Hallo Leute,
ich habe vor, einen Taster für 12V Relais mit einer LED auszustatten.
Wohne in einem ehem. DDR-Plattenbau wo diese Technik eingesetzt wurde.
Der Sinn liegt darin, dass im Bad das Licht brennt, es von aussen aber
nicht sieht. So soll eine Kontrollleuchte am Taster angebracht werden.
Am Taster kommen aber nur 2 Drähte an. Wie kann ich das bewerkstelligen?
Vielen Dank
War in der ehemaligen DDR nicht unüblich, Klingeldraht zu den Taster und
Stromstoßrelais in der UV.
So ohne weiteres lässt sich da allerdings keine LED anschließen, weil es
am Taster keine Rückmeldung über den Schaltzustand der Lampe gibt.
es gibt noch so einige Lösungen,
die keinen Eingriff in die Installation erfordern.
Kleines Loch in die Tür so wie für einen Türspion?
Dann drückst in dieses Loch etwas rein, damit man nur "hell" erkennen
kann.
also damit es eben nicht zum richtigen "Türspionieren" geiegnet ist.
dann:
Milchglasfenster in die Tür? sowat gifft dat ook.
Bei mir plärrt gleich ein Radio los, wenn das Licht im Badezimmer
angeschaltet wird. eine Steckdose ist mit am Lichtkreis dran.
so'n einfaches Uhrenradio, ohne Soft-Tasten und so,
das gleich bei "Srom-an" läuft. Dann hört man das von aussen.
Klaus Dieter schrieb:> War in der ehemaligen DDR nicht unüblich, Klingeldraht zu den Taster und> Stromstoßrelais in der UV.
Da stellt sich mir die Frage, warum man so einen Aufwand getrieben hat?
Ressourcen waren in der DDR ja knapp.
P.S.: Ressourcen sparen: nicht unüblich = üblich
> So ohne weiteres lässt sich da allerdings keine LED anschließen, weil es> am Taster keine Rückmeldung über den Schaltzustand der Lampe gibt.
Das sehe ich auch so. Aber es geht doch, wenn die
Dimensionierung der Bauteile nicht so kritisch wäre.
In der oberen Schaltung ist das Prinzip mit einem
Stromstoßrelais gezeigt. Wichtig bei dem Relais
ist, dass die Kontakte erst umschalten, wenn die
Relaisspule wieder entregt wird.
Außerdem darf der LED-Strom die Spule nicht anregen.
Eine mögliche praktische Umsetzung mit zwei
handelsüblichen Relais sieht man unten.
Wichtig sind zwei Punkte:
Die Relais müssen in Reihe an der Betriebsspannung
anziehen (z.B. zwei 6V Typen an 12V). Die Relais
müssen aber auch kurzzeitig die volle Betriebsspannung
vertragen.
K2 darf mit dem LED-Strom nicht angezogen bleiben.
Deshalb Low-Current-LEDs nehmen.
Noch etwas muss unbedingt beachtet werden, wenn K2
einen 230V Stromkreis schalten soll. In meiner Skizze
hat K2 Kontakte auf der Kleinspannunsseite wie auch
auf der Netzspannungssete. VDE gerecht lässt sich
das kaum umsetzen. Man sollte besser mit K2 ein
weiteres 12V Relais schalten das dann die Netzspannung
übernimmt.
Reinhard #. schrieb:> Da stellt sich mir die Frage, warum man so einen Aufwand getrieben hat?> Ressourcen waren in der DDR ja knapp.
Auch da gab es BWLer.
Und die hatten wohl ausgerechnet, dass das so billiger (oder besser
beschaffbar) ist.
Was auch noch der Grund sein koennte, ist dass man in eine 7cm dicke
Innenwand aus Beton keine 230V-Leitung zu einem Schalter unter Putz
legen konnte, es gab keinen Putz - aber einen duenne Klingelleitung in
einen kleinen Kabelkanal, das geht.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Auch da gab es BWLer.
Ja, die nannten sich "Ökonomen".
> dass man in eine 7cm dicke Innenwand aus Beton keine 230V-Leitung> zu einem Schalter unter Putz legen konnte
Das ist der wahrscheinlichere Grund. Die Kabel zu den Steckdosen wurden
während der Rohbauphase lose am Boden verlegt und später mit dem Estrich
eingegossen. Die Deckenbeleuchtung wurde analog durch den Boden der
darüberliegenden Wohnung verkabelt. Die dünnen 12V-Kabel hat man damals
noch schön sauber in den Beton eingegipst, sodaß nix zu sehen war. Ich
weiß nicht, wie die Kanäle dafür gespitzt wurden. Wahrscheinlich von
Hand, denn sowas wie Kanalfräsen gab es m.W.n. nicht. Praktiziert wurde
die Installation mit Stromstoßrelais bis ca. Mitte der 70er, danach ging
man zu normalen 220V-Schaltern über und legte alle Kabel Aufputz in
potthäßliche Plastikkanäle. Auch die für die Deckenbeleuchtung, d.h. es
kam ein Kabelkanal aus dem Boden und erstreckte sich über den Schalter
bis zur Decke. Von dort ging es dann entweder mit Litze direkt zur Lampe
oder durch einen weiteren Plastikkanal.
Guido B. schrieb:> aber irgendwie muß es gehen, siehe hier:
Nö, der Taster ist nur beleuchtet, damit man ihn im Dunkeln findet. Das
Teil kann aber nicht den Zustand des Relais anzeigen.
Roland E. schrieb:> Einfach Widerstand und LED parallel zum Taster
Ziemlich sinnlos...
Fazit: Es wird ohne erheblichen Aufwand keine Möglichkeit geben, das
Vorhaben des TE umzusetzen.
Gruss
Frank
Frank N. S. schrieb:> Fazit: Es wird ohne erheblichen Aufwand keine Möglichkeit geben, das> Vorhaben des TE umzusetzen.
Das eigentlich Problem des TE
> Der Sinn liegt darin, dass im Bad das Licht brennt, es von aussen aber> nicht sieht.
Kann man sehr low-tech lösen. Einfach ein Loch in die Badezimmertür
machen und etwas transparentes einsetzen. Z.B. ein Stückchen von einem
Plexiglasstab.
Mit den Originaltüren braucht man das aber gar nicht. Die haben an der
unteren Kante eine Aussparung, durch die man sehr gut sehen kann ob im
Bad Licht brennt oder nicht. Sinn der Aussparung ist, einen gewissen
Luftzug auch bei geschlossener Tür zu erlauben. Die Plattenbauten nutzen
nämlich den Versorgungsschacht zwischen Küche und Naßzelle auch als
Entlüftung.
Warum hat man denn in der DDR so mühsam 12v und Stromstoßrelais verbaut?
das kostet doch mehr macht mehr aufwand für eigentlich keinen Nutzen?
Hat man sowas nur im Bad gemacht eventuell wegen Feuchtigkeit im
Schalter?
Heiner schrieb:> Warum hat man denn in der DDR so mühsam 12v und Stromstoßrelais verbaut?> das kostet doch mehr macht mehr aufwand für eigentlich keinen Nutzen?
Dünnes Kupferkabel macht auf Dauer weniger Probleme als das verwendete
dicke Alukabel für die 230 V. Außerdem weniger Rohstoffverbrauch, da es
keine Kupfer- und Aluplantagen im Lande gab.
Heiner schrieb:> Hat man sowas nur im Bad gemacht eventuell wegen Feuchtigkeit im> Schalter?
Der Schalter scheint sich außerhalb des Bades zu befinden.
Gibt es eine Verteilerdose, in der die 230V-Leitung für das Licht im
Badezimmer verläuft?
Befindet sich diese Verteilerdose irgendwo im sichtbaren Bereich?
Dann könnte man da vielleicht eine Kontrolllampe anbringen.
Eventutel schrieb:> Außerdem weniger Rohstoffverbrauch, da es> keine Kupfer- und Aluplantagen im Lande gab.
Okay aber für einen Stromstoßschalter und dem 12v Trafo brauchte man
auch Kupfer? oder gab es Trafo Plantagen?
Erscheint für mich als Wessi der Nach DDR zeit irgendwie merkwürdig.
Heiner schrieb:> Okay aber für einen Stromstoßschalter und dem 12v Trafo brauchte man> auch Kupfer?
Aber weniger als man für die Leitungen gebraucht hätte.
Heiner schrieb:> oder gab es Trafo Plantagen?
Die gab es wesentlich problemloser als Installationskabel zu kaufen.
;-)
Heiner schrieb:> Warum hat man denn in der DDR so mühsam 12v und Stromstoßrelais verbaut?> das kostet doch mehr macht mehr aufwand für eigentlich keinen Nutzen?>> Hat man sowas nur im Bad gemacht eventuell wegen Feuchtigkeit im> Schalter?
Nein, das war Standard im Plattenbau.
Die Gründe wurden auch schon genannt: es waren weniger 230V Kabel zu
verlegen. Die Schalter und die Zuleitungen zu denselben (Klingeldraht)
waren deutlich billiger. Wechselschaltungen wurden einfacher: mehrere
Taster für das Korridorlicht, ein Taster für 2 Lampen (4 Kombinationen)
im Wohnzimmer.
John schrieb:> Gibt es eine Verteilerdose, in der die 230V-Leitung für das Licht im> Badezimmer verläuft?
Nicht direkt. Aber der Verteilerkasten hängt im Korridor. In Sichtweite
wenn man vor dem Bad steht. Da könnte man im Prinzip Kontroll-Lämpchen
für jeden Lichtstromkreis anbringen.
Icke ®. schrieb:> Die Kabel zu den Steckdosen wurden> während der Rohbauphase lose am Boden verlegt und später mit dem Estrich> eingegossen. Die Deckenbeleuchtung wurde analog durch den Boden der> darüberliegenden Wohnung verkabelt.
Genau so, die Steckdosen standen dann mit ihrer Verkleidung senkrecht im
Estrich. So wie hier:
http://www.elektro-dinge.de/info-steckdosen_plattenbau.htmlIcke ®. schrieb:> Die dünnen 12V-Kabel hat man damals> noch schön sauber in den Beton eingegipst, sodaß nix zu sehen war. Ich> weiß nicht, wie die Kanäle dafür gespitzt wurden. Wahrscheinlich von> Hand,
Nein, die Betonwaende hatten die Schlitze schon eingegossen.
Wenn man die haette stemmen wollen, waeren einige der filigranen Waende
zerbrochen.
wendelsberg
Nachtrag: mir fällt gerade ein ... der Lichtschalter für das Bad ist bei
meinen Eltern (die wohnen noch in der Platte) ein gewöhnlicher Schalter.
Genauso wie der Lichtschalter für die Küche. Eltakos gibts nur für die
anderen Lichtstromkreise. Dann würde ja eine gewöhnliche Glimmlampe im
Lichtschalter funktionieren. Notfalls eine LED.
Axel S. schrieb:> Nicht direkt. Aber der Verteilerkasten hängt im Korridor. In Sichtweite> wenn man vor dem Bad steht.
Es gibt viele verschiedene Grundrisse, das klappt nicht immer.
Ausserdem muss man ja dann sowieso mit 230V-Laempchen arbeiten.
wendelsberg
John schrieb:> Gibt es eine Verteilerdose, in der die 230V-Leitung für das Licht im> Badezimmer verläuft?> Befindet sich diese Verteilerdose irgendwo im sichtbaren Bereich?> Dann könnte man da vielleicht eine Kontrolllampe anbringen.
Nein, Verteilerdosen gab es in der Originalinstallation keine.
Steckdosen wurden durchgeschliffen, der UP-Verteiler saß in der
Spanplatte des Schachtes zwischen Küche und Bad auf Badseite. Dort
gingen alle Kabel hin.
Ich habe mir kurz nach der Wende die Taster für die Stromstoßrelais auf
Sensor mit LED-Beleuchtung umgebaut. Als Deckplatte eine doppelseitige
Leiterplatte, deren Oberseite die zweigeteilte Sensorfläche ergab. Die
Cu-Oberfläche habe ich vorsichtig matt mit Glasperlen gesandstrahlt und
Dekorchrom mit Nickelzwischenschicht aufgebracht. Auf der Rückseite
befanden sich herkömmliche Bauelemente oberflächenbestückt. Eine
Gleichrichterbrücke, über eine Rückschlagdiode wurde ein kleiner Elko
geladen, der über die Sensorfläche per Spannungsteiler einen Power-FET
ansteuerte, der dann den Gleichrichter kurzschloss. Der Elko wurde dabei
nicht mit entladen, da er ja durch eine zusätzliche Diode versorgt
wurde.
Und in der Mitte der Sensorfläche saß noch eine LED :-)
wendelsberg schrieb:>> Die dünnen 12V-Kabel hat man damals>> noch schön sauber in den Beton eingegipst, sodaß nix zu sehen war. Ich>> weiß nicht, wie die Kanäle dafür gespitzt wurden. Wahrscheinlich von>> Hand,>> Nein, die Betonwaende hatten die Schlitze schon eingegossen.> Wenn man die haette stemmen wollen, waeren einige der filigranen Waende> zerbrochen.
Das scheint sich über die Zeit auch verändert zu haben. Bei meinen
Eltern (WBS 70) sind Kabelkanäle auf die Wand geklebt in denen der
Klingeldraht vom Boden zu den Schaltern (Tastern) läuft. Auf dem Weg zur
Verteilung dürfte der Klingeldraht auch im Estrich liegen.
Die LED parallel zum Taster ist eine Dauerleuchte.
Bei den DDR-Platten gab es etliche Typen. Je nach Baujahr hatten die
Badtüren ein 1/3 Oberlicht in Milchglas, genauso wie die Küchentür. Ich
bin in einem Bj 78 aufgewachsen.
Die mit innenliegenden Nasszellen hatten Lüftungsgitter in den Türen.
Die Lösung mit den Tastern und Stromstoßschaltern war deutlich einfacher
zu bauen. Allein die Wechselschaltung im Flur spart 2 Adern dickes
Kupfer/Alu. Von den zwei Brennstellen mit einem Schalter im WoZi ganz zu
schweigen.
Solche Stromstoßschalter wurden 1949 von einem Stutgarter, also
einem sparsamen Schwaben erfunden und im Westen gut vermarktet.
Also kein verbissener DDR-Ökonom.
Gegenüber etlichen Metern 2 x 1 mm² oder mehr, sind die Klingeldrähte
mitsamt Spulenwicklung des Stromstoßschalters eine deutliche
Kupferersparnis.
Und Kupfer war im RGW-Gebiet wirklich Mangelware!
Die Hauptabbaugebiete lagen außerhalb und lieferten nur gegen $$,$$.
Ansonsten wird für die Rückmeldung (oder Besetzt-Meldung) eine
kleine Milchglas-Öffnung in der Tür das probate Mittel sein.
Wessie schrieb:> Und Kupfer war im RGW-Gebiet wirklich Mangelware!
Richtig. Und deswegen waren die Starkstromleitungen in den Neubauten aus
Aluminium. Nur die Klingeldrähte bestanden aus Kupfer.
Moin,
die rege Beteiligung und Auskünfte find ich ja super. Vielen Dank dafür.
Da ich in Miete wohne, ist mir das bearbeiten der Tür natürlich nicht
erlaubt (Löcher bohren etc.). Das mit dem Radio finde ich eine super
Idee, Allerdings habe ich keins gefunden, welches einen Lichtsensor hat,
nur Bewegungsmelder. Ein Lüftungsschlitz sowie spalt unten hat die Tür
auch nicht.
Das Einzigste, was mir noch als brauchbare Lösung erscheint, wäre ein
Lichtsensor, den ich einfach vor der LED im Taster (Dauerlicht) schalte.
Also ein kleines Loch hinter den Taster durch die Wand, sodass der
Sensor da durch passt und bündig mit den Fliesen innen abschliesst. Wäre
das möglich?
Ansonsten muß dann halt so klar kommen.
von hinten an Fliesen ran bohren? :D
Da fallen Dir bestimmt welche ab.
Oder ist das nur so eine Puffreis-Wand,
wo man das schon mit der Hand durchdrücken kann?
Nu weiss ich nicht, wie genau dein Badezimmer aufgebaut ist,
aber hier isses so:
Mit einem Spiegelschrank, der hier in meinem BaZi am Lichtkreis
angeschlossen ist,
ist das ganze doch kein Problem. Somit hast Du eine schaltbare Steckdose
für den Rasierer, Fön ect.
wenn das Teil nun oben eine gerade Fläche hat, stellst ein Radio drauf
und klemmst das mit an die Elektro-Box im inneren.
für ein Licht klemmst Du da einen kleinen Trafo dran, dann
Gleichrichter/Wandler für 'ne LED.
nun kann man dünne Drähte (Lackdraht?) bis zur Tür verlegen, nach aussen
führen und da 'ne LED dran.
den Draht unter 'ne Fussleiste, oder ganz oben in die Ecke
und dort noch mal in passender Farbe übermalen, das fällt noch nicht
mal auf.
Sowas kan man auch parallel an eine Lampe an einer Zimmerdecke in der
Mitte anklemmen. Trafos müssen nicht gross sein.
wenn Du da nur 'ne Russenlampe hast, fällt das natürlich schon auf
Roland E. schrieb:> Fliesen? In ner DDR Platte? Lol.
Fliesen? im Original vielleicht nicht aber...
viellleicht neu dazurenoviert?
LOL
mehr Lebenserfahrung bitte!
▶ J-A von der H. schrieb:> Oder ist das nur so eine Puffreis-Wand,> wo man das schon mit der Hand durchdrücken kann?
Gab es in DDR-Plattenbauten nicht.
Das weichste waren die Waende der Nasszellen, alles andere war Beton.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> ▶ J-A von der H. schrieb:>> Oder ist das nur so eine Puffreis-Wand,>> wo man das schon mit der Hand durchdrücken kann?>> Gab es in DDR-Plattenbauten nicht.> Das weichste waren die Waende der Nasszellen, alles andere war Beton.
In den WBS 70 in DD Gorbitz ist das einzige weiche die Rückwand der
Küchenzelle, eine sogenannte "Sauerkrautplatte" [1]. Hinter der befindet
sich der Versorgungs/Entlüftungsschacht, dessen andere 3 Wände komplett
Beton sind. In der Rückwand der Naßzelle (aka Bad) die besagter
Sauerkrautplatte gegenüber liegt, ist ein Loch in der Betonwand vor dem
typisch der Spiegel hängt.
Und weil wir bei Mangelwirtschaft waren: Kupfer wurde eingespart wo es
ging, bei Zement gab es aber anscheinend keinen Engpaß. Der DDR-Beton
ist sagenhaft hart. Wirklich gut bearbeitbar ist er nur mit guten
Hartmetallbohrern und einem Preßlufthammer (Hilti). Elektrische
Schlagbohrmaschinen tun sich damit sehr schwer. Ich erinnere mich noch
wie ich mit meinem Vater zusammen ein 10mm Loch durch die 12cm dicke
Außenwand gebohrt habe um das Kabel für die Satellitenschüssel auf die
Loggia zu bekommen. Mit seiner neuen Metabo Schlagbohrmaschine (Gewinn
in einem Preisausschreiben) hat das mehrere Stunden gedauert.
[1] eine grobe Spanplatte, irgendwo zwischen heutigen Möbelspanplatten
und OSB-Platten. Die Späne erinnerten von der Größe her an
Sauerkrautschnitze und die Festigkeit war in der Nähe von Lebkuchen
unmittelbar nach dem Backen ;)
Ich denke auch, es ging hauptsächlich um die Verlegung der dicken Kabel
in Boden bzw. Decke.
Die Kupfereinsparung dürfte gering sein, da ja jede Lampe ein separates
Kabel bis zur Verteilung braucht.
Es gibt ja diese intelligenten Häuser mit Steuerzentrale, der
Kabelverbrauch ist mindestens 10-mal höher, als bei klassischer
Verkabelung.
Guido schrieb:> Wie kann ich das bewerkstelligen?
Hier wäre mein Vorschlag.
Statt Trafo + Kleinspannungsrelais für die Erkennung, ob das Licht
eingeschaltet ist, kannst du natürlich auch ein Relais für 230 V
nehmen (gibt's sowas in handlicher Größe?) oder ein Relais, welches
den Stromfluss überwacht.
Das Stromstoßrelais wird dabei nach wie vor (wie üblich) mit
Wechselspannung betrieben, auf der Leitung zum Taster liegt aber
Gleichspannung an, deren Polarität davon abhängt, ob das Licht an ist
oder nicht.
Axel S. schrieb:> ... Der DDR-Beton> ist sagenhaft hart. Wirklich gut bearbeitbar ist er nur mit guten> Hartmetallbohrern und einem Preßlufthammer (Hilti). Elektrische> Schlagbohrmaschinen tun sich damit sehr schwer. Ich erinnere mich noch> wie ich mit meinem Vater zusammen ein 10mm Loch durch die 12cm dicke> Außenwand gebohrt habe um das Kabel für die Satellitenschüssel auf die> Loggia zu bekommen. Mit seiner neuen Metabo Schlagbohrmaschine (Gewinn> in einem Preisausschreiben) hat das mehrere Stunden gedauert.
OT: Das Problem bei uns (Viergeschosser, BJ 1964) war weniger der
"harte" Beton, sondern eher was da alles drin rumschwamm (Steinchen,
Mettalstückchen?). Anonsten bröselte manche Wände beim Bohren, so dass
ein Trichter entstand (der Übergang von Putz zur Wand war nicht immer zu
erkennen). Habe gerade mal online gesucht aber auf Anhieb keine
konkreten Details zu den Wohnblocks im Osten gefunden. Schade.
/(N)ostalgie
Jörg W. schrieb:> Hier wäre mein Vorschlag
da muss aber eine Leitung von der Badlampe
zur Verteilung gelegt werden. Muss man bei
meiner Lösung (siege ganz oben) nicht.
Reinhard #. schrieb:> da muss aber eine Leitung von der Badlampe> zur Verteilung gelegt werden.
Da das Stromstoßrelais ja sowieso in der Verteilung sitzt, sollte das
kein Thema sein.
Den Stromstoßschalter in der Verteilung durch ein normales Relais
ersetzen, und den Taster vom Bad gegen einen Schalter tauschen.
Dann kann man eine Kontrollleuchte einbauen.
Allerdings funktioniert sie dann falschrum wenn das Licht an ist
leuchtet sie nicht, und wenn das Licht aus ist Leuchtet sie.
Dominik J. schrieb:> Allerdings funktioniert sie dann falschrum wenn das Licht an ist> leuchtet sie nicht, und wenn das Licht aus ist Leuchtet sie.LED über den Schalter drüber statt in Reihe, schon funktioniert es
richtig herum. ;)
Allerdings ist der Steuerstromkreis normalerweise 12 V Wechselspannung,
keine Gleichspannung.
Den Stromstoßschalter in der Verteilung durch ein normales Relais
ersetzen, und den Taster vom Bad gegen einen Schalter tauschen.
Dann kann man eine Kontrollleuchte einbauen.
Kontrollleuchte in Reihe mit dem Schalter einbauen.
Dann hängt das Relais(kein Stromstoßschalter) mit der Kontrollleuchte
und dem Schalter(kein Taster) in Reihe und es würde funktionieren. Die
Spannung des Relais und der Kontrollleuchte müsste man passend
auswählen.
Zwei LED mit Vorwiderstand antiparallel zusammenhangen, und eventuell
einen Widerstand zusätzlich parallel dranhängen, wenn das Relais mehr
Strom braucht.