Jan H. schrieb:
> Beim anstrengenden Rebuild gar nicht so gering. Bei so vielen Platten
> ist RAID5 nicht mehr die sicherste Variante.
Wobei es weniger um die Chance geht, dass im Rebuild eine zweite Disk
verreckt. Entscheidend ist vielmehr, dass zumindest auf Basis der von
den Herstellern spezifizierten Zuverlässigkeit von SATA Disks die
Wahrscheinlichkeit nicht mehr vernachlässigbar ist, dass beim Rebuild
auf den anderen Disks irgendwelche Sektoren nicht fehlerfrei lesbar
sind.
Die Wahrscheinlichkeit pro Bit blieb über all die Jahre unverändert. Die
Kapazität aber nicht, die hat nun die Wahrscheinlichkeit eingeholt. Den
garantierten(*) Zahlen nach kann man bei heutigen SATA Disks nicht mehr
sicher damit rechnen, sie komplett fehlerfrei lesen zu können. 2,5er SAS
Disks liegen 2 Zehnerpotenzen besser, da ist das noch weniger kritisch.
*: Das ist ein Spiel mit spezifizierten Zahlen. Realistische Werte aus
der Praxis habe ich nicht. Zumal auch die Interpretation dieses
Zuverlässigkeitswertes nicht völlig klar ist.
Uto der Sabbernde schrieb:
> Wehre R10 da besser?
Bei grösseren RAID Gruppen verwendet man heute 2 Redundanz-Disks. Also
sowas wie RAID6 oder RAID-DP. Damit ist das oben erwähnte Problem
abgehakt, denn kein Lesefehler wird auf 2 Disks an der genau dem
gleichen Inhalt zugeordneten Stelle auftreten.
Gegen Serien- oder Firmwarefehler, bei denen innert weniger Tage das
ganze Platteninventar verreckt, hat Redundanz freilich kaum eine Chance.
Der Tipp, deswegen verschiedene Hersteller oder zumindest
Herstellungschargen zu wählen, ist bei einer grösseren Anzahl Disks
unrealistisch.
Ein weiteres Problem ist "bit rot", also unerkannte Fehler. Dagegen
hilft auf RAID-Ebene routinemässiger Integritätscheck (scrubbing) und in
neueren Filesysteme findet man deshalb einen Schutz mindestens der
Metadaten durch Prüfsummen.