Anschliessen von Funkgeräten an Antennen

OP #4485585
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Hallo allerseits

Ich habe eine Frage zu Antennen: Ist es besser, wenn man ein Funkgerät 
mit einem BNC-Anschluss über ein Adapterkabel an einen N-Anschluss der 
Antenne anschliesst, oder ein BNC-BNC Kabel nimmt und anschliessend ein 
BNC zu N Adapter dazwischen schliesst? Ergibt die 2te Variante 
Leistungseinbussen?

Ich habe auch schon einen C Anschluss bei älteren Antennen gesehen, nur 
wo könnte man solche Adapter oder Adapterkabel kaufen? Digikey, Mouser, 
Farnell und Conrad haben keine solche Adapter (oder ist die Bezeichnung 
anders?).

Besten Dank,
Gruss
Gast #4485768
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Adapterkabel machen (lassen).
Eine Seite BNC, andere Seite N.
Leistung? Frequenzband?
unabhängig davon: so wenig wie möglich Stoßstellen erzeugen.
Bei 4Watt CB-Funk ist es allerdings auch egal.
OP #4485795
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Frequenzbereich ist 20-150MHz (FHOP).
Leistungsbereich bis max 10Watt.

Ich habe mir mal bei einer Zivilschutzanlage die Funkverkabelung 
angeschaut: Da gibt im Aussenbereich N-Buchsen mit Überspannungsschutz, 
die in eine TM-Zentrale führen. Dort könnten interne Buchsen gepatcht 
werden. Ich habe aber auch schon gesehen, dass die Patch-Möglichkeit 
fehlt.

Ok, dann werde ich mir solche Kabel machen / kaufen.
Gast #4485801
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Patrick B. schrieb:
> Frequenzbereich ist 20-150MHz (FHOP).
> Leistungsbereich bis max 10Watt.
>
> Ich habe mir mal bei einer Zivilschutzanlage die Funkverkabelung
> angeschaut: Da gibt im Aussenbereich N-Buchsen mit Überspannungsschutz,
> die in eine TM-Zentrale führen. Dort könnten interne Buchsen gepatcht
> werden. Ich habe aber auch schon gesehen, dass die Patch-Möglichkeit
> fehlt.
>
> Ok, dann werde ich mir solche Kabel machen / kaufen.

Ja, ein Überspannungsschutz kann durchaus sinnvoll sein. Auch ein 
Patchfeld macht Sinn, wenn mehrere Antennen wahlweise an die Funktechnik 
angeschlossen werden sollen. Oder eben verschiedene Funkgeräte an die 
Antenne. Kommt immer auf die Gegebenheiten an.

Zwei Fragen habe ich noch: Was ist 'FHOP' und was heißt 'TM-Zentrale'?
OP #4485949
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FHOP wird bei den militärischen/polizeilichen Funkgeräten der Modus 
bezeichnet, bei dem keine fixe Trägerfrequenz genutzt wird, sondern im 
Frequenzband "zufällig" hin und her gesprungen wird (klar ist das Muster 
beim Sender und Empfänger bekannt, sonst wirds schwierig).

TM-Zentrale: Telematikzentrale -> Telefonanschlüsse, Lananschlüsse, 
TV-Anschlüsse patchen...
OP #4488305
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Wenn ich mich recht erinnere, gabs bei uns im Militär ein Funkgerät 
(auch bis 200MHz), dass man mit abgesetzter Antenne betreiben konnte. 
Dazu konnte entweder ein 10m oder ein 20m Kabel eingesetzt werden. Es 
hies zwar immer, dass man nie beide Kabel zu 30m kombinieren 
darf(technische Probleme). Wieso sollte das nicht gehen? Im Studium habe 
ich noch gelernt, dass bei korrekten Abschlüssen die Leitungslänge nur 
auf die Dämpfung einen kleinen Einfluss hat. Reflexionen gibts ja so 
nicht.
Ebenso wurde erzählt, dass sich die Leistung an der Antenne halbiere, 
wenn man ein Kabel dazwischenschliesst. Stimmt das so? Einen kleinen 
Verlust ist für mich völlig logisch, aber dass gleich die hälfte der 
Leistung verlohren geht?
#4488916
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Patrick B. schrieb:
> Wenn ich mich recht erinnere, gabs bei uns im Militär ein Funkgerät
> (auch bis 200MHz), dass man mit abgesetzter Antenne betreiben konnte.
> Dazu konnte entweder ein 10m oder ein 20m Kabel eingesetzt werden. Es
> hies zwar immer, dass man nie beide Kabel zu 30m kombinieren
> darf(technische Probleme). Wieso sollte das nicht gehen?

Weil am Kabel an beiden Enden ein Stecker ist.


> Im Studium habe
> ich noch gelernt, dass bei korrekten Abschlüssen die Leitungslänge nur
> auf die Dämpfung einen kleinen Einfluss hat.

Kommt auf die Frequenz und das Kabel an.

> Reflexionen gibts ja so nicht.

Nur wenn die Antenne passt.

> Ebenso wurde erzählt, dass sich die Leistung an der Antenne halbiere,
> wenn man ein Kabel dazwischenschliesst.

Hier hat wohl jemand die Kabeldämpfung mit irgendwas verwechselt.


 Kurt
OP #4489168
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Kurt B. schrieb:
> Patrick B. schrieb:
>> Wenn ich mich recht erinnere, gabs bei uns im Militär ein Funkgerät
>> (auch bis 200MHz), dass man mit abgesetzter Antenne betreiben konnte.
>> Dazu konnte entweder ein 10m oder ein 20m Kabel eingesetzt werden. Es
>> hies zwar immer, dass man nie beide Kabel zu 30m kombinieren
>> darf(technische Probleme). Wieso sollte das nicht gehen?
>
> Weil am Kabel an beiden Enden ein Stecker ist.

Es ist jeweils ein simples RG213 Kabel (oder ähnlich) mit einem 
BNC-Stecker. Wenn man jetzt ein Female/Female Adapter 
dazwischenschliesst, hat man ein verlängertes Kabel ohne Probleme, oder? 
Hast du was anderes gemeint?
#4489185
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Patrick B. schrieb:
> Hallo allerseits
>
> Ich habe eine Frage zu Antennen: Ist es besser, wenn man ein Funkgerät
> mit einem BNC-Anschluss über ein Adapterkabel an einen N-Anschluss der
> Antenne anschliesst, oder ein BNC-BNC Kabel nimmt und anschliessend ein
> BNC zu N Adapter dazwischen schliesst? Ergibt die 2te Variante
> Leistungseinbussen?
>
> Ich habe auch schon einen C Anschluss bei älteren Antennen gesehen, nur
> wo könnte man solche Adapter oder Adapterkabel kaufen? Digikey, Mouser,
> Farnell und Conrad haben keine solche Adapter (oder ist die Bezeichnung
> anders?).
>
> Besten Dank,
> Gruss
Solche Adapter bekommt man preiswert auf Funkflohmärkten. Da bekommt
man auch Markenware (versilbert) Was sonst so angeboten wird ist 
entweder extrem teuer oder Chinadreck. Ich hatte mal bei Reichelt BNCs 
gekauft ein fach grausam:

Die Zeiten wo man da Teflon verbaut hat sind vorbei. Wenn man ein Kabel
dranlöten wollte durfe man den Lötkolben höchsten 5mSec dranhalten
sonst ist das ganze Zeug geschmolzen. Stecker passent auch nicht drauf
weil die Buchse zu dick war. Der Kelch für die Aufnahme des 
Innenleitersifts war zu dick. Wenn man dann mit Leistung auf das Kabel
gegangen ist fängt es an zu brutzeln.
Gast #4489282
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Also, hier wird so für das versilberte Zeug geschwärmt ... ich kann mich 
da nicht anschließen. In wenigen Jahren sind die Teile so was von 
verschwefelt schwarz, da gibt es bessere Kompromisse. Innenleiter Au, 
liegt zwar ein kleines Stück hinter Ag und Cu, gammelt aber nicht. Beim 
Außenleiter muss die Leitfähigkeit nicht unbedingt beim Nonplusultra 
liegen. Da es außen mehrfach größer als innen ist (D/d), ist Ni man gar 
nicht so schlecht dafür.
Gast #4489649
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Es werden hier wohl die i.d.R. minderwertigen vernickelten Adapter 
gemeint.
Die Dinger, die billig beim Elektronikversender für ca. 3 Euro / Stück 
zu beziehen sind und glänzen wie verchromt. Das ist wirklich meist 
schlimmer Murks.

Bei der arbeit entsorge / entferne ich die immer gleich, nicht dass 
irgenjemand die teueren Messkabel oder Anschlussbuchsen der Netzwerk und 
Spektrumanalysatoren damit spanabhebend versaut. Die Gewinde der 
Billigdinger sind meist nicht sonderlich maßhaltig.


Als Student habe ich vor 10 Jahren auch mal den Fehler gemacht aus 
Kostengründen meine Amateurfunkverkabelung mit PL Steckern von Unrat 
Electronic auszuführen.

Für den TE : Wenn du vernünftige Kabel auf maß brauchst - wirst Du 
möglicherweise im Amateurfunkzubehör fündig.

vg

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