Guten Tag.
Hier kommt der 1000 Beitrag zu diesem Thema. Ich entschuldige mich im
Vorfeld, ich sehe aber auch keine andere Möglichkeit selbst etwas
passendes zu finden, da mir noch das Know How zu einigen Sachen fehlt.
Ich fange jetzt vielleicht erst einmal damit an was ich für Peripherie
benötige:
- TFT + Touch (etwa 7" - 10"). Einige ICs sind gut dokumentiert und es
existiert bereits einiges an Quellcode.
- GPS
- Funkmodul (433Mhz)
- Paar Pins für kleinere Sachen (Max232, 2-3 Taster, LEDs, Motortreiber
etc.)
- 2 freilaufende Drehgeber (werden an eine Rotationsachse montiert - im
Idealfall werden es optische. Je nach Preislage - ich muss mich da noch
kundig machen) zur Drehwinkel-Bestimmung. Es wird wohl bei unter
180U/min bleiben
Ich dachte an einen ARM von ST oder Atmel.
Praktisch wäre es, wenn es diesen µC auch als Headerboard gäbe, damit
ich mir erst einmal das Löten sparen kann. Wäre aber nur ein Nice to
have.
Habt ihr eine Idee was ich einsetzen könnte? Bzl. des TFT weiß ich
selbst auch nicht was mich zu erwarten hat (in Hinsicht auf die
notwendige Leistung).
Beste Grüße.
WerNichtFragtBleibt schrieb:> - TFT + Touch (etwa 7" - 10"). Einige ICs sind gut dokumentiert und es> existiert bereits einiges an Quellcode.
Dafür hast du dir mit deinem kleinen STM32F107 aber nicht den geeigneten
MC ausgesucht. Da solltest du dir lieber gleich mal den F427/429 mit
intergriertem TFT Controller reintun.
WerNichtFragtBleibt schrieb:> - 2 freilaufende Drehgeber (werden an eine Rotationsachse montiert - im> Idealfall werden es optische. Je nach Preislage - ich muss mich da noch> kundig machen) zur Drehwinkel-Bestimmung. Es wird wohl bei unter> 180U/min bleiben
Für solche Anwendungen schwöre ich auf schöne industrielle Drehgeber von
Sick Stegmann oder Haidenhein. Gibts manchmal günstig beim Auktionshaus.
> Dafür hast du dir mit deinem kleinen STM32F107 aber nicht den> geeigneten MC ausgesucht. Da solltest du dir lieber gleich mal den> F427/429 mit intergriertem TFT Controller reintun.
Oh, das ist ein Missverständnis :)
Das Bild hatte ich eingefügt, damit ihr wisst was speziell ich mit
Headerboard meine, nicht weil dieser in die engere Auswahl viel :)
Bin kein Mikrocontroller Kenner aber sollte ein Arduino MEGA das nicht
schaffen ? (7" – 10" könnten aber zum Problem werden)
Die Dokumentation ist allumfassend vorhanden und das meiste an der
Programmierung kannst du dir aus fertigen Bibliotheken holen.
Danke für deine Antwort. Ich benötige jedoch die FPU, wodurch die
atmegas wegfallen. Ein ARM wäre auch ganz nett. Ich weiß lediglich nur
nicht welchen, da es ein so großes Angebot gibt.
Schau Dir mal das Beagleboard Black an:
http://www.beagleboard.org/black
Da hast Du diverse serielle Schnittstellen, I2C, CAN, SPI, GPIOs, kannst
einen kleinen Monitor per HDMI anschließen, hast richtig Rechenleistung,
und für Realtime-Steuerungen gibts zwei Coprozessoren.
fchk
WerNichtFragtBleibt schrieb:> - TFT + Touch (etwa 7" - 10"). Einige ICs sind gut dokumentiert und es> existiert bereits einiges an Quellcode.> - GPS> - Funkmodul (433Mhz)> - Paar Pins für kleinere Sachen (Max232, 2-3 Taster, LEDs, Motortreiber> etc.)> - 2 freilaufende Drehgeber
O ha.
Wer nicht denkt bleibt...
Also, da hast du dir aber was vorgenommen.
7..10" TFT schreit nach RAM, den ein hier üblicher µC nicht zu bieten
vermag. Also muß ein passender RAM dran und was da groß genug und nicht
zu exotisch ist, ist ein 32 Bit breiter SDRAM (wegen des Durchsatzes).
Also geht nur ein µC mit 32 bit breitem externen Bus und mit dediziertem
TFT-Controller intus, weil der die Daten paketweise vom externen SDRAM
holt, zwischenspeichert und dann ordentlich ausgibt. So eine
Not-Krücken-Lösung mir gewöhnlichem DMA wie bei den PIC32 kostet massiv
Busdurchsatz und macht den µC fast zur Schnecke trotz 200 MHz
Systemtakt.
Naja und wenn "GPS" bei dir lediglich heißt "seriell 4800 Baud" dann
geht das überall in Ordnung. Sollte das aber heißen "selber GPS
dekodieren" dann ist's aus damit.
Und dann willst du den µC auf ein Breakoutboard setzen? All die Signale
zum SDRAM? Du solltest dich stattdessen belesen, wie man die Adreß- und
Steuersignale möglichst reflexionsarm routet.
Mein Rat: Kauf dir irgendeinen ARM-WindowsCE/Linux-Modul, bastle dir
dazu eine Anschlußplatine und sei damit glücklich.
W.S.
Hallo W.S.
Danke für deinen konstruktiven Beitrag.
> Und dann willst du den µC auf ein Breakoutboard setzen? All die> Signale zum SDRAM? Du solltest dich stattdessen belesen, wie man die> Adreß- und Steuersignale möglichst reflexionsarm routet.
Ich glaube, ich habe mich etwas falsch ausgedrückt.
Gesucht ist nicht tatsächlich nur der µC, sondern schon ein Headerboard
wie im ersten Beitrag zu sehen. Diesen wollte ich einsetzten um den
ganzen Routingproblemen, die du angesprochen hast, zu entgehen.
Dabei meine ich beispielsweise eine "abgespecktere" Variante des
STM32F429I-DISCO. Ansonsten würde ich diesen tatsächlich nehmen.
Meinst du dennoch es würde so nicht funktionieren?
Beste Grüße.
WerNichtFragtBleibt schrieb:> Oh wow. Das ist doch aber extrem überdimensioniert, oder?> Ausschließen muss ich das Board aber leider; Ich suche lediglich einen> passenden µC.
Nein.
Da Du ein TFT verwenden willst, brauchst Du auch RAM. Und nicht nur 32k
davon, sondern MB-weise und schnelles. Das ist üblicherweise nicht im uC
eingebaut. Und der Anschluss eines SDRAMs ist nicht trivial.
Dann zum Display: Entwerder hat das parallel RGB oder (bei größeren)
LVDS. LVDS ist auch nicht mehr einfach zu layouten.
Ich hatte mir bei meinem Vorschlag schon etwas dabei gedacht...
fchk
Das F429 Disco hat glücklicherweise schon einen 8MB RAM Chip und ein TFT
onboard, wobei das nun nicht gerade ein 10-Zoller ist, aber immerhin
auch schon Touchscreen bietet.
Für den Preis kann man erstmal nicht viel falsch machen.
Allerdings bist du - je nach geplanten Stückzahlen mit einem fertigen
gehacktem Tablet auf Linux- oder Windowsbasis vermutlich besser bedient.
Das ganze kommt mir, deinen Fragen nach zu urteilen, ein wenig zu gross
vor.
Die Frage ist nicht, was Du anschließen willst, sondern was Du damit
machen willst.
TFT+Touch meint meistens, man will erstmal Monate in eine
Bedienoberfläche reinstecken, ehe man die eigentliche Funktion
programmieren kann.
Leute mit Text-LCD+Tasten+Encoder haben dann das Projekt schon 10-mal
fertig.
Hast Du denn schon irgendwelche Erfahrungen, daß Du gleich mit TFT
anfangen willst?
Willst Du alles wirklich selber programmieren oder fertige Treiber und
Libs benutzen?
Hallo,
ich habe dies als Entwicklungsboard für Oberflächen
http://www.hotmcu.com/hystm32f429ig-development-board-with-independent-lcd-modules-p-263.html?cPath=1_20
Passende Displays wären:
•1 x 7" inch LCD capacitance touch screen with resolution 800 x 480
•1 x 7" inch LCD capacitance touch screen with resolution 1024 x 600
•1 x 10.1" inch LCD capacitance touch screen with resolution 1024 x 600
Es gibt noch eine 5 Zoll Variante mit Capa touch und 800*600
Auf der Homepage kann man sich entsprechende Firmwarevorlagen
herunterladen.
Zur Ansicht des Codes genügt demo Version Keil MDK
zur Programmierung kannst du eine Toolchain deiner Wahl verwenden.
Ich verwende VisualGDB.
Gruß
Marc
Guten Morgen ihr beiden.
> Die Frage ist nicht, was Du anschließen willst, sondern was Du damit> machen willst. TFT+Touch meint meistens, man will erstmal Monate in> eine Bedienoberfläche reinstecken, ehe man die eigentliche Funktion> programmieren kann.
Ich will eine relativ simple Menüführung gestalten (Rechtecke, Text).
> Passende Displays wären:
Selbst habe ich an einen 800x480 Display gedacht.
Dafür würde sich wohl der SSD1963 anbieten? Immerhin kann dieser bis
864 x 480 x 3 byte (= 1215 K)
> Willst Du alles wirklich selber programmieren oder fertige Treiber> und Libs benutzen?
Alles komplett selbst zu programmieren wäre etwas zuviel des Guten. Das
Rad neu erfinden möchte ich zwar nicht, ich will aber auch keine
Komplettlösung.
http://mikrocontroller.bplaced.net/wordpress/?page_id=1357 & Co. sehen
auf den allerersten Blick doch schon einmal reich an Infos aus.
Als Boards habe ich die STM32F407VGT6 und STM32F429ZIT6U rumfliegen
(Discoverys) und würde diese gerne nutzen (nachdem Matthias Sch. mich
darauf aufmerksam machte).
Im übrigen würde ich in jedem Fall wohl ein TFT mit einem SSDxxxx
nehmen.
WerNichtFragtBleibt schrieb:> Im übrigen würde ich in jedem Fall wohl ein TFT mit einem SSDxxxx> nehmen.
Ich halte das für partiellen Quatsch. Denn: Dieplays mit eigenem
Controller haben zumeist ein Port-Interface und diejenigen, die ein
Speicherbereich-Interface (Pseudo RAM) haben, sind von hause aus nur
schlecht mit dem jeweiligen Host-µC zu koordinieren.
Was bleibt, wäre ein zweiter Bildspeicher im (dafür nötigen) RAM, der
nach Abschluß aller Updateaktionen in den externen TFT-Controller
kopiert werden muß. Unschön, so ein Betrieb, wenn es sich nicht um ein
kleines Display handelt.
Und zu dem RAM auf dem St-discovery-board: der ist m.W. nur 16 bittig.
Bäh, das ist ein Flaschenhals!
W.S.
> Ich halte das für partiellen Quatsch. Denn: Dieplays mit eigenem> Controller haben zumeist ein Port-Interface und diejenigen, die ein> Speicherbereich-Interface (Pseudo RAM) haben, sind von hause aus nur> schlecht mit dem jeweiligen Host-µC zu koordinieren.
hmm, aber genau dafür sind die doch konzipiert? Ich habe das natürlich
noch nie gemacht, aber selbst auf Youtube lassen sich Videos finden wo
das offensichtlich "gut" funktioniert. Schau bitte mal kurz in dieses
Video rein (sind auch nur wenige Sekunden lang):
https://www.youtube.com/watch?v=24daiA2mIKI (mit Chibios GFX)
Gut, das ist jetzt keine super Auflösung, aber ich brauche auch
eigentlich nicht mehr.
Was meinst du dazu?
W.S. schrieb:> Und zu dem RAM auf dem St-discovery-board: der ist m.W. nur 16 bittig.> Bäh, das ist ein Flaschenhals!
Und jetzt? Für 800x480 Pixel und geringe graphische Anforderungen reicht
das völlig aus. Wen interessiert die "Busbelastung" wenn der Rest NICHT
auf den SDRam zugreift?