Einfachen (günstigen) Push-Pull Regler mit Duty über 50%?

(Firma: Funkenflug Industries) #4508063
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TL494 und SG3525 erreichen ein maximales Tastverhältnis von knapp unter 
100 Prozent. In einer Gegentakt-Topologie (push-pull) wird dieses auf 
beide Zweige aufgeteilt, die kann jeweils knapp unter 50% landen.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, daß ein Tastverhältnis pro Zweig 
von über 50% gar nicht realisierbar ist.
Oder willst Du ins Reich der Overunity-free-energy-Freaks vorstoßen?
Gast #4508092
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Ben B. schrieb:
> TL494 und SG3525 erreichen ein maximales Tastverhältnis von knapp unter
> 100 Prozent. In einer Gegentakt-Topologie (push-pull) wird dieses auf
> beide Zweige aufgeteilt, die kann jeweils knapp unter 50% landen.
>
> Im Umkehrschluss heißt das aber auch, daß ein Tastverhältnis pro Zweig
> von über 50% gar nicht realisierbar ist.

Jup, das ist mir soweit auch bekannt, wie ich eingangs erwähnte

Ben B. schrieb:
> Oder willst Du ins Reich der Overunity-free-energy-Freaks vorstoßen?

Harr... selten so gelacht!

ich stoße mich an den Preisen für "duale Boostwandler" (also zwei phasen 
boost, die auf einen Potential boosten - heißt glaube ich 
"interleaved").
Hierzu brauche ich zwei PWMs mit dem selben Duty, aber um eine halbe 
phase voneinander verschoben. - und in einigen Anwendungsfällen liegt 
mein Duty über 50% pro Phase

Die gibt es auch von diversen Herstellern - nur sind die a) schwer zu 
bekommen (z.B. Onsemi, Fairchild,..) wenn man "nur" Bastler ist und 
nicht 1000 Stück kauft, oder sie b)einfach mit 10€++ (Linear, TI,...) 
für "Bastelein & Versuche" zu teuer sind.

TL494 kostet halt in homöopatischer menge selten mehr als 0,4€ und tut 
es wie gesagt bis zu einem tastverhältnis von 50% auch super!
Gast #4508227
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Also dafür bietet sich dann auch ein Attiny25 an, bei ner CMOS 
Halbbrücke mit LL Fets brauchste dann für den low-Side FET nur nen 
Gatewiderstand und für den p-fet im einfachsten Fall nur nen NPN 
Transistor mit 2 Widerständen.

Kommt jetzt ein bischen auf deine Anforderungen bezüglich 
Eingangsspannung, Strom und Wirkungsgrad an. Vorteil ist dass du die 
Regelschleife sowohl als Zweipunkt- als auch als PID Regler auslegen 
kannst.

Wenn du µC nicht willst kann man bestimmt nen 555 als PWM Generator 
verwenden und einen zweiten der als Monoflop arbeitet und nur einen 
zeitversetzten Puls erzeugt. Oder alternativ das PWM Signal des ersten 
invertieren und dem zweiten als Takt geben.

Ich kenne das als "mehrphasigen" Spannungswandler aber wie man das nennt 
ist ja imho auch Wurst.
(Firma: Funkenflug Industries) #4508292
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Daß ihr immer versuchen müsst, den NE555 from hell für Netzteile zu 
verwenden... furchtbare Unart.

Mehrphasige Designs baue ich eigentlich nicht, weil ich für mehr Power 
bei wenig Spannung immer einen mittelpunktgespeisten Gegentaktwandler 
nehme.

Der TL494 kann an Ct mit einer externen Taktquelle gespeist werden, wenn 
Rt an Vref gelegt wird. Also die PWM-Frequenz extern mit 50/50 duty 
cycle generieren, ein 494 bekommt das Signal invertiert und der zweite 
nicht-invertiert. Die OPAmps des zweiten werden nicht benutzt, 
stattdessen wird er via Feedback/Comparator Input mit dem ersten 
verbunden und von diesem mitgesteuert.

(Edit: der externe Takt muß ein Dreiecksignal sein)

Wie stabil dieser Aufbau ist keine Ahnung. Vermutlich ist die 
Referenzspannung beider ICs nicht genau identisch, so daß sich die Last 
minimal unterschiedlich verteilen wird, aber im Wesentlichen sollte das 
funktionieren.
#4508951
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Was hast Du vor? Ein "natural interleaving dual transition mode" pfc 
Controller von TI kostet unter 3 Euro. Oder geht´s um DC-DC?

In beiden Fällen: Interleaven von Aufwärtsw. funktioniert grundsätzlich 
auch ohne Zeitversatz der Phasen. Nur gibt´s dann halt keine mögliche 
Kapazitätsreduktion des Ausgangskondis durch "Ripple reduction".

Ben B. schrieb:
> mittelpunktgespeisten Gegentaktwandler

Bitte näher ausführen, evtl. stehe ich grad auf dem Schlauch.
#4509507
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Vielleicht meint er einfach nur einen "Stromgespeisten" 
Gegentaktwandler. Der hat ja auch Step-Up-Charakteristik. Und daß die 
klassische Push-Pull-Schaltung sowohl mit U- als auch I-Speisung jeweils 
über die primäre Mittelanzapfung funktioniert, würde auch dazu passen.

Ebenfalls würde stimmen, daß beides gern/leichter bei niedriger 
Betriebsspannung verwendet wird/werden kann, weil die Schalter ja bei 
U-Speisung die doppelte V(B), und bei I-Speisung noch etwas mehr 
aushalten müssen.

War evtl. nur ein wenig schlecht oder ungenau ausgedrückt. Hat ja nicht 
jeder immer Zeit, zumindest oftmals zu wenig... ich weiß es nicht. Evtl. 
meint er ja auch, wie Du sagst, etwas mir nicht bekanntes. Vielleicht 
schreibt er nochmal was dazu - ich bin neugierig und hätte nix 
dagegen...
Gast #4509536
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Alfred B. schrieb:
> Vielleicht
> schreibt er nochmal was dazu - ich bin neugierig und hätte nix
> dagegen...

Bilder sagen mehr als 1000 Worte - darum mal ein sehr früher Schaltplan 
;-)

Ich will einfach nur eine Spannung nach oben "boosten". Und das über 
zwei Leistungsstufen um den Strom/Verluste der einzelnen kleiner zu 
halten und einen niedrigeren Rippel zu erlangen.
Angehängte Dateien:
Gast #4509640
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Ist das in Ordnung wenn bei Teillast Pulse ausgelassen werden und die 
Schaltung maximal mit 100kHz läuft? Kann zu fiependen Geräuschen führen.

Wenn ja: Ein MC34063 für den L1 M1 D1 Teil und ein zweiter für die 
andere Hälfte dem du den invertierten Takt vom ersten zuführst.

Aber deutlich komfortabler wäre ein µC schon, da kannst du dann gucken 
ob du Pulse auslässt bei Teillast oder ab einem gewissen Mindest-Duty 
eine Phase komplett abschaltest.
Lässt sich schön Geräusch- und Verlustoptimieren. Und man kann die 
Totzeiten so konfigurieren dass die beiden FETs nie genau gleichzeitig 
schalten.

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