügen, da spart man
sich im Vergleich zum FPGA einiges. Es gab da von Xilinx ein CPLD
Evalboard mit eonem Lochrasterfeld, da könnte man den analog-Teil
drauflöten.
MfG,
Gustl B. schrieb:> Hab sowas in meiner Zulassungsarbeit gemacht. Da hab ich zwei> Platinen> die in einem alten Zeiss Rasterelektronenmikroskop für die Bildausgabe> zuständig sind in ein kleines FPGA gepackt das die Pixel dann gleich zu> einem PC schickt.>>> Vor allem das Nachzeichnen und daraus dann eine Netzliste erstellen> dauert ziemlich.> Hier sind Bilder und alles meiner Arbeit:> http://nas.gus.tl/uni/zula
Wirklich einmalig. Daumen hoch !
pcb24 schrieb:> Ist für ein Roland A-80
Das Servicemanual ist im Netz:
http://www.synfo.nl/pages/servicemanuals.html#sm
Schaltplan muß man 'nur' noch in ein Cad einhacken.
Schau aber davor nach ob du die Gate Arrays überhaupt noch bekommst. Die
sehen nach einer frühen Form von ASICs aus.