Magnetspule mit 5t Druckkraft Oder wie macht die Trupunch das?

#4476397
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Nur so aus Interesse möchte ich mal Fragen,

Ihr kennt doch bestimmt diese Trumpf Stanzmaschinen:

https://www.youtube.com/watch?v=VPRtpd4tNTc

Mich interessiert, wie wird denn dieser Stanzkopf überhaupt ans Blech 
gedrückt?

Ich würde sagen, Hydraulik/ Pneumatikzylinder sind dafür ja zu langsam, 
dann bleibt doch nur noch eine sehr starke Magnetspule?- oder wie 
funtkioniert das?

Vielleicht weiß es ja jemand??
#4476403
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a) Man musst Kräfte nicht in Tonnen sondern in Newton.
b) Existiert eine Maschine namens "Hebel" mit dem Du dann relativ 
einfach große Kräfte ausüben kannst.

Vermutlich ist das eine Kombination. Die 50 Kilonewton die Du meinst 
sind jetzt mit einem Magneten nicht so schwierig herzustellen. Es gibt 
ja schon sehr lange Elektromagnete mit denen man einfach mal ein Auto 
hoch heben kann. Dafür braucht man schon mal 10 Kilonewton. Der Faktor 5 
sollte definitiv durch Optimierung des Verfahrens und Tricks wie Hebel 
machbar sein....


... aber frag doch mal beim Hersteller nach, sag Du interessierst Dich 
für solche Sachen. Wenn Dich das wirklich interessiert hättest Du damit 
sogar einen Fuß in der Tür falls Du mal da arbeiten möchtest.
Gast #4476433
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Patryk D. schrieb:
> Ich würde sagen, Hydraulik/ Pneumatikzylinder sind dafür ja zu langsam

Du hast eine falsche Vorstellung vom Leistungsvermögen von 
Hydraulikzylindern.

In der Automobilindustrie gibt es diverse hochdynamische Anwendungen. 
Mir fallen gerade ein:

- Beschleunigung eines Crash-Schlittens (nagelt mich nicht drauf fest: 
1m Hub in <0,1sec; wenn's interessiert bringe ich das am MO in 
Erfahrung)
- 6-Achs Fahrzeugshaker: Komplettes Fahrzeug steht auf Hydraulikstempeln 
und wird mit unterschiedlichen Anregungsprofilen (Autobahn, Potholes, 
Kopfsteinpflaster, ...) durchgeschüttelt
Gast #4476560
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Patryk D. schrieb:
> Mich interessiert, wie wird denn dieser Stanzkopf überhaupt ans Blech
> gedrückt?

Vermutlich meinst du den Niederhalter oder das Stanzwerkzeug/Messer?

Hier wurde mal darüber was über die 3000er geschrieben.
http://www.kem.de/konstruktion/-/article/30599594/39122233/Leistungsstark-und-zuverl%C3%A4ssig/art_co_INSTANCE_0000/maximized/

Wenn man eine ausgefuchste Mechanik hat, kann das auch Pneumatik 
leisten.
Gast #4476940
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Patryk D. schrieb:
> Mich interessiert, wie wird denn dieser Stanzkopf überhaupt ans Blech
> gedrückt?

Was meinst du jetzt, den Niederhalter oder den Stanzvorgang selbst?

Stanzen ist eine uralte Technik, die haben schon die Hersteller der 
Himmelsscheibe von Nebra beherrscht, und das funktioniert in vielen 
Fällen ganz primitiv mechanisch, z.B. einen Exzenter-Antrieb. Eine 
Umdrehung = ein Loch.

Einen extra Antrieb für den Niederhalter braucht man garnicht unbedingt, 
der kann mit Tellerfedern am Werkzeug hängen und trifft zuerst auf die 
Oberfläche.

Georg
#4477253
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tmomas schrieb:
> - 6-Achs Fahrzeugshaker: Komplettes Fahrzeug steht auf Hydraulikstempeln
> und wird mit unterschiedlichen Anregungsprofilen (Autobahn, Potholes,
> Kopfsteinpflaster, ...) durchgeschüttelt

Ach Du meinst MAST.
(MehrAchsenSchwingTisch)

Was da fuer Kraefte auftreten ist schon erstaunlich und
ausserhalb jedweder "normalen" KFZ-Benutzung.
(Und ich hab da schon Haltestangen wegfliegen gesehen/gehoert)
Die Hydraulik machts ebend.
Aber die Infrastruktur ist weitaus groesser als die
eigentlich sichtbare "Mimik".

Gruss Asko
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4477276
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Patryk D. schrieb:
> Ich würde sagen, Hydraulik/ Pneumatikzylinder sind dafür ja zu langsam,
> dann bleibt doch nur noch eine sehr starke Magnetspule?- oder wie
> funtkioniert das?

Ich hatte gegen Ende der 1980er Jahre einen Forschungsaufenthalt in 
einem Institut, in dem u.a. hydraulische Pressen für die Materialprüfung 
eingesetzt wurden. Die kleinsten Pressen schafften ca. 100kN und und 
konnten dabei Hübe von etlichen Zentimetern mit Frequenzen von einigen 
hundert Hertz ausführen. Das war schon ziemlich beeindruckend.

Einer der Wissenschaftler erzählte, dass es einmal einen Haarriss in 
einem Hydraulikschlauch gab, durch den die ganze Halle innerhalb 
allerkürzester Zeit durch Hydraulikflüssigkeit komplett vernebelt wurde.

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