Elektrischer Zünder

OP #4595090
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Hallo,

ich würde für Silvester gerne einen elektrischen Fernzünder bauen. Dazu 
habe ich mir bereits Drucktaster, Litze, Nichromdraht und einen 
Schlüsselschalter bestellt. Der Plan wäre folgender, das zwischen 
Krokodilklemmen der Nichromdraht kommt, dieser durch eine 9V Batterie so 
heißt glüht das die Visco anfängt zu brennen. Ich bin mir jedoch nicht 
sicher wie der Schaltplan aussehen soll. Wäre es besser wenn der Zünder 
mit einem Board (z.B. Arduino) gesteuert wird oder reicht es wenn ich 
die Kabel so wie im Anhang gezeigt verlöte.
Legende vom Schaltplan: S Schlüsselschalter; 1-4 Drucktaster; A-D 
Vorrichtung für den Nichromdraht.

Freue mich auf Antworten

Liebe Grüße

Sami

P.S.: Ersten Schaltplan bitte ignorieren, wurde versehentlich 
hochgeladen.
Angehängte Dateien:
#4595378
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Ich habe das als Kind mal mit nem dünnen 0815 Draht den ich zu hause 
gefunden habe, einem Relais und einem Wecker gebastelt.
Als Stromquelle habe ich nen 6x NiMH Akku Pack mit 3000 mAh und 7.2 V 
genommen. Leider war der Wecker so ungenau das ich die Rakete 5 vor 
Zwölf vorm Wohnzimmer habe hochsteigen sehen.... aber funktionieren tut 
das wohl auch mit 7.2 V und dem entsprechenden Draht.
Gast #4595424
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Manfred Lub schrieb:
> Ein 9v Block wird wohl kaum genug Leistung haben um irgendwas zum Glühen
> zu bringen?!

Das ist - mit Verlaub - falsch.

Versuch1:
Halte den 9V Block an Stahlwolle.

Versuch2:
Schließe eine 9V-Glühbirne (<1W) an einen 9V-Block an.

1W schafft der locker, und das reicht dick, um etwas zu entzünden.

Zum Thema:
Da gibts fertige Systeme. Hier:
http://www.firework-shop.de/zuendanlagen/Silvester-Feuerwerk-Fernzuender/
Nix mit Terroristen, das ist ein ganz normaler, legaler webshop.

PS:
Die NSA betreibt hierzulande nur Wirschaftsspionage (mit Hilfe der 
deutschen Bundesraegierung), die verfolgen keine Terroristen oder 
Pyrotechniker.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4595429
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Sami K. schrieb:
> ich würde für Silvester gerne einen elektrischen Fernzünder bauen.

da muss man sich aber früh drauf vorbereiten.

Mein Tipp ebenfalls:
Stahlwolle und nen kleinen Ventilator dran,
damit die Wolle auch durchglüht. Das zündet alles.
Auch Wunderkerzen, mit denen Du dann auch Thermit starten kannst.
#4595741
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Ben B. schrieb:
> Vielleicht sollte man anmerken, daß solche Modifikationen an
> Feuerwerkskörpern strikt verboten sind. Ich glaub das darf man noch
> nicht mal mit einem T2-Schein für Modellraketenbauer.

Inzwischen nicht mehr. Das Verleiten (so wird das in der Welt der 
Feuerwerker genannt) ist seit einigen Jahren bereits erlaubt (ich glaube 
3 oder 4). Ab diesem Jahr gibt es nebenbei auch keinen Blitzknallsatz in 
Polen / Tschechien mehr.
(Firma: Q3) #4595765
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Ich kann mal kurz beschreiben, wie ich bereits in den 1970er Jahren 
elektrische Fernzünder für selbstgebaute Raketen und "Effektladungen" 
gebastelt habe:

- man nehme ein Fahrrad- oder Tachenlampen-Glühbirnchen mit dem 
Glaskolben zwischen zwei Finger und reibe das Glas vorsichtig auf feinem 
(!) Sandpapier an einer Stelle weg, so dass ein Loch von ca. 3mm 
entsteht. Das dauert nur einige Minuten. Man darf nicht zu fest drücken, 
sonst splittert das Glas. Mit etwas Feingefühl klappt das aber 
problemlos.

- den Innenraum des Lämpchens füllt man mit feinem Abrieb von 
Streichholzkuppen vollständig

- das Loch im Glas verschließt man mit einem Häutchen aus Alleskleber: 
Tropfen aufs Glas neben das Loch und mit Fingerkuppe rüberziehen

Ein solchermaßen präpariertes Birnchen gibt einen heftigen Feuerstrahl 
von sich, wenn es mit Spannung versorgt wird. Diese sollte bei etwa 
50..60% der regulären Betriebsspannung liegen, sonst kann es vorkommen, 
dass der Glühdraht so schnell wegbrennt, dass die Zündmasse nicht 
regiert.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4595789
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wenn man mal 'ne alte Schreibmaschine schlachtet, hat man relativ 
schnell viele baugleiche Zugfedern. Die für die Typen. Da testet man 
2-3mal aus,
wieviel Saft die brauchen um z.B. mit 10mtr Kabel da dran ein sattes 
glühen von sich zu geben.
das ganze dann in einen Trink-Halm, in dem dann auch eine Lunte 
verschwindet. Möglich is' viel. und ganz ehrlich? Verboten oder nicht, 
wenn ich zich andere Leute gleichzeitig in der Strasse so sehe, was da 
so abgeht, ist das noch garnix dagegen.
#4596524
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Ich würde es auch mit Glühkerzen von PKW testen, so 1000 - 1200 Grad 
werden
wohl genügen und als Stromversorgung 6 oder 12 Volt Akku (Autoakku)...

Oft sind sie kostenlos...


Allerdings würde ich dann auch "selbstregelnde" Glühkerzen nutzen,
die begrenzen durch die Regelwendel den Heizstrom...

Ben B. schrieb:
> Die Glühkerzen eines Dieselmotors kriegt man auch mit etwas Draht an der
> Lunte fest, aber das schreit dann nach 12V/15A pro Stück.


Ich habe oft ca. 1,2 Ohm gemessen, also auch ein Fall für den
Autoakku...
#4597334
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Frank E. schrieb:
> - den Innenraum des Lämpchens füllt man mit feinem Abrieb von
> Streichholzkuppen vollständig

1/2 OT
Ich hab früher mit meinem Cousin mal ne Filmdose mit 
Streicholzkuppen-Material gefüllt (ohne Holz - also richtig abgekratzt 
hat ne weile gedauert und waren glaub ich 2x10 Päckchen) und nachts auf 
nen leeren Parkplatz und nem Stück Holz als Lunte angezündet - Wow - Das 
gab ne riesige Stichflamme - Da bin ich heute noch beeindruckt ^^
#4597355
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Vlad T. schrieb:
> 1/2 OT
> Ich hab früher mit meinem Cousin mal ne Filmdose mit
> Streicholzkuppen-Material gefüllt

Ich hab's mal geschafft, mit nur 3 Streichholzköpfen, eine 4mm 
Madenschraube durch eine Telefonbuch, Sperrholzkiste und 2m weiter in 
eine Schranktür zu versenken.
Da steckt nicht zu unterschätzen viel Energie in den Dingern!
(und man kann noch ganz andren Blödsinn mit dem Zeug machen. Das fiele 
dann allerdings unter "Wiederverwertung von Sprengstoffen" o.so ä.)
(Firma: Funkenflug Industries) #4597753
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Die Versuche mit Metallhülsen und Streichholzkopf-Mischungen sind sehr 
gefährlich (Schrapnellbildung, schnell fliegende Teile mit scharfen 
Kanten) und deswegen möchte ich die nicht weiter kommentieren. Da kann 
man ganz schnell mal ein paar Finger oder ein Auge verlieren.

Du mußt das Zeug nur gut verdämmen. Je mehr Druck desto schneller 
verbrennt es und umso größer wird der Knall.

Sowas kann man sehr gut mit Schwarzpulver zeigen. Wenn man damit eine 
Spur legt und das letzte Ende mit einem Stein abdeckt gibt's eine nette 
Überraschung wenn man das offene Ende anzündet und die Flamme den Stein 
erreicht.

10kg Schwarzpulver als 50 Meter Spur ausgekippt erzeugen nur eine große 
Mengen weißen Rauch. 10kg Schwarzpulver als Häufchen im Keller versetzen 
ein Einfamilienhaus komplett an eine neue Adresse, weil sich der haufen 
selbst verdämmt.
#4598081
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Ben B. schrieb:
> Die Versuche mit Metallhülsen und Streichholzkopf-Mischungen sind sehr
> gefährlich (Schrapnellbildung

Ja bei solch Versuchen sollte man vorallem die Neugier zurücknehmen, 
zugugen is nich. Vielleicht aus 15m und selbst das kann noch ins Auge 
gehen!

Ben B. schrieb:
> 10kg Schwarzpulver als 50 Meter Spur ausgekippt

Wenn die Dir nich mal schon beim Hantieren hochgehen (vorallem 
Gebundenes).
Ich würde niemals mehr als 500g in EINER Dose transportieren.

Ben B. schrieb:
> Du mußt das Zeug nur gut verdämmen. Je mehr Druck desto schneller
> verbrennt es und umso größer wird der Knall.

5g auf die richtige weise verdämmt, lässt die Tür eines Kühlschranks 
3-4m fliegen. Mit 10g fliegt auch der Rest :)


Vlad T. schrieb:
> ui, wie dass denn?

Sorry, keine Details, will hier keine mitlesenden Kinder anleiten.
(Firma: Funkenflug Industries) #4598331
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> Ich würde niemals mehr als 500g in EINER Dose transportieren.
Auch die wird Dir gewaltig den Tag versauen sollte sie explodieren.

Schwarzpulver (vor allem die kaufbare gekörnte Variante) ist im Umgang 
erstaunlich sicher. Da sind andere Heimwerker-Initialsprengstoffe (APEX, 
HMTD) viel empfindlicher und machen auch deutlich mehr Bumm.

>> 10kg Schwarzpulver
> wer hantiert mit solchen Mengen?
Rein hypothetische Menge, die aber problemlos von jedem z.B. aus 
chinesischen Feuerwerkskörpen zusammengetragen werden kann,
der dumm genug dazu ist und keine Ahnung von der Wirkung hat.

Eine normale Sprengkapsel enthält 1g eines Initialsprengstoffs 
(Bleiazid/Nitropenta). Die Wirkung davon zerfetzt nur alles im direkten 
Nahfeld, z.B. wenn man die Kapsel in einen Apfel steckt bleibt von ihm 
nichts übrig. Auf ein Holzbrett gelegt wird nur ein recht kleines Loch 
hineingesprengt, mehr nicht. Aber die Reste vom Metallgehäuse fliegen 
schnell genug, um auch noch in einiger Entfernung (durchaus 1..2 Meter) 
Metallbleche zu durchschlagen.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4598342
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Ben B. schrieb:
> Aber die Reste vom Metallgehäuse fliegen
> schnell genug, um auch noch in einiger Entfernung (durchaus 1..2 Meter)
> Metallbleche zu durchschlagen.

Gabs kürzlich im TV zu sehen.
Da gings um einen entspr. Lehrgang um Pyroeffekte für 
TV+Filmproduktionen anwenden zu dürfen.
Den Blecheimer konnte man danach als Sieb benutzen.

...wenn man den wieder zusammengerollt hätte, meine ich.

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