Switch mit fixiertem 10Mbit-Anschluss

Gast #4538504
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Moin zusammen,

mein Problem: Die Anbindung an den Internetrouter im Nebengebäude läuft 
über eine Klingeldrahtleitung, die nur 10Mbit zuverlässig überträgt. 
Wenn ich dort einen normalen 100/10 Switch anschließe, versucht er's mit 
100, was wg. ständiger Fehler nicht wirklich funktioniert.
Bislang hängt zwischen meinem Netz und dem WAN-Router ein alter 10Mbit 
Hub, der von beiden Seiten korrekt erkannt wird, das klappt prima. 
Leider ist der kaputt, und mir gehen so langsam die Hubs aus...
Also: Gibt es für den Heimbereich einen Switch, der einen fest auf 
10Mbit laufenden Anschluss bietet? Oder einen Trick, um die Umschaltung 
auf 10Mbit zu erzwingen?
Das schruddelige Kabel kann ich nicht tauschen, WLAN scheidet auch aus.
Danke für Ideen.
Gast #4538527
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Bei den meisten "smart managed" switchen kann man die Geschwindigkeit 
der Ports einstellen.
Ob allerdings 10Mbit, keine Ahnung - ich hab eher mit Gbit zu tun.
Da kannst du höchstens mal die Handbücher lesen.

Die sind aber nicht unbedingt billig.

Ansonsten halt was von eBay - 10Base-T Hubs gabs es ja auchmal, die 
Dinger mit 1x Coax oder AUI Port dran. Die können gar nicht mehr als 
10Mbit.
#4538545
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Ich denke Du hast 2 Möglichkeiten:

a) Du nimmst einen managebaren Switch. Der hat ne integrierte 
Weboberfläche und damit kannst Du den so einstellen, daß er auf dem 
entsprechenden Port wirklich nur 10MBit fährt und sonst nix.

Beispiel:
http://www.heise.de/preisvergleich/netgear-prosafe-plus-gs108ev3-gs108e-300pes-gs108e-300uks-a1168564.html?hloc=at&hloc=de

b) Du nimmst ein Paar spezieller 2-Draht-Modems die auf Deinem 
Klingeldraht wesentlich mehr "Dampf" machen als das 10MBit-Ethernet.

Beispiel:

http://www.allnet.de/de/allnet-brand/produkte/ghn-lan-over-2-wire-and-coaxial/

Von Lösungen die über die Stromleitungen gehen (Powerlan) würde ich 
abraten. Das ist unzuverlässig, verursacht schnell mal Funkstörungen und 
bei der Sicherheit bin ich mir auch nicht so sicher.
Persönliche Seite #4538704
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netzwerker schrieb:
> Oder einen Trick, um die Umschaltung auf 10Mbit zu erzwingen?

Sehr primitiv:

Zwei Medienkonverter 10BaseT-10Base2 hintereinanderschalten. Vielleicht 
findet man die ja noch in irgendeiner Rumpelkammer. Allerdings braucht 
man zum Verbinden der 10Base2-Enden etwas konfektioniertes RG58 und die 
zugehörigen Abschlusswiderstände, was ich aber in einer gut sortierten 
Rumpelkammer auch erwarten würde ...
Gast #4538734
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Gerd E. schrieb:
> b) Du nimmst ein Paar spezieller 2-Draht-Modems die auf Deinem
> Klingeldraht wesentlich mehr "Dampf" machen als das 10MBit-Ethernet.

Nett, G.HN kannte ich bislang nicht, wieder eine neue Technik zum 
lernen.
Scheint sogar explizit zum Nachrüsten im Altbau gemacht zu sein, die 
Reichweite ist deshalb wohl auch niedriger als bei VDSL.

Danke für die Info ;)

Das gibt es allerdings auch in altmodischem VDSL und mit mehr LAN-Ports. 
Dadurch könntest man u.U. die extra Switch sparen:

https://geizhals.de/allnet-all126am2-all126as2-bundle-a404776.html

Wobei ich mit diesem Modell nur wenig Erfahrung habe, da der Formfaktor 
nicht passte. Dieses Modell hat aber ne Web-GUI und kann mehr als ne 
passive Bridge.

Ich habe aber schon diverse Teile ohne GUI und mit 2 LAN-Ports verbaut, 
das funktioniert super.

Softwareseitig braucht man i.d.R. nichts einstellen, nur muss halt ein 
Teil Master, das andere Slave sein. Bei oben genanntem ist das ein extra 
Modell, bei allen anderen wird das i.d.R. per DIP-Schalter gemacht.

Mein Aktueller Favorit ist der hier:
https://geizhals.de/allnet-all-mc115vdsl2-a1232112.html?plz=&t=v&va=b&vl=de&hloc=de&v=k#filterform

mit 2 LAN-Ports.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4538763
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Gerd E. schrieb:
> a) Du nimmst einen managebaren Switch. Der hat ne integrierte
> Weboberfläche und damit kannst Du den so einstellen, daß er auf dem
> entsprechenden Port wirklich nur 10MBit fährt und sonst nix.

"managed" != "web managed"

Klassische "managed switches" werden per SNMP und nicht per 
Webkonfigurator eingerichtet. Bei den billigen SOHO-Switches ist es aber 
meist umgekehrt, d.h. kein SNMP, aber ein Webkonfigurator. 
Korrekterweise werden sie dann von vielen Anbietern als "web managed" 
bezeichnet.
#4538765
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Andreas S. schrieb:
> "managed" != "web managed"
>
> Klassische "managed switches" werden per SNMP und nicht per
> Webkonfigurator eingerichtet. Bei den billigen SOHO-Switches ist es aber
> meist umgekehrt, d.h. kein SNMP, aber ein Webkonfigurator.
> Korrekterweise werden sie dann von vielen Anbietern als "web managed"
> bezeichnet.

Diese Grenzen verwischen seit einigen Jahren. Der von mir verlinkte 
kleine Netgear kann z.B. auch per SNMP konfiguriert werden. Nur die 
klassische Kommandozeile mit Cisco-IOS-Befehlen fehlt ihm.
Gast #4539355
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Danke für die Anregungen.
Besonders die Zwei-Draht-Modems sind schon cool - aber Overkill.
Wenn ich Verfügbarkeit und TCO zusammennehme, läufts auf die Netgear 
Switche hinaus - wusste gar nicht, dass es in der 40€ Preisklasse sowas 
gibt.
Frohes Restwochenende noch!
#4539385
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Andreas S. schrieb:
> Klassische "managed switches" werden per SNMP und nicht per
> Webkonfigurator eingerichtet.

Ich habe auch bei Enterprise-Equipment glücklicherweise noch keinen 
Switch erlebt, der komplett per SNMP konfiguriert werden musste. Mal ist 
es Kommandozeile, mal Web (oder Menu), meistens sowohl als auch.

Nein, der Sinn von SNMP ist nicht die Gesamtkonfiguration. Es dient 
primär der Statusabfrage, und für Operationen aus zentralisiertem 
Management heraus. Etwa, wenn du damit einen Port abschalten willst.
(Firma: Q3) #4539507
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Mach doch mal den folgenden Versuch! Widerspricht zwar jeglicher 
Theorie, aber manchmal klappts trotzdem:

- nimmt 2 WLAN-Geräte, einen Accesspoint und einen Clienten mit 
externer, abnehmbarer Antenne

- nimm eine Ader deiner Telefonleitung (Farbe merken) und stecke die in 
das Löchelchen der SMA-Buchse beim Accesspoint

- nimm ide selbe Ader am anderen Ende der Leitung uns stecke die dort in 
den Antenenanschluss des Clienten

- wenn du Glück hast, gibts eine Verbindung ...

Ich habe das bei einem Bekannten (ebenfalls neues Eigenheim, aber wer 
denkt heutzutage schon an Netzwerkleitung ... Arghh!!!) mit einem 
zusätzlich verlegten und nicht benötigten TV-Coaxkabel für Internet vom 
Keller zum Obergeschoss gemacht - läuft! WLAN-Kabel sozusagen ...
#4539588
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netzwerker schrieb:
> Wenn ich Verfügbarkeit und TCO zusammennehme, läufts auf die Netgear
> Switche hinaus - wusste gar nicht, dass es in der 40€ Preisklasse sowas
> gibt.

Ich würde mir gut überlegen, ob Du nicht doch die von LOL oben 
verlinkten ALL-MC115VDSL2 nimmst.

Wenn die Strecke unter 100m ist, hast Du gute Chancen damit 100MBit 
symmetrisch hinzubekommen. Das ist halt schon ne andere Hausnummer als 
die 10MBit und dafür finde ich 200 EUR für das Paar echt angemessen.
Gast #4543777
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Also wenn ich das Richtig verstehe ist dein Aufbau Momentan so:

Router ------ HUB ------ Switch "Netz"!?

warum stellst du den Ethernet Port am Router nicht auf 10Mbit 
Fullduplex?
Der steht vermutlich auf AutoNeg!?

Dann wird auch das "Netz" nicht mit 100Mbit laufen sondern mit 10Mbit.

Gruß Hammy
Persönliche Seite #4543925
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Viele Router enthalten einen Switch. Wenn der nicht "manageable" ist, 
hilft das nicht. Selbst wenn keine anderen Netzwerkgeräte am Router 
angeschlossen sind (die möglicherweise höhere Datenraten erzielen 
sollen), funktioniert der Ansatz nur, wenn der Router entweder keinen 
Switch enthält oder aber für jeden Port des Switches dediziert 
konfigurierbar ist, wie er sich verhalten soll.

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