Hat jemand praktische Erfahrungen damit wie schlimm die Dämpfung des
SAT-Signals durch einzelne Bäume ist?
Bei mir ist eine Tanne ca. 6 Meter vor der Antenne langsam aber sicher
in das "Sichtfeld" der Schüssel gewachsen. Ansonsten ist dahinter freier
Himmel bis zum Orbit. Seit einiger Zeit haben wir jetzt massive
Empfangsstörungen und ich frage mich ob der eine Baum das verursacht,
oder mein recht alter Multiswitch den Geist aufgibt (LNB ist neu).
TheBug schrieb:> ob der eine Baum das verursacht
Ja, es ist der Baum!
Bei Laubbäumen merkt man noch einen Unterschied zwischen Winter und
Sommer aber bei immergrünen kommt es schleichend.
Zur Probe kannst du ihn mit einem Seil wegbiegen und schauen obs besser
wird, bevor du ihn umlegst.
TheBug schrieb:> Hat jemand praktische Erfahrungen damit wie schlimm die Dämpfung des> SAT-Signals durch einzelne Bäume ist?>> Bei mir ist eine Tanne ca. 6 Meter vor der Antenne langsam aber sicher> in das "Sichtfeld" der Schüssel gewachsen. Ansonsten ist dahinter freier> Himmel bis zum Orbit. Seit einiger Zeit haben wir jetzt massive> Empfangsstörungen und ich frage mich ob der eine Baum das verursacht,> oder mein recht alter Multiswitch den Geist aufgibt (LNB ist neu).
Das kann schon der Baum sein. Wenn er nass ist sogar noch eher als
trocken.
Für SAT braucht man gute Ausrichtung und Sichtverbindung. Alles Andere
kann gehen, muss aber nicht.
Old-Papa
Jo, Bäume sind ein KO Kriterium. Für die 11-12GHz vom Satelliten ist ein
Baum eine echte Dämpfung, und wenns dann noch regnet reicht der Pegel
gar nicht mehr.
Gerade Tannen sind da blöd, weil sie oft sehr dicht sind und dauernd
belaubt sind. Freischneiden oder Schüssel versetzen.
TheBug schrieb:> Hat jemand praktische Erfahrungen damit wie schlimm die Dämpfung des> SAT-Signals durch einzelne Bäume ist?
Bei meinen Eltern musste es gar kein Baum sein. Ein vorwitzig vor sich
hin wachsender Rosenstrauch hat bereits ausgereicht, das Fernsehprogramm
eines Tages zu beenden.
=> Schüssel oder Baum oder Satellit muß versetzt werden. Die
Entscheidung liegt bei Dir ;-)
TheBug schrieb:> Hat jemand praktische Erfahrungen damit wie schlimm die Dämpfung des> SAT-Signals durch einzelne Bäume ist?
Ein einzelner Baum vor der Sat-Schüssel reicht aus, um den Empfang
komplett zusammenbrechen zu lassen.
Wobei zu berücksichtigen wäre: Sat-Schüsseln arbeiten mit Offset-Winkel,
d.h., die Richtung zum Satelliten ist tatsächlich höher als es rein per
Auge gepeilt der Steilheit der aufgestellten Schüssel entspricht.
Offset-Winkel siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Offsetantenne#/media/File:Offsetantenne.jpg
Sobald ein Baum den Einstrahlungsbereich nennenwert abschattet, ist der
Empfang weg. Bei den hohen Satellitenfrequenzen breitet sich das Signal
quasi wie sichbares Licht aus, also wenn der Baum einen sichtbaren
Schatten bei Sonnenschein macht, dann gibt es denselben Schatten mit
Signaldämpfung auch im Satellitensignal.
Schade, die Frage kommt für meine Lösung leider ein paar Wochen zu spät.
Es gibt zu zwei Zeiten im Jahr den Punkt, an dem die Sonne genau hinter
dem Satelliten steht. Z.B. für Astra in Frankfurt Anfang März und Ende
Oktober. Zu diesen Zeiten fällt auch kurz der Empfang aus. Jedoch kann
man den Effekt nutzen, um über den Schattenwurf (bei wolkenfreiem
Himmel) zu bestimmen, ob dort Empfang möglich wäre.
Suche im Inet nach "Sun outage calculator" hilft...
Gruss
Hallo,
wenn Du den Baum umlegst und die Spitze Dir die Sat-Schüssel abreißt,
war er zu hoch. Kannst Du Dir mit den Sichtwinkeln gern aufmalen.
Die Methode hat den Nachteil, daß man evtl unnötig einen Baum verliert.
Wenn der Baum zu groß war, ist es aber auch nutzlos, der Baum ist dann
zwar weg, die Schüssel aber auch...
Gruß aus Berlin
Michael
> Es gibt zu zwei Zeiten im Jahr den Punkt, an dem die Sonne genau hinter> dem Satelliten steht. Z.B. für Astra in Frankfurt Anfang März und Ende> Oktober. Zu diesen Zeiten fällt auch kurz der Empfang aus.
Das Problem tritt auf, wenn die Erde kurzzeitig genau zwischen Sonne
und Satellit steht. Im Erdschatten liefern die Solarpanels nicht genug
Energie, um die Satelliten-Transponder mit Strom zu versorgen.
Michael U. schrieb:> wenn Du den Baum umlegst und die Spitze Dir die Sat-Schüssel abreißt,> war er zu hoch.
Wo krieg ich dann nen neuen Baum her? ;)
Danke an alle für die Antworten. Dann muss das Bäumchen wohl oben ein
wenig getrimmt werden. Ist eh spaßig, das Teil sollte nur 3-4 m hoch
wachsen und ist jetzt bei 11-12 m.
ham schrieb:>> Es gibt zu zwei Zeiten im Jahr den Punkt, an dem die Sonne genau hinter>> dem Satelliten steht. Z.B. für Astra in Frankfurt Anfang März und Ende>> Oktober. Zu diesen Zeiten fällt auch kurz der Empfang aus.>> Das Problem tritt auf, wenn die Erde kurzzeitig genau zwischen Sonne> und Satellit steht. Im Erdschatten liefern die Solarpanels nicht genug> Energie, um die Satelliten-Transponder mit Strom zu versorgen.
Noe, das Problem tritt auf, weil die Sonne ein starker Strahler ist, der
das Satellitensignal überdeckt. Das hat garnichts mit "Erdschatten" zu
tun, da es am hellichten Tag passiert (Sonne - Satellit - Erde in einer
Linie).
Jürgen S. schrieb:> Wobei zu berücksichtigen wäre: Sat-Schüsseln arbeiten mit Offset-Winkel,> d.h., die Richtung zum Satelliten ist tatsächlich höher als es rein per> Auge gepeilt der Steilheit der aufgestellten Schüssel entspricht.
Die Position vom Satelliten ist völlig unabhängig von der Ausrichtung
der Schüssel - egal ob Offset-Winkel oder nicht.
Wenn der Satellit und der Standort der Schüsseln kein Geheimnis sind,
ließe sich die Höhe überm Horizont sogar ausrechnen ;-)
> => Schüssel oder Baum oder Satellit muß versetzt werden. Die> Entscheidung liegt bei Dir ;-)
Eindeutig: der Satellit wird versetzt werden.
Nur Geduld bis er auf die Schrottumlaufbahn muss.