Hallo,
wie kann man kleinere Wärmemengen von einem Bauteil auf einer Platine
günstigerweise zu einer Gehäusewand leiten, wenn mehrere mm dazwischen
liegen?
Die Gehäusewand soll hierbei als Kühlkörper dienen.
Es geht um Temperaturen bis max. 100°C
DaC schrieb:> Hallo,>> wie kann man kleinere Wärmemengen von einem Bauteil auf einer Platine> günstigerweise zu einer Gehäusewand leiten, wenn mehrere mm dazwischen> liegen?
Einen passenden, mehrere mm dicken Kupferklotz dazwischensetzen?
Besser wäre es natürlich, zu kühlende Bauelemente gleich an den
Rand der gedruckten Schaltung zu setzen.
Hallo,
ich würde ein passendes Aluminium bzw. Kupferteil sowohl mit dem Gehäuse
als auch mit dem Bauteil verschrauben. Evtl. Wärmeleitpaste verwenden.
Lg
Danke für die schnellen Antworten!
Ein Unterbringen des Bauteils an der Gehäusewand ist leider nicht
möglich.
Außerdem muss die Verbindung zwischen Bauteil und Gehäusewand relativ
flexibel sein.
Gibt es so etwas wie eine silikonartige, gummiartig abbindende
Wärmeleitmasse?
Oder gibt es einen wärmeleitenden Schaumstoff?
http://www.bergquistcompany.com
ist die richtige Adresse. Wenn es auch noch hochisolierend sein muss,
nimmt man oft Beryllium, aber das ist ziemlich giftig
DaC schrieb:> Gibt es so etwas wie eine silikonartige, gummiartig abbindende> Wärmeleitmasse?>> Oder gibt es einen wärmeleitenden Schaumstoff?
Deren Wärmeleitfähigkeit ist um Grössenordnungen schlechter als die
von Metall. Um wieviel Milliwatt Heizleistung geht es Dir denn?
DaC schrieb:> Gibt es so etwas wie eine silikonartige, gummiartig abbindende> Wärmeleitmasse?
Nein. Jedenfalls keine, die eine brauchbare Wärmeleitfähigkeit hätte.
Wärmeleitmassen sind nur als möglichst dünner Film oder als Folien
verwendbar, eben wegen ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit. Sie leiten
bloss etwas besser als sonstige Kunststoffe.
DaC schrieb:> Oder gibt es einen wärmeleitenden Schaumstoff?
Das ist von vornherein Unsinn, da Luft extrem schlecht Wärme leitet -
daher nimmt man Schaumstoffe zum Dämmen.
Eigentlich kommen nur Metalle in Frage. Da es auch noch flexibel sein
soll, würde ich ein geflochtenes Kupferband nehmen.
Georg
DaC schrieb:> wie kann man kleinere Wärmemengen von einem Bauteil auf einer Platine> günstigerweise zu einer Gehäusewand leiten, wenn mehrere mm dazwischen> liegen?> Die Gehäusewand soll hierbei als Kühlkörper dienen.
Optimiere die Wärmestrahlung, also Platine und Gehäusewand schwärzen.
Für Verwirblung sorgen kann auch nicht schaden. um die Wärme dürch
kenvektion wegzukriegen.
Ggf. die Gehäusewand aktiv mit einem Peltierelement kühlen, das pumpt
die Wärme weg.
So 3-5mm gehen schon mit speziellen Silikonpads (Bergquist wurde ja
schon erwähnt). Das hat nichts mit den dünnen Silikonmatten zu tun, mit
denen man sonst Transistoren oder so befestigt. Diese dicken Teile
fühlen sich auch so schon sehr kalt an (geradezu "nass"), d.h. die
können die Wärme schon recht gut abtransportieren. Allerdings ist das
Zeug erstaunlich teuer. Da könnte ein Kupferklotz/Winkel billiger sein.
DaC schrieb:> Außerdem muss die Verbindung zwischen Bauteil und Gehäusewand relativ> flexibel sein.
Was heißt hier "relativ"?
Ich würde einen Winkel/Klotz an die Gehäusewand montieren und dann den
letzten Millimeter zum Bauteil mit einem Silikonpad überbrücken. Ist
auch "relativ" flexibel...
"Relativ flexibel" kann man auch mit starrer Montage des Bauteils an der
Gehäusewand erreichen - indem man die Zuleitungen zum Bauteil flexibel
gestaltet.
Rufus Τ. F. schrieb:> "Relativ flexibel" kann man auch mit starrer Montage des Bauteils> an der> Gehäusewand erreichen - indem man die Zuleitungen zum Bauteil flexibel> gestaltet.
Diese Lösung ist zu einfach. ( Vielleicht noch eine Steckverbindung? :)
Grüße Bernd
DaC schrieb:> Ein Unterbringen des Bauteils an der Gehäusewand ist leider nicht> möglich.> Außerdem muss die Verbindung zwischen Bauteil und Gehäusewand relativ> flexibel sein.
Es gibt drei Möglichkeiten zur Wärmetransport:
1) thermische Kopplung also direkten gut wärmeleitenden Kontakt mit
Gehäuse
2) Konvektion -> also von Gas(Luft oder Flussigkeit) umspülen lassen
3) Wärmestrahlung
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rme
wenn 1) nicht möglich ist dann bleiben dir nur Variante 2 und 3.
Bessere Ergebnisse erreichst du in beiden Fällen indem die Öberfläche
vergrösserst.
MfG,
Fpga K. schrieb:> Es gibt drei Möglichkeiten zur Wärmetransport:>> 1) thermische Kopplung also direkten gut wärmeleitenden Kontakt mit> Gehäuse> 2) Konvektion -> also von Gas(Luft oder Flussigkeit) umspülen lassen> 3) Wärmestrahlung
Du hast das Wärmerohr vergessen, den besten Wärmetransporteur überhaupt.
Ist weder Konvektion, noch Leitung, noch Strahlung.
Zugegeben diskutabel wäre noch eine Wärmetransportmöglichkeit: den
heißen Gegenstand selbst von A nach B bringen.
DaC schrieb:> wie kann man kleinere Wärmemengen
Wenn es darum geht, eine kleine Wärmemenge zu schlucken, ohne dass die
Temperatur zu sehr hoch geht, muss man das wärmeerzeugenden Element nur
mit einem Körper mit einer ausreichend großen Wärmekapazität koppeln,
also z.B. einem Alublock, der direkt an dem Erzeuger der Wärmemenge
befestigt ist. Die Differenztemperatur sinkt mit der Wärmekapazität des
Klotzes.
> Du hast das Wärmerohr vergessen, den besten Wärmetransporteur überhaupt.> Ist weder Konvektion, noch Leitung, noch Strahlung.>
Einspruch: auch hier wird die Wärme durch Konvektion transportiert.
Durch den Phasenübergang selbst wird die Energie ja nicht
abtransportiert.