Keramikfilter an Signalgenerator

Gast #4523693
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Hallo,

ich möchte ein Keramikfilter prüfen, ob das noch funktioniert.
Es handelt sich um ein Filter bei 10,7 MHz +/- 150 kHz.

Das Filter ist noch in der Schaltung (Radio) eingebaut, am IF-Ausgang
eines ICs (TDA1574, Pin 10).
Wenn ich jetzt den Signalgenerator (Rechteck, 1kHz, +/- 1 V) an den
Ausgang des Filters hänge, sind die 1 kHz gut zu hören.
Wenn ich das gleiche am Eingang - also an besagtem Pin 10 - mache,
ist nichts zu hören.

Nachdem was ich über Signalinjektoren gelesen habe, sollten die
Oberwellen des Generators hörbar sein.

Ist also das Filter defekt oder ist die Prüfmethode unpassend?

Vielen Dank.
Sören
Gast #4524044
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Danke für diese Rückmeldung. Warum sind die Oberwellen des Signal-
generators nicht zu hören? Die müssten ja durch den Filter durch.

Wie kann ich den Fehler dann finden?

Der äußert sich so, dass FM-Radio sehr leise und verrauscht ist. Wenn
der Signalgenerator mit Pin 3 des markierten Filters verbunden wird,
ist das Signal deutlich zu hören. Der Fehler muss also davor entstehen.
Angehängte Dateien:
Gast #4524079
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Sören schrieb:
> Der Fehler muss also davor entstehen.

Nein. Das ist grosses Chaos was du da denkst.

Denn das was du hörst egal wie hoch es auch ist (20 Khz?)
wird niemals auch nur ein bisschen hörbar durch das Filter
mit 10.7 MHz Druchlassfrequenz kommen.

Das Filter wird höchstwarscheinlich nicht kaputt sein.
#4524083
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Sören schrieb:
> Danke für diese Rückmeldung. Warum sind die Oberwellen des Signal-
> generators nicht zu hören? Die müssten ja durch den Filter durch.

Ich vermute mal, daß das 1kHz-Signal, das du hinter dem Filter 
eingespeist hast, einfach brutal durch die nachfolgenden Stufen 
durchgeschlagenist und du deshalb etwas gehört hats.

Ansonsten wirst du weder die 10 MHz direkt hören können ;-) noch bei 
konstanter Frequenz ein FM-demoduliertes Signal erhalten.

Nimm zum testen besser ein passendes FM-Signal aus einem 
Funktionsgenerator, damit gibst du dann den nachfolgenden Stufen 
ungefähr das Signal, das sie erwarten.
Gast #4524366
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Um Keramikfilter – oder auch Quarzfilter – korrekt vermessen
zu können, fügt man sie üblicherweise in eine Testschaltung ein.
Dabei müssen Eingang und Ausgang des Filters gemäss Hersteller-
angaben richtig abgeschlossen sein. Alles andere führt zu
fehlerhaften und nicht reproduzierbaren Messergebnissen.
#4524488
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Hallo,

weggelaufene Keramik-Filter in normalen Radios, die nur Fehler in der 
Durchlaßkurve hatte, die man letztlich hörte, hatte ich eigentlich 
selten bis garnicht. Filter, die einfach eine extrem zu hohe Dämfung 
hatte dagenen öfter. Zum Schnelltest reichte da meist einfaches 
überbrücken ohne auszulöten bei bekannter Schaltung. Da ich den LA1266 
nicht kenn würde ich hier einen Kondensator als Brücke zum Testen 
nehmen, weil ich nicht weiß, ob der LA1266 es mag, wenn das Pin über 560 
Ohn an GND gelegt wird.
Die Filter hatten so um 10dB Dämpfung, bei intaktem Filter wird das 
Signal also etwas zunehmen bzw. weniger rauschen. Bei defekten Filter 
würde dagegen der Empfang rauschrei und ok sein. Es sind laut Plan noch 
2 Filter im ZF-Weg, die Fehler in der Durchlaßkurve durch das 
Überbrücken verschlechtern erstmal nur Klirrfaktor und Kanaltrennung bei 
Stereo.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #4525635
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Vielen Dank für all die hilfreichen Antworten.
Das Filter wurde auch mal mit einem Kondensator überbrückt,
eine Verbesserung war nicht zu hören.

Das Filter als Fehlerquelle scheint also unwahrscheinlich und
ist mit dem 1 kHz aus dem Signalgenerator auch nicht zu prüfen.

In kürze werde ich einen neuen Thread zur Fehlersuche in diesem
Radio starten und dazu erst mal alle bekannte Informationen
zusammen tragen.

Schöne Grüße
Sören

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