Zitieren aus dem Datenblatt

Gast #4419691
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Ja aber ich muss es doch im Fließtext irgendwie deutlich machen das es 
von wo abgeschrieben ist? Bei einem normalen Zitat gibts die Hochzahl 
und in der Fußnote dann alles weitere + Literaturverzeichnis.

Also hier ohne einen Vermerk?
Gast #4419711
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Lothar M. schrieb:
> Der Download-Link

Kann morgen schon wieder deaktiviert sein. Da sollte
die Informationsquelle schon etwas mehr Bestand haben.

Idealerweise legt man eine Legende an, mit fortlaufender
Nummerierung, also z.B. 1), 2), ... wo dann die Referenz zu den
Informationen (z.B.Datenblatt) zu finden ist.
Fast jeder Beitrag in Wikipedia macht das so.
Die gleiche Nummerierung muss sich dann zu den Datenblättern
bei den Zitaten wieder finden lassen. Z.B.:

samuel schrieb:
> Wenn ich Sachen wie der Lm317 hat Thermischen-Überlastschutz 1) usw oder
> wie maximale Stromabgabe zitiere, wie mache ich das mit einem
> Datenblatt, was kommt in die Fußnote rein?

Legende:
1) Datenblatt LM317 S....Absatz.... "Thermischer-Überlastschutz"
Gast #4419735
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samuel schrieb:
> Wenn ich Sachen wie der Lm317 hat Thermischen-Überlastschutz usw oder
> wie maximale Stromabgabe zitiere, wie mache ich das mit einem
> Datenblatt, was kommt in die Fußnote rein?

Frag am besten den Betreuer deine Arbeit; jeder Prof kocht da nämlich 
sein eigenes Süppchen, welcher Zitierstil verwendet werden soll. Hier im 
Forum wirst du deswegen auch zig verschiedene Antworten kriegen und du 
wirst am Ende kein bisschen schlauer sein....

Viele Grüße
Gast #4420634
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In einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert man nicht aus Datenblättern 
-- die arbeit soll allgemeingültigen Charakter haben und die Aussagen 
leiten sich daher nicht von einer Datenblatteigenschaft ab! Deswegen ja 
auch nicht in der Ich-Form oder in der Vergahenheit schreiben -- die 
Aussagen müssen allgemeingültig und reproduzierbar (auf Abstrakterebene) 
sein;)
Gast #4420635
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pyrus schrieb:
> In einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert man nicht aus
> Datenblättern
> -- die arbeit soll allgemeingültigen Charakter haben und die Aussagen
> leiten sich daher nicht von einer Datenblatteigenschaft ab! Deswegen ja
> auch nicht in der Ich-Form oder in der Vergahenheit schreiben -- die
> Aussagen müssen allgemeingültig und reproduzierbar (auf Abstrakterebene)
> sein;)

z.B. will/soll eine Bachelorarbeit keine wissenschaftliche Arbeit sein! 
Du bist auch nach einem Bachelorarbeit kein Wissenschaftler, weil dazu 
der Charakter des Studiums nicht passt!
Gast #4420637
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-.-.- schrieb:
> pyrus schrieb:
>> In einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert man nicht aus
>> Datenblättern
>> -- die arbeit soll allgemeingültigen Charakter haben und die Aussagen
>> leiten sich daher nicht von einer Datenblatteigenschaft ab! Deswegen ja
>> auch nicht in der Ich-Form oder in der Vergahenheit schreiben -- die
>> Aussagen müssen allgemeingültig und reproduzierbar (auf Abstrakterebene)
>> sein;)
>
> z.B. will/soll eine Bachelorarbeit keine wissenschaftliche Arbeit sein!
> Du bist auch nach einem Bachelorarbeit kein Wissenschaftler, weil dazu
> der Charakter des Studiums nicht passt!

Ich weiss nicht wie an anderen Fakultäten/Unis ausschaut aber die 
Prüfungsordnung meines Studiengangs definiert Master/Bachelorarbeiten 
(für Dissertationen/habilitations Schriften gilt übrigens das gleiche) 
ganz klar als wissenschaftliche Arbeiten und nicht z. B. als technischen 
Bericht.
Gast #4420639
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So gut wie kein Bachelorstudium ist ein wissenschaftliches Studium. 
Siehe dazu
https://de.wikipedia.org/wiki/Bachelor#Baccalaureus-_und_Bachelor-Abschl.C3.BCsse_in_Deutschland
vs.
https://de.wikipedia.org/wiki/Master

Das wird auch an deiner FH so sein. Wie auch immer...

samuel schrieb:
> Wenn ich Sachen wie der Lm317 hat Thermischen-Überlastschutz usw
> oder
> wie maximale Stromabgabe zitiere, wie mache ich das mit einem
> Datenblatt, was kommt in die Fußnote rein?

man kann durchaus aus Datenblätter zitieren. So wie hier beschrieben 
passst das schon.
#4420673
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Man unterscheidet in nicht zitierfähige und zitierfähige und 
zitierwürdige Quellen. Allgemein sind wissenschaftliche Quellen 
zitierfähig, andere, wie zum Beispiel Populärliteratur sind zitierfähig 
aber nicht zitierwürdig. Grundsatz für Zitierfähigkeit ist, dass die 
Quelle nachvollziehbar ist.

Eine wissenschaftliche Arbeit sollte nur auf zitierfähigen, 
zitierwürdigen Quellen aufbauen.

Dann beginnen die Ausnahmen ... Eine Studie über Populärliteratur wird 
natürlich Populärliteratur anführen. Ingenieurwissenschaftliche Texte 
führen als Quellen auch Handbücher, Datenblätter usw. an. 
Nachvollziehbarkeit kann zum Beispiel in der Altertumswissenschaft einen 
erheblichen Aufwand bedeuten.

D.h. je nach Fachgebiet und Aufgabe werden Kompromisse gemacht.

Über allem schwebt die Anforderung, das alle Quellen zitiert werden 
müssen. Sollte der Autor also nicht zitierfähige oder nicht 
zitierwürdige Quellen verwenden, muss er die anführen. Wer sie nicht 
anführen möchte, besonders wenn sie die Arbeit entwerten, sollte sich 
andere, bessere Quellen suchen.

[Bachelor-Arbeiten, auch wenn von den Unis als wissenschaftliche 
Arbeiten bezeichnet, entwerten sich neben der mangelnden Tiefe meist 
zusätzlich durch die verwendeten Quellen]

Wie Quellen angegeben werden hängt vom Land, Fachgebiet und nicht 
zuletzt vom Betreuer ab. Wer, gerade bei ingenieurwissenschaftlichen 
Arbeiten nicht zitierfähige und zitierwürdige Quellenangaben trennen 
möchte, z.B.in zwei separate Listen im Anhang, kann das häufig gerne 
tun. Es sollten halt viele zitierwürdige Quellen übrig bleiben.
Gast #4420698
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pyrus schrieb:
> In einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert man nicht aus
> Datenblättern
> -- die arbeit soll allgemeingültigen Charakter haben und die Aussagen
> leiten sich daher nicht von einer Datenblatteigenschaft ab!

Das ist kein Widerspruch. Beispielsweise habe ich des öfteren 
Eigenschaften in Datenblättern zitiert, die ich danach näher beleuchtet 
habe. Beispielsweise bei Analysen zur Zuverlässigkeit. In einer 
praxisnahen Arbeit stellt das kein Problem dar bzw. ist sogar notwendig.


> Deswegen ja
> auch nicht in der Ich-Form oder in der Vergahenheit schreiben -- die
> Aussagen müssen allgemeingültig und reproduzierbar (auf Abstrakterebene)
> sein;)

Im Englischen wird in wissenschaftlichen Papern durchaus in einigen 
Sätzen die erste Person verwendet. Ist meines Wissens nach in Ordnung, 
nur eben sollte es nicht übertrieben werden.
Zumindest hört sich ein "We measured a temperature of 123°C" besser an 
als "A temperature of 123°C was measured".

samuel schrieb:
> Wenn ich Sachen wie der Lm317 hat Thermischen-Überlastschutz usw oder
> wie maximale Stromabgabe zitiere, wie mache ich das mit einem
> Datenblatt, was kommt in die Fußnote rein?

Ganz normal, wie du jeden anderen Text auch zitieren würdest.
Beispielsweise so (das genaue Format muss dir dein Prof/Betreuer 
vorgeben!)
"Text....." [1].

Und dann im Literaturverzeichnis:
[1] Datenblatt zu LM317, Link, Hersteller, Datum
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4420725
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Nemesis schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Der Download-Link
> Kann morgen schon wieder deaktiviert sein.
Beim Zitieren sollte man den gesamten relevanten Inhalt angeben. In 
diesem Fall hier besonders das, was mit "und" an das Zitat gekoppelt 
war: Hersteller und Datenblatt-Version.

> Da sollte die Informationsquelle schon etwas mehr Bestand haben.
Das ist das heutige Leben. Du bekommst übrigens bei einigen Herstllern 
nicht mal mehr "alte" Datenblätter. Und dann kann es sein, dass in einem 
"neuen" Datenblatt etwas drinsteht, das man "seinerzeit" noch gar nicht 
gewusst und dementsprechent nicht berücksichtigt hat (aka. Errata, die 
manchmal aber nicht als solche gekennzeichnet ist). Mir fällt dazu z.B. 
die Spannungsanstiegszeit bei Mikrocontrollern an: zu kurz oder zu lang 
--> Fehlfunktion. Aber eine Zahl findet sich dann erst bei Rev. 3c des 
Datenblatts...  :-o

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