Was für ein Treibmittel wird bei Druckluft verwendet?

OP #4464672
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Moin liebe Forengemeinde,

ich habe heute mit "Druckluft 67", einem Druckgas zum Entfernen von 
Staub und losem Schmutz von Elektronikbauteilen, Leiterplatten, Druckern 
etc. mein PC-Gehäuse ausgeblasen.
Dabei habe ich an einer Stelle wohl die Dose doch etwas geneigt (obwohl 
ich mich bemüht habe, dies nicht zu tun) und es ist eiskalte 
"Flüssigkeit" ausgetreten. Es könnte sein, dass ich davon etwas 
eingeatmet habe.
Was wird da gängigerweise verwendet? Könnte ich da gesundheitliche 
Schäden davontragen?

Ich bedanke mich schon mal herzlich für alle Antworten und Hinweise.
Gast #4464682
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Da könnte man mal auf das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers gucken.
In der Regel wird das "Treibgas" genau die "Druckluft" sein - irgendein 
ein komprimierbarer Kohlenwasserstoff.

Wenn Du nicht direkt über der Pfütze mal eben ein paar tiefe Atemzüge 
genommen hast, sind akute Folgen wohl eher unwahrscheinlich. 
Langzeitexposition mag was anderes sein.

Aber wie gesagt: Das steht im Sicherheitsdatenblatt.
Gast #4464689
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Ach! Von CRC. OK.

Dimethylether und Tetrafluormethan.
Nicht gerade ein empfehlenswertes Atemgas, aber bei momentaner 
Exposition auch keine Katastrophe.

Achte halt darauf ob Dir übel wird oder sonst was ungewöhnlich ist. Aber 
das ist wohl eher selten: Sonst stünde im Datenblatt eine aufwendigere 
Maßnahme.
Gast #4464974
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"druckluft" in sprühflaschen enthält meißt ein propan/butan gemisch, 
hochentzündlich, realtiv ungefährlich beim einatmen, also nicht aktiv 
giftig, aber erstickend wirkend, etwas löslich im blut und irritierend 
wirkend aufs zns.

ich wollte jetzt auch mal schanuen was mein "kältespray" enthält (kc400c 
von toolcraft), kann aber werder auf der dose, noch im internet was 
finden.
die schreiben "unbrennbar" drauf, also ist es imho wahrscheinlich ein 
chlorierter kohlenwasserstoff.
Gast #4465980
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Hallo,

ich habe hier presto Druckluftspray. Zitate aus dem Etikett:

"Extrem entzündbares Aerosol"
"Vor Gebrauch Kennzeichnungsetikett lesen" (gibt es nicht)
"Aerosol nicht einatmen"
"Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen"
usw.

Es ist schon eine Frechheit, sowas als Druckluft zu bezeichnen, aber da 
nirgends die Zusammensetzung angegeben ist, gehe ich davon aus, dass das 
Zeug sowieso komplett illegal ist. Trotzdem ist es bei OBI im Programm.

Georg
Gast #4470877
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Stefan M. schrieb:
> Wenn die Dose mal leer ist, löte unten in den gewölbten Boden ein
> Fahrradventil ein ( Blitzventil ).
> Dann kräftig aufpumpen.
> Geht immer wieder und es kommt auch kein flüssiges Gas raus, wenn man
> die Dose über Kopf hält.

Ach du Scheisse. Du hast nicht die geringste Ahnung, wie Druckluftdosen 
funktionieren. Sie funktionieren NICHT mit Druckluft.

Die wäre von der Menge her völlig lächerlich.
R134a braucht bei 50 GradC so 13 bar um flüssig zu bleiben, bei 13 bar 
gehen in die 400ml Dose bloss 4 Liter Luft rein. Das ist gerade 1 mal 
kräftig pusten (Lugenvolumen 3.3-4.9l).

Die ca. 5 Mol des R134a aus der Dose sind jedoch (bei 20 GradC) gut 100 
Liter Luft.
Gast #4470881
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Georg schrieb:

> ich habe hier presto Druckluftspray. Zitate aus dem Etikett:
> "Extrem entzündbares Aerosol"
> Es ist schon eine Frechheit, sowas als Druckluft zu bezeichnen, aber da
> nirgends die Zusammensetzung angegeben ist, gehe ich davon aus, dass das
> Zeug sowieso komplett illegal ist.

Feuerzeuggas.

Eben das billigste vom billigen.
#4475584
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MaWin schrieb:
> Ach du Scheisse. Du hast nicht die geringste Ahnung, wie Druckluftdosen
> funktionieren. Sie funktionieren NICHT mit Druckluft.
>
> Die wäre von der Menge her völlig lächerlich.
> R134a braucht bei 50 GradC so 13 bar um flüssig zu bleiben, bei 13 bar
> gehen in die 400ml Dose bloss 4 Liter Luft rein. Das ist gerade 1 mal
> kräftig pusten (Lugenvolumen 3.3-4.9l).
>
> Die ca. 5 Mol des R134a aus der Dose sind jedoch (bei 20 GradC) gut 100
> Liter Luft.

Natürlich weiss ich, wie das normalerweise funktioniert...
So doof bin ja auch nicht.

Ich wollte damit sagen, dass es völlig ausreicht, wenn man selbst was 
aufpumpt, und für den gerade notwendigen Einsatz mitnimmt.

Üblicherweise macht man bei der "Baustelle" ja höchstens zweimal 
"Pfft,Pfft".
Wenn dann der Schmutz nicht weggeflogen ist, ist Druckluft aus der Dose 
eh nicht das richtige Werkzeug.
Gast #6953167
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Nach dem der Thread aus der Versenkung geholt wurde:

Zwischenzeitlich enthält „Druckluft 67“ das Kältemittel R-1234ze, es 
unterscheidet sich inhaltlich nicht von Kältespray, nur die Art der 
Sprühdose ist eine andere, Kältespray enthält ein Steigrohr, durch 
umdrehen der Dosen lässt sich Kältespray und „Druckluft“ in das jeweils 
andere Produkt umwandeln.
#6953379
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Arne H. schrieb:
> Es könnte sein, dass ich davon etwas eingeatmet habe.
> Was wird da gängigerweise verwendet? Könnte ich da gesundheitliche
> Schäden davontragen?

Du sprühst das Zeug gedankenlos in die Umwelt und nachdem Du 
versehentlich selbst etwas davon eingeatmet hast, kannst Du sogar im 
Forum nachfragen?

„Erst das Ich und dann das Wir!“

( Zitat aus Musik Intro von Sauerkraut ) https://youtu.be/aKzQ05M00kM
Gast #7246629
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René F. schrieb:
> Zwischenzeitlich enthält „Druckluft 67“ das Kältemittel R-1234ze, es
> unterscheidet sich inhaltlich nicht von Kältespray

Mit dem Kältemittel werden doch auch Klimaanlagen befüllt. Ich dachte 
immer das ist streng reguliert und man darf es nicht einfach so 
entweichen lassen.
Beitrag #7246636 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7247400
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Sigma schrieb:
> René F. schrieb:
>> Zwischenzeitlich enthält „Druckluft 67“ das Kältemittel R-1234ze, es
>> unterscheidet sich inhaltlich nicht von Kältespray
>
> Mit dem Kältemittel werden doch auch Klimaanlagen befüllt. Ich dachte
> immer das ist streng reguliert und man darf es nicht einfach so
> entweichen lassen.

R1234ze ist NICHT dasselbe wie R1234yf, das in Autoklimaanlagen 
eingesetzt wird. ZE hat ein GWP von ~7 und fällt damit nicht unter die 
Regelungen. Und von ZE gibt es außerdem zwei Isomere („E“ und „Z“), 
wovon das eine „E“ für bestimmte Kälteanlagen tauglich ist, das andere 
„Z“ nicht. Da dieses aber relativ billig herzustellen ist, kommt es für 
andere Zwecke zum Einsatz.

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