Schlitze Fräsen, MF 70 geeignet?

(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #4566403
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Hallo Leute,

ich muss in den nächsten Tagen in ein ca. 20mm starken Alu-Block ein 
paar Schlitze fräsen. Ich frage mich momentan, ob diese Fräse das 
schafft. Die Schlitze werden etwa so aussehen, dass ich über die ganze 
20mm einen ca. 2mm breiten und 50mm langen Schlitz brauche. Über diesem 
langen Schlitz und unter dem Schlitz soll in 0,5mm Abstand eine Art 
Rampe gefräst werden, die auf ca. 1mm Abstand geht. Ich weiß, ist jetzt 
schlecht zu erklären.

Stellt euch mal vor, ihr habt eine Festplatte, in der sich Scheiben 
drehen. Die Scheibe ist der lange Schlitz. Über und unter der Scheibe 
befinden sich die Leseköpfe. Diese Leseköpfe sollen in den zweiten 
Schlitz mit der Rampe rein. Also erst einmal rein und dann ein Stück von 
der Scheibe heben. - Soll jetzt aber nicht das Thema sein.

Ich würde aber gerne wissen, ob ich mit der MF 70 ca. 20mm Alu fräsen 
kann.
#4566584
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Dimitri R. schrieb:
> ass ich zunächst nur... 3mm fräse und dann in der nächsten Runde
> weitere 3mm?

Eher: 0,6 ... 0,8 mm pro Zustellung. Einen Schlitz zu fräsen, der 10mal 
tiefer als breit ist, dauert eben.

Dimitri R. schrieb:
> Dann wird es mit der Rampe fräsen aber ohne CNC etwas schwierig, oder?

Entweder CNC oder eine Schablone.
#4566705
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Dimitri R. schrieb:
> Das ist ein ähnliches device für eine moderne Platte. Wie wurde denn das
> hergestellt?

Nach dem Preis zu urteilen: Gefräst. Aber vermutlich eher mit einem 
großen Sägeblatt geschlitzt. Dort gehen die Schlitze aber auch nicht 
ganz zu, wie in Deiner Skizze.

Aber nachdem man jetzt Deinen Anwendungsfall kennt: Nimm POM, nicht Alu! 
Das geht auf der kleinen Maschine deutlich besser. Und da Du eh mehrere 
Versuche brauchen wirst: Billiger ist es auch.

Ich hoffe ein Kreuztisch ist vorhanden?
Gast #4566738
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Was noch gar nicht bedacht wurde, dass man das Werkstück auch
entsprechend festspannen können muss. Wenn es an den Spitzen
keine hohen Ansprüche gibt, lässt sich so ein Teil auch mit
einer Dekupiersäge anfertigen. Ansonsten wäre eine Scheibenfräse
die ja auch extrem Dünn sein kann, meine Wahl (aber nur auf meiner
Maschine). Ob das auf der Maschine des TO ginge, weiß ich nicht.
Gast #4566760
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Dimitri R. schrieb:
> Das ist ein ähnliches device für eine moderne Platte. Wie wurde denn das
> hergestellt?

So ein Präzisionsbauteil und dem wird deine Zeichnung leider nicht
gerecht, sollte man nur anfertigen, wenn man Erfahrung und die
richtige Maschine hat.
Was mich an dem zweiten Video stutzig macht: Ist denn die Parkposition
nicht gewöhnlich außerhalb der Platte? (Dachte ich bisher).
Wenn die innen auf dem Plattenstapel ist, dann wäre die Montage
plausibel. Hab selbst nämlich nie eine zerlegt.
Was den Lesekopf-Montagehandler (nenne den mal so) betrifft,
halte ich Selbstbau für Unsinn, da man privat gewöhnlich keinen
Reinraum für das Öffnen von Festplatten hat und beruflich
der Arbeitgeber so ein Teil bereitstellen müsste.
Oder ist das nur ein Beispiel und es geht um was ganz anderes?
(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #4566789
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nemesis... schrieb:
> Was mich an dem zweiten Video stutzig macht: Ist denn die Parkposition
> nicht gewöhnlich außerhalb der Platte? (Dachte ich bisher).

Bei 2.5 Zoll Platten ist es tatsächlich der Fall. Wenn die Leseköpfe 
zufällig aus irgendeinem Grund mitten auf der Platte stehen bleiben, 
können sie kleben bleiben. Dann muss man mit einem ähnlichen Gerät die 
Köpfe leicht anheben und die in die Parkstellung bringen.

Bei 3.5 Zoll Platten ist die Parkposition in der Regel innen.

nemesis... schrieb:
> So ein Präzisionsbauteil und dem wird deine Zeichnung leider nicht
> gerecht, sollte man nur anfertigen, wenn man Erfahrung und die
> richtige Maschine hat.

Das Gute ist, dass es kein Präzisionsbauteil ist. Das einzige, was nicht 
passieren darf ist dass die beiden Leseköpfe sich berühren. Einige Leute 
helfen sich aus, in dem sie einfach aus Kunststoff kleine Puffer bauen 
und die dazwischen legen. Was imho sehr riskant ist.

nemesis... schrieb:
> Was den Lesekopf-Montagehandler (nenne den mal so) betrifft,
> halte ich Selbstbau für Unsinn, da man privat gewöhnlich keinen
> Reinraum für das Öffnen von Festplatten hat und beruflich
> der Arbeitgeber so ein Teil bereitstellen müsste.

Scheiße ist nur, wenn du selbst der Arbeitgeber bist und so ein Teil bei 
den Datenrettern einfach nicht vorhanden ist, da die Platten einfach zu 
alt sind.
(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #4566942
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Zu meinem Glück hat die Platte insgesamt 4 doppelseitige Platten. Also 8 
Köpfe. Und im Inneren lässt sich der Abstand der Köpfe relativ schlecht 
messen. Und nein, der Abstand ist nicht immer gleich.

Und das Bauteil zig mal anfertigen zu lassen, bis es irgendwann mal 
passt, habe ich auch nicht wirklich lust. Deshalb will ich es 
firmenintern machen.

3D Druck ist eine interessante Alternative. Nur wird ein 3D Drucker auch 
eine Kleinigkeit kosten.

Aber ich finde den Ansatz von nemesis sehr gut, quasi das Bauteil aus 
Alu-Blechen aufzubauen. So kann ich problemlos die Höhen testen und bei 
Bedarf einfach nacheinander aufbauen.

Aber eine Sache verstehe ich immer noch nicht. Wie kann ich mit der Hand 
"gleiche" Teile anfertigen? Hier meinte jemand etwas von Schablonen.

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