Gast
#4414979
Hallo. Nachdem ich gestern mein erstes gebasteltes Modell für einen Opto-Baustein feiern konnte, waren mir doch die Unterschiede zu dem Vorbild des PC817 im Hinterkopf haften geblieben. Zunächst war mir noch die G1-Funktion völlig unklar, lediglich eine leise Ahnung von einem Vierpol. Gut, nachdem ich die Bedeutung der Präfixes erkannt habe, ist das Problem mit dem Vierpol jetzt geklärt, wenn auch nicht vollständig. So habe ich das Simulationsmodell des PC817s neu gezeichnet. Dazu passend das Simulationsmodell des Fototransistors BPX43, dem zufolge ich das Simulationsmodell für die von mir bevorzugte Paarung aus IR-Diode und Fototransistor zusammengesetzt habe. Da fällt dann doch der Unterschied auf. Was ist nun richtig? Oder ist das eine nur etwas richtiger als das andere? Aber welches? Man beachte die Polarität der Pins beim G-Element: n+ n- nc+ nc- entsprechend der Reihenfolge von 1 bis 4. Worin liegt die Bedeutung der Polarität? Beim Modell des Sharp-Optokopplers PC817 zeichnet sich Linear Technologies verantwortlich, die werden doch nicht etwa was falsch gemacht haben? Oder? Beim BPX43 hält Osram ggf. den Schwarzen Peter in den Händen. Um da die Verwirrung noch mehr anzuheizen, habe ich mal weiter im Netz gesucht und wurde in Kalifornien fündig, bei CEL, die für Renesas tätig sind, dort liest sich das wie folgt (stark vereinfacht): Model: PS2561F-1 * A = PIN 1: diode anode * K = PIN 2: diode cathode * E = PIN 3: BJT emitter * C = PIN 4: BJT collector .SUBCKT PS2561F A K E C D1 A D LED Vsense D K 0 Hd R 0 Vsense 1 Rd R T 100K Cd T 0 20p Gctr C B TABLE {If(V(T)<=3m, ... Q1 C B E detector .model LED D IS=1p N=1.999644 ... .model detector NPN IS=2.857P BF=700 ... .ends Aha, da sind also noch (viel) mehr Spice-Elemente im Spiel: V(sense), H(d) und zum Schluss auch wieder das G-Element, das sich wohl auf CTR bezieht und womit offensichtlich ein Polynom zur Anwendung gebracht werden soll. Siehe hierzu auch Seite 2 des angehängten Datenblattes. Wie war das noch mit den vielen Wegen und Rom... Egal, ich habe es daher noch einmal zum Anlass genommen, die Parameter der von mir vorgesehenen optoelektronischen Komponenten zu überprüfen. Eine CTR-Angabe, wie bei Optokopplern üblich, findet sich dabei natürlich nicht, dafür werden jedoch die Strahlstärke [mW/sr] bei der IR-Diode und der Fotostrom [µA] bei gegebener Bestrahlung [0,5 mW/cm^2] beim Fototransistor genannt, da lässt sich sicher was draus stricken. Bleibt nur noch das Verhalten des G-Elementes auszukundschaften, das sollte in LTspice aber auch problemlos erfolgen können.
