Nicht sehr effizient.
Das liegt an der Funktionsweise der Heatpipes. Diese werden so
hergestellt, dass die Flüssigkeit darin z.B. bei 40°C verdampft.
Die Prozesskette sieht so aus bei heisser CPU und Umgebungsluft:
CPU -> HeatP -> Kühlrippen
60° -> 40°C -> 20°C
Irgendwo dazwischen werden die 40°C erreicht und die Verdampfung findet
statt. In deinem Fäll wäre die Prozesskette:
Peltier -> HeatP -> Kühlrippen
10° -> 15°C -> 20°C
Womit der Wärmetransport nicht effektiv arbeiten kann.
Operator S. schrieb:> Das liegt an der Funktionsweise der Heatpipes. Diese werden so> hergestellt, dass die Flüssigkeit darin z.B. bei 40°C verdampft.
genau so funktioniert eine Heat pipe nicht.
Der nutzbare Bereich einer HP leigt zwischen Tripel- und kritischem
Punkt (vorausgesetzt dass das Rohr stark genug für den Druck ist).
Worauf du allerdings achten musst ist das das Warme Ende der Pipe
möglichst der niedrigste Punkt ist, da die Flüssigkeit dann noch
zusätzlich durch die Schwerkraft zurück läuft
http://www.bosy-online.de/Heat-Pipe-Technik.htm
sg
Ok, danke schon mal für die Hinweise.
Leider finde ich keine Angaben zu optimalen Arbeitstemperaturen...
http://de.rs-online.com/web/p/kuhlkorper/8670966/
Ich möchte tatsächlich nicht allzu weit von der Raumtemperatur entfernt
Arbeiten. Da wird wohl einfach Kupfer oder Alu besser geeignet sein.
RTFM!
Füllung: H2O
max Temp: 250°C
und die min. Temperatur wird irgendwo bei 0-5°C liegen..
Die Wärmeleistung ist nur minimal von der Temperatur abhängig. Der
Wärmetransport findet isobar statt. Daraus folgt sich genau der Druck
einstellt bei welcher Wasser bei deiner Temperatur flüssig und gasförmig
vorliegt.
vergiss Cu oder Al. der Wärmewiderstand ist mindestens 100 mal Größer
sg
Clemens S. schrieb:> RTFM!>> Füllung: H2O> max Temp: 250°C
Danke für den Hinweis, daraus kann ich jedoch nicht so schnell
entnehmen, ob ein Temperaturgefälle von sagen wir mal 10°C für einen
schnellen Wärmetransport genügt. Zum Beispiel 20° Luft -> 10°
"Wärmesenke".
Bei einer CPU dürften das ja eher 50-80°C sein.
Sven B. schrieb:> warum man jemals Wärme in Richtung eines Peltiers> transportieren wollen sollte?
Um einen Gegenstand zu kühlen z.B. oder das Peltier als Wärmepumpe zu
benutzen.
Sven B. schrieb:> Kannst du mal erklären warum man jemals Wärme in Richtung eines Peltiers> transportieren wollen sollte?
Um etwas, z.B. ein Luftvolumen zu kühlen natürlich.
Das macht jede Akku-Kühlkiste so.
@ Clemens kannst du mir das mit dem Tripel und kritischem Punkt
erklären?
Nach meinem Verständnis wird die Flüssigkeit aufgrund des
Temperaturbereichs ausgewählt und dann mit dem Innendruck des Rohres
gespielt, um den Siedepunkt auf eine bestimmte Temperatur zu heben oder
senken.
In deinem verlinkten Text wird auch von verdampfen und kondensation
gesprochen, was für mich auf eine bestimmte Schwellentemperatur
schliessen lässt.
Aus wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Heat_pipe#Structure.2C_design_and_construction
" Below the operating temperature, the liquid is too cold and cannot
vaporize into a gas. Above the operating temperature, all the liquid has
turned to gas, and the environmental temperature is too high for any of
the gas to condense. Whether too high or too low, thermal conduction is
still possible through the walls of the heat pipe, but at a greatly
reduced rate of thermal transfer. "
Womit sich für mich erschliesst, dass die Temperaturen an den Enden der
Heatpipe auf je einer Seite der operating temperature sein müssen.
Ebenfalls aus wiki:
"Copper/water heat pipes have a copper envelope, use water as the
working fluid and typically operate in the temperature range of 20 to
150 °C."
Ist damit nun gemeint, dass mit einer Kupfer/Wasser Heatpipe und
verschiedenen Drücken dieser Temperaturbereich abgedeckt wird, oder dass
eine Kupfer/Wasser Heatpipe mit demselben Druck diesen gesamten Bereich
abdeckt?
Wie muss man sich dass dann vorstellen, wenn in einer Anwendung z.B
40-60°C sind und in einer anderen 80-100°C?
Im ersten Fall müsste es ja bei 40°C verdampfen und bei 60°C
kondensieren, während dies beim zweiten Fall bei 80°C und 100°C
passieren muss.
Operator S. schrieb:> kannst du mir das mit dem Tripel und kritischem Punkt> erklären?
Am Tripelpunkt stehen feste, flüssige und Gasphase miteinander im
Gleichgewicht.
Wenn man die Temperatur auch nur ein klein wenig weiter erniedrigt,
gefriert die Flüssigkeit und kann dann natürlich nicht mehr zur
Warmseite strömen.
Am kritischen Punkt verschwindet der Unterschied zwischen flüssiger und
Gasphase, -es existiert nur noch Gas-, und damit wird auch keine
Verdampfungswärme mehr benötigt.
Außerdem verschwindet natürlich die Oberflächenspannung der
Flüssigkeit, die für den Transport der Flüssigkeit in den Kapillaren
sorgt.
Operator S. schrieb:> Nach meinem Verständnis wird die Flüssigkeit aufgrund des> Temperaturbereichs ausgewählt und dann mit dem Innendruck des Rohres> gespielt, um den Siedepunkt auf eine bestimmte Temperatur zu heben oder> senken.Operator S. schrieb:> Ist damit nun gemeint, dass mit einer Kupfer/Wasser Heatpipe und> verschiedenen Drücken dieser Temperaturbereich abgedeckt wird, oder dass> eine Kupfer/Wasser Heatpipe mit demselben Druck diesen gesamten Bereich> abdeckt?
Du hast eine falsche Vorstellung vom Druck in der Röhre.
mach das Diagramm auf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Siedepunkt#/media/File:Phasendiagramme.svg
und denk mit:
Es gibt !immer! flüssig und gasförmig in der Röhre.
=> du kannst die Line im Diagramm zwischen Tripel und kritischem Punkt
nicht verlassen.
ändert sich nun die Temperatur stellt sich !automatisch! durch
verdampfen oder kondensieren der neue Druck ein. (in diesem Diagramm
eben ein Druck zwischen 0,006 und 221 bar)
(Das setzt voraus das nur ein Medium im Rohr ist. das schaffen aber
inzwischen auch die Chinesen ganz passabel)
FMI: http://www.thermacore.com/thermal-basics/heat-pipe-technology.aspx
sg
Clemens S. schrieb:> Es gibt !immer! flüssig und gasförmig in der Röhre.
Nein, nur im Arbeitsbereich zwischen Tripelpunkt und kritischer
Temperatur.
Die Ausrufezeichen hättest du dir spare können.
Clemens S. schrieb:> Worauf du allerdings achten musst ist das das Warme Ende der Pipe> möglichst der niedrigste Punkt ist, da die Flüssigkeit dann noch> zusätzlich durch die Schwerkraft zurück läuftHp M. schrieb:> Außerdem verschwindet natürlich die Oberflächenspannung der> Flüssigkeit, die für den Transport der Flüssigkeit in den Kapillaren> sorgt.
Das funst so gut, das Du dir um die Einbaulage keinen Kopf machen musst.
Diesen Artikel finde ich etwas übersichtlicher, als den bereits
geposteten.
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmerohr
@Spezies
Heatpipe OHNE Vakuumpumpe basteln?
Operator S. schrieb:> Nach meinem Verständnis wird die Flüssigkeit aufgrund des> Temperaturbereichs ausgewählt und dann mit dem Innendruck des Rohres> gespielt, um den Siedepunkt auf eine bestimmte Temperatur zu heben oder> senken.
Nein, das Verdampfen ist hier etwas anders als das Sieden in Mutters
Kochtopf, wo sich der Dampdruck des Wassers gegen den Atmosphärenbdruck
durchsetzen muß.
Das Rohr der Heatpipe wird luftleer gepumpt, bevor man ein wenig der
Flüssigkeit einfüllt und das Rohr dann verschliesst.
Deshalb steht unterhalb der kritischen Temperatur der Dampf stets im
Gleichgewicht mit der anderen Phase, egal ob flüssig oder fest.
Mit der Temperatur ändert sich lediglich der Druck im Rohr.
Wie ich bereits erwähnte, funktioniert die Heatpipe mit gefrorenem
Wasser natürlich nicht mehr.
Clemens S. schrieb:> ändert sich nun die Temperatur stellt sich !automatisch! durch> verdampfen oder kondensieren der neue Druck ein.
Danke, der Groschen ist gefallen :)
Teo D. schrieb:> @Spezies> Heatpipe OHNE Vakuumpumpe basteln?
Ja das geht.
Man muß nur das Wasser im Rohr etwas kochen lassen, dann wird mit dem
entweichen des Wasserdampfs auch die Luft daraus vertrieben.
Anschliessend quetscht man (ohne abzukühlen) den Stutzen aus Kupferrohr
einfach ab.
Nicht vergessen, dass das Wasser das Kupfer langsam oxidiert, und
Wasserstoff uebrig bleibt. Das Wasser kondensiert nicht mehr dort wo der
Wasserstoff ist, da schwerer. Dh die Eigenschaften werden so ueber die
Jahre langsam schlechter.
Hp M. schrieb:> Man muß nur das Wasser im Rohr etwas kochen lassen, dann wird mit dem> entweichen des Wasserdampfs auch die Luft daraus vertrieben.
Danke
(da hät ich aber auch selber drauf kommen können :(
Interessantes Thema.
Wo ist ( ausser im Preis ) eigentlich der Unterschied zwischen HP die
eine Wasserfüllung haben, und jenen die eine Methanolfüllung haben?
Bei meiner bisher kurzen Recherche habe ich keine Info gefunden.
Ich stelle mir vor, mit einem optischen Hohlspiegel und einer ( mehrerer
) Heatpipes eine Art Solar Tauchsieder zu basteln.
Das kann ich dir nicht genau sagen. Aber ich weiß das du beim BEquiet
Shadow Rock 2 den Lüfter so anbringen willst wie du magst. Also
Praktisch an allen 4 Seiten. Herausgefunden habe ich dasauf der CPU
KÜhler Seite Beim Test im Video. Hoffe ich konnte helfen.
http://cpu-kuehler-test.net