Hallo Freunde,
also ich habe zurzeit einen kleinen Raum wo ich einige Maschinen und
Geräte stehen habe mit denen ich zerbrochene Handy-Display Gläser von
den LCDs trenne und neue verklebe.
Es läuft ganz ok nur habe ich vor mir eine soweit es geht Staubfreie
Zone zu errichten.
Was empfiehlt ihr da? sollte nicht all zu teuer sein, und leistbar.
Habe mir gedacht ich hülle den Raum mit eine "Plane" ein und lasse die
Luft nur durch eine Filteranlage hereinströhmen und betrete es nur mit
einem Schutzanzug.
Was meint ihr?
Danke
Jan H. schrieb:> Stefan U. schrieb:>> Ist normaler weise nicht Unterdruck das Stichwort?>> Überdruck! Du willst Staub nicht reinsaugen, sondern rauswehen.
Ja richtig. Wenn aber der Staub innerhalb des Systems entsteht muss der
doch so schnell als möglich verschwinden. Über und Unterdruck erfüllt
die Anforderungen.
Stefan U. schrieb:> Jan H. schrieb:> Stefan U. schrieb:> Ist normaler weise nicht Unterdruck das Stichwort?>> Überdruck! Du willst Staub nicht reinsaugen, sondern rauswehen.>> Ja richtig. Wenn aber der Staub innerhalb des Systems entsteht muss der> doch so schnell als möglich verschwinden. Über und Unterdruck erfüllt> die Anforderungen.
Unterdruck zieht aber neuen Staub durch die Tür wann immer man rein oder
raus geht.
Ich würde ja Überdruck versuchen.
Einen Ordentlichen Ventilator vielleicht sowas wie 261698213192 durch
ordentlich Filter in deinen Raum
Dann brauchst du auch nicht soviel Verkleben weil zumindest bei
geschlossener Tür kein Staub Hinein kommt.
Dann eventuell noch eine Luftschleuse.
Ja also de bereich muss nicht sonderlich groß sein
0,5m2 wäre sogar ausreichend, also ein Bereich auf meinem Arbeitstisch
wo ich die Gläser auf die LCDs absetzen kann und nicht immer nachschauen
muss ob ein Staubkorn sich gerade abgelagert hat..
Gibt es solche alternativen in "Fertig" Produkten?
Staubfreie Räume arbeiten mit Überdruck. Es wir gefilterte Luft
eingeblasen.Ich könnte mir das so vorstellen wie unsere kleine
Sandstrahl-Box welche wir in der Fa. hatten. Also geschlossene Box mit
Glasscheibe und eingriffen für die Hände und einer ordentlich
Beleuchtung. Zusätzlich eine Art Schleuse, damit man Teile, Werkzeug
ohne großen Druckverlust einbringen kann. Ein Staubsauger als Gebläse
mit einem Zwischen-Filter wäre eine Idee. Das Zwischen-Filter ist sicher
eine besondere Hürde. Man könnte die Luft in einer Ultraschall-Kammer
entstauben welche Wasser vernebelt und sich der Staub absetzt.Aber das
macht auch die Luft etwas feuchter und stört die Arbeitsschritte
möglicherweise. Da müsste ich noch länger nachdenken...
Hallo,
sowas wird als "reine Werkbank" verkauft (google und staune was es alles
gibt). Als ich mich früher mal dafür interessiert habe, kosteten die
allerdings schon etwa 10000 DM.
Georg
Christoph K. schrieb:> Mir fällt bei dem Youtube-Video ein Kasten zum Sandstrahlen ein. Ich> fürchte aber, die sind nicht staubdicht genug.
Warum?
Wenn Du staubfreie Luft reindrückst (Überdruck) kann auch kein
Staub reinkommen.
herbert schrieb:> Staubfreie Räume arbeiten mit Überdruck.
Ja, das kann sogar recht störend sein. Ich hatte anfänglich
die erste halbe Stunde immer Kopfschmerzen.
Clemens S. schrieb:> eine flowbox
Eine solche Flowbox hatten wir auch bei meinem AG.
Wir nannten die immer "Schneewittchensarg". Die
Schutzkleidung für die staubfreien Arbeitsräume
hatte den Namen "Ganzkörperkondom". :-)
Harald W. schrieb:> Ja, das kann sogar recht störend sein. Ich hatte anfänglich> die erste halbe Stunde immer Kopfschmerzen.
Ja.
Kenne jemand der im Reinraum gearbeitet hat.
Trockene Luft (Augen brennen), Druck in den Ohren usw.
Die blöde Maske vor dem Mund stört auch noch.
Und dann 8 oder 12 Stunden am Tag....
Ist dann wohl Gewöhnungssache.
Thomas B. schrieb:>> Ja, das kann sogar recht störend sein. Ich hatte anfänglich>> die erste halbe Stunde immer Kopfschmerzen.>> Ja.> Kenne jemand der im Reinraum gearbeitet hat.
Ich auch. Mich. :-) Allerdings nicht dauernd, sondern nur ab und zu.
> Die blöde Maske vor dem Mund stört auch noch.
Die brauchten wir zum Glück nicht.
> Ist dann wohl Gewöhnungssache.
Stimmt. Störend war auch, das man sich zweimal umziehen musste,
wenn man mal auf die Toilette wollte. Dort gab es übrigens spezielle,
nicht fusselnde Papierhandtücher.
Harald W. schrieb:> Störend war auch, das man sich zweimal umziehen musste,> wenn man mal auf die Toilette wollte.
Man kann ja auch Windeln benutzen.
Georg
Georg schrieb:> Man kann ja auch Windeln benutzen.
Fühlt sich dann aber nach einiger Zeit am Hintern recht pappig an.
Und müffeln tut es auch noch.
Obwohl, der Arbeitgeber wird sich freuen.
Man kann ja während der Arbeit sch.... :-)
In vielen Reinräumen arbeiten auch jede Menge Frauen um zb. Optiken
zusammen zu bauen. Blasenschwach darf man da nicht sein. Männer haben es
da leichter . Ein Weithalskanister lässt sich gut verstecken. Aber es
gibt schlimmeres. Ich habe zb. mal in einem großen Klinikum in der
Abteilung reingeschaut wo Medizingeräte (Beatmungsmaschinen, Endoskope
etc. )nach der Benutzung wieder einsatzfähig gemacht werden. Neben der
Staubfreiheit muss dann auch noch die Keimfreiheit sichergestellt
werden....außen wie innen. Ein harter Job...
Das Thema ist gar nicht so abwegig.
Was macht ein Astronaut bei einem Außeneinsatz, ... der Kranführer in
100m Höhe, oder der Elektriker auf dem Mast oder in der Gondel einer
Windkraftanlage?
Ok, passt nicht wirklich zum Thread, aber sollte auch mal angesprochen
werden. Ist ja ein Tabuthema.
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butsu schrieb:> das Stichwort ist Laminar Flow Clean Bench.
Die saugt nur giftige Gase, Dämpfe oder Mikroorganismen ab.
Staub kommt da immer rein.
Manchmal könnte man das aber in der Elektronik gebrauchen.
Wenn mal eine Schaltung abraucht.
Thomas B. schrieb:> Die saugt nur giftige Gase, Dämpfe oder Mikroorganismen ab.> Staub kommt da immer rein.
Unsinn.
Die Teile heißen nicht umsonst auch Sterilwerkbank.
Die zirkulierende Luft wird gefiltert und bildet einen Luftvorhang an
der Öffnung, so dass keine Partikel reinkommen.
chris schrieb:> Unsinn.> Die Teile heißen nicht umsonst auch Sterilwerkbank.> Die zirkulierende Luft wird gefiltert und bildet einen Luftvorhang an> der Öffnung, so dass keine Partikel reinkommen.
Du hast Recht.
Ich war wohl eher auf die einfachen Systeme (Klasse1) oder
geschlossene Systeme fixiert.
Ich gebe dir +1.
Gruß
Thomas
@Thomas B. (thombde)
>> Ja, das kann sogar recht störend sein. Ich hatte anfänglich>> die erste halbe Stunde immer Kopfschmerzen.>Druck in den Ohren usw.
Dagegen hilft ein Druckausgleich wie ihn die Taucher machen. Nase
zuhalten und in die Nase mit leichtem Druck ausatmen. Dann knackt es
kurz im Mittelohr und alles ist gut.
Falk B. schrieb:> Dagegen hilft ein Druckausgleich wie ihn die Taucher machen. Nase> zuhalten und in die Nase mit leichtem Druck ausatmen. Dann knackt es> kurz im Mittelohr und alles ist gut.
Wenn es dabei nicht knackt sondern pfeift, dann hast ein Loch im
Trommelfell....Geh dann bitte zum HNO Arzt...
Falk B. schrieb:> Dagegen hilft ein Druckausgleich wie ihn die Taucher machen. Nase> zuhalten und in die Nase mit leichtem Druck ausatmen. Dann knackt es> kurz im Mittelohr und alles ist gut.
Oder vor Betreten der Schleuse nur über die Gaumenmuskulatur die
eustachischen Röhren öffnen. Das kann aber nicht jeder auf Kommando.
Es ist wirklich zu überlegen ob man selber die Box betreten muss, oder
es reicht, wenn nur der Arbeitsplatz (z.B. Box auf dem Tisch) Staubfrei
ist.
Wenn man da nicht selber rein geht, wird die Reinigung auch sehr viel
einfacher, weil weniger Staub rein getragen wird. Man arbeitet dann halt
ggf. durch Handschutz / Stulpen. So groß muss / sollte der Überdruck
nicht sein. Es sollte auch nur ein eher kleiner Luftstrom von Oben nach
unten sein, ein Staubsauger wäre da deutlich zu stark, höchstens so ein
kleiner Tragbarer.