Welche Logikfamilie ist die geeignetste für viele Logikgatter nacheinander?

OP #4525937
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Hallo Allerseits,
ich hoffe jemand kann mir bei meinem Problem hier weiterhelfen, aber ich 
fang erstmal von vorne an:
Ich will mir einen kleinen Taschenrechner selber zusammenlöten und dabei 
nur mit Transistoren, Widerständen, Dioden und LEDs arbeiten (Also 
wirklich keine ICs, auch wenn es damit deutlich einfacher wäre). Also 
hab ich im Internet mal nach Schaltungen gesucht und auch ein paar 
Schaltpläne für TTL Volladdierer gefunden. An nem Wochenende hab ich mir 
dann mal einen Halbaddierer und zwei Volladdierer zusammengelötet (mit 
470 und 10k Ohm Widerständen und BC547C Transistoren). Bei testen ist 
mir dann aufgefallen, dass der Halb- und der erste Volladdierer gut 
funktioniert haben, der zweite Volladdierer hatte aber als High Pegel 
schon nur noch ~2V (beim carryout des ersten Volladdierers) was 
eigentlich zu wenig ist. Die ErgebnisLED des zweiten Volladdierers hat 
aber nur noch kaum sichtbar geleuchtet, was wohl an dem Spannungsabfall 
liegen muss. Nach Nachforschungen im Internet hab ich schließlich 
herausgefunden, dass der Spannungsabfall bei TTL, wenn man mehrere 
Logikgatter hintereinanderschaltet normal ist. Außerdem hab ich 
herausgefunden, dass es noch ne ganze andere Menge Logikfamilien gibt, 
aber nirgendwo genauere Details.
Jetzt ist meine Frage an euch, welche Logikfamilie ich verwenden kann 
oder wie soll ich meine Logikgatter aufbauen kann, wenn ich sehr viele 
Logikgatter hintereinanderschalten will? (auch wenn ich mal etwas 
größeres als einen Addierer bauen will)
#4525956
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@ Erik R. (baum1234567890)

>Ich will mir einen kleinen Taschenrechner selber zusammenlöten und dabei
>nur mit Transistoren, Widerständen, Dioden und LEDs arbeiten (Also
>wirklich keine ICs, auch wenn es damit deutlich einfacher wäre).

Das ist noch sinnloser als Wind um die Ecke schaufeln.

>herausgefunden, dass der Spannungsabfall bei TTL, wenn man mehrere
>Logikgatter hintereinanderschaltet normal ist.

Unsinn.

> Außerdem hab ich
>herausgefunden, dass es noch ne ganze andere Menge Logikfamilien gibt,
>aber nirgendwo genauere Details.

Dann hast du nur oberflächlich gesucht.

>Jetzt ist meine Frage an euch, welche Logikfamilie ich verwenden kann

RTL, DTL, TTL
#4525968
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Erik R. schrieb:
> Nach Nachforschungen im Internet hab ich schließlich
> herausgefunden, dass der Spannungsabfall bei TTL, wenn man mehrere
> Logikgatter hintereinanderschaltet normal ist.

Das ist Unsinn. Es sei denn du verstehst unter "hintereinander schalten" 
etwas anderes als der Rest der Welt. Es gibt in der Praxis eine Grenze 
wieviel Logik-Eingänge man gleichzeitig an einen Logik-Ausgang schalten 
kann, damit der noch spezifikationsgemäße Pegel liefert. Dieser 
Ausgangslastfaktor ist für TTL Standardgatter 10.

Was am Ausgang eines Gatters angeschlossen ist, beeinflußt aber nicht, 
wie sehr der Eingang dieses Gatters das vorhergehende belastet. Und 
deswegen kann man mit jeder Logikfamilie beliebig lange Ketten bauen 
ohne daß es zu Problemen mit dem Logikpegel kommen würde.

Das einzige Problem ist die Verzögerungszeit. Die wird natürlich um so 
länger, je mehr Gatter verkettet sind.
OP #4525972
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Falk B. schrieb

> Das ist noch sinnloser als Wind um die Ecke schaufeln.

Lass mich doch Wind um die Ecke Schaufeln...


Noch ne Sache zu ICs: Gibt's die irgendwo günstig in hohen Stückzahlen? 
Ich hab grad mal auf Ebay und Co gesucht und nix richtig günstiges 
gefunden. (verbessert mich bitte, falls ich nur zu unfähig zum suchen 
war...)

Transistoren hingegen kriegt man halt für 1 ct das stück, was sich halt 
lohnt, auch wenn man mal ein paar mehr braucht
#4525990
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Erik R. schrieb:
> Noch ne Sache zu ICs: Gibt's die irgendwo günstig in hohen Stückzahlen?
> Ich hab grad mal auf Ebay und Co gesucht und nix richtig günstiges
> gefunden. (verbessert mich bitte, falls ich nur zu unfähig zum suchen
> war...)

Welche ICs?  Einfache gatter oder 4 Kern CPUs?
Gatterzeugs/Flipflops/Register bekommt man doch fuer wenige Cent.
Du brauchst da ja auch nicht soviel von wie mit Einzeltransistoren.
OP #4526010
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Helmut L. schrieb
> Welche ICs?  Einfache gatter oder 4 Kern CPUs?

Da man es sich aus dem Zusammenhang kaum denken kann: Ich meine so 74xx 
ICs
also z.B. das ic 7400 (4x nand). ich hab da nur welche so im Bereich 
80-100ct / Stück gefunden.

Gibt's von den Gattern eigentlich irgendwo die Schaltpläne, wie die 
genau von innen funktionieren? Ich meine nicht die Datasheets oder diese 
Bilder auf denen nur z.b. die 4 nand gatter (beim ic 7400) eingezeichnet 
sind.
#4526017
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Gast #4526030
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> also z.B. das ic 7400 (4x nand). ich hab da nur welche so
> im Bereich 80-100ct / Stück gefunden.

Wo suchst du denn? Bei Reichelt kostet ein 74HC00 im DIL Gehäuse 26Cent. 
In SMD sogar nur 17 Cent.

Bei Digikey bezahlst du dafür 8 Cent, wenn du 2500 Stück kaufst.

Bei Mouser 13 Cent für 100 Stück.

Übgrigens rate ich dringend von den herkömmlichen 74xx in TTL Technik 
ab, wegen der Stromaufnahme. Nimm lieber der 74HCxx Serie.
OP #4526050
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Alfred B. schrieb
> Welche Operationen mit welchen ("wie groß dürften die sein?") Zahlen
> stellst Du Dir vor? Dann kann man was über absolute Machbarkeit, und
> Platz, Kosten und Sinn sagen.

Ursprünglich wollte ich 18 bit verwenden. Das sind einfach +-100.000


>Dann kann man was über absolute Machbarkeit, und
> Platz, Kosten und Sinn sagen.

Ich würde mal so sagen:
Machbar? Ja, aber aufwendig
Platz? hab nen großen Keller
Kosten? Unter ner Brücke leb ich auch nicht, wird schon gehen
Sinn? Ansichtssache...
OP #4526058
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Mark S. schrieb
> Ich glaube ein jeder, der sich derzeit mit 74 TTL befassst hat, ist
> heute froh das nicht mehr tun zu müssen. Mich eingeschlossen. Die Teile
> haben Stromverbrauch ohne Ende, sind störanfällig und bieten wirklich
> nur rudimentäre Logik. Es macht einfach keinen Spass.

Was heißt hoher Stromverbrauch?

Stefan U. schrieb
> Übgrigens rate ich dringend von den herkömmlichen 74xx in TTL Technik
> ab, wegen der Stromaufnahme. Nimm lieber der 74HCxx Serie.

Sind die 74HCxx dann deutlich sparsamer?

Und Spaß an der Sache ist (derzeit) nicht das Problem
OP #4526067
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Tom E. schrieb:
> Tom E. schrieb:
>> Wenn sie schon in einem Gehäuse sein dürfen:
>
> Ich sehe, du bist von meiner Lötarbeit und Platz sparenden Version noch
> nicht so richtig überzeugt. Vorteil wäre auch, dass die richtig schnell
> ist. TTL sieht dagegen richtig alt aus ;-)

Ich hab mir den Link angeschaut und war zunächst etwas überfordert, auch 
weil ich davon noch nie zuvor was gehört habe. Was ist das so genau und 
wie verwende ich es?
#4526086
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> Ich hab mir den Link angeschaut und war zunächst etwas überfordert, auch
> weil ich davon noch nie zuvor was gehört habe. Was ist das so genau und
> wie verwende ich es?

Das sind im Prinzip viele viele Gatter die du nahezu beliebig per 
HDL-Code verschalten kannst. Erspart dir das zusammenlöten von Gattern 
aus Transistoren und das zusammenlöten von Schaltnetzen aus Gattern.
OP #4526093
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Torben K. schrieb
> Erspart dir das zusammenlöten von Gattern
> aus Transistoren und das zusammenlöten von Schaltnetzen aus Gattern.

Wenn ich mir wirklich Arbeit sparen will kann ich mir ja auch nen 
Taschenrechner einfach für paar Euro kaufen. Aber das 
Alles-Selber-Machen ist ja das tolle an der Sache. Deshalb will ich ja 
eigentlich auch keine ICs verwenden.
OP #4526108
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Alfred B. schrieb
> ALLES selber machen ist schrullig. Schauobjekte !/?
>
> Verständnis an der Funktion, erlernen des Selbstbaus (von Projekten mit
> vertretbarem Aufwand) ist interessant.

Naja ich würde sagen, dass das Ansichtssache ist. Und bei so einem 
Projekt würde ich sicher einiges noch lernen über Funktion, etc.
#4526128
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karadur schrieb:
> wenn du es etwas einfacher möchtest schau dir mal den 74hc181 an.
>
> Damit ( 74181 ) habe ich in den 70ern mal ein Rechenwerk gebaut.

Soweit mir bekannt gibt es den 74181 höchstens als 74LS181 und das auch 
nur noch via Ebay. Aber ja, an sich interessanter IC.

@Erik R. (baum1234567890):

Hast du dir mal das Programm LogiSim angeschaut? - Dort kannst du mit 
Logikgattern beliebig komplexe Logikschaltungen simulieren. Über das 
Programm habe ich auch sehr viel gelernt und mal eine rudimentäre CPU 
mit eigenem Befehlssatz zusammengebaut.
#4526131
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Erik R. schrieb:
> Und bei so einem
> Projekt würde ich sicher einiges noch lernen über Funktion, etc.

Das dachte ich mir. Daß das kommt. Ernsthaft: 99,9% dessen, was Du dabei 
lernen kannst, geht 99x schneller, einfacher, und ohne Geld beim..., auf 
andere Weise. Und die 0,1% bringen Dir nur für andere tischgroße 
Logik-Projekte was.

Das ist nicht wirklich ein Grund dafür. Was anderes: Was willst Du am 
Schluß damit machen? Ein "Rechenzimmer"? Versteck das aber bloß vor 
jeder nur ansatzweise sparsamen, vernünftigen, oder verständnislosen 
Frau, die Du wirklich magst. Außer, Geld spielt echt keine Rolle.
OP #4526132
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Stefan S. schrieb
> Hast du dir mal das Programm LogiSim angeschaut? - Dort kannst du mit
> Logikgattern beliebig komplexe Logikschaltungen simulieren. Über das
> Programm habe ich auch sehr viel gelernt und mal eine rudimentäre CPU
> mit eigenem Befehlssatz zusammengebaut.

Nein hab ich noch nicht. Aber ich downloade es gerade
Gast #4526134
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> Sind die 74HCxx dann deutlich sparsamer?

Kommt auf die Frequenz der Signale an. Bei 40 Mhz sind sie sicher nicht 
sparsamer. Aber du wirst dich wohl eher im Bereich unter 1Mhz bewegen 
müssen, wegen der langen Leitungen. Glaub mal nicht, dass dein Rechner 
in einen Schuhkarton passen wird.

Durch Senken der Taktfrequenz kannst du die Stromaufnahme bis auf 
annähernd null (weniger als 1µA pro Chip) senken.

Im Datenblatt findest du konkrete Angaben zur Stromaufnahme.
OP #4526144
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Alfred B. schrieb
> Das ist nicht wirklich ein Grund dafür. Was anderes: Was willst Du am
> Schluß damit machen? Ein "Rechenzimmer"? Versteck das aber bloß vor
> jeder nur ansatzweise sparsamen, vernünftigen, oder verständnislosen
> Frau, die Du wirklich magst. Außer, Geld spielt echt keine Rolle.

Ich bin doch in Echt Bill Gates...
Obwohl dann hätte ich wahrscheinlich mehr Ahnung
#4526146
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Erik R. schrieb:

> Aber es wäre theoretisch mit TTL logikgattern aus BCxxx Transistoren
> möglich?

TTL-Logikgatter kannst Du mit Transistoren nicht nachbauen, da Du
die dafür benötigten Mehrfachemittertransistoren einzeln nicht
kaufen kannst. Nachbaubar wäre RTL oder DTL Logik. Ob man es aber
wirklich schafft, aus Tausenden von Transistoren einen Vierspezis-
Rechner nachzubauen wage ich allein aus Gründen der Störanfällig-
keit zu bezweifeln. Schon mit TTL-Bausteinen ist das schwierig
genug, aber möglich. Um 1970 herum gab es da eine Bauanleitung
in der Zeitschrift Funkschau.
Gast #4526186
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@Eric
Da hast Du Dir ja was vorgenommen. Aber ob es nun ein ganzer 
Taschenrechner sein muß, sei mal dahin gestellt. Dümmer wirst Du davon 
auf alle Fälle nicht.

Google mal nach KME3 Bausteinen. Das waren Dünnschichthybridschaltungen. 
Widerstände waren da als Dünnschichtwiderstände auf einem Glassubstrat 
aufgebracht. Transistoren, Dioden etc. wurden aufgelötet. Das Ganze 
wurde dann vergossen.
Die Digitalen Schaltungen waren als NOR-Gatter ausgeführt, mit denen 
alle Logischen Schaltungen aufgebaut wurden. Betrieben wurden die 
"Schaltkreise" mit +12V. Es konnte noch eine negative Hilfsspannung 
angelegt werden (die sollte wohl gewährleisten, daß der Transistor 
sicher sperrt).

Schau mal hier http://www.u-r-rennert.de/dig/kme3.html . Da ist eine 
ganz gute Beschreibung der Bausteine zu finden, wo auch die 
Innenschaltung dargestellt ist. Dürfte für Dein Vorhaben recht 
interessant sein.

Zeno
Gast #4526196
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Tom E. schrieb:
> Beim Zusammenlöten von Transistoren und Widerständen hält sich das
> Lernen sehr in Grenzen.
> Mit einem FPGA kannst du dich ganz auf die Funktion konzentrieren.

Grundlagen der Digitaltechnik lernt er so schon und auch wie man eine 
Logikschaltung entwirft. Ich sage da nur Karnaugh-Plan.
Wenn er einen FPGA programmiert lernt er in erster Linie C - zumindest 
was sein Vorhaben betrifft.

Ich sagte ja schon, ein ganzer Taschenrechner ist vielleicht etwas zu 
groß, aber mit kleineren logischen Schaltungen kann man viel und vor 
allem Grundlagen lernen.
Gast #4526228
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Harald W. schrieb:
> TTL-Logikgatter kannst Du mit Transistoren nicht nachbauen, da Du
> die dafür benötigten Mehrfachemittertransistoren einzeln nicht
> kaufen kannst.

Genau das hatten wir damals in der Ausbildung gemacht. Da haben wir ein 
Gatter eines 7400 mit diskreten Teilen nachgebaut.
Bei den doppelemitter wurde mit zwei fast parallel geschalteten 
Transistoren geschummelt.

Die nächste Übung war dann ein RS FF mit 7400 aufzubauen.
Dann mit 74xx RS FF ein JK FF u.s.w.

Es wurden immer komplexere IC nachgebildet.

Eine Komplette ALU aus Transistoren könnten wir uns noch verkneifen :)
#4526236
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Erik R. schrieb:
> Ich hab in irgendeinem Post gelesen, dass es bei vielen Gattern zu
> vielen Störungen und Ausfällen kommt. Warum?

Das ist Quatsch - aber es müssen ein paar Grundregeln eingehalten 
werden, damit die Logik störungsfrei arbeitet, z.B. ordentliche, mit 
Abblock-Kondensatoren an jedem IC versehene Versorgungsspannung, gutes 
Masse-Potential in der gesamten Schaltung, Ausgänge nicht durch zu viele 
Eingänge überlasten (Standard ist max. 10 Eingänge pro Ausgang) usw...
Gast #4526241
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Na nur Basis und Kollektor. Dann hast du ein Bauteil mit vier Beinen, 
davon zwei Emitter.
Das ist jetzt schon über 35 Jahre her, so genau bekomme ich das auf die 
schnelle auch nicht mehr zusammen.
Gast #4526285
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Erik R. schrieb:
> Ich will mir einen kleinen Taschenrechner selber zusammenlöten und dabei
> nur mit Transistoren, Widerständen, Dioden und LEDs arbeiten

Dass bei sowas nicht nur konstruktive Antworten kommen, war klar...

Aber wenn's dir Spass macht und genug Material da ist, dann mach es, ich 
finde es cool!

Als Logikfamilie wähle die Widerstands-Transistor-Logik 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstands-Transistor-Logik). Du 
brauchst nur einen NPN-Transistortypen und zwei verschiedene 
Widerstandswerte (Basis- und Kollektorwiderstand) um jede nur denkbare 
Logikschaltung zu realisieren.

Ein Beitrag zu dem Thema von mir:
https://sophisticatedcircuits.wordpress.com/2014/06/06/grundlegendes-zu-den-logikschaltungen/
Gast #4526340
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Ob die Dinger nun von Xilinx, Altera, oder sonstwoher kommen... Sie 
nennen sich CPLD (haben 32 - 240 Flipflops plus Gatter)  und FPGA 
(tausende Flipflop plus Gatter) alles jeweils in einem Gehause.
Dh die Loetarbeit ist nicht der Megajob. Die Gatter werden per 
programmierung verdrahtet, und natuerlich vorher simuliert.
Wuerd ich auch empfehlen. Schau dir mal ein Altera EPM240T100C5N, mit 
240 Makrozellen an. Alles mal simulieren und dann den passenden Chip 
waehlen.
Gast #4526481
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> Ich hab in irgendeinem Post gelesen, dass es bei vielen
> Gattern zu vielen Störungen und Ausfällen kommt. Warum?

Ist doch logisch. Je mehr Teile vorhanden sind, umso mehr kann kaputt 
gehen.

Denke nur an die japanischen Autos der 70er. Vollgestopft mit 
elektronischem Schnickschnack, der dauernd kaputt ging.

Wenn du MOS Transistoren (oder IC's) verwendest, solltest du die 
Umladeströme für die Kapazitätten im Blick behalten.Also 
Spannungsversorgung gut abpuffern und ggf Verzögerungselemente einbauen, 
damit nicht 300.000 Gate-Kapazitäten der Transistoren zeitgleich 
umgeladen werden.
OP #4527181
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Stefan S. schrieb:
> Hast du dir mal das Programm LogiSim angeschaut? - Dort kannst du mit
> Logikgattern beliebig komplexe Logikschaltungen simulieren. Über das
> Programm habe ich auch sehr viel gelernt und mal eine rudimentäre CPU
> mit eigenem Befehlssatz zusammengebaut.

Ich hab mir jetzt Logisim mal angeschaut. Das ist ein echt tolles 
Programm, aber ich habe zwei Fragen dazu:
1)Gibt es da irgendwo Dioden?
2)Was ist dieser komische blaue Zustand der Leitungen?
Gast #4527761
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Erik R. schrieb:
> Stefan S. schrieb:
>> Hast du dir mal das Programm LogiSim angeschaut? - Dort kannst du mit
>> Logikgattern beliebig komplexe Logikschaltungen simulieren. Über das
>> Programm habe ich auch sehr viel gelernt und mal eine rudimentäre CPU
>> mit eigenem Befehlssatz zusammengebaut.
>
> Ich hab mir jetzt Logisim mal angeschaut. Das ist ein echt tolles
> Programm, aber ich habe zwei Fragen dazu:
> 1)Gibt es da irgendwo Dioden?
> 2)Was ist dieser komische blaue Zustand der Leitungen?

Könntest Du dein Zeitproblem auf Dich reduzieren und endlich selber 
suchen und nicht ständig wen anderen Fragen?

Lesen hilft ungemein und Du wirst eh nicht darum herumkommen wenn Du 
deine 100k-Transistroen zu einer 18bit-Cpu verlöten wirst.

Grüße

MiWi
#4527858
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Erik R. schrieb:
> Noch ne Sache zu ICs: Gibt's die irgendwo günstig in hohen Stückzahlen?
> Ich hab grad mal auf Ebay und Co gesucht und nix richtig günstiges
> gefunden. (verbessert mich bitte, falls ich nur zu unfähig zum suchen
> war...)
>
> Transistoren hingegen kriegt man halt für 1 ct das stück, was sich halt
> lohnt, auch wenn man mal ein paar mehr braucht

heute ist zwar noch nicht der erste April und deswegen sage ich

mir wäre 3,5 Mio Transistoren auch für 1Ct pro Transistor zu teuer um 
eine CPU nachzubauen.
#4527917
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Erik R. schrieb:
> Poster schrieb:
>> Genau das hatten wir damals in der Ausbildung gemacht. Da haben wir ein
>> Gatter eines 7400 mit diskreten Teilen nachgebaut.
>> Bei den doppelemitter wurde mit zwei fast parallel geschalteten
>> Transistoren geschummelt.
>
> Kleine Frage nebenbei: wie können sie fast parallel geschaltet sein?

Indem man nur zwei der 3 Beinchen jeweils verbindet. Die Emitter bleiben 
einzeln.

Übrigens die 2kg Lötzinn und die 200m Draht gehen auch ganz schön ins 
Geld. Von den 100 Trägerplatinen haben wir noch gar nicht gesprochen.

Bei einem Arbeitsaufwand von 10000 Stunden und 7 Stunden Basteln (1 
Stunde täglich, Montag bis Sonntag)) bist du dann nach 4 Jahren fertig. 
Mit Urlaub und nicht am Wochenende sind es dann 6 Jahre. Das heißt 6 
Jahre lang jeden Wektag eine Stunde für ein Projekt spendieren. Ich 
frage mich wer das als Hobby durchhalten will.
#4527925
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Helmut L. schrieb:
> Ich hatte mal so eine TMS99xx gekauft fuer ein Projekt in den 80er. War
> schon eine der teureren CPUs aber immer noch billiger als Einzeltransis.

Die Transistoren sind heute billiger als damals, den TMS9900 kriegt man 
deshalb nun für ebendiese 1ct/Transistor: ;-)
http://www.ebay.com/itm/TI-TMS-9900JDL-/231008092220?hash=item35c927c03c:g:A9EAAOxyOa9Rzb1o
Gast #4527990
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Und ich würde vorschlagen, erst mal mit dem Bau oder der Besorgung des 
Netzteiles zu beginnen. So 5V u. 10A sollten es für den Anfang schon 
sein.
Und der Vorstellung des Gehäuses oder der Tasche, wo du das dann 
reinstecken willst.
#4528145
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Werwolf92 schrieb:
> Ich weiss gar nicht, warum er nicht einfach Relais nimmt.
> Damit spart er wenigstens noch die Widerstände und das klackern hat
> dochn gewissen Charme ;)
Bei Relais besteht sogar die Möglichkeit, diese selber zu bauen. Wenn 
man gut und flink mit der Feile ist, ein bisschen Lackdraht 
aufwickeln...
Transistoren selber bauen: das wäre dann schon 'ne andere Nummer.

Nee ernsthaft: grundsätzlich habe ich verständnis dafür, dass man eine 
Sache wenigstens einmal ganz von grundauf selber machen möchte. Trotzdem 
muss man einen sinnvollen Einsprungpunkt für das Projekt suchen.
Ich persönlich würde nicht damit anfangen wollen, Sand zu schmelzen und 
Silizium zu reinigen...
;)
#4528157
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Interessant wie manche Leute für "weil-es-geht-und-Spaß-macht" Projekte 
gefeiert werden und manche den doof Stempel auf die Stirn bekommen.
Da kann man mal sehen, wie dynamisch Threads so sind.
Und, ja, ähnliche Projekte gab es ja schon öfter. Mit unterschiedlichem 
Ausgang.
Dass manche die Trennlinie zwischen Ökonomie und Hobby nicht ziehen 
könen erstaunt mich aber besonders.
Gast #4528170
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Einen Transistorcomputer neuerer Bauart gibt es schon hier, den Spaceage 
1:
http://forum.classic-computing.de/index.php?page=Thread&threadID=3633
und seinen aus Logik-ICs bestehenden Nachfolger, den Spaceage 2:
http://www.fritzler-avr.de/spaceage2/

Sehenswert ist auch "Big Mess o'Wires":
http://www.bigmessowires.com/bmow1/
Dessen Erfinder hat auch ein nettes Selbstbauprojekt für Anfänger, den 
Nibbler:
http://www.bigmessowires.com/nibbler/

An diesen Projekten sieht man allerdings auch, wie komplex die Materie 
ist.
#4528390
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Clemens M. schrieb:
> Dass manche die Trennlinie zwischen Ökonomie und Hobby nicht ziehen
> könen erstaunt mich aber besonders.
Auch sein Hobby muss man unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten.
Wieviel Zeit, Platz, Geld stehen zur Verfügung?
Daran kommt auch ein Millionär, der sehr viel Freizeit hat nicht vorbei. 
Wir alle leben nur begrenzt lange.
Gast #4529371
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>..wenn ich sehr viele Logikgatter hintereinanderschalten will?
hat nichts mit Logicfamilie zu tun


>Ich glaube ein jeder, der sich derzeit mit 74 TTL befassst hat, ist
>heute froh das nicht mehr tun zu müssen. Mich eingeschlossen. Die Teile
>haben Stromverbrauch ohne Ende, sind störanfällig und bieten wirklich
>nur rudimentäre Logik. Es macht einfach keinen Spass.
aja? und wieso werden sie dann immer noch millionenfach gefertigt,
sogar in zig verschiedenen Familien (siehe bsp TI,NXP)?


>Ich bin doch in Echt Bill Gates...
>Obwohl dann hätte ich wahrscheinlich mehr Ahnung
bloss, dass der den 8080/8085 nichtmal zum laufen gebracht hat
#4529386
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MCUA schrieb:

>>Ich glaube ein jeder, der sich derzeit mit 74 TTL befassst hat, ist
>>heute froh das nicht mehr tun zu müssen. Mich eingeschlossen. Die Teile
>>haben Stromverbrauch ohne Ende, sind störanfällig und bieten wirklich
>>nur rudimentäre Logik. Es macht einfach keinen Spass.
> aja? und wieso werden sie dann immer noch millionenfach gefertigt,
> sogar in zig verschiedenen Familien (siehe bsp TI,NXP)?

"Echte" 74xx-ICs sind millionenfach in vielen Geräten verbaut.
Nach dem Motto "Dont touch a running system" werden dort defekte
ICs  einfach getauscht. Eine Neuentwicklung damit sollte man sich,
speziell als Anfänger, daber nicht antun. Dann lieber die kaum
jüngere 4000er Serie. Die Entwicklung vereinfacht sich dann stark.
#4529429
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>Auch sein Hobby muss man unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten.
>Wieviel Zeit, Platz, Geld stehen zur Verfügung?
>Daran kommt auch ein Millionär, der sehr viel Freizeit hat nicht vorbei.
>Wir alle leben nur begrenzt lange.


Da muss ich dir widersprechen.
Zeit: Ob ich in einem Jahr 5 Projekte beackere, oder an meinem einen 
Spleen feile ist doch egal. Hobby bedeutet seine Zeit so zu verbringen, 
dass man sie als sinnvoll ansieht, d.h. sich entspannt. Das ist 
subjektiv.

Platz: Klar. An einem Auto herumbauen, wenn man kein Haus bzw. Schuppen 
hat bietet sich nicht an. Aber hat doch nichts mit einem Basteltisch im 
Arbeitszimmer zu tun.

Geld: Wenn der T.O. jetzt nicht das Geld für diskrete Transistoren 
aufbringen könnte/wollte, dann würde er doch nicht fragen. Dann wäre ein 
vorgeschlagenes FPGA Board oder sonst etwas aber irgendwie auch raus.

Fazit: Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass Hobby nicht messbar sein 
kann. Und wenn man die Bauzeit genießt und sich über ein retro-Drahtgrab 
freuen kann, wenn das an seinen Leds was ausgibt, spricht doch wirklich 
nichts dagegen, sich rein zu knien.

Macht es Sinn, dass manche Leute Stundenlang an Specksteinen 
rumschleifen? In meinen Augen nicht - in deren Augen ganz sicher.

Levve un levve losse, Leute.

edit. 1.8 V TTL? seltsam.
Gast #5134576
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Schau dir mal den Magic 1 an, den hat jemand aus 74HC Logikgattern und 
der Wire-Wrap Methode zusammengebaut.

https://www.youtube.com/watch?v=0jRgpTp8pR8

Weitere Informationen zum Rechner findest du hier:
http://www.homebrewcpu.com/overview.htm


Auf dem Rechner läuft ein Minix Betriebssystem und ist via 
Telnetverbindung im Internet erreichbar:

URL: magic-1.org
Port: 51515
Loginname: guest
Passwort: magic


Man muss aber dazu sagen, das der Typ, der den Rechner gebaut hat, 
Ahnung hat. Immerhin hat er bei Sun/Oracle der Mitentwickler der Java 
Virtual Machine.
Sein Hobbyprojekt fing er an, weil er sich so einen Rechner auch mal aus 
der Elektrotechnikseite ansehen und das alles erlernen wollte.
Der Mann hat übrigens noch eine Frau und Kinder.


Einen Magic 2 wird es nicht geben, allerdings will er einen neuen 
Rechner bauen. Diesmal will er dafür aber FPGA nehmen.
Der Große Vorteil eines FPGA ist, neben dem geringeren Aufwand und 
geringerem Preis vor allem auch, dass man den Computer günstig 
vervielfältigen kann in dem man den Code zum Programmieren des FPGA 
einfach ins Internet stellt, so dass sich jeder daraus seinen eigenen 
Rechner programmieren kann.

So einen Magic 1 in 74HC Technik dürften nämlich die wenigsten 
nachbauen.

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