zwei PLLs mit leicht unterschiedlicher Frequenz erzeugen?

Gast #4573414
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Hallo,

Ich benötige für ein Projekt zwei Clocks, welche mit einem 
Frequenzunterschied von ca. 1% laufen.

Auf einen zweiten Oszillator würde ich gerne aus Platzgründen 
verzichten.

Gibt es eine elegante Methode aus einer PLL zwei Signale zu gewinnen, 
welche so nahe beieinander liegen. Mit Frequenz multiplizieren / 
dividieren ist das ja eher nicht zu erreichen.

grüße

pleung
Gast #4588371
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Entschuldigung, war verreist und konnte deshalb den Thread nicht mehr 
verfolgen. Erst mal Danke für die vielen Antworten.

Die Frequenzen die ich benötige sind ca. 4MHz und als 2. Frequenz 
4.05MHz wobei die genauen Werte nicht entscheidend sind.

Die Anwendung ist folgende:
PLL_1 triggert an jeder Flanke ein Signal, welches sehr hochfrequent (im 
GHz Bereich) ist und somit nicht vom ADC abgetastet werden kann.

PLL_2 triggert eine Sample-And-Hold Schaltung, um dieses periodische 
Signal zeitsequentiell (sozusagen das Moiré) abzutasten.
Gast #4588428
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@tokuhila
eine lineares Phasenschieben wäre natürlich auch möglich.

mit
und
wobei das dann ja mit linearem
auf
rausläuft, was wieder einer Frequenzänderung entspricht.

Dazu müsste mann dann bei jedem Takt die Phase um wenige ns verschieben. 
Ist sowas machbar?
Gast #4588438
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pleung schrieb:
> Dazu müsste mann dann bei jedem Takt die Phase um wenige ns verschieben.
> Ist sowas machbar?

Angeblich können schon die kleineren TI C2000er Delays von einigen 100 
ps erzeugen.
Selbst mit einem Wald- und Wiesencontroller neuerer Bauart (z.B. STM32F4 
auf Disco-Board) kann man mit ca 5 bis 6 ns am Timer rumschubsen. Wenn 
der sonst nichts zu tun hat :-)
#4588465
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> Dazu müsste mann dann bei jedem Takt die Phase um wenige ns verschieben.
> Ist sowas machbar?

Ist das nicht üblich um periodische Signale größer Samplefrequenz zu 
erfassen? Oszis nennen das Random Sampling.

Du brauchst ja für dein zeitversetztes Sampling eh einen Zeitverzug den 
du so hast. Im FPGA machbar, im uC ebenso

Bei zwei verschiedenen Frequenzen wirds aufwändiger.
Gast #4590359
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@Karl:
Ok wenn das einfach machbar ist, dann werde ich mich da mal einlesen. 
Noch eine verstädnis Frage. Wie funktioniert denn das technisch. Wenn 
ich eine Taktfrequnez von 16MHz habe ich ja eine Taktperiode von 250 ns. 
Wie kann ich damit ein delay im ps Bereich erreichen.

@tokuhila:
danke für den Hinweis auf das Random-Sampling, das schaue ich mir mal an

@frimark:
Mit einem Monoflop kann ich doch nur ganze Takte hochzählen oder? Da 
wird ein Delay von wenigen ns bei 4Mhz Taktfrequenz nicht machbar sein.
Gast #4590411
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An Pleung:

ich nehme mal an, dass dein abzutastendes Signal periodisch ist und du 
aus der Schwebung eine Rekonstruktion machst oder gezielt versetzt 
abtastest. Klingt etwas nach Radartechnik.

Mit PLLs wird sowas ein bisschen zum Roulette, wenn du nicht eine gute 
Referenzquelle (GPS, etc.) hast. Am besten funktionieren meine Meinung 
nach die verschiedenen Lösungen von variablen Delays, aber da wird's 
dann sehr FPGA-spezifisch. Auf den Spartanern kannst du mit dem DCM bzw. 
den IODELAYs was machen, ansonsten bleibt dir immer noch die manuelle 
Plazierung von LUTs für ganz kleine Delta-T, das machen offenbar auch 
die Teilchenphysiker so (Google mal zum Thema TDC und Cern).
Knifflig wirds nur, wenn die Phase sehr schnell variieren muss, aber das 
dürfte bei 4 MHz noch gnädig sein. Und sonst musst du halt mehrere 
Delays instanziieren, wird dann nur mit der MUXerei des Triggers etwas 
gefährlich.

Grüsse,

- Strubi

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