geschalteter ADC-Input

#4441839
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Hallo zusammen,

ein Mikrocontroller wird mit einer veränderlichen Versorgungsspannung 
für die Betriebsmodi Sleep und Active betrieben. Mit dem ADC soll die 
Batteriespannung gemessen werden.

Der ADC-Input muss während der Zeit mit niedriger Versorungsspannung von 
der Batterie getrennt werden, um eine Versorgung des Mikrocontrollers 
über die Schutzdioden des ADC-Eingangs zu vermeiden.

Also wurde ein p-channel MOSFET (BSS84P) verwendet, um die 
Batteriespannung zu schalten: Nur während einer Messung wird der 
Transistor leitend, danach sperrt er wieder.

Beim Einschalten des Transistors beträgt die Gate-Source Spannung 
abhängig vom Zustand der Batterie zwischen -1,6V und -3V. Es ist also 
mit einem erhöhten RDSon zu rechnen (Datenblatt RDSon typ. 8 Ohm bei VGS 
= -4,5V).

Die am ADC-Eingang gemessene Spannung ist nach ca. 1us eingeschwungen 
und liegt etwa 100mV unter der Batteriespannung bei 2,4V (Batterie 2,5V, 
Mikrocontroller 3,3V, VGS = -3,3V).

Die Frage ist nun, wo diese 100mV bleiben. Nachdem der ADC ein 
hochohmiger Eingang ist, fließt kein nennenswerter Strom 
(Eingangswiderstand 100 MOhm), so dass am Transistor auch bei einem 
durch eine niedrige Gate-Spannung erhöhten RDSon keine 100mV abfallen 
sollten.

Wäre schön, wenn hier jemand Licht reinbringen könnte.
Danke schon mal.
Markus
Gast #4441866
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Markus E. schrieb:
> Also wurde ein p-channel MOSFET (BSS84P) verwendet, um die
> Batteriespannung zu schalten: Nur während einer Messung wird der
> Transistor leitend, danach sperrt er wieder.

Ohne Schaltplan hat man es eigentlich viel einfacher zu antworten. Man 
kann da seiner Phantasie freien Lauf lassen und ganz sichere vielfältige 
Tipps abgeben, die auch alle irgendwie stimmen oder auch nicht. Leider 
habe ich Entscheidungsschwierigkeiten und lasse anderen den Vortritt.
#4441899
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Markus E. schrieb:
> Beim Einschalten des Transistors beträgt die Gate-Source Spannung
> abhängig vom Zustand der Batterie zwischen -1,6V und -3V. Es ist also
> mit einem erhöhten RDSon zu rechnen (Datenblatt RDSon typ. 8 Ohm bei VGS
> = -4,5V).

Ich würde mal eher sagen, bei 1.6V sperrt er. UGS(th) darf 2V betragen.

Markus E. schrieb:
> Nachdem der ADC ein hochohmiger Eingang ist, fließt kein
> nennenswerter Strom (Eingangswiderstand 100 MOhm),

Echt ? Eingangsleckströme kenne ich eher im 1uA Bereich.
#4442397
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Markus E. schrieb:
> Die Frage ist nun, wo diese 100mV bleiben. Nachdem der ADC ein
> hochohmiger Eingang ist,

Bei welchem µC ist der ADC so hochohmig? Bei AVR ist der 
Eingagswiderstand IIRC nur ca. 15 kOHm. Eingagswiderstände > 100 MOhm 
habe ich nur bei dedizierten ADC ICs gesehen.

Beliebter Fehler bei µCs ist auch dass man vergisst die Pullup/Pulldown 
Widerstände der Pins auszuschalten.
Gast #4442753
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Wie willst du denn VGS = -3,3V erreicht haben, wenn
VS = Ubatt = 1,6...3,3 V ist und VG = 0 V ?

VGS ist dann bei deiner Schaltung im Idealfall = -Ubatt.
Also -1,6 ... -3,3 V.

Ich befürchte, dass du den Transistor im aktiven Bereich
betreibst, wo RDSon viel größer, als 8 Ohm ist.
Eventuell bekommst du mit anderen Exemplaren des BSS84P
bessere, oder auch schlechtere Werte.

Wie wäre es denn, den GPIO über z.B. 10 nF an das Gate
zu führen? In der Messpause wird UG auf US = Ubatt gezogen.
(UGS = 0 V)
Nach dem Schalten von GPIO auf Low hast du für eine gewisse
Zeit UGS < -3 V. Damit könnte (!) der Transistor genügend
niederohmig sein, um sofort danach (Start des ADC) den
Samplekondensator im µC ausreichend genau auf die Ubatt
zu laden. - Und das ist es, worauf es ankommt!

Bei 1 MOhm und 10 nF (tau = 10 ms) kannst du 100 ms nachdem
du GPIO auf High geschaltet hast (10 * tau, oder mehr) eine
neue Messung starten, die Messung muss aber in 0,1 tau
(<= 1 ms ) nachdem GPIO auf Low geschaltet wurde stattfinden,
damit UGS <= -3,0 V ist.

Stromverbrauch ist nur µA und nur im Umschaltmoment.

Wenn..., ja wenn UGS = -3 V ausreichen.
Sonst brauchst du einen anderen FET.

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