Fördert Konkurrenz zwischen den Hochschultypen die Qualität der
Ausbildung und Absolventen?
Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft und wenn zwei verschiedene
Typen von "Bildungsanbietern" darum konkurrieren ihren Absolventen
möglichst gute Startbedingungen zu geben, müssen sie ihr Angebot
anpassen, um den Konkurrenten zu übertreffen.
Dan führt das über längeren Zeitraum dazu dass es nur noch 1.,0
Abschlüsse gibt.
Die Tendenz sieht man ja durchaus in den letzten 10 Jahren.
Und die Mittel werden für Werbung und Eigenlob ausgegeben statt für die
Lehre.
Sieht man auch bei dem Exzellenzschwachsinnsgedöns.
Volker Pispers schrieb:> Fördert Konkurrenz zwischen den Hochschultypen die Qualität der> Ausbildung und Absolventen?>> Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft und wenn zwei verschiedene> Typen von "Bildungsanbietern" darum konkurrieren ihren Absolventen> möglichst gute Startbedingungen zu geben, müssen sie ihr Angebot> anpassen, um den Konkurrenten zu übertreffen.
Das Problem ist, die Qualität zu messen. Kann mich erinnern, dass meine
Profs. der Meinung waren, dass hohe Durchfallquoten ein Maß für hohe
Qualität waren, ich würde eher sagen, sie sind ein Maß für schlechte
Lehre.
Gruss
Axel
Viel wichtiger ist m.E. die Geisteswelt bzw. der Zeitgeist, in dem wir
leben als die Ausbildung eines Studenten.
Wir leben in einem Zeitgeist der Lebenslügen und Illusionen. Immer
weiniger Menschen haben einen geistigen Zugang zu einer höherabstrakten
Geisteswelt, die Menschen verlieren sich in die Oberflächlichkeiten
einer grellen und lauten Scheinwelt, wo profanes, triviales und banales
zur grotesken Relevanz erhoben wird.
Schaut Euch Fernsehen, Magazine und Journale an. Für mich entsteht der
Eindruck, dass seit den 70er Jahren die sehr fortschrittliche
mitteleuropäische und auch amerikanische Gesellschaft zunehmend geistig
verarmt, immer mehr abbaut und einer lebensfremden und von der
nüchternen Realität entarteten Politik regungslos unterworfen ist. Der
Mensch ist nur noch Konsument und Nutzvieh, das effizienter ausgebeutet
werden soll und ab und zu Belustigung, Beruhigung und etwas seelische
Erbauung (Religion) braucht.
Geistig-moralisch nähern wir uns dem Elend der dritten Welt in immer
größeren Schritten bzw. die kommt ja gerade zu uns selbst.
Um jetzt auf das Thema zurückzukommen. Es ist völlig egal, wie gut sich
eine Technische Hochschule oder Universität verkauft. Die Menschen sind
nicht mehr für Fortschritt und große wissenschaftlich-technische
Leistungen zu gebrauchen.
Wo ist seit der Erschaffung des Mikroprozessors ein Meilenstein
vergleichbarer Ordnung in letzter Zeit geblieben!?
Es geht nur noch um den schnellen Profit, dass mit Wissen Profit gemacht
wird und dafür auch zuweilen verknappt und zurückgehalten bzw. es
forscht und entwickelt fast keiner mehr um seiner selbst willen.
Es geht nur noch um:
* hohe Gehälter bei wenig Leistung
* möglichst wenig belastende Arbeit und viel Freizeit
* Schnelligkeit geht vor Gründlichkeit
* Entwicklung und Produktion darf nichts kosten, auch wenn Betrug
bedeutet
Mehr Exzellenz und bessere Startbedingungen nützen gar nichts, solange
der Mensch keinen Zugang und kein Glauben an die unbegrenzte
Leistungsfähigkeit des menschlichen Geistes hat und diese auch nicht
ausschöpfen will, sondern vermehrt nach Zerstreuung und Rumgekaspere
sich sehnt.
Überhaupt spürt sich der heutige Mensch nur noch in Extremen Handlungen
oder der Rezeption oder gar Ausübung von abartig Pervertiertem. Nur noch
auf diese Weise kann er sich wahrnehmen und in Regung geraten.
Somit kann ihn die abstrakte Geisteswelt auch nicht mehr Erreichen, da
dafür der Mensch mehr menschliche Eigenschaften braucht und gefestigt
sein muss in seinen Ansichten, in seinen Wertvorstellungen und in seinem
Charakter und auch eine ruhige, sachliche nüchterne Art und vor allem
realistische Art des Denkens pflegt.
Volker Pispers schrieb:> Fördert Konkurrenz zwischen den Hochschultypen die Qualität der> Ausbildung und Absolventen?>> Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft und wenn zwei verschiedene> Typen von "Bildungsanbietern" darum konkurrieren ihren Absolventen> möglichst gute Startbedingungen zu geben, müssen sie ihr Angebot> anpassen, um den Konkurrenten zu übertreffen.
Was rauchst du aktuell so, um solche Ideen zu haben?
Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Qualität der
Ausbildung und damit auch indirekt die Qualität der Absolventen hängt
von mehrenden Faktoren ab, deren Wirkung nicht immer sofort sichtbar
ist. Konkurrenz spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Ein sehr
wichtiger Baustein ist jedoch die fachliche und didaktische Eignung der
Hochschullehrer. Weiterhin sollten sie ein hohes Motivationspotential
besitzen und diese Motivation auch weitergeben können. Stimmen dann auch
noch die hochschulpolitischen Rahmenbedingungen, sollte eine hohe
Qualität erreicht werden.
Hi, Volker,
> Fördert Konkurrenz zwischen den Hochschultypen die Qualität der> Ausbildung und Absolventen?
Welche Art von Konkurrenz? Konkurrenz um was?
Denn selbstverständlich bedeutet Naturwissenschaft heftigste Konkurrenz
um die beste Erklärung rätselhafter Phänomene.
Diesse Konkurrenz steigert die Qualität der Forschung und nützt allen.
Aber wenn Naturwissenschaftler um den Beifall der Studenten konkurrieren
- oder um den Anteil der Hochschulreifen, dann ist ein ähnlicher Effekt
zu erwarten wie in der Weiterbildung, wo die Teilnehmer die Dozenten
bewerten: Die Dozenten lehren nicht mehr das, was wahr ist, sondern
lieber das, was ihnen eine bessere Bewertung einbringt. Und das schadet
allen.
Was bei Konkurrenz um staatliche Gelder geht, oder um Minimierung der
Gehälter, das überlege ich mir, wenn das notwendig ist.
Ciao
Wolfgang Horn
Volker Pispers schrieb:> Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft und wenn zwei verschiedene> Typen von "Bildungsanbietern" darum konkurrieren ihren Absolventen> möglichst gute Startbedingungen zu geben, müssen sie ihr Angebot> anpassen, um den Konkurrenten zu übertreffen.
Blödsinn. Das würde unterstellen:
1. Bildung ist eine Ware und könne wie Konsumgüter behandelt werden
2. Beteiligte Bildungsträger sind 100% privatwirtschaftliche Unternehmen
3. Es gibt einen transparenten, nicht regulierten Bildungsmarkt
4. Es gibt keine politisch motivierten Interessen, die die
Bildungseinrichtungen beeinflussen.
Fachhochschulen wurden in den 70ern nur wegen des kindischen Gejammers
der Industrie geschaffen. Man wollte verstromlinienförmigte, auf das
utilitaristische Minimum optimierte, jüngere ergo weniger aufmüpfige
Fachkräfte, die am besten vorher im besten "Lehrjahre sind keine
Herrenjahre" Stil eine Berufsausbildung mitbringen. Alles gefälligst
kostenlos für die Firmen, gefälligst organisiert vom Staat und
gefälligst bezahlt von der Gesellschaft. Daß viele Ingenieure
überqualifiziert auf zu "minderbemittelten" Stellen hocken, interessiert
auch keinen. Und daß China genau dieses System des angepaßten
Gebrauchsingenieurs besser beherrscht, interessiert auch keinen.
In diesem Sinne nehme ich jetzt "Deutschland. Ein Wintermärchen" zur
Hand und stoße mit Heinrich Heine an. :(
Dipl.- G. schrieb:> Fachhochschulen wurden in den 70ern nur wegen des kindischen Gejammers> der Industrie geschaffen. Man wollte verstromlinienförmigte, auf das> utilitaristische Minimum optimierte, jüngere ergo weniger aufmüpfige> Fachkräfte, die am besten vorher im besten "Lehrjahre sind keine> Herrenjahre" Stil eine Berufsausbildung mitbringen.
Unsinn. Die Fachhochschulen sind nicht einfach so geschaffen worden,
sondern aus den Ingenieurschulen entstanden, die es davor schon lange
gab.
Alaaf, ein Alt! schrieb:> Unsinn. Die Fachhochschulen sind nicht einfach so geschaffen worden,> sondern aus den Ingenieurschulen entstanden, die es davor schon lange> gab.
Irrelevant. Im Westen war es das Drängen der Industrie, im Osten der
Fachkräftemangel von Ulbrichts "rotem Wirtschaftswunder" verursacht vom
NÖSPL.
>Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft..
aha. Soo. Im Wesentlich geht es um Kontakte zur Politik. Die Schule muss
in der Politik auftreten mit Spruechen wie :
Um zu den Besten zu gehoeren und auch da zu bleiben brauchen wir
nochmals 10 Millionen pro Jahr. Ohne gute Bildung kann unser Land den
Status nicht halten, resp .. bringt die Kohle oder wir koennen uns
einsargen. Resp .. wir sind soo gut .. wow, ich glaubs selbst nicht ..
wir sind die Besten.
Dipl.- G. schrieb:> Im Westen war es das Drängen der Industrie, im Osten der> Fachkräftemangel von Ulbrichts "rotem Wirtschaftswunder" verursacht vom> NÖSPL.
Ok, aber was ist das Problem. Es ist eine Erfolgsgeschichte daraus
geworden.
Alaaf, ein Alt! schrieb:> Es ist eine Erfolgsgeschichte daraus geworden.
Ich würde das vieles nennen, nur nicht eine Erfolgsgeschichte.
Die Frage nach Aufwand und Zweck ist tödlich...
Dipl.- G. schrieb:> Alaaf, ein Alt! schrieb:>>> Es ist eine Erfolgsgeschichte daraus geworden.>> Ich würde das vieles nennen, nur nicht eine Erfolgsgeschichte.
Da kommt dann wieder der Neid durch. Naja, die Studententahlen haben
anteilig in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen und heute kommt
mehr als die Hälfte der Ingenieure von dort. Was soll man es sonst
nennen als eine Erfolgsgeschichte.
> Die Frage nach Aufwand und Zweck ist tödlich...
Heißt?
Analy Annihilated schrieb:> Da kommt dann wieder der Neid durch. Naja, die Studententahlen haben> anteilig in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen und heute kommt> mehr als die Hälfte der Ingenieure von dort.
Von wo?
> Was soll man es sonst> nennen als eine Erfolgsgeschichte.
Was soll eine Erfolgsgeschichte sein?
Der Andere schrieb:> Dan führt das über längeren Zeitraum dazu dass es nur noch 1.,0> Abschlüsse gibt.
Wieso das? Das Noten zwischen verschiedenen Hochschulen, egal ob FH oder
Uni, nicht einfach vergleichbar sind, weiß doch jeder. Ein
Herausstellungsmerkmal können aber die Inhalte der Lehrplans sein.
Volker Pispers schrieb:> Fördert Konkurrenz zwischen den Hochschultypen die Qualität der> Ausbildung und Absolventen?
So etwas wird von der Politik gezielt unterdrückt, um die Universitäten
vor der Konkurrenz durch die Fachhochschulen zu schützen. Zumindest im
technischen Bereich. Elfenbeinturm halt. Da wird eine gescheiterte im
21. Jahrhundert gescheiterte und dringend reformbedürftige Institution
künstlich vor Veränderung geschützt.
Ich war letzten Monat auf einem Informationstag der RWTH Aachen zur
Studienwahl nach dem ABI. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie sich
Konkurrenz auf Qualität auswirkt, was mich aber vorallem gestört hat,
war die Hochnäsigkeit mancher Professoren.
Die Bodenständigkeit der Elektrotechnik und insbesondere der Informatik
Professoren wurden jäh unterbrochen, als ich zufällig in eine
Veranstaltung zum Studiengang Wirtschaftsingenieur kam, die etwas zu
lange dauerte. Dort bekam ich dann noch mit, wie erlesen die Studenten
bei einem NC von 1,9 ja wären, und außerdem sei man ja
Exzellenzuniversität und bla bla bla. Wobei er trotz seiner
"selektierten Auswahl an Studenten" nicht über die hohe Durchfallqoute
hinwegtäuschen konnte.
Da frage ich mich schon, ob derartige Einbildung wirklich noch gut ist,
und ob nicht die Qualität am Ende mangels Objektivität und Selbstkritik
darunter leidet.
Ob Konkurrenz die Qualität fördert hängt in erster Linie dafür ab, wie
die "Qualität" gemessen wird. Zur Zeit ist die verbreitete Methode zum
Vergleich die Noten. Mit der Grundidee der Noten, das sie Gaußverteilt
sind und somit der Schnitt immer bei 3 liegt ist das auch ein guter
Ausgangspunkt. Praktisch gibt es aber regelmäßig Fächer in denen 1,x
Schnitte üblich sind. An der Stelle entwertet die Konkurrenz das
Qualitätskriterium. Somit ist an der Aussage, das Qualität an der
Durchfallquote gemessen nicht so verkehrt, da dadurch "überprüft" wird,
ob die Noten korrekt vergeben werden. Das gleichzeitig auch schlechte
Unterrichtsmethoden zu hohen Durchfallquoten führen ist denke ich
unbestritten.
Der stetig größere werdende Anteil der Studenten ist aber ein Beleg für
die sinkende Anforderungen. Dies kann man sich verdeutlichen, wenn man
annimmt, das die Intelligenz der Menschen in wenigen Jahren/Jahrzehnten
weitestgehen konstant bleibt. Statistisch gesehen ergibt eine konstante
Intelligenz und ein steigender Anteil an Studenten eine sinkende
Anforderung an ein Studium.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> Der stetig größere werdende Anteil der Studenten ist aber ein Beleg für> die sinkende Anforderungen. Dies kann man sich verdeutlichen, wenn man> annimmt, das die Intelligenz der Menschen in wenigen Jahren/Jahrzehnten> weitestgehen konstant bleibt.> Statistisch gesehen ergibt eine konstante> Intelligenz und ein steigender Anteil an Studenten eine sinkende> Anforderung an ein Studium.
Diese Schlussfolgerung spricht nicht gerade für deine Intelligenz. Aber,
das ist das Problem, Menschen die gebildet sind, tendieren dazu sich für
intelligent zu halten. Ein Fehlschluss. Intelligenz und Bildung sind
zwei verschiedene Dinge.
Möhrchen schrieb:> Diese Schlussfolgerung spricht nicht gerade für deine Intelligenz. Aber,> das ist das Problem, Menschen die gebildet sind, tendieren dazu sich für> intelligent zu halten. Ein Fehlschluss. Intelligenz und Bildung sind> zwei verschiedene Dinge.
Ja.
Möhrchen schrieb:> Diese Schlussfolgerung spricht nicht gerade für deine Intelligenz.
OK, ich bin demnach dumm. Kannst du mir verraten, wo ich einen Fehler in
meiner Schlussfolgerung gemacht habe?
Möhrchen schrieb:> Aber,> das ist das Problem, Menschen die gebildet sind, tendieren dazu sich für> intelligent zu halten. Ein Fehlschluss. Intelligenz und Bildung sind> zwei verschiedene Dinge.
Dem Punkt kann ich nur voll zustimmen.
Meiner Erfahrung nach sind das vor allem die Menschen, die von allen
Leuten einen Notenschnitt von 1,0 erwarten, was eine statistische
Unmöglichkeit ist.
Maria schrieb:> Wie sieht eigentlich der wissenschaftliche Teil der Ausbildung an> Universitäten aus, von dem beim Vergleich mit den FHs immer geredet> wird?
Für ein Maschinenbaustudium an einer Uni sieht das so aus, dass jede
Formel hergeleitet (oder oft auch pseudohergeleitet) wird und die Leute
sehr intensiv mit den Begriffen für Grundkonzepte wie z.B.
Superpositionsprinzip um sich werfen, ohne verstanden zu haben, was für
eine Idee sich dahinter verbirgt. Wenn man Glück hat kennen sie bei
praktischen Aufgaben wenigstens die Normen und halten sich daran (ohne
zu wissen, wieso und warum das so und so gemacht wird). Interessiert
auch gar keinen, steht ja da, das man es so zu machen hat. Wenn man Pech
hat machen sie es nach der grandiosen Ausbildung, die sie genossen haben
und vergessen die Hälfte, die in der Norm wenigstens mit berücksichtigt
ist.
Für ein FH Studium hab ich weniger Einblicke, da kommt es mir so vor,
als wird ihnen eingetrichtert, alles immer nach Norm zu machen oder es
sein zu lassen.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> Für ein Maschinenbaustudium an einer Uni sieht das so aus, dass jede> Formel hergeleitet (oder oft auch pseudohergeleitet) wird
In welchem Fach? Weil im Bereich der Maschinen- und
Konstruktionselemente beruht das meiste sowieso auf empirischen
Ergebnissen, da die realen Vorgänge zu komplex sind, um sie analytisch
herzuleiten. Superposition bei linearen Problemen zu Überlagerung von
Teillösungen zur Gesamtlösung. So habe ich es von FH in Erinnerung.
Kai S. schrieb:> Dem Punkt kann ich nur voll zustimmen.> Meiner Erfahrung nach sind das vor allem die Menschen, die von allen> Leuten einen Notenschnitt von 1,0 erwarten, was eine statistische> Unmöglichkeit ist.>>>
Wenn die ganze Klasse im Diktat keine Fehler macht, hat die ganze Klasse
eine Eins. Warum soll also der Schnitt bei Drei liegen oder gar eine
Gaussche Kurve herauskommen ?
Das gilt übrigens auch, wenn man die Kinder entsprechend vorselektiert.
Was beim Abitur durchaus der Fall war. Früher wurden alle Kinder, deren
Eltern das Schulgeld fürs Gymnasium nicht zahlen konnten, gar nicht aufs
Gymnasium gelassen. Das hatte nichts mit Intelligenz zu tun. Das
Selektionskriterium fürs Abitur war eben nicht Intelligenz, sondern vor
allem Herkunft. Wenn man jetzt die intelligenten Kinder der weniger
Vermögenden aufs Gymnasium lässt, steigt die Intelligenz sogar, obwohl
die Zahl der Abiturienten steigt.
Gruss
Axel
Axel L. schrieb:> Das hatte nichts mit Intelligenz zu tun. Das> Selektionskriterium fürs Abitur war eben nicht Intelligenz, sondern vor> allem Herkunft. Wenn man jetzt die intelligenten Kinder der weniger> Vermögenden aufs Gymnasium lässt, steigt die Intelligenz sogar, obwohl> die Zahl der Abiturienten steigt.
Und dank intensiver Nachhilfe schaffen es die Kinder von finanzstarken
Eltern immer noch durchs Abitur, trotz mangelnder Intelligenz. Ich
vermute, dass jedem, der an seine Schulzeit zurückdenkt, mindestens ein
Beispiel dafür einfällt.
Axel L. schrieb:> Wenn die ganze Klasse im Diktat keine Fehler macht, hat die ganze Klasse> eine Eins. Warum soll also der Schnitt bei Drei liegen oder gar eine> Gaussche Kurve herauskommen ?
Eine Prüfung ist eine Messung der Leistung unter einem bestimmten
Gesichtspunkt. Wenn die Auflösung gut genug ist, dann ergibt sich dabei
eine Gaußverteilung. Bei einem Diktat, in dem die ganze Klasse keinen
Fehler gemacht hat war das Diktat zu einfach. Ich habe z.B. auch nach
der 6. Klasse keine Diktate mehr geschrieben (die kann man nämlich nicht
sinnvoll beliebig schwer machen). Anschaulicher wird das ganze mit
Matheaufgaben. In der ersten Klasse werden Additionsaufgaben gestellt,
und für das richtige Ergebnis gibt es Punkte (die dann zur Note führen).
In der 8. Klasse bekommt keiner mehr nen Punkt, wenn er 3+4 rechnen
kann, weil sonst jeder super Noten hätte, obwohl er vom eigentlichen
Stoff nichts kann.
Da kommt aber unsere "tolle" Leistungsgesellschaft zum Tragen. Ne eins
ist Ok, ne 2 naja, bei ner 3 wird da schon über Nachhilfe nachgedacht.
Mit dieser Ansicht und dem fehlenden Wissen um die Grundidee der Noten
ergibt sich für die Lehrer/Profs das Problem, damit ihre
Schüler/Studenten schlechtere Chancen bekommen, wenn sie das System
korrekt benutzen. Ein weiteres Indiz dafür ist, das viele Hochschulen
inzwischen Auswahlverfahren haben, weil die Noten nicht mehr
aussagekräftig sind.
Gruß Kai
Axel L. schrieb:> Kai S. schrieb:>>> Dem Punkt kann ich nur voll zustimmen.>> Meiner Erfahrung nach sind das vor allem die Menschen, die von allen>> Leuten einen Notenschnitt von 1,0 erwarten, was eine statistische>> Unmöglichkeit ist.>>>>>>>> Wenn die ganze Klasse im Diktat keine Fehler macht, hat die ganze Klasse> eine Eins. Warum soll also der Schnitt bei Drei liegen oder gar eine> Gaussche Kurve herauskommen ?
Eine Klasse die keine Fehler macht beim Diktat sollte recht
unwahrscheinlich sein und selbst bei einer Gaußverteilung, wenn die
Verteilung über die Gesamtleistung von Klassen geht, am äußersten Rand
liegen.
Sicher sind in einer Klasse zu wenige Schüler vorhanden, dass man eine
sinnvolle statistische Aussage bekäme.
Somit müssten die Noten von n = 2000 Schülern betrachtet werden, um
garantiert eine Gaußverteilung zu bekommen. Der Erwartungswert der Note
sollte bei 3 oder eher 3+ liegen.
Alles andere würde bedeuteten, dass das Notensystem oder eher das ganze
Bildungssystem getürkt ist.
> Das gilt übrigens auch, wenn man die Kinder entsprechend vorselektiert.> Was beim Abitur durchaus der Fall war. Früher wurden alle Kinder, deren> Eltern das Schulgeld fürs Gymnasium nicht zahlen konnten, gar nicht aufs> Gymnasium gelassen. Das hatte nichts mit Intelligenz zu tun. Das> Selektionskriterium fürs Abitur war eben nicht Intelligenz, sondern vor> allem Herkunft. Wenn man jetzt die intelligenten Kinder der weniger> Vermögenden aufs Gymnasium lässt, steigt die Intelligenz sogar, obwohl> die Zahl der Abiturienten steigt.>> Gruss> Axel
Viel wichtiger als die Intelligenz sind beim Abitur die vorherige
Sozialisation in einer bürgerlichen Familie. Wenn die gut gefruchtet
hat, hat der bürgerlich Sozialisierte das Abitur schon in der Tasche.
Falls der Abiturient noch eine hohe Intelligenz, Kreativität und
Eloquenz aufweisen kann, gehört dieser zur Spitzengruppe der 1er
Abiturienten.
Das Abitur war zumindest in früheren Zeiten ein geschlossener Club von
Gleichgesinnten (Lehrer, Schüler und Eltern), die sich einfach blind
verstanden, Stallgeruch hatten und Außenstehende nicht hoch kommen
ließen.
Kai S. schrieb:> Axel L. schrieb:>> Wenn die ganze Klasse im Diktat keine Fehler macht, hat die ganze Klasse>> eine Eins. Warum soll also der Schnitt bei Drei liegen oder gar eine>> Gaussche Kurve herauskommen ?>> Eine Prüfung ist eine Messung der Leistung unter einem bestimmten> Gesichtspunkt. Wenn die Auflösung gut genug ist, dann ergibt sich dabei> eine Gaußverteilung.
Der Gesichtspunkt ist der Stoff des Unterrichts. Wenn den alle Schüler
begriffen haben und umsetzen können, haben alle ein Eins. Da gibt es
keine Gaussverteilung.
Und in der Grundschule geht es auch nicht, den Stoff einfach schwerer zu
machen um die Gausskurve hinzubekommen. Am Ende sollten alle Lesen und
Schreiben können, es geht eben genau nicht darum, 15% Sechsen zu
produzieren.
Das gilt im Studium genauso. Es geht nicht darum, die Prüfungen so
schwer zu machen, dass man 15% rausschmeissen kann, sondern darum,
Ingenieure auszubilden, die den Job machen können. Dabei kann es
passieren, dass 50% rausfliegen (wenn der Prof oder die Studenten nichts
taugen) oder auch keiner. Aber die Prüfung muss sich an den
Anforderungen orientieren, nicht an der Gausskurve.
Gruss
Axel
Axel L. schrieb:> Der Gesichtspunkt ist der Stoff des Unterrichts.
Ja, sehe ich genauso.
Axel L. schrieb:> Wenn den alle Schüler> begriffen haben und umsetzen können, haben alle ein Eins.
Hier widerspreche ich dir. Wenn alle Schüler das begriffen haben und
umsetzen können haben sie eine Drei. Die ist in Worten auch als
befriedigend beschrieben. Mit anderen Worten, sie haben die Erwartungen
erfüllt.
Axel L. schrieb:> Am Ende sollten alle Lesen und> Schreiben können, es geht eben genau nicht darum, 15% Sechsen zu> produzieren.
Das sehe ich genauso. Das schließt aber die Gausverteilung nicht aus, da
sie zwei Parameter hat. Der Mittelwert kann bei der Note 3 (besser
eigentlicht 2,5) liegen und es muss trotzdem keiner Durchfallen, wenn
die Standardabweichung klein ist. Dann hat die große Menge eine 3, ein
paar leute eine 2 und ein paar eine 4. Das ist dann auch ein Indiz für
einen guten Lehrer, das er den Leistungsstand der Klasse gut
zusammenhalten kann, sprich keinen verliert, der mit dem Stoff nicht
mitkommt und aber auch keinen langweilt, weil es viel zu einfach ist.
Aber hier liegt genau mein Kritikpunkt. Die Allgemeinheit ist der
Meinung, das "Erwartungen erfüllt" mit einer Eins zu bewerten ist.
Erwartungen übertroffen gibt es in dem System nicht mehr.
Auch für die Lehrer/Profs ist diese komfortabel, da sie den Ruf bekommen
gute Noten zu verteilen. Sie haben eine kleine Streuung, weil sie ihre
"Messung" so weit verschoben haben, damit die tatsächliche Streuung
garnicht mehr erfasst wird. Ich kann mich daran errinnern, das zu meiner
Grundschulzeit die Lehrer bei Klausurschnitten schlechter als 4 und
besser als 2 beim Rektor Rechenschaft ablegen mussten, wie es dazu
gekommen ist.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> Axel L. schrieb:>> Der Gesichtspunkt ist der Stoff des Unterrichts.> Ja, sehe ich genauso.>> Axel L. schrieb:>> Wenn den alle Schüler>> begriffen haben und umsetzen können, haben alle ein Eins.> Hier widerspreche ich dir. Wenn alle Schüler das begriffen haben und> umsetzen können haben sie eine Drei. Die ist in Worten auch als> befriedigend beschrieben. Mit anderen Worten, sie haben die Erwartungen> erfüllt.>>> Aber hier liegt genau mein Kritikpunkt. Die Allgemeinheit ist der> Meinung, das "Erwartungen erfüllt" mit einer Eins zu bewerten ist.> Erwartungen übertroffen gibt es in dem System nicht mehr.> Auch für die Lehrer/Profs ist diese komfortabel, da sie den Ruf bekommen> gute Noten zu verteilen. Sie haben eine kleine Streuung, weil sie ihre> "Messung" so weit verschoben haben, damit die tatsächliche Streuung> garnicht mehr erfasst wird. Ich kann mich daran errinnern, das zu meiner> Grundschulzeit die Lehrer bei Klausurschnitten schlechter als 4 und> besser als 2 beim Rektor Rechenschaft ablegen mussten, wie es dazu> gekommen ist.>> Gruß Kai
Es gibt viele Prüfungen, bei denen eine Eins nach Deinem Schema gar
nicht ginge, ein Diktat ist mit Null Fehlern nicht weiter zu verbessern,
das Gleiche gilt bei Multiple Choice Tests.
Aber letztlich ist es eine rein akademische Denksportaufgabe, wo man die
Noten hinlegt, es hat sich eingebürgert, dass man für eine fehlerlose
Arbeit eine Eins bekommt und wird auch von allen so verstanden.
Bei meinen Kindern erlebe ich es übrigens, dass einige Lehrer die
Prüfungen so auslegen, dass sie im gegebenen Zeitrahmen nicht zu
schaffen sind. Damit bekommt er zwar diese "Korrektur" die Du gerne
hättest, allerdings ist das Gift für die Motivation der Kinder, weil die
optimale Note faktisch nicht zu erreichen ist. Damit bekommt man zwar
schöne anspruchsvolle Notenspiegel, aber auch eine Klasse, deren
Motivation und Leistungen von Jahr zu Jahr absinken und die nichts mehr
lernen, weil es sich nicht lohnt.
Gruss
Axel
Maria schrieb:> Wie sieht eigentlich der wissenschaftliche Teil der Ausbildung an> Universitäten aus, von dem beim Vergleich mit den FHs immer geredet> wird?
Ich kann aus eigener Erfahrung ein paar Unterschiede erzählen. An einer
FH habe ich angefangen im Bereich Informatik zu studieren und ich wusste
nach den ersten Monaten schon, dass ich gleich verschwinden will und zu
einer Uni gehe.
In theoretischer Informatik zum Beispiel haben wir uns mit der
Automatentheorie beschäftigt. Endliche Automaten, Kellerautomaten,
Turing-Maschinen etc., aber wir haben jegliche mathematischen Beweise
ignoriert (!), weil es den Rahmen der FH sprengen würde. Wir haben nur
oberflächlich gelernt, was endliche Automaten etc. im Groben bedeuten
und wie der ungefähre Aufbau aussieht. Tiefgehend mit der Materie haben
wir uns nicht beschäftigt. An einer FH interessiert man sich nur dafür,
wie etwas funktioniert. Das "Warum" ist nicht relevant, weil es in der
Praxis egal ist. Du musst nur wissen, wie es geht und das reicht später
im Beruf völlig aus. An der FH wird das "Warum" übergangen und dadurch
geht auch die Wissenschaftlichkeit verloren, denn an der Uni musst du
dich z.B. in meinem Beispiel mit den Beweisen hinter der
Automatentheorie auseinandersetzen.
Ex-Fhler schrieb:> An der FH wird das "Warum" übergangen und dadurch> geht auch die Wissenschaftlichkeit verloren, denn an der Uni musst du> dich z.B. in meinem Beispiel mit den Beweisen hinter der> Automatentheorie auseinandersetzen.
Na gut, aber das bedeutet ja nur, dass auf die Hintergründe bzw.
Grundlagen mehr eingegangen wird. Das hat ja nun nichts mit
wissenschaftlicher Methodik zu tun.
Mein Punkt ist, dass du nicht forschen kannst (kein Wissenschaftler sein
kannst), wenn du keine Ahnung von jeglichen Grundlagen hast. Du bist
reiner Praktiker und nur in der Wirtschaft zu gebrauchen, für Forschung
und wissenschaftliches Arbeiten bist du aber nicht qualifiziert, weil du
keine Grundlagen beherrscht. Alles baut auf Grundlagen auf und wenn
diese fehlen, kannst du auch alles, was darauf basiert, nicht
vollständig erfassen. An der FH bekommst du angezeigt, wie die
wissenschaftlichen Gesetzesmäßigkeiten und Theorien ausschauen, aber du
bist nicht in der Lage selbst welche zu entwickeln. Das Rüstzeug dafür
bekommst du nur an der Universität vermittelt.
Ex-Fhler schrieb:> Automatentheorie beschäftigt. Endliche Automaten, Kellerautomaten,Ex-Fhler schrieb:> Maria schrieb:>> Wie sieht eigentlich der wissenschaftliche Teil der Ausbildung an>> Universitäten aus, von dem beim Vergleich mit den FHs immer geredet>> wird?>> Ich kann aus eigener Erfahrung ein paar Unterschiede erzählen. An einer> FH habe ich angefangen im Bereich Informatik zu studieren und ich wusste> nach den ersten Monaten schon, dass ich gleich verschwinden will und zu> einer Uni gehe.>> In theoretischer Informatik zum Beispiel haben wir uns mit der> Automatentheorie beschäftigt. Endliche Automaten, Kellerautomaten,> Turing-Maschinen etc., aber wir haben jegliche mathematischen Beweise> ignoriert (!), weil es den Rahmen der FH sprengen würde. Wir haben nur> oberflächlich gelernt, was endliche Automaten etc. im Groben bedeuten> und wie der ungefähre Aufbau aussieht. Tiefgehend mit der Materie haben> wir uns nicht beschäftigt. An einer FH interessiert man sich nur dafür,> wie etwas funktioniert. Das "Warum" ist nicht relevant, weil es in der> Praxis egal ist. Du musst nur wissen, wie es geht und das reicht später> im Beruf völlig aus. An der FH wird das "Warum" übergangen und dadurch> geht auch die Wissenschaftlichkeit verloren, denn an der Uni musst du> dich z.B. in meinem Beispiel mit den Beweisen hinter der> Automatentheorie auseinandersetzen.
Ich habe einen Bachelor an der FH und den darauf aufbauenden Master an
der Uni gemacht. Das "Warum" etwas funktioniert wurde an beiden
Hochschulen ausführlich erläutert. Deine Aussage ist nicht
allgemeingültig und zudem nicht aussagekräftig, da du das Studium an der
FH nicht durchgezogen hast.
An der Universität werden im Vergleich zur FH nicht bessere oder
schlechtere Ingenieure ausgebildet. Das Studium an der Uni ist ein
reines Privatvergnügen.
Enttäuschung schrieb:> An der Universität werden im Vergleich zur FH nicht bessere oder> schlechtere Ingenieure ausgebildet.
Das Problem ist, dass es Leute gibt, die glauben, dass die Tatsache,
dass sie sich an einer Uni eingeschrieben haben ihren I.Q. um 10 Punkte
steigert.
Das sind dann auch die selben, die vor Klausuren rumheulen, wie schwer
und sinnlos das Alles ist und wie hoch die Durchfallquoten sind, aber
sobald sie dann im zweiten oder dritten Versuch bestanden haben, kommt
die Überheblichkeit wieder durch. Dann ist es plötzlich wieder das
einzig Wahre und die anderen lernen eh nichts.
Ex-Fhler schrieb:>> Ich kann aus eigener Erfahrung ein paar Unterschiede erzählen. An einer> FH habe ich angefangen im Bereich Informatik zu studieren und ich wusste> nach den ersten Monaten schon, dass ich gleich verschwinden will und zu> einer Uni gehe.>> In theoretischer Informatik zum Beispiel haben wir uns mit der> Automatentheorie beschäftigt. Endliche Automaten, Kellerautomaten,> Turing-Maschinen etc., aber wir haben jegliche mathematischen Beweise> ignoriert (!), weil es den Rahmen der FH sprengen würde. Wir haben nur> oberflächlich gelernt, was endliche Automaten etc. im Groben bedeuten> und wie der ungefähre Aufbau aussieht. Tiefgehend mit der Materie haben> wir uns nicht beschäftigt. An einer FH interessiert man sich nur dafür,> wie etwas funktioniert. Das "Warum" ist nicht relevant, weil es in der> Praxis egal ist.
So unterschiedlich sind die Erfahrungen, bei meiner FH-Zeit war z.B. der
Matheprof stolz darauf, dass er auf UNI-Nivau unterrichtet ;)
Meine Erfahrung (Studium FH, Arbeit Uni) sagt mir, das es nicht auf die
Hochschule ankommt, sondern es nur an den Profs und Studenten liegt, was
und wie unterrichtet wird. Die Hochschulart gibt nur einen groben Rahmen
vor.
Und sobald sich Menschen als "Elite" fühlen, ist das Kindergartennivau
nicht weit weg, und das Konkurenzdenken führt meist nur zu
aufgehübschten Arbeiten, denn für den Tiefgang braucht man Zeit, die
fast niemand hat.
Dachte schon an der Fh, es sei oft Kindergartenzeit, aber hier in der
Eliteuni ist es noch extremer. Die FH hat einen großen Vorteil in meinen
Augen, nämlich dass das Verhalten der Studenten ein wenig reifer ist, da
viele schon eine Ausbildung hinter sich haben, älter sind und etwas mehr
Lebenserfahrung haben, und sich nicht als geborene Elite ansehen.
Es kochen (fast) alle nur mit Wasser ;)
Ex-Fhler schrieb:> Mein Punkt ist, dass du nicht forschen kannst (kein> Wissenschaftler sein> kannst), wenn du keine Ahnung von jeglichen Grundlagen hast. Du bist> reiner Praktiker und nur in der Wirtschaft zu gebrauchen, für Forschung> und wissenschaftliches Arbeiten bist du aber nicht qualifiziert, weil du> keine Grundlagen beherrscht. Alles baut auf Grundlagen auf und wenn> diese fehlen, kannst du auch alles, was darauf basiert, nicht> vollständig erfassen. An der FH bekommst du angezeigt, wie die> wissenschaftlichen Gesetzesmäßigkeiten und Theorien ausschauen, aber du> bist nicht in der Lage selbst welche zu entwickeln. Das Rüstzeug dafür> bekommst du nur an der Universität vermittelt.
:) jetzt muss ich grinsen.
Das hängt nicht von der Hochschulform ab, sondern von den einzelnen
Personen.
Habe hier an der Eliteuni schon so manchen Doktor und Doktoranden
erlebt, wo ich mich immer fragen musste, wie die es bis zum Doktortitel
schaffen konnten. Da hättest du keine Grundlagen in den Köpfen gefunden.
Die dachten nicht nochmal darüber nach, wenn etwas nicht so ging, wie
vermutet, nein die holten dann einfach die "Brechstange" hervor, und die
Nachfolgenden mussten dann zuerst den "Schrotthaufen" wieder
weg/aufräumen.
Vergesst das Konkurenzdenken, das ist außer in der Freizeit, meist nur
hinderlich bei der Problemlösung. Denkt lieber daran, wie man effektiv
Zusammenarbeiten kann, so dass jeder seine Stärken einbringen kann, und
man gemeinsam die wirklichen, große und komplexe, Probleme angehen kann.
Alles andere ist nur Kindergartennivau.