Ich möcht einen LED Dimmer bauen, der im Fuß einer Lampe aus Holz
eingebaut werden soll. Durch streichen über das holz soll die LED
dimmbar sein. Ich habe zum testen 12 streifen Alufolie auf ein stück
Pappe geklebt und diese mit 12 verschiedenen pins am arduino verbunden.
Diese Pins jeweils noch mit einem Widerstand mit dem "send-pin"
verbunden. Ich benutze die Capacitive Sensing Library.
Wenn man mit dem Finger sehr nah an den Pins ist (nur ein Klebestreifen
dazwischen) bekommt man sinnvolle werte. Ich habe mir ein kleines
Programm geschrieben, was zwischen jedem Streifen nochmal 10 Werte
berechnet. Natürlich schwanken die Werte ein wenig, was man aber an der
LED nicht erkennen kann.
Mein Problem ist, dass das ganze ja durch eine Holzplatte gehen soll.
Diese sollte mindestens 4mm dick sein können. Das klappt aber irgendwie
nicht. Ich habe es jetzt mit 10 M Ohm Widerständen probiert (davor hatte
ich 2 M Ohm) Dadurch bekomme ich zwar Werte durch die Holzplatte aber
leider schwanken auch alle werte, wo der finger nicht drauf ist so
heftig, dass eine sinnvolle auswertung unmöglich ist. Noch größere
Widerstände machen denke ich auch keinen sinn. Vor allem, da es bei 10M
schon anfängt echt langsam zu werden.
Ein stück geerdete Folie darunter zu legen hab ich schon versucht. Hilft
aber nicht wirklich.
Wie kann ich das besser machen? Hab was von einem 20-400 pF Kondensator
gelesen. Sowas hab ich aber nicth und es wird wohl ein paar Tage dauern,
bis ich welche besorgen kann.
Gibts da noch andere möglichkeiten?
Das da gezeigte hat ja nichts mit meinem Problem zu tun. Wie bereits
geschrieben klappt es ja aber eben nicht durch eine Holzplatte. Bei mir
ist das alles viel enger zusammen. Es sind 12 Stückchen Alufolie die
etwa 1cm x 4cm groß sind, mit etwa 2mm abstand.
Was ich halt wissen wollte ist, ob es eine möglichkeit gibt, so einen
"slider" durch 4-5mm dickes Holz zu realisieren.
ArduinoMensch schrieb:> Das klappt aber irgendwie> nicht.
das klappt nicht, weil bei kondensatoren der abstand der platten
entscheidend für die kapazität ist - die dürfte schätzungsweise
irgendwie (vielleicht kann jemand eine formel nachreichen?) quadratisch
zum abstand sinken.
die sensorplatte muss also nah befingert werden können, damit am
sense-ausgang aussagekräftige werte rauskommen.
meine idee wäre in die holzplatte ein loch zu sägen, oben auf die platte
furnier zu kleben (0,4mm, z.b.
http://www.modulor.de/platten-bleche-matten-folien/furnier/), dann die
furnierte platte lackieren (langzeitwirkung von fettfingern auf holz)
und von unten durch das loch der holzplatte eine sensorplatine an das
furnier zu 'kleben' - am besten das ganze loch mit gießharz füllen, der
stabilität wegen.
mit normalem kapazitiven Sensing wird das schwierig. Im Endeffekt
detektiert das ja eine Kapazitätsänderung, und die fällt bei einem Fuß
hinter 4mm Holz logischerweise sehr minimal aus. Villeicht bekommt man
es hin, einfach wird das nicht, schätze ich.
Schau dir mal das an, das könnte möglicherweise besser gehen:
http://www.microchip.com/design-centers/touch-input-sensing/gestic-technology/overview
Hier ist die Reichweite ausreichend groß. Bei uns war mal ein
Microchip-Applikationist der das vorgestellt hat, und in Luft ging das
>10cm weit sehr zuverlässig. Mit Holz müsste man mal probieren.
Tipp: Falls dich farnell nicht beliefern will (bei mir ist das so):
Microchip direkt liefert auf an Privatleute.
ArduinoMensch schrieb:> Was ich halt wissen wollte ist, ob es eine möglichkeit gibt, so einen> "slider" durch 4-5mm dickes Holz zu realisieren.
Ja, das könnte schon noch gehen (also Touch durch 5mm Holz bei 4cm²
Elektrodenfläche ist machbar), nur das Messprinzip und die die Schaltung
wird etwas aufwendiger werden müssen (z.B. Charge Transfer) als die
Quick&Dirty-Lösung mit nackten Portpins die Du jetzt verwendest.
Für meine Küchenlampe* musste ich den Touch auch durch Holz (Pressspan)
erkennen. 1mm war schon nicht leicht und ich musste viel mit Filtern
experimentieren.
4mm wird schwer, aber deine Sensorflächen sind um einiges größer. Die
größe meiner kann ich Sonntag mal nachschlagen, waren aber glaube ich
10mmx12mm
LG
Christopher
*http://chrimbo.de/index.php/elektronik/2-kuechenarbeitslampe
man könnte statt sensorplatten auch schrauben nehmen, und diese bis
knapp unter die oberfläche ins holz schrauben.
die spitze der schraube bildet ein schönes feld aus.
Ich habe kürzlich einen Touch Schalter mit Atmels Qt1010 Chip gemacht.
Geht locker durch eine 12mm Glastischplatte.
http://youtu.be/qQuvO0nHRmc
Die gibt's auch mit mehreren Kanälen.
Meine Alufoliesensoren gehen auch durch meine 2,5cm dicke Tischplatte
durch. Das Problem ist, dass sie, wie gesagt, nur etwa 1cm breit sind.
Es ist bei direkter Berührung, nur durch Tesa getrennt, möglich,
ziemlich genau die Fingerposition zu berechnen (Auflösung von etwa 40
Postionen mit 10 sensoren). Wenn jedoch holz dazwischen ist, muss ich
größere Widerstände benutzen, um noch messbare veränderungen zu
erhalten. Dadurch lässt sich die Hand nur noch schwer von der restlichen
Hand unterscheiden. Alle Werte steigen deutlich an.
Ich möchte dem TE ja nicht seine Idee nehmen, aber dieses Projekt
führt mit Sicherheit zu nichts...
Warum?
Aufwand genug...
ArduinoMensch schrieb:> Ich möcht einen LED Dimmer bauen, der im Fuß einer Lampe aus Holz> eingebaut werden soll. Durch streichen über das holz soll die LED> dimmbar sein. Ich habe zum testen 12 streifen Alufolie auf ein stück> Pappe geklebt und diese mit 12 verschiedenen pins am arduino verbunden.
Das ganze wäre mit einem Touch-Dimmer-IC einfachst zu realisieren,
wäre auch störungsunempfindlich und würde nur einen kleinen
metallischen Punkt bedeuten...
Schaltungen dazu mit IC gibt es auch genug...
Aber Projekt ist Projekt...
Ich kann nur empfehlen die Q-Touch ICs zu testen. Ich habe vorher auch
schon einen Touchschalter ohne selbst gemacht und da war der Abstand der
Werte unberührt / berührt auch sehr gering. Ging schon gut unterm
Strich, aber gerade so.