Moin,
durch Zufall bin ich auf das Deckblatt des antiquarischen RPB-Bändchens
"Funktechniker lernen Formelrechnen Bd. II" gestoßen.
Ich kann mir nicht helfen, entweder bin ich jetzt schon gewaltig am
verkalken, oder aber der gute Herr Kunze hat sich da gleich auf dem
Deckblatt kräftig verhauen. Wie kommt der denn da auf den Wert 223?
Mit leicht irritierten Grüßen
Murmelchen
Hach!
Wiki ist meine Rettung. Ich zitiere mal:
"Ein Problem der gemischten Schreibweise ist, dass sie als Produkt
missverstanden werden kann:"
24 7/9 = 24 * 9/9 + 7/9 <> 24 * 7 / 9
Ok ok, is ja auch Sonntag und auch noch früh.
Aber ernsthaft, da sieht man mal, wie eingerostet man werden kann. Ich
habe das jetzt auf die Schnelle echt nicht geblickt. Und dabei habe ich
sogar noch den Umgang mit Rechenschieber und Logarithmustafeln in der
"Regalschule" vermittelt bekommen.
Mit besten Grüßen
Murmelchen
ach was Denis,
zynon
Rechnen kann heute kaum mehr jemand. Das machen Computer die könne das
besser. Ebenso die Algorythmen erstellen, macht heute niemand mehr. Was
"kein Rechner kann" gibt es nicht -- > geht nicht!
Der Techniker / Ing. ist ein Möglichkeitsbeamter geworden.
zynoff
Namaste
> Rechnen kann heute kaum mehr jemand.
Analoge Skalen ablesen auch nicht.
Falls man aber doch einmal mit einem Rechenschieber arbeiten will,
es gibt welche, die nehmen dem Benutzer sogar die lästige Ablesearbeit
ab:
http://www.stefanv.com/calculators/aristo970/
;-)
Winfried J. schrieb:> Rechnen kann heute kaum mehr jemand. Das machen Computer die könne das> besser. Ebenso die Algorythmen erstellen, macht heute niemand mehr. Was> "kein Rechner kann" gibt es nicht -- > geht nicht!> Der Techniker / Ing. ist ein Möglichkeitsbeamter geworden.
Frechheit: So einer wie Du machst sich über Ingenieure lustig.
Feststellung: Du und die Rechtschreibung sind keine guten Freunde.
Frage: Hast du überhaupt Abitur?
EngineMan schrieb:> Frechheit: So einer wie Du machst sich über Ingenieure lustig.
Komm wieder runter von deiner Pappel. Es ist nun mal sowie es ist.
Zeitgeist eben. Und dann kauf Dir bitte einmal eine Tüte Humores,
erstmal vom Waisen.
> Feststellung: Du und die Rechtschreibung sind keine guten Freunde.
Meine Schwächen kenne ich, aber schön, dass auch du sie bemerktest.
> Frage: Hast du überhaupt Abitur?
Ja, es war halt nicht nur Rechtschreibung von Bedeutung dabei, und des
Weiteren ist ein Zeugnis welches dies bestätigt keine notwendige
Qualifikation sich äußern zu dürfen.
Ach ja ein Diplomingineurstudium habe ein Jahr vor Schluss abgebrochen,
vor 30 Jahren. Ich wollte mein Geld lieber wieder mit ehrlicher Arbeit
verdienen anstatt beim Militär.
Namaste
Elektrofan schrieb:> Falls man aber doch einmal mit einem Rechenschieber arbeiten will,> es gibt welche, die nehmen dem Benutzer sogar die lästige Ablesearbeit> ab:>> http://www.stefanv.com/calculators/aristo970/
Geil! Mit so einem Ding konnte ich damals (Unterstufe Gymnasium) sehr
gut umgehen und benutzte es auch für ausserschulische Berechnungen.
Winfried J. schrieb:> Ach ja ein Diplomingineurstudium habe ein Jahr vor Schluss abgebrochen,> vor 30 Jahren. Ich wollte mein Geld lieber wieder mit ehrlicher Arbeit> verdienen anstatt beim Militär.
Nein, es war nicht die Bundeswehr, sondern die NVA (Nationale
Volksarmee), die dem Unrechtsstaat DDR diente.
Ham schrieb:> Nein, es war nicht die Bundeswehr, sondern die NVA (Nationale> Volksarmee), die dem Unrechtsstaat DDR diente.
Ja, aber ich mache in diesem Punkt zwischen Militär und Militär keinen
Unterschied mehr, aber ich denke das Thema will hier niemand neu
diskutieren. Wenn doch, ---> PN. Ich habe kein Problem damit.
Namaste
John schrieb:> Murmelchen schrieb:>> Rechenschieber und Logarithmustafeln>> Winfried J. schrieb:>> Das machen Computer die könne das besser
Hallo John, welcher Rechner ist das?
Das wäre damals ein Traum gewesen.
oje eine grobe Abweichung in der 5 signifikanten Stelle der Mantisse.
Das kann übel werden, wenn das Fehlerfortpflanzungsgesetz ins Spiel
kommt.
Wer hat da geschlampt?
Namaste
Ein Taschenrechner kann auch nicht alles, der rechnet in dem selben
Gerät mit zweierlei Mass, wenn es der vom Smartfone ist:
10-5:2=2.5, wenn es senkrecht gehalten wird, im Querformat kommt da nach
"Punkt vor Strich" korrekt 7.5 raus, also bei dem wissenschaftlichen
Rechner, denn der Rechnet 10-(5/2). Beide Werte sind je nach
Rechenverlauf korrekt, können aber schlimme Folgen haben, wenn der
falsche Rechenweg gewählt wurde.
Deshalb genügt es nicht nur die Ziffern und Tasten zu kennnen.
Sondern neben den Regeln auch die Prämissen des Gerätes welches man
nutzen möchte.
Namaste
Thomas S. schrieb:> 10-5:2=2.5, wenn es senkrecht gehalten wird
Das macht jeder einfache Rechner so, und genau diesen simuliert der
Rechner im Smartphone hier.
Kenne Dein Werkzeug.
Winfried J. schrieb:> Rechnen kann heute kaum mehr jemand.
Was soll der Mist? Gemischter Bruch ist einfach eine blöde Schreibweise,
eben weil es nicht eindeutig von Zahl mal Bruch zu unterscheiden ist.
Man macht das einfach nicht mehr. Willst Du jetzt auch rumjammern, weil
heute kaum noch jemand Sütterlin schreiben kann?
Autor: Denis N. (denis_n) schrieb:
>Spontan frage ich im Sinne der Generation Z: "Gibt es auch>YouTube-Anleitungen dazu?" ;)
Josef Raddy hat nen YT-Kanal über Mathematik und allerlei Physik
(PID-Regler, OP-Amp, etc.), da kann man seine grauen Zellen gut
refreshen.
Ist aber nichts für Aufzugsbauer oder Menschen denen das Lachen
abgekauft wurde.: Raddy verstößt gern und viel gegen die Seuche unserer
Zeit - PC. Ist halt ein richtiger und ehrlicher Naturwissenschaftler und
kein Politiker...
@ joachim_01,
da verstehen mich wohl trotz eingeschaltetem zyn-mode einige Leute
völlig falsch. Eher hat der Engine Man wohl etwas nicht verkraftet.
Ehrlich bin ich sogar zu faul zu prüfen welches Ergebnis hier wohl
https://www.mikrocontroller.net/attachment/279353/Kunze_Fo_2.jpg
näher am richtigen Ergebnis liegt.
Meine Urgroßmutter(Einzelhändlerin) beschwerte sich dazumal darüber,
dass meine Mutter(Mathelehrerin) nicht das Verfahren des schriftlichen
Wurzelziehens erlernte und wir hatten weder Taschenrechner noch PC.
Zumindest waren sie im Unterricht und in der Lehre nicht zugelassen.
Heute werden halt ganze Algorithmen in den Programmen hinterlegt und
müssen deshalb nicht mehr trainiert und exerziert werden. Es genügt das
Ergebnis. Der Weg ist in Zeiten der Ökonomie vielleicht lehrreich keines
Wegs aber das Ziel des Handelns und das ist gut so. Und wenn sich der
Engine Man angepisst fühlt war das ein bedauerlicher Kolleteralschaden
und nicht mein Ziel.
Aber so ist das, wenn Alte Säcke über die Jugend lästern, da muß man
aufpassen, nicht vorrausszusetzen was Ihnen erst später das Leben lernen
wird.
Sorry es war keine Kritik am Beruf der Ingineure. Sie vollbringen
Beachtliches. Vielmehr ging es um einen Interupt zum Zwecke des
Innehaltens und Überdenken einer Entwicklung im nur Sinne des
Zeitgeistes.
Also Joachim auch ich werde mir da einiges Anschauen schon für den
eigenen Refreshcycle.
Danke für den Hinweis und Namaste
Hmm...
Meine Oma hat zur Subtraktion immer "weniger" gerechnet: "Fünf weniger
drei sind zwei." Hat sie gesagt.
Als ich mal gefragt habe, was "Drei weniger fünf" seien, meinte sie nur,
dass das nicht ginge, denn wenn sie "nur drei Äpfel" hätte, dann könnte
sie "doch nicht fünf Äpfel abgeben"
Negative Zahlen waren den Nazis wohl zu abstrakt, oder anders gesagt:
"Ein anständigerrr Deutscherrr macht keine Schuldäään!"
Timm T. schrieb:> Gemischter Bruch ist einfach eine blöde Schreibweise,> eben weil es nicht eindeutig von Zahl mal Bruch zu unterscheiden ist.
Das ist es aber, dieses Problem ist nicht die Folge der traditionelle
Schreibweise des gemischten Bruches, sondern der falschen Anwendung der
relativ jungen Vereinfachungsregel, Multiplikationszeichen auslassen zu
dürfen, sofern es nicht erforderlich ist!
Leider ist das genau hier der Knackpunkt. Wenn an dieser Stelle eine
Multiplikation gemeint ist muss sie (regelkonform) auch mit einem
Multiplikationsoperationszeichen gekennzeichnet werden. So ist die
Syntaxregel in der Mathematik.
Übrigens ist die EDV(Programmiersprachen) da auch außerordentlich
zickig. Zurecht, denn im Umgang mit Variablen ist halt st <> s*t. Taucht
so etwas in einem Term auf ist ganz schnell Ende Gelände.
Aber wie gesagt Wissen ist Macht.
Nicht wissen hingegen macht Mist.
Aber über so etwas stolpert man erst an einer entsprechenden
Problematik, ich nehme mich da nicht aus.
Namaste
Naja, ich hab auch noch einige Bücher aus den 50-ern, wohl auch von RPB.
Da wurde der Strom auch noch mit "J" bezeichnet, und Leistung mit "N"
und komplexe größen in Fraktur geschrieben. Übrigens waren in meinem
Mathebuch, mit dem ich Anfang der 2000-er Abi gemacht hab, Vektoren auch
noch in Fraktur geschrieben. Schrecklich! Sieht richtig wie Fremdkörper
aus.
Wo liegt das Problem, die Buchstaben zu unterstreichen oder einen Pfeil
drüber zu malen? Die meisten meiner Mitschüler waren schon damit
überfordert, eine geschweifte Klammer oder ein Integralzeichen sauber zu
"malen" (Schreiben würde ich das nicht nennen wollen...) und dann auch
noch Fraktur x oder y - Oh weh!
Hallo Marek
Finnland hat kürzlich die Handschrift im Unterricht abgeschafft und mein
Enkel lernte auch nur Druckschrift in der 1.Klasse in München. Über die
Wiedereinführung der Astronomischen Navigation in der US Marine hatten
wir ja gerade in einem anderen Thread geschrieben. All diese Kulturgüter
sind halt stehts auch Gegenstand von Entwicklungen. Es gibt kein "so ist
es ein für alle mal", außer in den Augen der Besitzer "Der universellen
Wahrheit", mit welchen jedwede Diskusiion sich aber auch erübrigt.
Namaste
Winfried J. schrieb:> sondern der falschen Anwendung der> relativ jungen Vereinfachungsregel, Multiplikationszeichen auslassen zu> dürfen, sofern es nicht erforderlich ist
Eher der alten Vereinfachungsregel, Additionszeichen wegzulassen, obwohl
sie erforderlich wären. Denn genau das ist ein "gemischter Bruch",
Addition einer Ganzzahl mit einem Bruch.
Timm T. schrieb:> Eher der alten Vereinfachungsregel, Additionszeichen wegzulassen, obwohl> sie erforderlich wären.
Es ist doch genau so wie es umgangssprachlich benutzt wird:
„Nach dreieinhalb Kilometern musst du links abbiegen.“ [3 1/2]
„Für den Kuchen benötigst du eineinviertel Liter Milch.“ [1 1/4]
„Die Vorlesung dauerte zweieinhalb Stunden.“ [2 1/2]
Es kommt doch niemand auf die Idee, dass die Vorlesung zwei halbe
Stunden gedauert hat. Ein „und“ ist hier nicht erforderlich:
„Die Vorlesung dauerte zwei und eine halbe Stunde.“
Irgendwie erhebend zu erleben, wie unsere angebliche Ingenieurselite an
Aufgaben scheitert, die in der 5. oder 6. Klasse gestellt werden.
Außer natürlich unser Dipl-Gott, der hat das bestimmt schon in der
Vorschule gekonnt.
John B. schrieb:> Es ist doch genau so wie es umgangssprachlich benutzt wird:
Umgangssprachlich sagt man auch Stundenkilometer, wenn man km/h meint.
Fatal E. schrieb:> Irgendwie erhebend zu erleben, wie unsere angebliche Ingenieurselite an> Aufgaben scheitert, die in der 5. oder 6. Klasse gestellt werden.
Wir hatten zwar in der Schule mal einen Ausflug in gemischte Brüche,
aber das wurde aus obigen Gründen recht schnell als "depracted"
eingestuft. Und das war vor mehr als 25 Jahren.
Mich erstaunt eher, wie unsere Forenelite hier auf irgendwelchen
veraltetem Zeug rumreitet, nur um den Jungen mal zu zeigen, was sie so
draufhaben. Geschenkt.
>...hier auf irgendwelchen veraltetem Zeug rumreitet, nur um den Jungen>mal zu zeigen, was sie so draufhaben. Geschenkt.
Ach Jungchen, komm mal wieder runter.
Hallo,
Timm T. schrieb:> Winfried J. schrieb:>> sondern der falschen Anwendung der>> relativ jungen Vereinfachungsregel, Multiplikationszeichen auslassen zu>> dürfen, sofern es nicht erforderlich ist>> Eher der alten Vereinfachungsregel, Additionszeichen wegzulassen, obwohl> sie erforderlich wären. Denn genau das ist ein "gemischter Bruch",> Addition einer Ganzzahl mit einem Bruch.
naja, die "junge" Vereinfachungsregel des Auslassens von
Multiplikationszeichens stammt aus dem 15. Jahrhundert (z.B. Stifels
"Arithmetika Integra"), darf aber nur zwischen Formelzeichen, und nicht
zwischen zwei Zahlen angewandt werden (wegen der Verwechselungsgefahr).
Dass das Additionszeichen entfallen darf, wäre mir allerdings neu -
außer man zählt die Notation aus Diophants "Arithmetica" (ca. 300 n.
Chr.) mit, bei der allerdings auch die Multiplikationzeichen zwischen
Zahlen und der Unbekannten nicht vorkommen - das kann dann durchaus zu
Verwirrungen führen ;-). Dafür sind aber zusammenhängende Ziffern mit
überschriebenen Querstrich gekennzeichnet, so dass man 23, 2+3 und 2*3
dann doch unterscheiden könnte (letztere beiden wären aber als 5 bzw. 6
geschrieben worden - wegen der Verwechselungsgefahr untereinander).
Schöne Grüße,
Martin