Hier noch einige Ergänzungen zu der im Grunde genommen richtigen Antwort
von W.S.:
Die Verwendung des Begriffs Netzwerkanalysator (NWA) ist korrekt und in
der Mikrowellencommunity üblich. Den Begriff Wobbler finden man vor
allem in älterer (deutschsprachiger) Literatur zur HF-Messtechnik.
Je nachdem, ob der NWA den Betrag oder Betrag und Phase der
Streuparameter bestimmt, handelt es sich um einen skalaren bzw.
vektoriellen NWA. Alle modernen Netzwerkanalysatoren sind vektorielle
Netzwerkanalysatoren, man spricht dann vom VNA.
Die Unterscheidung homodyn / heterodyn gilt nicht nur für
Netzwerkanalysatoren, sondern generell für alle HF-Empfänger, siehe also
die entsprechende Literatur.
## Heterodyn-Prinzip (Heterodyn Receiver)
Beim Heterodyn-Prinzip (Direct Conversion Receiver) wird das Messsignal
("RF") (ein Sinus, bis einige GHz) auf eine Zwischenfrequenz
runtergemischt. Diese Aufgabe erledigt ein sogenannter Mischer, indem er
das Messsignal mit einem Lokaloszillator ("LO")(einem zweiten Sinus,
ebenfalls bis einige 10 GHz) multipliziert.
Die Frequenzen f_IF ungleich f_RF sind so gewählt, dass das IF-Signal
bei immer derselben Frequenz im Bereich um einige MHz liegt.
Anschließend erfolgt die Auswahl der interessierenden Frequenz durch das
ZF-Filter. In modernen VNAs erfolgt dann direkt die Digitalisierung. Die
sogenannte ZF-Filterung erfolgt dann bereits digital.
## Homodyn-Prinzip (Direct Conversion Receiver)
Im Gegensatz dazu wird beim Homodyn-Prinzip direkt ins Basisband, sprich
auf 0 Hz gemischt. Hierzu verwendet man einen Lokaloszillator (LO) mit
der selben Frequenz wie das Messsignal (kommt Hardwareseitig aus dem
selben Oszillator, geht über einen Leistungsteiler zum LO bzw. zum
Messobjekt).
## Vergleich
Der wesentliche Vorteil der Heterodynen Detektion ist der geringere
Einfluss des 1/f-Rauschens. Wie der Name schon andeutet, ist dieses bei
niedrigen Frequenzen stärker als bei höheren Frequenzen, nämlich der IF.
Daher ist es günstiger auf eine ZF zu mischen, bei der weniger
1/f-Rauschen ist als im Basisband.