Gast
#4540320
Hallo, ich hab mich jetzt durch verschiedene Beiträge zum numerischen Differenzieren von gesampleten Werten gelesen, sowohl hier im Forum als auch auf der englischen Wikipedia und in Fachbüchern. Der Standardfall scheint zu sein, dass man eine hohe Messauflösung und hohes Rauschen hat, da bietet sich dann z. B. der Savitzky-Golay an. Mein Fall ist jetzt aber gerade umgekehrt: Mein Sensor liefert ein (nahezu) rauschfreies Signal bei relativ geringer Auflösung. Gibt es dafür einen sinnvollen Ansatz? Beispiel: Rauschfreier Sensor, aber nur 2 bit Auflösung von 0 bis 5V Damit wird der Wertebereich in vier Stufen eingeteilt: 0 bis 1,25V (Anzeige: 0V) >1,25 bis 2,5 V (Anzeige: 1,25V) >2,5 bis 3,75V (Anzeige: 2,5V) >3,75 bis 5 V (Anzeige: 3,75V) Wenn man bei diesem Signal den (Vorwärts)Differenzenquotienten zwischen zwei Werten bildet, gibt es ein ganzes Spektrum an möglichen wahren Werten. Nehmen wir an, der Messwert zweier aufeinanderfolgender Samples ist identisch, dann ist der Differenzenquotient (rechnerisch) null, der wahre Wert könnte dann aber irgendwo zwischen -1,25V und +1,25V liegen. Ich habe also zwei Fragen: 1. Allgemein gefragt: wie geht man damit um? 2. Wie kann man die verschiedenen Werte algorithmisch berechnen und welchen sollte man dann annehmen / für weitere Berechnungen berücksichtigen?