M. M. schrieb:
> Dieses Yittrium-Eisen-Granat bekommt man glaub ich nicht so einfach.
> Wäre es möglich so eine Legierung selber herzustellen? Mit einem kleinen
> Induktionsofen?
Es ist keine Legierung, sondern ein Oxid.
Einkristalle daraus herzustellen ist bei einem Schmelzpunkt um 1500°C
jedenfalls nicht ganz einfach.
Hinzu kommt, dass gewöhnlich kein reines YIG verwendet wird, sondern die
Eigenschaften durch diverse Dotierungen verbessert werden.
https://web.archive.org/web/20120220124531/http://www.isowave.com/pdf/materials/Yttrium_Iron_Garnet.pdf
Danach kommt dann juweliermäßige Feinarbeit, denn verwendet werden
perfekt runde und polierte Kügelchen von nur 0,2mm Durchmesser, die aus
einem Einkristall hergestellt werden.
Damit die elektrische Verlustwärme besser abgeführt wird, montiert man
das Kügelchen auf einem Pfosten aus dem als hochgradig Krebs erregend
bekannten Berylliumoxid. Dieses BeO möchte man auch nicht daheim
verarbeiten.
Schliesslich werden die Kristallachsen dieses Kügelchens noch genau im
Magnetfeld justiert.
Ohne die dafür benötigte Mikrowellen- und Röntgenmeßtechnik ist auch
dieser Schritt nicht erfolgversprechend.
Kurzum: YIG-Bauteile kauft man besser.
Du kannst aber den Faraday-Effekt auch mit gewöhnlichen Ferrit-Bauteilen
untersuchen.
Fertige Bauteile auf Ferritbasis heissen Zirkulatoren und Isolatoren,
und es gibt sie zur Verwendung mit Koaxleitungen oder Hohlleitern.