Hallo,
weiss jemand wie diese kleinen Dinger es schaffen in bis zu 1km
Reichweite sicher zu schalten? Manche haben ja sogar eine Rückmeldung,
also bidrektional. Welche Funktechnik kommt hier zum Einsatz, welches
Kodierverfahren?
>weiss jemand wie diese kleinen Dinger es schaffen in bis zu 1km
Wirklich?
Ansonsten: ganz einfach, indem man durch geringe Bandbreite bzw.
niedrige Datenrate (bei Schaltanwendungen ist ja nicht viel nötig) das
Signal/Rauschverhältnis entsprechend verbessert, und somit die
Reichweite.
z80freak schrieb:> weiss jemand wie diese kleinen Dinger es schaffen in bis zu 1km> Reichweite sicher zu schalten?
So wie alle anderen Funksender auch. Die 1km Reichweite werden wohl
unter unrealistisch optimistischen Bedingungen gelten: direkte
Sichtverbindung und optimal ausgerichtete Antennen. In der Realität
können schon 20m zu weit sein, z.B. wenn man sich in einem Gebäude aus
Stahlbeton befindet und das Auto so steht, daß das Signal durch mehrere
Wände muß.
Lothar M. schrieb:> Webasto sagt 1000m:
Imho ist die Standheizung die serienmässig bei BMW verbaut wird von
Webasto. Dementsprechend gilt hier wohl auch das, was Axel gesagt hat:
Es müssen dafür extrem ideale Bedingungen vorliegen.
Webasto T91:
Technische Merkmale
Funkübertragung: bidirektional
Frequenz: 868,3MHz
Sendeleistung: typisch 5mW
Empfängerempfindlichkeit: typisch -107dBm bei BER 10-3
Da 1km Reichweite anzugeben ist schon sehr frech.
Frank N. S. schrieb:> Lothar M. schrieb:>> Webasto sagt 1000m:>> Nö, die sagen/schreiben "..bis zu 1000m"> Ist schon ein gewisser Unterschied. :-)
Das ist dennoch frech! Die wissen genau, das sowas unter normalen
Bedingungen nicht möglich ist und selbst unter idealen auch nur schwer
machbar. Zumindest nicht mit den serienmäßig verbauten Antennen.
Einem Stein kann ich auch "bis zu" 10.000 Meter weit werfen, unter
idealen Bedingungen (Weltraum). Ich würde mich dennoch nicht für die
Schottischen Spiele bewerben... ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Das ist dennoch frech! Die wissen genau, das sowas unter normalen> Bedingungen nicht möglich ist und selbst unter idealen auch nur schwer> machbar. Zumindest nicht mit den serienmäßig verbauten Antennen.
Nein, das ist nicht frech! Die Formulierung "... bis zu..." kennt
doch heutzutage jedes Kind von den Internet-Providern, die ihren
Kunden generell niemals eine bestimmte Mindest-Datenrate garantieren.
Ham schrieb:> Old P. schrieb:>> Das ist dennoch frech! Die wissen genau, das sowas unter normalen>> Bedingungen nicht möglich ist und selbst unter idealen auch nur schwer>> machbar. Zumindest nicht mit den serienmäßig verbauten Antennen.>> Nein, das ist nicht frech! Die Formulierung "... bis zu..." kennt> doch heutzutage jedes Kind von den Internet-Providern, die ihren> Kunden generell niemals eine bestimmte Mindest-Datenrate garantieren.
Und das macht es nun besser?
Früher wusste auch jedes Kind, dass Männer, die in Wäldern mit langen
Schwertern lauern, nichts Gutes im Sinn haben. Waren das nun
Gutmenschen?
Ich bleibe dabei: wer "bis zu 1000m" verspricht, muss das für normale
Verwendung auch zusichern. Oder er schreibt gleich dazu, dass es im
Normalfall deutlich weniger sein kann (so wie die genannten Provider)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Ich bleibe dabei: wer "bis zu 1000m" verspricht, muss das für normale> Verwendung auch zusichern.
Wir sind seit > 25 Jahren im "bis zu" und "ab xxx"-Land. Alles kann
nichts muss
mfG Paul
Ich habe die Webasto Fernbedienung mit Rückmeldung im Einsatz und konnte
die angegebenen 1000m auch nicht glauben, also habe ich mal getestet.
Klar wurden die erwartungsgemäß nicht erreicht, aber immerhin
zuverlässig etwas über 500m Luftlinie quer durch ein Wohngebiet, was
mich immer noch überrascht hat. Die kleine Fernbedienung hat ja
schließlich keine externe Antenne. Auch im Büro schafft sie quer durch
mehrere Gebäude und Stockwerke (Stahlbau) enorme Distanzen. Ich kann das
Interesse an der Funktionsweise nur teilen. Das ist mal ein richtig gut
durchdachtes Stück Elektronik.
kubi schrieb:> Ich habe die Webasto Fernbedienung mit Rückmeldung im Einsatz> Auch im Büro schafft sie quer durch> mehrere Gebäude und Stockwerke (Stahlbau) enorme Distanzen. Ich kann das> Interesse an der Funktionsweise nur teilen. Das ist mal ein richtig gut> durchdachtes Stück Elektronik.
Und warum machst du zumindest den Handsender nicht einfach auf?
Es ist zwar interessant allen bei der Darstellung ihrer mehr oder
weniger zum Thema passenden Meinungrn zu lauschen, aber in der Regel
braucht es nur 3-4 unqualifizierte Antworten bis mal einer kommt der
auch nur schreibt wenn er was zur klärung der Frage beizutragen hat.
Hier könnte der Moderator, anstelle in die gleichen Fussstapfen zu
treten, ruhig mal unqualifizierte Beiträge löschen. :-(
Olli Z. schrieb:> Hier könnte der Moderator, anstelle in die gleichen Fussstapfen zu> treten, ruhig mal unqualifizierte Beiträge löschen. :-(
Un mit dem Post dieses Zitats ohne Sachgehalt voll bloßem Gejammer
gleich mal anfangen?
Und zuallererst ist doch derjenige, der eine Thread aufmacht ganz selbst
der Moderator seines(!) Threads. Wie bei einer Besprechung der
Einladende auch den Vorsitz hat. Und wenn man dann nur "lauscht", wie
sich diese Besprechung bzw. der Thread entwickelt, dann darf man
hinterher nicht jammern.
Immerhin ist die eigentliche Frage immer noch ungeklärt...
Ein guter Teil dieser "großen" Reichweite hängt aber daran, dass die
Seite im Auto eine "richtige" Antenne hat. Das zumindest kann man den
von mir verlinkten Seiten entnehmen (die auf diese Art eigentlich
durchaus was zum Thema beitragen würden):
https://www.seat-leon.de/vboard/showthread.php?1309-Antenne-f%FCr-Standheizunghttp://www.octavia-forum.de/forum/viewtopic.php?f=16&t=28388
hinz schrieb:> Webasto T91:>> Technische Merkmale> Funkübertragung: bidirektional> Frequenz: 868,3MHz> Sendeleistung: typisch 5mW> Empfängerempfindlichkeit: typisch -107dBm bei BER 10-3>> Da 1km Reichweite anzugeben ist schon sehr frech.
Warum ist das so frech?
5mW sind ca. 7dBm Ausgangsleistung. Bei ca. ca 91 dB Dämpfung (868 MHz,
1km) sollten noch etwa -84 dBm am Empfänger angkommen (Antennen
praktisch kein Gewinn). Reichen die 23 dB Reserve nicht, um die
"idealisierten Bedingungen" auszugleichen?
Jens G. schrieb:> Wo ist das Problem? Alles eine Frage der Bandbreite.
das ist schon klar. ich hatte mich nur über die Bezeichnung "frech"
gewundert, wenn doch scheinbar genug Reserve vorhanden ist... Die
Bandbreite wird ja vmtl. nicht allzu hoch sein...
Erstaunlich sind auch bereits 500m.
Es muss schon etwas besseres sein, als ein billiger Pendelempfänger und
ein SAW Resonator ( sowas ist ja z.B. in Funkthermometern drin, denen
manchmal schon bei 20m die Puste ausgeht ).
Auch 868MHz Garagentoröffner und ähnliches Zeug kommt nie an 500m ran,
obwohl die Sendeleistung auch oft mehr als 10mW beträgt.
Das Ganze sogar noch bidirektional... da hat sich sicher schon ein
Entwickler ( oder mehrere ) den Kopf breitgedrückt.
Die Schaltung fände ich durchaus mal interessant.
FSK brauch so ca. 10dB Störabstand um sauber zu funktionieren. Die
restlichen 20dB werden für die mickrige Antenne im Handgerät draufgehen
- die ist ja definitiv zu klein.
Ich nehme mal die TP5 von Eberspächer als Beispiel, denn die habe ich
verbaut. Der Sender hat 868.4 MHz, und beim Senden flackert das Display
ein wenig, auch bei einer neuen 6 V-Batterie. Da ist schon etwas mehr
als 50 mW Sendeleistung dahinter.
Verbaut habe ich die Empfangsantennenleitung im Bulli so, dass das
abgesetzte Koaxkabelende auf Höhe Innenspiegel senkrecht herunterhängt.
Mit abgesetzt meine ich, dass die Schirmung auf eine bestimmte Länge
verkürzt wurde. Sozusagen Sperrtopfantennenprinzip, wenn ich mich nicht
täusche.
Wenn ich ca 900 m von meinem Bulli entfernt bin und frontal zu ihm
stehe, dann läuft die Heizung meistens an.
Würde ich den Empfänger an die GSM-Antenne anschliessen, welche ich
nicht mehr brauche, dann würde mehr als ein Km drin sein.
Liege ich jedoch hinten im Bulli im Bett, dann klappt das Einschalten
öfters nicht, weil der Empfänger ob der Nähe stark übersteuert wird.
So meine Erfahrungswerte.
In dem folgenden Link auf Seite 7 Stehen die technischen Daten, und eben
auch bis zu 1 Km. Unmöglich ist das nicht.
http://ftp.hamsk.ru/auto/HEATER/Eberspacher/%D0%9E%D1%80%D0%B3%D0%B0%D0%BD%D1%8B%20%D1%83%D0%BF%D1%80%D0%B0%D0%B2%D0%BB%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D1%8F/TP5/DE/22_1000_90_96_82_DE_0602.pdf
Thomas S. schrieb:> Ich nehme mal die TP5 von Eberspächer als Beispiel, denn die habe ich> verbaut. Der Sender hat 868.4 MHz, und beim Senden flackert das Display> ein wenig, auch bei einer neuen 6 V-Batterie. Da ist schon etwas mehr> als 50 mW Sendeleistung dahinter.
Klar, es geht ja auch um die Strahlungsleistung und die ist mit
richtiger Antenne um ein Vielfaches höher.
> Verbaut habe ich die Empfangsantennenleitung im Bulli so, dass das> abgesetzte Koaxkabelende auf Höhe Innenspiegel senkrecht herunterhängt.> Mit abgesetzt meine ich, dass die Schirmung auf eine bestimmte Länge> verkürzt wurde. Sozusagen Sperrtopfantennenprinzip, wenn ich mich nicht> täusche.
Falsch!
Einen Sperrtopf hättest Du, wenn Du die Abschirmung nicht abgeschnitten,
sondern zurückgekrempelt und außen auf das Kabel gelegt hättest.
Ersatzweise geht auch ein passendes stück Kupfer- oder Messingrohr, dass
über das Kabel geschoben und an die abgeschnittene Abschirmung gelötet
wird. Genau das bildet dann den "Topf"
Old-Papa
Wie weiter oben schon vorgerechnet wurde, ist die Performance so einer
Fernbedienung heute rein technisch mit Standard FSK-Tranceiver-ICs
erreichbar, wenn auch nicht mal einfach so und nicht von jedem ;-).
Bei der Kodierung wird noch ein bisschen gezaubert, man kann die
System-Bandbreite aus Kosten-, Energie- und Stabilitätsgründen nicht
beliebig verkleinern. Das ist ein Problem!
Die Antenne im Handsender ist nicht so schlecht. Es ist eine kleine
Normal-Mode Helix, aber noch nicht zu klein.
Die Sendeleistung liegt auch unter 10mW aus Energie- und
Zulassungsgründen.
Die Herausforderung sind, gerade im Automotiv-Bereich:
- Serienstabilität
- Kosten
- Ausfallraten
Man darf nicht vergessen, es geht hier um ein Serienprodukt in x00000er
Stückzahl. Nur wer so etwas schon mal gemacht hat, weiss wo die waren
Probleme liegen.