Hallo zusammen,
ich habe hier einige Trafos aus relativ alten Geräten herum liegen.
Kleine Dinger mit Ausgangsspannungen von 10-20V oder auch "schwere"
Ringkerntrafos mit 90V bei 8A.
Im Moment kann ich mich nicht dazu durchringen, die Dinger zu entsorgen,
weil sie im Grunde fast unbenutzt "aussehen", tadellos funktionier(t)en
und das meine olle Sammlerseele als Frevel ansehen würde. Zusätzlich
dazu hat die Erfahrung der zurückliegenden Jahre gezeigt, dass die
"neue" Technik viel eher in die Hände klatscht und ihren Geist aufgibt.
Nun stehen in Zukunft einige Projekte an, bei denen ich definitiv Trafos
(5-30V / 2-10A) benötige. Meine Elektonik-Erfahrungen liegen zwar schon
einige Jahre zurück, aber man kann sich ja in alles (neu) einarbeiten.
Was tun? Es sich einfach machen und einem Shopping-Rausch erliegen und
einkaufen gehen oder die Teile einem neuen Einsatzzweck zuführen?
Fragen über Fragen ;o)
Danke
MicroGe schrieb:> Was tun? Es sich einfach machen und einem Shopping-Rausch erliegen und> einkaufen gehen oder die Teile einem neuen Einsatzzweck zuführen?
Isolationsprüfung durchführen, wenn bestanden nochmal verwenden.
Bei schlechter Isolation kann eine Nacht im Backofen helfen...
...wenn die Isolation durchschlägt: Schrott.
Ich hab' auch eine Menge Ausschlachttrafos hier herumliegen und verbaue
sie, wann immer einer passt - das Zeug belegt schließlich viel
wertvollen Lagerplatz hier ...
Meine Erfahrung:
Bei Kleinleistungsnetzteilen mit Standardschaltung (µA 78/79xx oder
Ähnlichem) ist das unkritisch.
Je mehr Strom dein Projekt liefern soll, desto höher ist die
Wahrscheinlichkeit, dass dir der Trafo, der die geforderten
Eigenschaften so "über den Daumen gepeilt" bringt, im entscheidenden
Moment dann doch zu wenig Leistung hat oder irgendwann abraucht.
In diesem Zusammenhang: Ich weiß nicht, wieviele Leute hier im Forum
alte Trafos aufheben, aber evtl. wäre ein Tauschbörsen-Thread für
gebrauchte Trafos ja sinnvoll ... was meint die crowd da draußen dazu?
Oha.....
ich habe nach inzwischen über 45 Jahren Sammeltätigkeit einige
"Doppelzentner" an Trafos (alle Leistungsklassen bis zu 2kW) in diversen
Kisten und Schubladen liegen. Früher habe ich noch selbst gewickelt,
heute findet sich immer was bei Oppermann, Pollin und Co. Die alten
Schätze werden einfach nicht weniger ;-)
Also ja, nach Prüfung kann man die verwenden.
Old-Papa
Rüssel schrieb:> ... was meint die crowd da draußen dazu?
Gar keine üble Idee. Nur bei kleinen Dingern stören die Versandkosten.
Je größer, desto bedeutungsloser. Aber wie?
Rüssel schrieb:> was meint die crowd da draußen dazu?
Die "crowd". Muss man jetzt jedes Wort ZWANGHAFT eindeutschen?! Oh
sorry, ich meine natürlich eingermanen oder wie heißt das jetzt
"korrekt"...
Sorry, aber DAS musste mal raus!
Ich kann deinen Sammeltrieb zu 100% nachvollziehen. Wer in seiner Jugend
Bauteile aus alten Fernsehern und Radios ausgelötet hat um überhaupt
irgendwelche Bauteile zu kriegen hat eine pathologisch hohe
Wertschätzung für Trafos und dicke Elkos. Aber die Erfahrung zeigt, daß
wenn man sie nach zig Jahren endlich brauchen könnte, das Wissen um ihre
Existenz bzw. ihren Lagerort verschütt gegangen ist. Tu dir selbst einen
Gefallen und verschenke bzw. verschrotte das Alteisen.
Hallo
bis vor einigen Jahren habe ich auch "alles" was sich Trafo nennt
aufgehoben oder teilweise auch vor der Verwertung gerettet.
Aber letztendlich wurde doch so gut wie kein Trafo tatsächlich noch
genutzt.
Warum?
Schaltnetzteile gibt es nicht nur als Restposten oder vom
Wiederverwerter (Pollin etc.) für sehr kleines Geld bei gleichzeitig
hoher Leistung - auch als echte Neuware sind sie sehr Preiswert zu
bekommen.
5Volt 1Ampere Netzteile hat wahrscheinlich jeder zuhauf zu hause
herumliegen und fast jedes entsorgte Consumer Elektronikgerät
hinterlässt als Vermächtnis ein Schaltnetzteil in Form einer Wandwarze
deren Leistung für den Großteil der Aufgaben die ein Hobbyelektroniker
hat mehr als ausreichend ist.
Muss es dann doch mal etwas mehr Leistung sein sind selbst
Schaltnetzteile mit mehreren Hundert Watt Leistung für wenig Geld zu
bekommen - wobei man allerdings nicht die aller billigsten nehmen
sollte.
Braucht man doch einmal die "Super saubere" Versorgungsspannung ist das
Labornetzteil sowieso vorhanden bzw. kommt der kauf eine fertigen
Labornetzteils meist preiswerter als der Selbstbau, selbst wenn der
Trafo vorhanden ist.
Übrig von meiner größeren "Eisentrafosammlung" sind eigentlich nur ein
größerer Trenntrafo (ca. 1kVA) und einige wenige "Hochspannungstrafos"
für ein eventuell wieder aufflammendes Interesse an der Röhrentechnik
übrig geblieben.
Alle andere wurden im Metallschrott entsorgt, bzw. für die fahrenden
Metallsammlern am Straßenrand ausgesetzt worden.
Und ich bin froh darüber den alten Schrott los zu sein der nur Platz
weggenommen hat und mit sein Gewicht Schränke unsinnig belastet hatte.
Der Eisentrafo ist für mindestens 90% der Aufgaben im Privaten und
Hobbyumfeld obsolet geworden, und selbst für die wenigen sinnvollen
Einsätze in diesen Bereich macht es meist mehr Sinn einen neuen
Eisentrafo (Ringkerntrafo) zu kaufen. Ausnahmen mag ist vielleicht bei
speziellen "Hochspannungsanwendungen" geben wo Neuware sehr teuer ist.
mfg
Praktiker
Praktiker schrieb:> Ausnahmen mag ist vielleicht bei> speziellen "Hochspannungsanwendungen" geben wo Neuware sehr teuer ist.
...oder wenn man auf jeden Euro achtet / achten muß. Mir gefällt der
Gedanke gut, weil damit ein Teil von
The D. schrieb:> Aber die Erfahrung zeigt, daß> wenn man sie nach zig Jahren endlich brauchen könnte, das Wissen um ihre> Existenz bzw. ihren Lagerort verschütt gegangen ist.
als auch, den richtigen grade nicht zu haben, nur den falschen,
wegfallen könnte. Einfach tauschen... (wenns nur so einfach wäre - D ist
groß)
Praktiker schrieb:> Der Eisentrafo ist für mindestens 90% der Aufgaben im Privaten und> Hobbyumfeld obsolet geworden
Kann ich nur zustimmen, ab zum Schrottplatz damit.
Heutzutage möchte ich mir mich nicht mehr mit Eisenschweinen den Rücken
verrenken, da nimmt man leichte, kleine Schaltnetzteile.
es kann nie schaden, auch mal orn'lich 'n Paar Henry liegen zu haben.
-einen dicken Trafo mal an DC anschliessen
und dann mal den Lichbogen rausziehen.
-büsch'n Punktschweissen?
-dann einen Trafo hinter einem Staubsauger-Dimmer anschliessen,
damit man am Ausgang eine veränderbare Spannung hat.
Schon mal einen MOT oder'n Hochstromtrafo geregelt?
Seien nur mal als Möglichkeiten genannt,
die Du mit einem Schaltnetzteil noch lange nicht kannst.
MicroGe schrieb:> Im Moment kann ich mich nicht dazu durchringen, die Dinger zu entsorgen
Wenn dir Spannungswerte nicht passen: Statt abwickeln und mit neuem
Kupferdraht neu wickeln, was bei Ringkern schlecht und bei den moderner
verschweissten Blechkernen gar nicht mehr geht, besser über eBay
verkaufen und dir dort einen passenden besorgen.
Natürlich nicht wegwerfen, irgendjemand kann den immer noch gebrauchen.
Hast du zufällig 60V 190A ?
MaWin schrieb:> Hast du zufällig 60V 190A
60V 160A? Leider habe ich solche Geschosse nicht ;o)
Den größten den ich jemals besessen habe hatte einen Einschaltstrom von
16kw im Leerlauf, da ist (fast) jedes Mal die Sicherung geflogen.
(Abgriffe von 2-110 V in 2 Volt Abständen) 30kg Gewicht? Ja so in der
Art. Mit dem hättest du deinen Spaß gehabt. ;o)
Aber danke für den ganzen Input von euch. Dann werde ich mich wohl oder
übel von den ganzen kleinen Dingern trennen. Im Grunde hab ich es ja
immer gewusst. Aufwand und Nutzen, insbesondere dann wenn man die
Schaltungen selbst bauen will/muss, stehen in keinem vernünftigen
Verhältnis. Die eingegossenen liegen ja eh schon in der Transportbox. Es
sei denn, so wie der Ringkerntrafo z.B., die haben vernünftige
Ausgangsspannungen und auch den Strom dazu. 8-10A bei 5V können da schon
zwei Raspberry mit Zusatzgeräten problemlos versorgen. Da lohnt sich der
Aufwand noch.
Also Danke noch mal, viele Grüße und bis demnächst
Micro
Falls Du mit Verstärkern basteln willst, komst Du um ordentliche
Spannung aus Trafos nicht herum. Mit Schaltnetzteilen ist da nix drin.
Für gute Musik aus einem Verstärker braucht man auch gute Versorgung.
> Falls Du mit Verstärkern basteln willst, komst Du um ordentliche> Spannung aus Trafos nicht herum. Mit Schaltnetzteilen ist da nix drin.
Natürlich geht das auch mit Schaltnetzteilen, wenn die es "können", und
ihre Takterei keinen Ärger macht.
Deswegen sind Trafonetzteile beim Selberbauen auf jeden Fall einfacher.
Die meisten Schaltnetzteile in dicken Audio-Endstufen sind erschreckend
einfach gebaut. Wenn vorhanden erledigt die PFC die Vorregelung des
Zwischenkreises, der Rest ist einfach 50/50 duty ungeregelt durch einen
dicken Trafo, dicken Gleichrichter in ein paar Elkos auf der
Sekundärseite. Hat den Vorteil, daß bei Bedarf sofort viel Energie aus
den primärseitigen Zwischenkreis-Elkos geliefert werden kann. Dort kann
sie wegen der hohen Spannung sehr effektiv vorgehalten werden. Den Rest
macht die Rückkopplung der Endstufe, wie bei der ungeregelten Versorgung
durch 50Hz-Trafos auch.
Peter D. schrieb:> Echt jetzt?> 5V/10A werden Dir doch an jeder Ecke hinterher geschmissen
Stimmt, selten gut geglätteter Gleichstrom, maximal warm werdend und
schlampig verbaut. Sorry, ich trau den Dingern einfach nicht über den
Weg.
Wobei mir das Ding (MEANWELL DIN-Schiene-Schaltnetzteil RS-50-5
5VDC/10A) in der Tat schon über den Weg gelaufen ist. Der Preis
irritiert mich dann nur und impliziert bei mir: "Welcher Schrott ist da
verbaut?"
Es sind ja am Ende nicht nur zwei Raspis, die da dran kommen. Pro Gerät
kommt noch ein Monitor dazu plus je eine UNIPI-Erweiterungsplatine plus
einige lichtstarke Leuchtdioden. Und etwas Reserve hätte ich halt auch
gerne.
Die Abwärme wird aber beim klassischen Trafonetzteil mit Linearregler um
Längen höher werden. Schon die Graetzbrücke schluckt 14W. Der
Wirkungsgrad wird <50% sein.
Linearregler nehme ich nur noch bis max 200mA.
ein PC-Netzteil passt da nicht hin?
Wenn Abwärme nicht durch das Netzteil abgeführt werden muss (wie beim
PC)
kannst den Lüfter auch deaktivieren.
bei fortschreitendem Ausbau von anlagen
wird man doch bestimmt eh noch andere Spannungen als nur 12V benötigen.
Den Lüfter beim PC-Netzteil zu deaktivieren ist ja mal wieder eine
absolute Scheißidee. Was kühlt denn dann das Netzteil? Da drin sind
etliche Bauteile "auf Kante" BWLisiert, so daß sie die Kühlung durch den
Lüfter zwingend brauchen, erst recht wenn ein wenig Strom fließen soll.
warum können denn 450Watter von Meanwell ohne Lüfter auskommen?
:)
meinst Du denn diese Netzteile sind nicht auf Kante genäht?
man kriegt doch nur Noch Mistkram, der auf Kante is'
Ich habe auch etliche Trafos im heimischen Teilelager. Man muss halt
sehr viele verschiedene im Lager haben, um im Bedarfsfall einen
passenden zu finden.
Da Ordnung zu halten ist aber absolut notwendig.
Mir ist natürlich auch klar, dass ich nur wenige Prozent der Trafos zu
meinen Lebzeiten verbauen werde.
Im Bedarfsfall neu kaufen fällt oft aus, wenn ich krumme oder nicht mehr
übliche (für Röhrentechnik) Spannungen brauche.
Jeder, der die Murphy'schen Gesetze studiert hat weiss,
dass er einen Trafo, den er aufbewahrt, niemals mehr braucht;
einen Trafo jedoch, den er weggeworfen hat, 2 Wochen später dringendst
brauchen würde.
Lachender Eskimo schrieb:> einen Trafo jedoch, den er weggeworfen hat, 2 Wochen später dringendst> brauchen würde.
Nein, am nächsten Tag :-)
Ein alter Kollege hat mal geasagt, wenn es " kein Brot frisst", kann man
es aufheben.
Daran habe ich mich gehalten.
Wenn, wie in der Industrie, Lagerhaltungskosten anfallen, dann sieht es
ganz anders aus.
michael_ schrieb:> Ein alter Kollege hat mal geasagt, wenn es " kein Brot frisst", kann man> es aufheben.> Daran habe ich mich gehalten.
Genau so ist es. :)
Man fängt "klein" an, landet irgendwann bei Schäferkisten und am Schluß
bei Gitterboxen. Fassungsvermögen bis zu 2 t. ;)
Wozu etwas verschrotten, wenn es "kein Brot frißt"?
▶ J-A von der H. schrieb:> meinst Du denn diese Netzteile sind nicht auf Kante genäht?> man kriegt doch nur Noch Mistkram, der auf Kante is'
Das mag ja stimmen - aber Dir ist in Wirklichkeit schon auch klar, daß
bei denen mit Lüfter ein Fehlen der Zwangskühlung mit nahezu 99,99...
(Periode) % zum nahezu sofortigen Versagen führen dürfte - Dir.
Ich hoffe mal, daß jeder hier zukünftig ankommende Anfänger-Leser
zufällig den Ironiedetektor auf Deine Welle eingestellt hat, ganz
ehrlich.
Bei den traurigen Tatsachen (oben zuerst zitierte Aussage stimmt ja)
brauchen die weniger gut bewanderten "Bastler" zusätzlich ja noch
dringend solche Super-Tipps.
hier in der 4ma läuft seit einiger Zeit ein Rechner,
dessen Netzteil sonst extremst nervt. ein 1HE-Server.
Den bläst ein grosser Lüfter so an,
dass trotzdem Ein Luftfluss durch das Gerät besteht
Zu Hause hab ich auch 2 Netzteile frei stehend ohne Lüfter im Betrieb,
da allerdings kürzere Laufzeiten, max 2 Stunden oder so.
Bei Compostern kommt es darauf an, die Luft aus dem GESAMTEN Gerät zu
schaufeln, deswegen ist im Netzteil ein Lüfter drin.
Alleinstehend oder z.B. in einem Schaltschrank drin, bräuchte es keinen
Lüfter.
solche Netzteile laufen sogar im Leerlauf, da macht nix PENG deswegen.
Ich weiss ja nicht, wo die Info immer herkommt, dass Netzteile keinen
Leerlauf vertragen.
Das versuche ich schon seit 25 Jahren btw:
Ein Netzteil zu finden das die Grätsche macht,
bloss weil da keine Last dran hängt.
's wird wohl ziemlich schwierig werden,
sind die Netzteile durch Kostendruck doch eh alle mehr oder weniger
nach dem selben Grundmuster gestrickt.
Durch meine Hände ist schon so einiges an Altgeräten gegangen,
lastwagenweise.
wenn Du jetzt auch zu der Fraktion gehörst, die einen fragt
"Was willst Du mit all dem Kram"
wenn man Sachen schlachtet, dann kannst Du das kaum wissen.
Old P. schrieb:> Die alten> Schätze werden einfach nicht weniger ;-)
Kann dir ja noch ein paar fette 100-180A Trafos schicken, aus alten
Ladegeräten.
Die sind immer in Ordnung. Da raucht eher die Elektronik oder der
Gleichrichter ab. Trafo hatte ich in den vielen Jahren nur einen kaputt
und das Ladegerät war runter gefallen.
Also, immer weiter verwenden. Sind kostbare Rohstoffe, die nicht
nachwachsen.
Problem wird sein, dass alles so zu lagern, dass man im Bedarfsfall
drauf zurück greifen kann. Nach ein paar Jahren hat man die Teile
oft schon vergessen. Da sollte man sich lieber überlegen, ob man
solche Schätzchen nicht lieber trennt und verkauft.
Praktiker schrieb:> bis vor einigen Jahren habe ich auch "alles" was sich Trafo nennt> aufgehoben oder teilweise auch vor der Verwertung gerettet.> Aber letztendlich wurde doch so gut wie kein Trafo tatsächlich noch> genutzt.
Irgendwann ist man auch aus dem Schüleralter raus und verdient eigenes
Geld und die Familie beansprucht auch Lagerplatz.
D.h. wenn man Elektronik benötigt kann man sich das doch wieder kaufen.
Bzw. nichts veraltet so schnell, wie Elektronik.
Selbst Endstufen größerer Leistung beinhalten kaum noch riesen
Eisenschweine. Da ist ein Netzgleichrichter, Zerhacker, kleiner
Ferritkerntrafo und Gleichrichter mit Ladeelkos drin. Das Verhalten ist
ähnlich einem 50Hz Trafonetzteil, nämlich ungeregelt, aber viel kleiner
und billiger.
Mike B. schrieb:> Ist was dabei bei euren einstaubenden "Schätzen"?
Die Postüberschrift wurde bestimmt übersehen, daher nochmal im Klartext:
[S] 2x7V bis 2x8V bei 2x7A oder mehr
Ist was dabei bei euren einstaubenden "Schätzen"?
> Kann dir ja noch ein paar fette 100-180A Trafos schicken,> aus alten Ladegeräten.
Da muß ich doch glatt mal fragen was da für eine Spannung rauskommt.
Ich bin auch bekennender "Trafosammler" und "kleinteileaufheber" und
habe mal eine Frage:
Woher kommt es, dass in vielen (vor allem Japan-) Radios, Radiowecker,
Ghettoblaster usw. meist nur eine einzige Doppelspannung sekundär
vorhanden ist? Wirklich nur, um 2 Dioden zu sparen? Auch bei Geräten mit
IC Verstärker und Auskoppelelko, die diese Doppelspg. nicht bräuchte?
Meist sek. 9V -- 0V -- 9V
Weiß wer was?
Einmal die Einsparung der zwei Dioden.
Dazu kommt noch der bessere Wirkungsgrad.
Bei einer Graezschaltung ist jeweils ein Spannungsabfall mehr an einer
Diode.
AlsGast schrieb:> Woher kommt es, dass in vielen (vor allem Japan-) Radios, Radiowecker,> Ghettoblaster usw. meist nur eine einzige Doppelspannung sekundär> vorhanden ist?
In USA und Japan wird hauptsächlich Zweiweggleichrichtung verwendet, in
Europa Brückengleichrichtung. Das dürfte aber mehr traditionelle als
technische Gründe haben.
> Dazu kommt noch der bessere Wirkungsgrad.> Bei einer Graezschaltung ist jeweils ein Spannungsabfall mehr an einer> Diode.
Bei der Brückenschaltung wird der Tansformator besser ausgenutzt, der
gesamte Wirkungsgrad dürfte insgesamt günstiger sein, die
Herstellungskosten niedriger.
▶ J-A von der H. schrieb:> und warum hat man das dann nicht immer so?
Wenn der Trafo eh eine Mittelanzapfung auf der Sekundärseite hat, kann
man sich 2 Dioden sparen und nutzt trotzdem beide Halbwellen.
warum gibts dann aber Geräte mit einzelnen Sek-Wicklungen und
4er-Gleichrichter?
was spart dann mehr?
den Trafo ohne Mittelanzapfung zu machen um dann die Graetz-Brücke zu
benötigen oder mit Mittelanzapfung und nur 2 Dioden?
▶ J-A von der H. schrieb:> warum gibts dann aber Geräte mit einzelnen Sek-Wicklungen und> 4er-Gleichrichter?>> was spart dann mehr?> den Trafo ohne Mittelanzapfung zu machen um dann die Graetz-Brücke zu> benötigen oder mit Mittelanzapfung und nur 2 Dioden?
Ich habe nur einen technischen Aspekt beschrieben. Die
marktwirtschaftliche Seite eines Designs ist immer extrem individuell
und hängt von vielen Faktoren ab.
Ben B. schrieb:> Hm, mach doch bitte mal ein Bild von dem Trafo. :) Wie groß und wie> schwer?
Bin nächste Woche wieder arbeiten. Wenn ich dann ein großes sehe (und
dran denke ein Foto zu machen), dann kann ich nächste Woche mal ein Foto
posten.
Elektrofan schrieb.
>> Dazu kommt noch der bessere Wirkungsgrad.>> Bei einer Graezschaltung ist jeweils ein Spannungsabfall mehr an einer>> Diode.>Bei der Brückenschaltung wird der Tansformator besser ausgenutzt, der>gesamte Wirkungsgrad dürfte insgesamt günstiger sein, die>Herstellungskosten niedriger.
Beim Trafo mit Mittelanzapfung muß man den Drahtquerschnitt
um die Hälfte verringern damit zwei Wicklungen mit
der gleichen Spannung drauf passen, das verschlechtert
den Wirkungsgrad wieder. Ich würde mal sagen, bei sehr
kleinen Spannungen hat die Variante mit Mittelanzapfung
Vorteile, bei höheren Spannungen nicht.
Ben B. schrieb:> hätte evtl. einen solchen> Trafo haben wollen.
Na ja, ab und an gehen die kaputt und da fällt dann auch mal eins ab.
Normal schmeiße ich die in den Schrott, aber wenn einer eins braucht
....
Warum in Radios, etc. oft ein kleiner Trafo mit Mittelanzapfung drinnen
ist, könnte auch den Grund haben, dass dies der Quasi-Standard in der
Branche ist und damit am günstigsten ist. Möglicherweise stammt das
Design aus einer Zeit, wo Dioden noch richtig teuer waren. Ist aber
reine Spekulation. Außerdem geht es da oft um recht kleine Spannungen,
da fällt eine Diodenflussspannung weniger schon ins Gewicht.