Telefonklingeln in Schaltsignal umwandeln

OP #4456784
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Hallo liebe Fachleute,

ich habe einen Sprechapparat, dessen Klingeln ich als Signal für einen 
Steuerbaustein verwenden möchte.
Ich wäre sehr verbunden, wenn mir jemand einen Anstoss geben könnte, wie 
ich das am sinnvollsten realisiere:
Der Eingang der Schaltung ist eine Wechselspannung mit bis zu 20V. Der 
Steuerbaustein besitzt Taster-Eingänge, der Ausgang der Schaltung sollte 
also einen potentialfreien Kontakt darstellen.
Die Schaltung soll nur einmal für den gesamten Zeitraum anliegender 
Wechselspannung schalten, ein Nachlauf von etwa 500ms bis 1s nach dem 
letzten Signal wäre wünschenswert.
Am Eingang soll sicherheitshalber jede Wechselspannung mit u>5V als 
"Signal" erkannt werden, bis 30V als obere Belastungsgrenze wären 
ebenfalls gut.

Bisher kann ich mir nur vorstellen, das mit einem Mikrokontroller zu 
realisieren. am liebsten wäre mir sowas wie ein dedizierter IC, der 
diese Funktion bereits erfüllt.

Ideen?
Vielen Dank!
OP #4456798
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>> ich habe einen Sprechapparat
ja, sorry... das ist der Sprechapparat einer uralten Gegensprechanlage, 
ich hab das Gehäuse aufgeschraubt und komme an die Kontakte des 
"Summers" heran... die möchte ich gern abgreifen um daraus in der 
Steuerung Aktionen zu konfigurieren (z.Bsp. "Mail an mich")
Gast #4456805
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R, Diode, Kondensator, Relais.
Ich mach gerade sowas, um von 9V~ Klingelspannung einen Kontakt an einer 
Funkklingel zu betätigen.
Richtwerte:
100Ohm, 100V-Diode, 10µ, Reedrelais 6V.
Vor dem Relais noch eine Z-Diode 7,2V als Schutz.
OP #4456852
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Clemens L. schrieb:
> Auch bei 'normalen' Telefonen ist das Klingel-Signal eine
> Wechselspannung. Dafür gibt es Application Notes:
>
> 73M2901 Ring Detection Using Optocouplers:
> https://www.maximintegrated.com/en/app-notes/index.mvp/id/4996
>
> Ring Detection with the HCPL-3700 Optocoupler:
> http://docs.avagotech.com/docs/5954-1006E

Hallo Clemens,
das klingt wirklich interessant, aber wenn ich mir die AppNotes so 
durchlese, dann scheint das so, als wenn das Ausgangssignal jeweils im 
gleichen Maße wie das Eingangssignal swappt. Als wenn die 
Eingangswechselspannung nur auf LogicLevel diskretisiert wird...

Was ich mir vorstelle ist mehr sowas wie ein "Stromstoßschalter". Eltako 
liefert sowas, jedoch sind die Geräte eher für 230V-Verbraucher gedacht 
;)
Aber die geben an: Eingang: 8-230V UC, und die Verzögerung bzw. 
Schaltcharakteristik kann ich einstellen.
Gast #4456855
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Clemens L. schrieb:
> Auch bei 'normalen' Telefonen ist das Klingel-Signal eine
> Wechselspannung.

Laut TO handelt es sich um eine Vintage-Gegensprechanlage. Da
waren oft noch Gleichstrom-Summer verbaut, die nach dem Prinzip
des Wagnerschen Hammers arbeiteten.

In diesem Fall könnte man ihn einfach gegen ein DC- Miniatur-Relais
tauschen bzw parallel schalten, falls ausreichend Strom verfügbar
sein sollte. Vielleicht braucht der TO ja auch gar keine akustische 
Signalisierung mehr. Meine Glaskugel weiss das leider nicht.
OP #4456882
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Internetapparat schrieb:
> Da
> waren oft noch Gleichstrom-Summer verbaut, die nach dem Prinzip
> des Wagnerschen Hammers arbeiteten.

Nee, so "Vintage" ist die Anlage nicht, die Sprechstelle ist ein älteres 
Modell von Siedle, und ich würde sie behalten wollen, da von Ihr 
trotzdem noch gesprochen werden soll... (Das Rufsignal soll nicht 
ersetzt werden, nur ergänzt)

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