Hallo,
> Anfänger schrieb:
> Versorgt wird die Schaltung mit 5V; R1-16=100 Ohm; R17-20=1000 Ohm
Wie schon geschrieben, sind das einerseits recht hohe LED-Ströme und
deshalb etwas zu schwache Transistoren. Unter Maximum Ratings steht beim
BC547 100mA!
> 1) Die LED sollten maximal 20mA ziehen,
20mA sind in der heutigen Zeit sehr oft gar nicht mehr nötig, sofern
sehr helle LED nimmt. Aber leider sind besonders die grünen Standard-LED
mit ca. 585nm elendige Funzeln. Dagegen gibt es sogenannte
"verkehrs-grüne" LED im Bereich 520nm, die bei gleichem Strom zehn bis
hundert-fach heller leuchten. Da würde 1..2mA genug sein.
> wenn ich an der LED messe kommt
> jedoch ein Wert von 0,24mA raus. Wie ist das mit dem Vorwiderstand von
> 100 Ohm und einer Spannung von 5V vereinbar? Eigendlich sollte die LED
> 2,1V benötigen, aber dann kommen meine Rechnungen nicht hin.
Der Spannungsabfall ist vom Strom abhängig. Außerdem frisst der
Transistor auf seiner C-E-Strecke einige hundert mV. Da der Trans.
deutlich zu schwach ist, wird das viel mehr sein, als notwendig.
Mit ca. 2,1V + U_ce(0,2V) wären für den Vorwiderstand ca. 2,7V zu
verheizen. Dann wäre der LED-Strom eher ca. 27mA.
Die 100 Ohm sind also von Anfang an zu knapp gerechnet, sofern du 20mA
haben woltest. Durch das Multiplexen entschärft sich das aber.
> 2) Die 0,24mA sind viel zu hoch kann ich daran noch etwas machen, ohne
> die Kompletten Widerstände austauschen zu müssen?
Du kannst die Einschaltzeiten verkürzen, also nicht jede Zeile mit 25%
Einschaltzeit betreiben, sondern eben kürzer. Damit kannst du das ganze
schön dimmen (praktisch bis 0%).
> 3) Sind die Transistoren BC547 nicht total untersimensioniert? Wenn ich
> das Datenblatt richtig verstehe können diese maximal 100mA händeln.
Eben, hast du also schon selber bemerkt. Bei der Auswahl von BE sollte
man "IMMER" auf die Maximum Ratings ein Auge werfen.
Nimm einen stärkeren Transistortyp, der mind. einen Strom von über 500mA
schalten kann und keine zu geringe Stromverstärkung hat. Bei einem
Basisvorwiderstand von 1000 Ohm und einen angenommenen H-Pegel von mind.
ca. 4V hast du einen Basisstrom von über 3mA. Der Transistor sollte also
eine Stromverst. von gut 150 haben, damit er sicher durchschaltet.
Falls du keinen mit hohem Beta-Wert hast, mache eine
Darlington-Schaltung oder gehe mit dem Basisvorwiderstand runter.
Mit einem n-Kanal-FET geht es auch. Da hättest du mit der Stromverst.
keine Probleme.
Gruß Öletronika