Neue Betrugsmasche mit Paypal "Freund" Option

OP #4462381
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Paypal bietet seit kurzem die Option an, jemandem Geld als "Freund" zu 
senden. Der Vorteil, es fallen keine Gebühren an. Allerdings entfällt 
auch der Käuferschutz, d.h. es gibt keine Möglichkeit, sich das Geld 
über den offiziellen Weg per Falleröffnung zurückzuholen.
Wie erste eigene Erfahrungen zeigen, haben sich die Ganoven schon darauf 
eingestellt und gesunde Vorsicht zahlt sich aus:
Der Sprößling sucht über Ebay-Kleinanzeigen eine seltene und daher i.A. 
relativ teuer gehandelte Spielfigur. Es meldet sich einer und verlangt 
einen Preis, der etwa bei 60% des marktüblichen liegt. Noch dazu in sehr 
gutem Zustand, mit allem Zubehör und der Originalverpackung. Ein wahres 
Schnäbbele! Ich bin sofort mißtrauisch und lasse den Sohnemann anfragen, 
ob wir mit Paypal zahlen können. Die Frage wird bejaht, die Adressdaten 
werden ausgetauscht und noch bevor ich die Zahlung angewiesen habe, 
meldet der Verkäufer den Versand und schickt einen Hermes Trackinglink 
mit. Nebenbei bittet er darum, die Paypal-Zahlung mit der 
"Freund"-Option auszuführen, damit keine Gebühren anfallen. Soweit, so 
gut, erscheint doch alles höchst vertrauenswürdig. Nun, die 
"elektronische Ankündigung" einer Sendung bei Hermes bedeutet noch lange 
nicht, daß das Paket auch abgegeben wurde und daß drin ist, was 
beschrieben steht. Mit gefällt die Sache nicht. Anstatt mit der 
"Freund"-Option zu bezahlen, wähle ich das Standardverfahren und stocke 
um den Betrag der Gebühren auf, damit dem Verkäufer kein Nachteil 
entsteht. Im Nachrichtenfeld beschreibe ich detailliert, wofür die 
Zahlung gedacht ist.
Am nächsten Morgen flattert eine Mail vom Verkäufer herein. Er hätte es 
sich anders überlegt und wolle das Spielzeug nun doch nicht verkaufen. 
Komisch, wo er es angeblich schon versendet hat? Die Paypal-Zahlung 
wurde umgehend zurückerstattet. Dabei stellt sich außerdem heraus, daß 
er nicht den im Mailverkehr benutzten deutschen Namen trägt, sondern 
einen sehr orientalisch klingenden. Netter Versuch, Arschloch...
#4462822
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> Nun, die "elektronische Ankündigung" einer Sendung bei Hermes bedeutet
> noch lange nicht, daß das Paket auch abgegeben wurde

Zu dem Zeitpunkt hat man auch noch nichts bezahlt, das passiert erst in 
der Hermes-Backstube, das ist ein Unterschied zu DHL mit 
Internetnetfrankierung. D.h. man muss mit Hermes-Versand für so einen 
Betrug keinerlei Investition tätigen...

Aber irgendwie klingt mir das PayPal-Ding arg nach dem Versuch, 
Western-Union Kunden zu entziehen.

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