Haus über Akkus und Wechselrichter betreiben

#4517048
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Hallo Leute. Es mag sich für manche vlt. fragwürdig anhören, aber 
folgende Situation.

Da unser Einfamilienhaus des öfteren von längeren Stromausfällen 
betroffen ist, haben wir uns einen Notstromgenerator angeschafft und das 
Haus dementsprechend dafür ausgelegt. (Haus von EVU trennen, usw..)

Zusätzlich besitzen wir noch eine große Akku Anlage (12V bzw. 24V) 
(wurde uns von einem Freund zu Verfügung gestellt). Um den Generator 
nicht Tag und Nacht laufen lassen zu müssen würden wir gerne für den 
normal Betrieb / Nacht Betrieb (je nach Leistung....) das Haus über die 
Akkus betreiben.

Wie ich so sehe können Inselbetrieb fähige Wechselrichter ganz schön ins 
Geld gehen (~ 1800€).

- Was ist hierfür den jetzt wirklich notwendig?
- Muss es ein 3- Phasen Wechselrichter sein oder kann man dies auch mit 
drei 1- Phasen Wechselrichter machen? Bzw. reicht vlt. sogar ein Gerät 
an denen alle drei Phasen zusammen geschlossen werden? (Natürlich 
könnten dann keine Drehstromgeräte betrieben werden...)

- Kennt jemand von euch günstige Geräte die hierfür funktionieren 
könnten?

Noch eine weitere Frage.
Es gibt für das Laden der Akkus sehr teure Geräte, aber reicht hier 
nicht ein günstiges (~40€) Erhaltungsladegerät für Autobatterien (z.B. 
http://www.amazon.de/gp/product/B005VX9IO0/ref=s9_simh_gw_g263_i1_r?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=desktop-2&pf_rd_r=1YP3EZZPV7DGC5A4RAMT&pf_rd_t=36701&pf_rd_p=862816767&pf_rd_i=desktop)
Geht zwar nur bis 2A, aber wenn die Batterien davor vollgeladen wurden 
sollte das ja egal sein?

Ich hoffe ihr könnte mir etwas auf die Sprünge helfen! ;-)
#4517088
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Fabian F. schrieb:
> kann man dies auch mit drei 1- Phasen Wechselrichter machen?

Nein, Stichwort Nullleiterüberlastung.

Du kannst in deinem Haus versuchen, alle relevanten Geräte auf eine 
Phase zu legen, und dann bei Stromausfall nur diese eine Phase 
versorgen.

So bleibt der Kühlschrank und das Telefon an, und der Durchlauferhitzer 
und die Waschmaschine geht dann eben nicht.

Fabian F. schrieb:
> Wie ich so sehe können Inselbetrieb fähige Wechselrichter ganz schön ins
> Geld gehen (~ 1800€).

Kinderkrams, der regelmässige (alle 5 Jahre?) Akkutausch ist teurer. 
Dein Bekannter wird nicht jedes Mal dir so was schenken wollen.

Fabian F. schrieb:
> Es gibt für das Laden der Akkus sehr teure Geräte, aber reicht hier
> nicht ein günstiges (~40€) Erhaltungsladegerät für Autobatterien

Wer eine "grosse Akkuanlage" hat, wird mit 2A Ladestrom wohl nicht 
glücklich. Für einen einzelnen 12V Akku reicht das natürlich, wenn du 
nach dem Stromausfall wieder wochenlang Strom hast zum aufladen.
Es kommt mir auch bescheuert vor, eine "grosse Akkuanlage" als 12 oder 
24V System aufzubauen, da nimmt man 120V oder 320V durch Serienschaltung 
statt Parallelschaltung.
#4517111
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Bei den Akkus bewegen wir uns derzeit bei ca. 1000Ah.
Klar, 2A zum laden sind zimlich wenig, habe einfach mal irgend eines 
genommen. Mir geht es darun, das ja ein Ladegerät benötigt wird das die 
Selbstentladung ausgleicht. Wie groß muss das ca. sein?
Zum kompleten Laden kann man ja ein normales Netzgerät verwendet werden.


Zum Wechselrichter. Also geht nur ein fertiger 3 Phasen Wechselrichter 
oder wir betreiben nur eine Phase mit einem 1- Phasen Wechselrichter?

Kann mir vlt. mal jemand ein Gerät oder eine Seite vorschlagen?
#4517145
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Michael B. schrieb:
> Fabian F. schrieb:
>> kann man dies auch mit drei 1- Phasen Wechselrichter machen?
>
> Nein, Stichwort Nullleiterüberlastung.

Sollte ok sein, solange man noch einen 16A-Sicherungsautomaten 
dazwischen setzt. Für Telefon, Notlicht und Kühlschrank sollte das 
reichen, wenn er den Wasserkocher anwirft, fliegt halt die Sicherung...
Gast #4517149
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Fabian F. schrieb:
> Um den Generator
> nicht Tag und Nacht laufen lassen zu müssen würden wir gerne für den
> normal Betrieb / Nacht Betrieb (je nach Leistung....) das Haus über die
> Akkus betreiben.

Sollte es nicht so sein, dass die Akkus "nur" die Zeit zwischen EVU drop 
und Anlaufen des Notstromaggregats überbrücken?

Fabian F. schrieb:
> Da unser Einfamilienhaus des öfteren von längeren Stromausfällen
> betroffen ist,

Was sagt da der Energieversorger dazu? Das sollte eigentlich nicht sein.

Fabian F. schrieb:
> - Muss es ein 3- Phasen Wechselrichter sein oder kann man dies auch mit
> drei 1- Phasen Wechselrichter machen? Bzw. reicht vlt. sogar ein Gerät
> an denen alle drei Phasen zusammen geschlossen werden? (Natürlich
> könnten dann keine Drehstromgeräte betrieben werden...)

Ich würde alles auf "wichtige" auf eine Phase klemmen und fertig.

Fabian F. schrieb:
> Zusätzlich besitzen wir noch eine große Akku Anlage (12V bzw. 24V)

Ich würde mir da ein Schwungrad bauen, das ist der übliche Weg. Geringe 
Wartungskosten (kein Akkutausch/Kondensatorentausch) und geringen 
Standby verbrauch. Das kann man auch selbst bauen.
#4517164
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@Michael Graf

Also du meinst alle drei Phasen mit einem ein Phasen-Wechselrichter 
betreiben würde gehen, wenn ich den die Leitungen für den Betrieb 
zusätzlich absichere, so das der N-Leiter nicht überlastet werden 
kann...?

Was ich betreiben möchte:
- Licht im Haus
- Internet

Was noch Luxus wäre: Fernseher (vom Stromverbrauch ja gar nicht mal so 
abwegig, solange das Netz stabil läuft)

Zum kochen, kühlen usw. haben wir dann ja den Generator.


Ich weiß die Idee hier nicht alle toll finden, aber habe eben die Akkus 
und möchte mich mal schlau machen was es mich kostet diese auch halbwegs 
Sinnvoll ein zu setzen.
Gast #4517193
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Condi schrieb:
> Ideal wäre es wohl neue Leitungen zu Ziehen und das Licht dauerhaft auf
> 12/24V zu betreiben.

Ganz prima Idee. Man wählt natürlich eine Lösung, die für 99,9% der Zeit 
(Stromnetz vorhanden) ungünstiger ist.
Ausserdem gibt es ja so viele Leuchten für Haus und Wohnung zu kaufen, 
die für den Betrieb mit 12V ausgelegt sind.


Condi, hast du schon jemals auch nur dein eigenes Kinderzimmer selbst 
eingerichtet?
Gast #4517205
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Geht mal nur von Deinem "normalen" Stromverbrauch aus, und überlege Dir, 
was das kosten würde. Dein Haus nochmal - elektrisch - zu unterteilen in 
"Muss" und "Kann" wird wohl nicht zur Diskussion stehen.
Wenn Du aber, im Falle eines Falles, erst herumlaufen musst und den 
E-Herd, die Waschmaschine, und die Kühltruhe im Keller, abschalten 
willst, hast Du schon verloren. Vor allem wenn Du gerade im Garten bist, 
den Mülleimer einparkst, oder mit der hübschen Nachbarin schäkerst.
Gast #4517240
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>Nur mal zur Info, ich will keine USV. Es ist kein Problem wenn ich das
>ganze händisch anwerfe... und noch ein paar Schalter umlege.

Wenn das so einfach ist: Einfach den gewünschten Stromverbrauch 
festlegen und die Zeit (ganz wichtig), eine passende Batterieanlage 
installieren und einen Wechselrichter dahinter schalten. Es ist, mit 
Ausnahme des Sonnenkollektors und der Netzeinspeisungskomponente, der 
Standard für eine Solaranlage.
Gast #4517256
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Der Andere schrieb:
> Ganz prima Idee. Man wählt natürlich eine Lösung, die für 99,9% der Zeit
> (Stromnetz vorhanden) ungünstiger ist.
> Ausserdem gibt es ja so viele Leuchten für Haus und Wohnung zu kaufen,
> die für den Betrieb mit 12V ausgelegt sind.

Für 9h im Jahr würde ich mir keine 1000Ah Batterie und Wechselrichter 
zulegen. Die meisten Lampen die wir haben sind Niedervolt Halogen oder 
Led. Beide haben Trafos oder Netzteile die man sich damit spart. Die 
Akkus muss man eh laden, auch mit Solar, da kommt es auf die paar 
Lichtstunden nicht an.

Ansonsten schau mal nach einer Online USV. Die kann auch kombinieren.
Gast #4517686
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Fabian F. schrieb:
> Bei den Akkus bewegen wir uns derzeit bei ca. 1000Ah.

Eine ERHALTUNGSladung bei Blei ist üblicherweise 1/100 der Kapazität. 
Dann bau schon mal ein passendes Hamsterrad mit 10A und lass die Hamster 
7x24 laufen. Nach Stromausfall mußt Du "etwas" mehr laden oder mehr 
Hamster besorgen. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Bleiakkumulator#Pflege_und_Lebensdauer
#4517784
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Der Andere schrieb:
> Robert L. schrieb:
>> eher 24V
>> alles mit LED
>> würde ich in jedem Neubau so machen
>
> Und bei jeder Leuchte die du kaufst würdest du das eingebaute Netzteil
> raus und ein 24V Netzteil einbauen.
> Und ein WoMo Kühl und Gefrierschrank in die Küche bauen.
> ...
> Ohne Worte

was ist das/dein Problem?
(und wer redet vom Kühlschrank?)

ich hab nur von der Beleuchtung gesprochen
bei einem Neubau kann man das alles vorher Planen

(ich hab auch jetzt schon die Beleuchtung einiger Räume zentral mit 24V 
versorgt (anstelle mit 230V)

das meiste würde ich mit LED Strips machen
es gibt deckeneinbauleuchten, spots, panele alles in 24V
(kann man dann auch PWM dimmen, ...)

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