PCB / IC-Protection

OP #4547124
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Hallo,

Es gibt

Li-Ion Akkus mit Schutzschaltung (PCB/IC-Protection) gegen Kurzschluss, 
Überladung und Tiefentladung

Hat jemand Erfahrung mit solchen Li-Ion Akkus?

Wie verhält sich ein so gesicherter Akku bei Überladung?

Was passiert, wenn ich eine 3,7V Li-Ion-Zelle einfach über einen 
Vorwiderstand an eine 5V Quelle anschliesse?

Danke und Grüsse
Gast #4549404
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Heiner K. schrieb:
> Hallo MaWin,
>
> danke für die Quelle.

Beachte dass er den verlinkten Text selber getippt hat. Ist also keine 
"Zweit-Meinung".

Heiner K. schrieb:
> um mich darauf
> zu verlassen,

Egal ob Werbung oder nicht:

Wenn die Protection bei 4.35V Not-Abschaltet, der Akku aber nur 4.20V 
Lade-Endspannung sehen will, ist deine "Ein-Widerstand"-Ladeschaltung 
Müll.

Wenn Protection und Akkuzelle gut aufeinander abgestimmt sind, dann 
durchaus üblich, und in vielen Billig-China-Geräten mit USB-Ladebuchse 
zu finden.
Gast #4549422
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MaWin schrieb:
>> Was passiert, wenn ich eine 3,7V Li-Ion-Zelle einfach über einen
>> Vorwiderstand an eine 5V Quelle anschliesse?
>
> Er schaltet ab wenn er voll ist.
>
> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.3

Haarsträubender Unsinn. Die Schutzschaltung schaltet erst ab wenn der 
Akku schon überladen wurde, nicht wenn er voll ist. Die Schutzschaltung 
ist kein Ersatz für eine entsprechende Ladeschaltung, sie soll nur 
schlimmeres Verhindern falls die Ladeschaltung doch mal versagt. Oder 
wenn solche Blitzbirnen glauben darauf verzichten zu können.
#4549455
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blub schrieb:
> Haarsträubender Unsinn. Die Schutzschaltung schaltet erst ab wenn der
> Akku schon überladen wurde, nicht wenn er voll ist.

FuD Schwachsinn.

Der Akkupackhersteller guckt genau in die Datenblätter der 
LiIon-Batterie-Hersteller was der als maximale Spannung des Akkus 
zulässt und wählt die Spannung des Protection Chips danach passend aus, 
also meist 4.2 oder 4.3V.

Kein (seriöser) Akkupackhersteller wagt es, eine Schutzschaltung 
überhalb der vom Akkuhersteller zugelassenen Spannung einzubauen. Und 
das ist die dauerhaft zulässige Klemmenspannung, denn ein so weit 
geladener Akku würde sogar ohne weitere Spannungsquelle diese Spannung 
tagelang halten, die Selbstentladung der Akkus ist gering.

Daß es chinesische Repackager gibt, die alte Akkus unbekannter Herkunft 
aus verschrotteten Laptops ausbauen und in einem billigen Akkupack 
anbieten, und die daher gar nicht genau wissen von welchem Hersteller 
sie sind und welche Grenzspannung sie aushalten, mag sein, kann aber 
nicht Grundlage von seriöser Entwicklung sein.

Daß manche Leute glauben, dass ein Akku, der 4.3V aushält aber nur bis 
4.2V aufgeladen wird länger hält, ist auch bekannt, aber ob diese 
Haltbarkjeit die 10% Kapazitätsverlust wert sind, ist zweifelhaft, sonst 
hätte der Akkuhersteller schon zu Gunsten der Lebensdauer die 
Akkuspannung reduziert.

Also, nicht dumm schwatzen, sondern nachdenken.

Daß man früher gerne 2 Sicherheitschaltungen hatte, weil Pfuscher auch 
schon mal LM317 als Laderegler als ausreichend fanden der Zellen ohne 
Prozection gegrillt hat, ist auch bekannt, manche haben Hosenträger und 
Gürtel, aber spätestens seit den Modellbauladern, darunter die billigen 
Hubschrauber die nur mit einem LT431B (blöd wenn bei dem der obere 
Widerstand ausfällt oder der untere einen Kurzschluss bekommt) die 
Ladegrenze der ungeschützen Akkupacks bestimmen, und die teuren mit 
Balancer für Akkupacks ohne Protection, ist doppelte Sicherheit nicht 
mehr Stand der Technik.
Gast #4549503
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Michael B. schrieb:
> Also, nicht dumm schwatzen, sondern nachdenken.

Vielleicht sollte Herr laberkopp selber erst mal nachdenken bevor er 
dumm schwätzt.
Bei den typischen 4,2V LiIon Akkus ist die zulässige Spannung in der 
Regel 4,25V am Akku, die Schutzschaltung schaltet bei 4,3V ab. Damit ist 
der seriöse Hersteller sicher das die Schutzschaltung erst abschaltet 
wenn ein Schutz gebraucht wird und nicht schon vorher. Wäre ja sicher 
ganz toll wenn die Schutzschaltung schon beim normalen Laden abschaltet.

Und deshalb nehmen nur Pfuscher die Schutzschaltung als Ladebegrenzung.

Und wer es nicht glaubt kann ja mal selber nachmessen, ich hab es schon, 
im Gegensatz zu anderen.
#4549631
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Michael B. schrieb:
> Daß manche Leute glauben, dass ein Akku, der 4.3V aushält aber nur bis
> 4.2V aufgeladen wird länger hält, ist auch bekannt, aber ob diese
> Haltbarkjeit die 10% Kapazitätsverlust wert sind, ist zweifelhaft, sonst
> hätte der Akkuhersteller schon zu Gunsten der Lebensdauer die
> Akkuspannung reduziert.

Die Akkuspannung zu Gunsten der Lebensdauer in einer 
Wegwerf-Gesellschaft reduzieren? Tut mir leid, aber der Aussage kann ich 
keinen Glauben schenken.

Heiner K. schrieb:
> Wie verhält sich ein so gesicherter Akku bei Überladung?

Bei Erreichen der Schutzspannung wird abgeschaltet, bis die Ladespannung 
nicht mehr Anliegt.

Heiner K. schrieb:
> Was passiert, wenn ich eine 3,7V Li-Ion-Zelle einfach über einen
> Vorwiderstand an eine 5V Quelle anschliesse?

Der Akku wird geladen, solange die Quelle so stark belastet wird, dass 
die Spannung unter der Schutzspannung ist. Wird diese Üerschritten, 
passiert das gleiche wie beim Überladen.
Der Akku wird in beiden Fällen nicht voll geladen, da die Spannung schon 
weit vor "Akku-ist-voll" die Ladeschlusspannung (in dem Fall 
Schutzspannung) erreicht. Lithium Akkus werden normalerweise mit CCCV 
geladen - such dazu mal nach passenden Lade-Kurven.

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