Gas unterirdisch bunkern - und der GAU

#4434526
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Hm, für die Meldung brauche ich kein RT. Das habe ich vor ein paar Tagen 
AFAIR schon beim ZDF (oder wars RTL?) gesehen ;) Tenor auch in etwa 
"unfähiges Katastrophenmanagement".

Eingelagertes CO2 wäre dagegen harmlos, weil nichts brennen kann, auch 
wenn die Idee selbst ein typischer Idioten-Workaround für ein Problem 
ist, das man weiter "vorne" lösen müsste. Ersticken tut man ohnehin an 
so ziemlich allem, was aus der Erde natürlich oder unnatürlich ausgast. 
Gab doch auch schon den CO2-See in Afrika...
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4434551
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Das deutsche Bergrecht ist ziemlich interessant.

wenn es etwas wertvolles unter deinem Haus gibt, kann von der Seite da 
rangebuddelt werden, um von fremder Partei abgebaut zu werden.
Da hast Du noch lange kein Eigentum dran.

aber wenn an der selben Stelle irgendwqelche Altlasten sind,
dann bist plötzlich Du der Besitzer/Verursacher.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4434696
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CO2 ist chemisch jedenfalls nicht das ultra-Gift.
So wie Blausäure Gas oder so ;)
Du kannst durchaus nen Atemzug davon nehmen ohne sofort davon 
umzufallen.
Da muss mans halten wie im Weinkeller. Immer 'ne Kerze parat. oder nen 
Kanarienvogel ;)

(Ironie aus)

dennoch:
Diese Kavernen gepaart mit dem deutschen Bergrecht ist der letzte 
scheiss.
Da kann man mal sehen, was dem Staat wirklich am Bürger gelegen ist.
Zahlen darf er aber wenns mal unbequem wird, mal schon die Fresse 
halten.
Der Verbands-Regierte Staat ist unfehlbar.

Das spiegelt sich dann in Bestimmungen wie (grob Sinngemäss):

Kavernenanlegen müssen erst ab solchen Volumina (hab grad keine Zahlen 
parat) richtig überwacht werden, wie sie eigentlich überhaupt nicht in 
die Salz-Schichten im Untergrund passen. Die Schichten in denen das 
hineingetrieben werden kann, wären dafür einfach zu schmal.

Speziell bei Gas-Kavernen biegt sich irgendwann die Deckschicht ein und 
produziert so an der Oberfläche "Dellen". mit den Effekten wie:
Veränderung des Grundwasserspiegels,
Häuser kippen ab, Rissbildung bis Einsturzgefahr etcpp.
Bei stets gefüllten Öl-Kavernen ginge das ja noch. wennse nicht "siffen" 
würden. Plötzlich hat man mal so 'ne Tanklaster-Füllung im Graben

Und das Beste: Du als Betroffener musst dann auch noch Beweisen,
dass das von solchen Anlagen kommt.

Und jetzt noch Fracking?
Gast #4434873
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Richard H. schrieb:

> Ach was, wie der Name schon ausdrückt, ist CO nur halb so gefährlich wie
> CO2.

Es gab in DE mal ein Chemiewerk, da fiel CO als Abfallprodukt an. Daher 
wollte man eine Anlage danebenbauen, die das Zeug als Prozessgas 
benötigt und verbraucht. Gab aber keine Baugenehmigung.

"Ok, dann bauen wir die Anlage woanders und legen eine Pipeline." Wurde 
genehmigt. "Hallo, eine CO-Pipeline?? Geht's noch? Das war ein Scherz!". 
Nein, ist genehmigt.

Diese Leitung gibt es tatsächlich. Je weniger Sachkenntnis Politiker 
haben, umso unbefangener können sie an ihre hirnrissigen Entscheidungen 
herangehen. Grönemeyer hat mal vorgeschlagen, Kleinkinder an die Macht 
zu lassen. Wäre vielleicht gar nicht so dumm.
Gast #4435095
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Boris O. schrieb:
> Ist das nur in meiner Darstellung kaputt: CO – Kohlenmonoxyd? Ich
> bin
> kein Chemie-Profi, aber mir noch dunkel bewusst, dass Methans
> Summenformel etwas mit H sein muss (Kohlenwasserstoff) und CO schlecht
> unter Druck zu setzen ist.

Worauf beziehst du dich? Nirgends wird eine Summenformel für Methan 
genannt und nirgends kommt das Wort "Druck" vor...
Gast #4435116
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Boris O. schrieb:

> Ist das nur in meiner Darstellung kaputt: CO – Kohlenmonoxyd? Ich bin
> kein Chemie-Profi, aber mir noch dunkel bewusst, dass Methans
> Summenformel etwas mit H sein muss (Kohlenwasserstoff) und CO schlecht
> unter Druck zu setzen ist.

Methan ist CH4 und Kohlenmonoxid ist CO, richtig. Beide sind gasförmig 
und lassen sich ordentlich komprimieren, bevor sie flüssig werden.
#4436333
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soul e. schrieb:
> Je weniger Sachkenntnis Politiker
> haben, umso unbefangener können sie an ihre hirnrissigen Entscheidungen
> herangehen. Grönemeyer hat mal vorgeschlagen, Kleinkinder an die Macht
> zu lassen. Wäre vielleicht gar nicht so dumm.

“Sometimes I wonder whether the world is being run by smart people who 
are putting us on or by imbeciles who really mean it.”

- Laurence J. Peter
Persönliche Seite #4437738
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Hallo Paul.

Paul B. schrieb:

> Vor 50 Jahren hat es dann auch mal einen Hammer getan (Seite 3)
> http://www.feuerwehr-ub.de/sites/dev.ub-feuerwehr.de/files/FW1009-ThFV-fu.pdf

War das ein "Speicher"? In dem Artikel steht etwas von einer 
"Probebohrung". Daher würde ich eher von einem Erdgasvorkommen ausgehen.

Aber auch Speicher können undicht werden: 
http://gsb.download.bva.bund.de/BBK/Magazin/BBK_Bevoelkerungsschutz198010.pdf 
Siehe Seite 6. Ist Glücklicherweise nicht in Brand geraten. Ich kann 
mich aber noch an die Fernsehberichte dazu erinnern.

Unangenehm ist sowas auch mit Öl: 
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/deutschland-strategische-erdoelreserve-wenn-rohoel-aus-der-weide-quillt/9818142.html

> Ich denke, es gibt größere Gefahrenquellen.

Das denke ich auch.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
#4437743
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Bernd W. schrieb:
> War das ein "Speicher"? In dem Artikel steht etwas von einer
> "Probebohrung". Daher würde ich eher von einem Erdgasvorkommen ausgehen.

Das war zunächst ein natürliches Erdgasvorkommen, was dann von einer 
anderen Stelle aus zugänglich gemacht wurde. Als das natürlich 
enthaltene Gas zu Ende ging, wurde (und wird) der Speicher mit Erdgas 
aus dem Verbundnetz gefüllt gehalten.

MfG Paul
#4437768
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▶ J-A von der H. schrieb:
> Das deutsche Bergrecht ist ziemlich interessant.
>
> wenn es etwas wertvolles unter deinem Haus gibt, kann von der Seite da
> rangebuddelt werden, um von fremder Partei abgebaut zu werden.
> Da hast Du noch lange kein Eigentum dran.
>
> aber wenn an der selben Stelle irgendwqelche Altlasten sind,
> dann bist plötzlich Du der Besitzer/Verursacher.

Es ist eine Frage der Tiefe, in der sich die Sache befindet. Wenn die 
Altlasten in einem Bergwerk verbuddelt sind, greift das Bergrecht. Nur 
sind sie meistens ziemlich flach verbuddelt...

Das Gegenstück wäre der Goldschatz, der sich knapp unter der Oberfläche 
findet - da greift das Bergrecht nicht.
Persönliche Seite #4437806
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Hallo OXI.

OXI T. schrieb:
> 
https://deutsch.rt.com/amerika/36388-kalifornisches-methan-leck-aufsicht-verzogert/

Es gibt seriösere Quellen als ausgerechnet "Russia today". Grusel
z.B.:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/erdgasspeicher-ist-undicht-gasleck-in-kalifornien-gouverneur-ruft-notstand-aus/12793192.html

> Betrifft Methan, bei uns will man ja CO unterirdisch einlagern.
> Keine gute Idee meine ich.

Bei der "Versteckung" von CO2 denke ich auch, dass das keine gute Idee 
ist, weil es die Ursache nicht wirklich beseitigt. Irgendwann, in 
längeren Zeitspannen, tritt das Problem doch wieder auf. Genau wie bei 
Atommüll.
Das Einlagern von CO2 verschleiert eigentlich nur das wahre Problem: 1) 
Die CO2 Menge, die ausgestossen wird, und 2) der zu hohe Energieumsatz 
auf der Erde überhaupt. Letzteres macht eine Lösung des Problem als 
solches überhaupt ohne finale Katastrophe undenkbar.

Das Einlagern von Erdgas/Methan ist eher kurzfristig angelegt. Das 
sollte hinzubekommen sein (meistens). Wenn man also nicht umhin kommt, 
fossile Brennstoffe zu verwenden, ist Methan aus Treibhausgassicht eine 
bessere Lösung für stationäre Anlagen als Kohle oder Öl, wegen des 
höheren Wasserstoffanteiles, der zu Wasser und nicht zu CO2 im Abgas 
führt. Wenn man das so wünscht, sollte man auch die Infrastruktur dazu 
zulassen.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gast #4437970
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Bernd W. schrieb:
> Bei der "Versteckung" von CO2 denke ich auch, dass das keine gute Idee
> ist, weil es die Ursache nicht wirklich beseitigt. Irgendwann, in
> längeren Zeitspannen, tritt das Problem doch wieder auf. Genau wie bei
> Atommüll.

Toller Vergleich. Welche Pflanze macht aus Atommüll Holz?

Bernd W. schrieb:
> seriösere Quellen

Unseriöse Verschwörungstheoretiker behaputen doch glatt,
nicht der CO2-Ausstoss, sondern die Sonne sei für den Klimawandel 
verantwortlich.

LG
OXI
#4437979
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Bernd W. schrieb:
> Es gibt seriösere Quellen als ausgerechnet "Russia today". Grusel

In Anbetracht der Tatsache, dass es unsere Qualitätsmedien mit der 
journalistischen Unvoreingenommenheit nicht immer so ganz genau nehmen, 
ist es prinzipiell keine schlechte Idee, auch Nachrichten zur Kenntnis 
zu nehmen, die aus einer Quelle stammen, deren Unvoreingenommeheit 
zuweilen am entgegengesetzten Ende etwas klemmt. So kann man sich ein 
weniger einseitiges Bild der Welt machen...

Im Übrigen muss man leider feststellen, dass RT der Hecht im 
Karpfenteich ist, der hier seit Jahrzehnten fehlte. Das fördert die 
Wahrheitsliebe der Karpfen...
Gast #4438035
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▶ J-A von der H. schrieb:
> CO2 ist chemisch jedenfalls nicht das ultra-Gift.
> So wie Blausäure Gas oder so ;)

stimmt schon, andererseits hat es schon CO2 vergiftungen durch eine 
feuerlöschanlage gegeben - auf freiem feld. da brauchte es nur ein "tal" 
und wenig wind.
> 
http://scienceblogs.de/wissen-schafft-kommunikation/2008/08/17/co2-unfall-monchengladbach/

CO2 gas einlagern war ja mal ein medial breitgetretenes thema, und auch 
heute noch wird daran geforscht das zeug auf "geile" weise aus der luft 
zu filtern - hier zum beispiel:
> 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/co2-filter-ein-kescher-fuers-treibhausgas-a-1066890.html

meiner meinung nach alles hirnfürze, auch wenn achtungsheischende 
organisationen wie die "ETH zürich" genannt werden.
das CO2 bekommt man am besten aus der luft indem man es chemisch bindet, 
zum beispiel in pflanzen, und das material (holz) dann unterirdisch 
lagert.
JAU! im endeffekt heißt das, das wir die kohlebergwerke (et al) wieder 
mit der kohle auffüllen müssen die wir mühsam dort ausgegraben haben.
Persönliche Seite #4438787
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Hallo OXI.

OXI T. schrieb:

>> Bei der "Versteckung" von CO2 denke ich auch, dass das keine gute Idee
>> ist, weil es die Ursache nicht wirklich beseitigt. Irgendwann, in
>> längeren Zeitspannen, tritt das Problem doch wieder auf. Genau wie bei
>> Atommüll.
>
> Toller Vergleich. Welche Pflanze macht aus Atommüll Holz?

Die "Natur" hat auch mit Atommüll wenig Probleme (und mit etwas höherem 
CO2 Anteil auch nicht). In früheren Erdzeitaltern wird wohl auch die 
Hintergrundradioaktivität der Erde noch deutlich höher gewesen sein.

Pflanzen, Mikroben und Insekten sind deutlich Strahlungsresistenter als 
Säugetiere.
Menschen mit ihrer überdurchschnittlichen Lebenserwartung und einer 
daran angepassten Sozialstruktur sind dort halt empfindlicher.

Mit "Naturschutz" versucht der Mensch indirekt, seine eigenen Habitate 
zu schützen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Persönliche Seite #4438823
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Hallo Uhu.

Uhu U. schrieb:

> In Anbetracht der Tatsache, dass es unsere Qualitätsmedien mit der
> journalistischen Unvoreingenommenheit nicht immer so ganz genau nehmen,
> ist es prinzipiell keine schlechte Idee, auch Nachrichten zur Kenntnis
> zu nehmen, die aus einer Quelle stammen, deren Unvoreingenommeheit
> zuweilen am entgegengesetzten Ende etwas klemmt. So kann man sich ein
> weniger einseitiges Bild der Welt machen...

Aus zweimal Desinformation kann man leider in den wenigsten Fällen eine 
Information gewinnen.

>
> Im Übrigen muss man leider feststellen, dass RT der Hecht im
> Karpfenteich ist, der hier seit Jahrzehnten fehlte. Das fördert die
> Wahrheitsliebe der Karpfen...

Nicht die Wahrheitsliebe. Der Widerspruch fordert halt zum Nachdenken 
heraus, und das führt dann zu eigener Kritik, und dass dann indirekt 
durch "aktives Hinterfragten der  Medien" zu deren Verbesserung.
Allerdings hast Du nur hier eine Chance zur offenen Hinterfragung, nicht 
im Herkunftsgebiet von RT. Das ist etwas schade.

Auf der anderen Seite brauche ich persönlich die Herausforderung durch 
RT nicht, weil ich persönlich zu oft mit der eigenen Nase an Probleme 
zum Hinterfragen stosse.
Setzte ich mich dann mit den Journalisten auseinander, stosse ich auf 
überforderte, gestresste Leute, denen der Zeitdruck, Geldmangel und die 
Quote im Nacken sitzen.

Das ist mit einer der Gründe, warum oft Blogger den Journalisten den 
Rang ablaufen. Sie haben (für eine Begrenzte Zeit) mehr Muße, ein Thema 
zu beackern als ein professioneller Journalist und dann auch oft das 
passende Fachwissen, das journalistisch ausgebildeten Leuten fehlen 
muss, weil sie sich immer wieder mit was anderem beschäftigen müssen.

Umgekehrt hat jemand mit Ausbildung und Fachwissen meistens auch eine 
Herkunft, die Objektivität erschweren kann.

Vom politischen Druck auf Journalisten habe ich auch noch nicht 
gesprochen.
Aber er ist inhärent schon dadurch Vorhanden, dass er sich einer 
Mehrheit an Publikum anpassen muss. Dass gilt speziell für kommerzielle 
Medien, die Verkaufszahlen und Zuhörer brauchen. Auf öffentlich 
rechtlichen sieht es anders aus. Aber auch da ist nach meiner Sicht in 
den letzten Jahren auch viel verloren gegangen. Nur läuft das informell 
hinter den Kulissen und ist nicht so recht greifbar....

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
#4438940
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Bernd W. schrieb:
> Aus zweimal Desinformation kann man leider in den wenigsten Fällen eine
> Information gewinnen.

Du hast ein sehr aufgeräumtes Weltbild... Nur ist es so einfach nicht: 
RT hätte hierzulande keinen Stich, wenn sie grundsätzlich nur 
Desinformation verbreiten würden und das wissen sie natürlich und 
profilieren sich dadurch, dass sie Dinge bringen, die von unseren 
Qualitätsmedien "gemieden" werden. Die Qualitätsmedien scheuen die 
Blamage und wollen sich von RT nicht vorführen lassen - das "stärkt" 
ihre Wahrheitsliebe.

Im Übrigen ist es guter Brauch - nicht nur bei der Justiz -, beide 
Seiten anzuhören, bevor ein Urteil gefällt wird.

> Nicht die Wahrheitsliebe.

Ich gebrauche diesen Begriff hier mit etwas Ironie gewürzt ;-)

> Der Widerspruch fordert halt zum Nachdenken
> heraus, und das führt dann zu eigener Kritik, und dass dann indirekt
> durch "aktives Hinterfragten der  Medien" zu deren Verbesserung.

Das ist doch ein sehr erfreulicher Effekt...

> Allerdings hast Du nur hier eine Chance zur offenen Hinterfragung, nicht
> im Herkunftsgebiet von RT. Das ist etwas schade.

Ach, da must du die Kiste nur umdrehen. Die Qualitätsmedien sind für RT 
das, was RT für die Qualitätsmedien ist. Allerdings haben letztere als 
"starke Sender" einen nicht zu unterschätzenden Heimvorteil, was das 
belügen der einheimischen Bevölkerung angeht und den nutzen sie auch.

Früher, als sie noch dem Journalismus verpflichtet waren, spielte 
übrigens Al Jazeera die Rolle, die RT heute spielt. Die Russen sind also 
durchaus lernfähig...


Eine Chance zur offenen Hinterfragung der ganzen Propagandabranche hast 
du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M

Rainer Mausfeld ist ein kieler Psychologier-Professor. Er erklärt, wie 
Propaganda gemacht wird und wie sie funktioniert - das sind 65 Minuten, 
die sich lohnen.
Gast #4439151
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Bernd W. schrieb:
> OXI T. schrieb:
>
>>> Bei der "Versteckung" von CO2 denke ich auch, dass das keine gute Idee
>>> ist, weil es die Ursache nicht wirklich beseitigt. Irgendwann, in
>>> längeren Zeitspannen, tritt das Problem doch wieder auf. Genau wie bei
>>> Atommüll.
>>
>> Toller Vergleich. Welche Pflanze macht aus Atommüll Holz?
>
> Die "Natur" hat auch mit Atommüll wenig Probleme (und mit etwas höherem
> CO2 Anteil auch nicht).

Troll? Ich habe Dich nicht nach Problemen gefragt.
Auch Deine Weltanschauung ist mir egal.
Deine XXL-Threads hier beachte ich künftig genau so wie Werbebanner.
Wie muss Jamand ticken der Atommüll mit CO2 in einem Zug nennt?

LG
OXI

PS: Wirklich OM? Fremdschäm ...
Persönliche Seite #4439929
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Hallo Uhu.

Uhu U. schrieb:

> Du hast ein sehr aufgeräumtes Weltbild... Nur ist es so einfach nicht:

Nun, wenn einer etwas falsch macht, ist das Gegenteil noch lange nicht 
richtig. ;O)

> RT hätte hierzulande keinen Stich, wenn sie grundsätzlich nur
> Desinformation verbreiten würden und das wissen sie natürlich und
> profilieren sich dadurch, dass sie Dinge bringen, die von unseren
> Qualitätsmedien "gemieden" werden. Die Qualitätsmedien scheuen die
> Blamage und wollen sich von RT nicht vorführen lassen - das "stärkt"
> ihre Wahrheitsliebe.

Das ist Richtig.....aber sie mischen leider richtige Informationen mit 
falschen. Und zwar wesentlich dreister als hierzulande.

>
> Im Übrigen ist es guter Brauch - nicht nur bei der Justiz -, beide
> Seiten anzuhören, bevor ein Urteil gefällt wird.

Richtig. Ich lese mir durchaus öfters RT Artikel durch. ;O)
Aber ich bemühe mich, sie nicht zu zitieren, wenn ich dafür andere 
Quellen finden kann.

> Ach, da must du die Kiste nur umdrehen. Die Qualitätsmedien sind für RT
> das, was RT für die Qualitätsmedien ist. Allerdings haben letztere als
> "starke Sender" einen nicht zu unterschätzenden Heimvorteil, was das
> belügen der einheimischen Bevölkerung angeht und den nutzen sie auch.
>
> Früher, als sie noch dem Journalismus verpflichtet waren, spielte
> übrigens Al Jazeera die Rolle, die RT heute spielt. Die Russen sind also
> durchaus lernfähig...

Ich habe gelegentlich die Gelegenheit, Komunalpolitikern beim Arbeiten 
zuzusehen. Daher ist mir klar, das sich auch der hiesige Journalismus in 
der Krise befindet.
Allerdings ist es bis jetzt nur eine Krise des Journalismus selber, und 
NOCH nicht des Rechtsstaates. NOCH kann Ich meine Meinung frei äussern, 
auch wenn kein Schwein zuhört......ich mach ja selber auch immer Werbung 
gegen "positiv Denken" und für eine gesunde Paranoia.

> Eine Chance zur offenen Hinterfragung der ganzen Propagandabranche hast
> du hier:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M
>
> Rainer Mausfeld ist ein kieler Psychologier-Professor. Er erklärt, wie
> Propaganda gemacht wird und wie sie funktioniert - das sind 65 Minuten,
> die sich lohnen.

Danke für den Link. Leider kann ich mir das am Stück nicht ansehen, 
meine Konzentration versagt zu schnell, das geht nur in Teilen, und 
nicht mehr heute. Texte liegen mir eher. Über "Delmer's Maximes" habe 
ich aber einiges auf der Platte. ;O)

Aber Mausfeld scheint moderner (und subtiler) zu sein. Allerdings 
sträubten sich bei mir an einigen Stellen bei ihm auch die Nackenhaare. 
Bedingt durch meine Herkunft und Verwandschaft reagiere ich auf 
bestimmte Sachen (z.B. Wortwahl) extrem misstrauisch. Die deutsche 
Geschichte bietet selber halt auch genug Anschauungsmaterial. Das muss 
aber erstmal nichts zu sagen haben, und an der Methodik sowieso nicht.

Nachtrag, ich habs doch gehört, aber nicht durchgängig zugesehen. 
Zufälligerweise habe ich dann aber ganz zum Schluss in den 
eingeblendeten Texten eine "Tannenberg" ähnliche Schriftart gesehen. Das 
finde ich sehr merkwürdig. Kommt das von ihm selber, und will er die 
Methoden direkt am Beispiel zeigen, oder hat das der Einsteller 
hineinmontiert?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

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