Hallo,
ich habe hier einen 5m WS2812 a 30 LED/m = 150 LED. Das ganze wird
betrieben durch ein Meanwell 5V 10A Netzteil.
Die einzelnen R, G und B farben werden einzeln gesehen sauber über den
gesamten Strip dargestellt, also jede LED hat die gleiche Farbe.
Am Anfang hatten mittendrin ein paar LED geflackert, aber seit ich einen
2200uF 10V Elko davorgeschalten habe, ist auch das verschwunden.
Was noch nicht verschwunden ist: Wenn man weißes Licht möchte (alle LED
auf volle Leistung), dann wird es ab dem dritten Meter zunehmend gelber
bis zum Schluss hin ... ich habe am GND und VCC am Ende des Strips
gemessen, dort fallen gerade mal noch 3,2 V ab, ganz vorn am Eingang
sind es 5,1V.
Ist das Netzteil zu schwach? Oder liegt es an einer fehlenden
"Zwischeneinspeisung"? Letzteres wäre nicht so prickelnd, da ich keine
Lust habe alle 2m noch ein extra Kabel zur Versorgungsspannung zu legen
...
Ich habe gerechnet:
150 LED * 60mA (max) = 9A
Netzteil = 10A
= 10% Reserve bei voller Last.
Zu kurz gedacht?
Grüße
Das selbe Problem hatte ich auch schon, leider sind die Leiterbahnen auf
denen sich die LEDs/der WS2812 befinden (zumindest für so eine Länge)
einfach zu klein dimensioniert, du musst also eigene Leitungen legen und
auch zwischendrin einspeisen. Ich würde mindestens alle 2 Meter
einspeisen.
Davon abgesehen - der WS2812 sollte mit einer Spannung von 6 bis 7 Volt
betrieben werden (siehe Datenblatt) - dadurch sollte sich das Problem
auch schon etwas bessern.
Stefan R. schrieb:> Davon abgesehen - der WS2812 sollte mit einer Spannung von 6 bis 7 Volt> betrieben werden (siehe Datenblatt)
Was hast Du an der Überschrift "Absolute Maximum Ratings" nicht
verstanden? Das sind kritische Absolutwerte, bei denen die LED gerade
nicht kaputt geht, jedoch keinesfalls typische Werte, mit denen sich
arbeiten lässt.
> vielleicht löst sich das Problem dadurch auch schon.
Ja, wahrscheinlich. Eine kaputte LED löst alle Probleme.
@TO: Bleib schön bei 5V und speise die Spannung alle 2m ein.
> der WS2812 sollte mit einer Spannung von 6 bis 7 Volt betrieben werden> (siehe Datenblatt)
In meinem steht:
Absolute Maximum Ratings: VDD +3.5~+ 5.3 V
Frank M. schrieb:> Was hast Du an der Überschrift "Absolute Maximum Ratings" nicht> verstanden? Das sind kritische Absolutwerte, bei denen die LED gerade> nicht kaputt geht.
ich habe mal aus Neugier in so ein Datenblatt geschaut:
https://www.adafruit.com/datasheets/WS2812.pdf
Dort steht 6V - 7V und nichts. Damit ist 5V außerhalb des zulässigen
Bereichs.
Peter II schrieb:> Dort steht 6V - 7V und nichts. Damit ist 5V außerhalb des zulässigen> Bereichs.
In dem von Dir verlinkten Dokument steht über der Tabelle klipp und
klar:
"Absolute Maximum Ratings"
Ist halt auf die vorherige Seite (ganz unten)gerutscht. Da hat der
Dokument-Ersteller nicht aufgepasst und deshalb kann man das als Leser
schon mal übersehen.
Und damit sind 6-7 garantiert nicht der richtige Spannungsbereich.
Zwischeinspeisen ist ganz schön hässlich, das macht mir ein bisschen
meinen Plan kaputt, die Kette dezent in Raumdecken-Höhe zu platzieren.
Sind ja dann locker nochmal 8 Meter extra Kabel.
Ich werde es nochmal mit dem Ende der Kette versuchen, dann wären es ja
rein theoretisch 2,5m, vielleicht reicht das schon.
Grüße
Peter II schrieb:> Bernd schrieb:>> In meinem steht:>>>> Absolute Maximum Ratings: VDD +3.5~+ 5.3 V>> dann ist es aber für WS2812B
Ja, und unterhalb der Maximum Ratings steht dann:
Electrical Characteristics(TA =-20~+70 ℃ ,VDD =4.5~5.5V,VSS =0V, unless
otherwise specified).
Also: 4.5-5.5V ist der Arbeitsbereich.
Bitte mal genauer hinsehen ;-)
Frank M. schrieb:> Und damit sind 6-7 garantiert nicht der richtige Spannungsbereich.
aber ein Maximum kann nicht von-bis sein. Ein Maximum ist ein fixer
wert.
Hi,
Peter II schrieb:> Frank M. schrieb:>> Was hast Du an der Überschrift "Absolute Maximum Ratings" nicht>> verstanden? Das sind kritische Absolutwerte, bei denen die LED gerade>> nicht kaputt geht.>> ich habe mal aus Neugier in so ein Datenblatt geschaut:>> https://www.adafruit.com/datasheets/WS2812.pdf>> Dort steht 6V - 7V und nichts. Damit ist 5V außerhalb des zulässigen> Bereichs.
Dort steht Absolute Maximum Ratings: +6~+7V, das heißt ab da gehen die
kaputt.
Eine Zeile weiter unten steht: VDD 4.5 - 5.5, das ist der Bereich in
welchem die LED Betrieben werden möchte.
Peter II schrieb:> aber ein Maximum kann nicht von-bis sein. Ein Maximum ist ein fixer> wert.
Ja, dass das Datenblatt ein Mensch gemacht hat, der keine Ahnung hat,
merkt man schon beim Durchlesen. Die beim WS2812B angegebene
Maximumswerte von 3-5V sind absolut hirnrissig, denn ein paar Zeilen
tiefer stehen die
Electrical Characteristics
Und da ist der Arbeitsbereich mit 4.5V - 5.5 V angegeben.
Das ist auch ein plausibler Bereich. Die meisten TTL-kompatiblen Chips
verwenden genau diesen Bereich als Arbeitsbereich.
Maximum Ratings sind immer zu vermeiden. Damit verkürzt sich die
Lebensdauer des Bauteils in den meisten Fällen beträchtlich. 6V sind
schon kritisch, 7V sind definitv zuviel.
Habe gerade einfach mal die VCC zusätzlich auf die anderen Seite gezogen
und siehe da, sieht gleich viel besser aus .... dennoch sind auf dieser
Seite die letzten 1-2m nicht 100% so wie die ersten.
Das könnte wiederrum mit der knappen Netzteilrechnung zusammenhängen,
den ESP8266 habe ich nämlich vergessen, der zieht ja auch gut nochmal
300mA.
Wieder der Geiz am falschen Ende xD
Paul Felz schrieb:> Das könnte wiederrum mit der knappen Netzteilrechnung zusammenhängen
und warum sollte das Netzteil sich nur auf die Letzen LEDs auswirken?
Eventuell ist ja dein Kabel auch zu dünn.
Na ich weiss nicht, wenn das Netzteil die Spannung nicht halten kann,
weil es so knapp bemessen ist? Wie gesagt, habe nur noch 3,2 Volt oder
so am Ausgang gehabt.
Oder was passiert, wenn das Netzteil zu knapp bemessen ist? Raucht es
ab?
Wenn das Kabel zu dünn ist, dann ist es aber die Verbindung innerhalb
des Strips ... was ich an die VCC angeschlossen habe, ist dicker als
das, was aus dem Strip kommt ...
Paul Felz schrieb:> Wie gesagt, habe nur noch 3,2 Volt oder> so am Ausgang gehabt.
Das liegt sicher nicht am Netzteil sondern daran, dass die Leiterbahn
auf dem Strip einen Widerstand hat der bei den hier vorliegenden Strömen
für einen nicht zu vernachlässigenden Spannungsabfall sorgt. Rein
rechnerisch müssten das in etwa 0,2 Ohm sein.
60mA/Led * 150 LEDs = 9A
1,8V / 9A = 0,2Ohm
Aus experimentieren mit dem Streifen kann ich sagen das ein ws2812B ab
ca 4V dunkler wird danach kommt es zu Fehlfunktionen unter 3V setzt
dieser dann aus.
Das Data IN funktioniert auch mit einen 3V Pegel ob bei voller Länge
kann ich nicht sagen. Da ich nur ca 50cm Streifen habe.
Der Spannungsabfall über den Streifen ist sehr groß. 9A dort durch
zuschicken ist nicht gut!
Also gerade nochmal getestet, funktioniert bis auf die fast-weißen
Farben wunderprächtig ... an sich kann ich damit leben.
Viel mehr nervt mich gerade das fiepen meines Netzteils bei null bzw
fast keiner Last ... kann man das abstellen?
Grüße
Hier mal noch meine laienhafte Arbeit des Prototypen, das wollte ich
euch nicht vorenthalten xD ... für meinen zweiten Lötkolbeneinsatz finde
ich das gar nicht mal so schlecht!
Funktioniert jedenfalls fehlerfrei, die Lötstellen sind aber sicher
grausam ... beim nächsten mal werde ich die Platine wohl ein wenig
weniger eng bestücken ...
Läuft seit ein paar Tagen im Dauerbetrieb bis auf den genannten
Farbverlauf fehlerfrei. Ich denke ich werde es so lassen und nochmal
ordentlich verlöten.
Grüße
naja ich weiss auch nicht ... hab so das gefühl, das lot hält überall,
nur nicht da, wo es soll xD man hält das lot genau da an wo es sein soll
und es fließt einfach am lötkolben hoch und wenn man pech hat am
benachbarten lötpunkt und bildet eine brücke ... mit der zeit wird das
schon^^
Erst den Lötkolben an die Lötstelle halten und 1-2s aufheizzen. Dann
erst Lötzinn zuführen. Dann klappt das schon.
Du lötest eindeutig zu kalt.
Gruß
Andreas
Habe ich am ESP zwei mal probiert ... leider fallen die PINS einfach ab
:/ Jetzt verstehe ich auch zunehmend den Sinn von Sockeln xD
Also Sinn ist es grundsätzlich, mit dem Lötkolben die Stelle
aufzuheizen, an der das Lot kommen soll um dann dort das Lot direkt zum
schmelzen zu bringen?
Grüße
Paul Felz schrieb:> Also Sinn ist es grundsätzlich, mit dem Lötkolben die Stelle> aufzuheizen, an der das Lot kommen soll um dann dort das Lot direkt zum> schmelzen zu bringen?
Nicht ganz. Du kannst das Lötzinn schon auf den Kolben zuführen während
er auf der Lötstelle liegt. Aber die Lötstelle muß vorher aufgeheizt
sein.
An einem ESP würde ich jetzt micht gerade üben. Nicht daß die jetzt
besinders teuer wären, aber die Lötpunkte sind hier recht klein. Wenn
man zu lange darauf herumbrutzelt, gehen die ab.
Der Trick dabei ist: heiß aber kurz! Wenn der Lötkolben nicht heiß genug
ist, machst Du die Leiterbahnen oder die Bauteile kaputt. Anhaltspunkt:
nach 3s sollte alles vorbei sein.
Ich bin ja sonst nicht so ein Freund von Youtube Filmchen wenn es um
Erklärungen geht. Aber in diesem Fall würde ich mal in Youtube einige
Videos anschauen wie richtig gelötet wird. Da findet sich bestimmt
einiges.
Gruß
Andreas
Vielen Dank,
kurz und heiß also ... so oder so ähnlich habe ich das schonmal
irgendwo gelesen ... und die Lotstelle sollte hinterher glänzen, dann
ist alles schick ... naja im obenliegenden Falle war ich einfach froh,
das es überhaupt irgendwie gehalten hatte.
Wie gesagt, ich habe mich da wohl für den Anfang gnadenlos übernommen.
Grüße