Hallo,
seit ein paar Tagen haben wir ein neues Firmengebäude bezogen (Neubau).
Was mir jetzt auffällt, dass in den Büroräumen kein Handyempfang (GSM,
LTE) mehr möglich ist. In der Fertigung jedoch schon?
Dafür gibt es für mich zwei Erklärungen
1. Störsender in Büros
Habe mal gelesen, dass manche Arbeiter bis zu 30% der Arbeitszeit am
Handy spielen.
2. Bauweise
Massive Betondecken im Bürobereich, leichtere Bauweise in der
Fertigungshalle.
Bürobereich keinerlei Empfang, 7m weiter in der Fertigung bester
Empfang(Balken Vollausschlag).
Laut LTE-Netzkarte liegen im Umkreis von ca. 1km 3(!) Sendemasten.
Was meint ihr?
Stahlbeton-Außenwand ("Plattenbau", mit davor gehängter Wärmedämmung)
und Wärmeschutzfensterglas mit Metallbedampfung. Beides Stand der
Technik und sehr "strahlungsfeindlich".
Carl D. schrieb:> Stahlbeton-Außenwand ("Plattenbau", mit davor gehängter Wärmedämmung)> und Wärmeschutzfensterglas mit Metallbedampfung. Beides Stand der> Technik und sehr "strahlungsfeindlich".
Eben, deshalb plan man bei Neubauten ja auch ein DAS (Distributed
Antenna System) oder femtocells.
Wenn es nur um Sprache geht, kann man das DAS auch billig in einfacher
GSM Technik bauen und WLAN nebenherstellen.
Nachteil: Hat man bei seinem Superphone das WLAN abgeschaltet, braucht
es massig Energie immer wieder eine Datenverbindung zu suchen.
BTW: 70er Jahre Aluminiumsfassaden und Sonnenschutzverglasung ist nicht
besser.
Wir haben auch ein stark waermeisoliertes Haus mit Alufassade und
bedampften Fenstern. Fuer eine SMS von aussen rein reichts grad noch.
Sonst is nichts. Mangels verbindung zur Basisstation drehen die Handys
voll auf, und die Batterie ist schon nach einem Tag leer.
Zum Telephonieren gehen wir auf den Balkon. Dessen Tuer ist dann oft
offen. Soviel zur Waermeisolation...
Hallo
in geheimen Forschungslaboren soll es angeblich so etwas wie Telefone
geben die über feste Leitungen mit der Außenwelt verbunden sind.
Was daran wahr isr, und ob diese Technik irgendwann mal für den
Normalbürger greifbar ist steht natürlich noch in den Sternen.
Ist aber eine geile Vorstellung auch ohne Funknetz telefonieren zu
können...
Oh D. schrieb:> Zum Telephonieren gehen wir auf den Balkon. Dessen Tuer ist dann oft> offen. Soviel zur Waermeisolation...
Ich glaube eher das zeigt die IQ-dämpfende Wirkung der Handystrahlung.
Jeder normal denkender Mensch macht hinter sich die Tür zu wenn er auf
dem Balkon geht.
SCNR
Das haben wir hier auch bei einem Automobilzulieferer.
Das Gebäude ist ca 2 Jahre alt und man hat das Gefühl eines Störsenders.
Tatsächlich ist es aber nicht so: Wenn man einfach das Fenster öffnet
hat man Vollausschlag. Teste das mal, TE, denn dann liegt es definitiv
an der Verglasung.
Andererseits hat unser Unternehmen diese aktiven Netzrepeater allerdings
funktionieren die nur für Vodafone, da die Firmenhandys eben Vodafone
Verträge sind und damit ist EPlus geblockt.
WLan für private Endgeräte ist schon gar nicht drin, ist ja auch
logisch.
Ähnlich in einigen Hotels. Empfang draußen gut, drinnen gedämpft.
Manchmal hilft ein WLAN-Router auf dem Fensterbrett für Datenempfang.
Aber Vorsicht, falls das Handy Updates holt, kann es teuer werden ohne
ausreichende Flat.
Ein Störsender ist da mit einer relativ hohen Sicherheit nicht verbaut,
der Aufwand wäre zu gross, um da jeden Bereich abzudecken, es sei denn,
du arbeitest in einer JVA, da soll es bisweilen mal vorkommen.
Eine passive Antenne könnte helfen, wir haben hier dasselbe Problem.
Auch das Radio empfängt nur Ortssender. Ein Lambda/2 Dipol draußen,
dasselbe innen und dazwischen eine flache "Fensterdurchführung" für
Sat-Antennen, (Reichelt, Conrad). Die haben zwar auf wenigen Zentimetern
3 dB Durchgangsdämpfung, aber das ist vergleichsweise wenig.
Christoph K. schrieb:> Eine passive Antenne könnte helfen (...)
man könnte noch versuchen, wie beim Router auf dessen Antennen-Stick
eine Yagi-antenne drüberzuschieben. direkt damit telefonieren ist
natürlich nix aber man kann wenigstens wie mit der Pfannen-Antenne für
SMS, Whatsapp etc auf Empfang bleiben.
Und: der Akku hält länger, weil das fon nicht ständig "nach Netz"
schreit.
Wenn man auf den Router bzw. WLAN/VOIP-Registrar oder IP-Telefonanlage
selber Zugriff hat, kann man auf dem Handy ein SIP-Softphone
installieren und dieses dort registrieren.
Beim Handyprovider, wenn möglich, eine Rufumleitung bei
Nicht-Erreichbarkeit auf eine Festnetz/VOIP-Rufnummer einrichten. Sobald
das Handy sich dann ins betriebliche WLAN einklinkt, kann man wieder
angerufen werden und selber auch damit anrufen ...
Ist sicher erstmal aufwändig und im nicht-eigenen Büro wohl kaum
durchsetzbar, aber technisch prinzipiell möglich. Vor allem: OHNE jede
zusätzliche Hardware.
Vlt. ist ja auch der Chef oder betriebliche Admin so freundlich, sowas
für die Handies der Mitarbeiter einzurichten. Die selbstverständlich
bekannt zu gegebene Tatsache, dass so jedes Gespräch geloggt (nicht
aufgezeichnet) wird, sollte die Mitarbeiter von einem Missbrauch
weitgegehnd abhalten ...