Retro-Futurismus Extraplanetarische Reise-Werbung

OP #4556521
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#4557393
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Faszinierend, wieviele Dinge inzwischen Realität geworden sind. 
Universalkommunikatoren, selbstfahrende Autos, Drohnen. Selbst Nanobots 
werden schon entwickelt und die Besiedelung des Mars angepeilt. Aber die 
größte Sehnsucht unter den SciFi-Visionen ist leider nach wie vor in 
unerreichbarer Ferne, die Reise zu fremden Sonnensystemen...
#4557446
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@ Icke ®. (49636b65)

>Faszinierend, wieviele Dinge inzwischen Realität geworden sind.
>Universalkommunikatoren, selbstfahrende Autos, Drohnen. Selbst Nanobots
>werden schon entwickelt und die Besiedelung des Mars angepeilt.

Das war schon in den 1960ern angepeilt. Wir haben gerade mal die ISS mit 
400t in 300km Höhe geschafft, und selbst da hält sich die Euphorie sowie 
der direkte Nutzen in Grenzen.

>Aber die
>größte Sehnsucht unter den SciFi-Visionen ist leider nach wie vor in
>unerreichbarer Ferne, die Reise zu fremden Sonnensystemen...

Wenn wir schon dabei sind, dann mach es doch wie Stephen Hawking. Der 
behauptet, daß die köperliche Reise bzw. Erforschung des All ein Irrweg 
ist, die rein mentale Erfassung ist ausreichend bzw. von Vorteil.
Naja, das Sein bestimmt das Bewußtsein.

Aber was will man denn auf anderen Sternen bzw. Sonnensystemen? Ist die 
Erde sooo häßlich und langweilig? Vielleicht sollten wir einfach ein 
paar Dreckecken aufräumen?
Wir HABEN das Paradies auf Erden, wenn gleich nicht für alle Menschen. 
Leider vergessen das besonders die Leute allzu oft, denen es ziemlich 
gut geht.

Und der Phantasie sind so oder so keine physischen Grenzen gesetzt, wie 
man an zahllosen Büchern und Filmen sehen kann.

Die Marsgeschichte ist ein Hype, u.a. weil der NASA ihr Hauptprogramm 
abhanden gekommen ist, das Space Shuttle. Einen kalten Krieg und ein 
Space Race gibt es auch nicht mehr.
#4558263
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@ Icke ®. (49636b65)

>> Aber was will man denn auf anderen Sternen bzw. Sonnensystemen?

>Du könntest auch die Frage stellen, wozu im Ausland Urlaub machen,
>Deutschland ist doch auch schön? Ist halt reine Neugier.

Stimmt. Das war und ist immer ein starker, menschlicher Antrieb.

> Mal schauen, ob
>es dort Aliens gibt und wie die leben.

In unserem Sonnensystem mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht. Das haben 
alle Sonden schon recht gut gezeigt. Der Mars ist keine Sekunde 
interessanter als die meisten Wüsten der Erde. Nur die Anreise ist 
ungleich teurer. Andere Sonnensysteme sind im Moment technologisch 
unerreichbar. Vielleicht wird das immer so sein. Wenn gleich auch ich 
mit dem Star Trek Zeitalter sympatisiere ;-)

> Der wissen- und wirtschaftliche Nutzeffekt ist 'ne andere Geschichte.

Nun, aber eben diese Frage stellt sich, wenn man 100 Milliarden++ Euro 
dafür ausgibt.

OK, "wir" geben auch ~1000 Milliarden Euro weltweit jedes Jahr für 
"Verteidigung" aus. Die könnte man locker um 10% kürzen und in die 
Raumfahrt stecken, egal was dabei rauskommt. Bei der "Verteidigung" 
kommt meist nur Mist raus. Das Geld ist also da, nur ungünstig verteilt. 
Wie so oft 8-0

Ich hab ja auch gar nix gegen Forschung und Entwicklung, auch nix gegen 
nicht unmittelbar zielgerichtete Forschung/Experimente/Spielerei. Aber 
der Mars-Hype geht mir bisweilen auf den Keks, vor allem was man da 
bisweilen für extrem irrwitzige "Argumente" hört. Sagt doch einfach, wir 
machen es um des Machens willen, es gibt keinen unmittelbaren Nutzen. 
Aber sowas macht sich schlecht in der PR und beim Ausfüllen von 
Forschungsanträgen ;-)
#4558295
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Falk B. schrieb:
> der Mars-Hype geht mir bisweilen auf den Keks, vor allem was man da
> bisweilen für extrem irrwitzige "Argumente" hört. Sagt doch einfach, wir
> machen es um des Machens willen, es gibt keinen unmittelbaren Nutzen.
> Aber sowas macht sich schlecht in der PR und beim Ausfüllen von
> Forschungsanträgen ;-)

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Da kam unlängst eine Doku über die 
ISS, wo nachgewiesen wurde, daß Raumforschung vor allem der 
Raumforschung nützt und der oft gepriesene Nutzeffekt für irdische 
Zwecke in Wirklichkeit äußerst bescheiden ausfällt.
Trotzdem, wer hat als Kind beim Lesen nicht davon geträumt, durch ferne 
Galaxien zu reisen und sich im Strand des Exoplaneten zwei Sonnen auf 
den Bauch scheinen zu lassen. Wirtschaftliche und gesellschaftliche 
Probleme waren in den Phantasien der SciFi-Autoren fast immer gelöst. 
Das könnten wir vielleicht auch. Dann bleiben noch die physikalischen 
Hürden des Kontinuums. Deren Überwindung wird unsere Generation wohl 
nicht mehr erleben.

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