Minimal darstellbare Signalleistung auf einem Oszilloskops für Empfangsversuche

#4597416
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Hallo Leute,

mich interessiert, an welcher Stelle man im Datenblatt (oder in einer 
anderen Informationsquelle) eines Oszilloskops Angaben findet, die 
Auskunft darüber geben, welche minimalen Signalleistungen und 
Signalamplituden das Oszilloskop (noch) anzeigen und detektieren kann.

Ich würde mir gerne die "Rohsignale" auf dem Oszilloskop anschauen, die 
auf unterschiedlichen Frequenzen gesendet werden. Dazu würde ich ganz 
gerne mit einer normalen Radioantenne beginnen und so die 
unterschiedlichen modulierten und unverstärkten Signale der einzelnen 
Radiosender begutachten. Ist soetwas mit einem Oszilloskop möglich oder 
benötigt man dazu besondere Geräte, da die Signale zu schwach sind?

Gruß
#4597453
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Danke,

> Wenn das Oszilloskop schnell genug ist, sieht man dann oft mit einer
> Amplitude von ein paar mV die Überlagerung von einem  halben Dutzend
> UKW-Sendern.

Also kommt es beim Oszilloskop besonders auf die Abtastfrequenz an? 
Wären 1Ghz Abtastfrequenz ausreichend?

Muss man beim Anschluss einer normalen Teleskopantenne eines Radios an 
das Oszilloskop etwas beachten? Müsste man zum Beispiel den zweiten 
Anschluss des tastkopfes an Masse anschließen?

Gruß
#4597466
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> Bei einem teuren Digital-Laboroszi der gehobenen Preisklasse kannst Du
> die Messpitze auch in der Luft halten und siehst im FFT-Modus um 100 MHz
> herum die Spektren der Radiosender.

Danke, aber amplitudenmäßig wird man bei dem teuren Laboroszi vermutlich 
auch nichts sehen, wenn man den Tastkopf nur in die Luft hält, oder?

Gruß
#4597467
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Stefan H. schrieb:
> Also kommt es beim Oszilloskop besonders auf die Abtastfrequenz an?
> Wären 1Ghz Abtastfrequenz ausreichend?

Sogar mit alter analoger Hameg mit 40MHz Bandbreite konnte das.

P.S.:
Stefan H. schrieb:
> amplitudenmäßig wird man bei dem teuren Laboroszi vermutlich
> auch nichts sehen, wenn man den Tastkopf nur in die Luft hält, oder?

Man hält den Tastkopf nicht einfach in die Luft, weil man sich dann 
50Hz-Brumm einfängt, sondern schliesst ihn mit dem Pigtail kurz.
Gast #4597867
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#4597882
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>  Dazu würde ich ganz gerne mit einer normalen Radioantenne beginnen und so die 
unterschiedlichen modulierten und unverstärkten Signale der einzelnen  Radiosender 
begutachten.

Aeh .. und wie werden die einzelnen Sender getrennt ?
Genau, dafuer gibt es Radioempfaender. Die machen das alles.
Gast #4598074
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Das habe ich für dich schon einmal gemacht. Völlig überraschend sieht 
man hauptsächlich den stärksten Sender, bzw sein Nahfeld. Der arbeitet 
auf 50 Hz.

Nein im Ernst:

Stefan, du verwechselst Prinzipdarstellungen aus dem Physiklehrbuch mit 
technischer Umsetzung. Die beiden Bereiche haben unmittelbar nichts 
miteinander zu tun. Und das ist heute noch viel mehr der Fall, als vor 
mehr als 100 Jahren. Die Versuche von Hertz, Marconi u.a. kannst und 
darfst DU nicht wiederholen. (Ich auch nicht.)

Du kannst Physik lernen und ein paar BEWÄHRTE Experimentchen aus 
Schulbüchern nachbasteln. Fang beim Einfachen an. Deine kühne Phantasie 
wird die mangelnde Erfahrung nicht ausgleichen können.

Und du kannst technische Umsetzung betreiben und BEWÄHRTE 
Nachbauanleitungen von Empfängern nachbasteln.  Fang beim Einfachen an. 
Deine kühne Phantasie wird die mangelnde Erfahrung auch hier nicht 
ausgleichen können.

Deine Phantasie wird dir gute Dienste erweisen, wenn du sie endlich mit 
aktivem Handeln kombinierst. Ohne diese Kombination gehst du nur im 
Kreis, und bemerkst das nicht einmal.
#4598530
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Hallo,

ja danke für Deinen Ratschlag. Als Neuling in der Hochfrequenztechnik 
faszinieren mich persönlich immer erst die einfachsten Experimente (wie 
beispielsweise die von Heinrich Hertz und Marconi) im Gegensatz zu 
irgendwelchen High-End-Anwendungen oder der Satelliten-Kommunikation. 
Die meisten Lehrbücher verwirren einen mit ihren "anschaulichen 
Darstellungen" nur, wie ich finde und klären nie grundsätzliche Fragen, 
die sich daraus ergeben.

Ich kann Dir ein Beispiel geben: Standardmäßig findet man überall in 
Lehrbüchern, dass Heinrich Hertz die von Maxwell vorhergesagten 
elektromagnetischen Wellen experimentell bewiesen hat. Es folgen meist 
Bilder von seinen Aufbauten.
Schön und gut, aber es drängt sich eine entscheidendere Frage auf: 
Inwiefern kann das Hertz'sche Experiment als Beweis dienen? Ein Beweis 
wäre es nur, wenn er zeigen könnte, dass an seiner Empfangsschleife 
bereits das Fernfeld herrschte, denn dann handelte es sich erst um 
Wellenphänomene... usw.

SWL schrieb:
> Das habe ich für dich schon einmal gemacht. Völlig überraschend sieht
> man hauptsächlich den stärksten Sender, bzw sein Nahfeld. Der arbeitet
> auf 50 Hz.

Auch bei dieser Aussage (den Schwerz habe ich verstanden) interessiert 
mich jetzt folgendes: Kann ich mit dem Oszilloskop das Nahfeld der 
Steckdose in ein zwei Metern Entfernung auf dem Oszilloskop-Bildschirm 
im Signal-Anzeigemodus und im FFT-Modus anzeigen?

Das Wechselfeld bzw. Nahfeld der Steckdose induziert doch in dem zur 
Schleife gemachten Tastkopf eine Spannung (induktive Nahfeldkopplung). 
Meiner Meinung nach ist das nur eine Frage, ob die geringe 
Empfangs-Leistung noch von dem Oszilloskop "detektiert" werden kann.
Im FFT-Modus müsste ich auch die 50Hz sehen können.

Gruß
Gast #4598588
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Gar nichts hast du verstanden, Stefan. Du stellst wieder eine Reihe 
irrelevanter Fragen.

Du bist kein Neuling auf dem Gebiet der Hochfrequenztechnik. Du bist ein 
vollständig ausserhalb Stehender, der sie mit den falschen Fragen 
aussenrum umkreist. Ein Neuling bist du erst dann, wenn du drei 
verschiedene Funkempfänger gebaut hast und zum Funktionieren gebracht 
hast. (EINFACHE ! nicht gleich Doppelsuper mit PLL.)

Dir werde ich auch nicht die Frage nach einem Bauvorschlag beantworten. 
Du selbst kannst recherchieren, womit Anfänger ihre ersten Erfolge 
hatten. Auch von mir steht noch so etwas im Netz.
Gast #4598615
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Es gibt interessante Biographien von Hertz [1] (übrigens auch von 
Röntgen und Newton), wo poulärwissenschaftlich, aber fachlich korrekt 
beschrieben wird, wie diese Personen ihre Entdeckungen gemacht haben.

Hertz hat z.B. in seinem Labor riesige Prismen aus Teer/Pech, 
Reflektoren und Gitter aus Zinkbelch aufgestellt um die von Licht 
bekannten Welleneigenschaften zu studieren: Brechung, Beugung, 
Reflexion, Polarisation und Interferenz. Diese Exponate lassen sich im 
Deutschen Museum in München bestaunen.
Röntgen verbrachte etliche Tage in einem mit Zinkblech ausgekleidetem 
Holzkasten, um bei seinen Experimenten externe Einflüsse auszuschließen.


[1] 
https://www.amazon.de/Heinrich-Hertz-Albrecht-F%C3%B6lsing/dp/3455112129/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1464794581&sr=8-4&keywords=heinrich+hertz
#4598686
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SWL schrieb:
> Gar nichts hast du verstanden, Stefan. Du stellst wieder eine Reihe
> irrelevanter Fragen.

Du hast recht. Aber trotzdem interessieren mich erst die "irrelevanten" 
Fragen, die ich mir überlege oder die mir in den Sinn kommen.

Deshalb will ich zuerst wissen, ob man das elektromagnetische 
50Hz-Nahfeld der Steckdose innerhalb eines Zimmers mit einem Oszilloskop 
messen und darstellen kann. Messen und darstellen insofern, dass eine 
Spannung in der Tastkopfschlaufe (mit Pigtail kurzschließen) durch 
induktive Nahfeldkopplung induziert wird.
Gibt es keine klare physikalische Antwort darauf?

Gruß
Moderator Persönliche Seite #4598691
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Stefan H. schrieb:
> Gibt es keine klare physikalische Antwort darauf?

Kauf' dir ein Oszilloskop (ein billiges tut's, du musst damit keine
Rundfunksender empfangen wollen) und probier' endlich mal was aus.

„Nahfeld“ kann man das kaum nennen, und „von der Steckdose“ schon
gar nicht (es ist nämlich nicht lokalisierbar, woher es genau kommt),
aber das Zeug ist in jeder normalen Wohnung omnipräsent.  Es genügt
auch schon die eingestreute Amplitude auf den PE (an dem der Oszi
ja notgedrungen hängt), dass der Tastkopf bei Berührung mit dem Finger
dann eine mehr oder minder verzerrte 50-Hz-Kurve zeigt.

Aber wie dir schon viele geschrieben haben: probier' endlich mal was,
wenn dich das alles so sehr interessiert wie du behauptest, statt
endlos um den heißen Brei herum zu theoretisieren.
Gast #4598713
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Stefan H. schrieb:
> Aber trotzdem interessieren mich erst die "irrelevanten"
> Fragen, die ich mir überlege oder die mir in den Sinn kommen.

Ja, das sieht man. Diese Fragestrategie führt dich im Kreis herum. Und 
das passiert völlig unabhängig davon, welche Antworten deine 
Forumskollegen dazu schreiben. Für dich scheint das ja so auch in 
Ordnung zu sein, und kann so weiter laufen.
#4598722
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Jörg W. schrieb:
> Aber wie dir schon viele geschrieben haben: probier' endlich mal was,
> wenn dich das alles so sehr interessiert wie du behauptest, statt
> endlos um den heißen Brei herum zu theoretisieren.

Ja, das ist das Problem.
Mich interessiert Deine Fachkenntnis, wäre das hier ausreichend, um 
einen Großteil meiner Fragen obiger Art beantwortbar zu machen?

http://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1102E.html

Gruß
#4598895
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Ok, ok,

eine letzte Frage noch dazu:
Das Amplitudengemisch der Radiosender wird dieses Oszilloskop auch nicht 
als Signalverlauf anzeigen können, oder?
http://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1102E.html

Oder wenn ich VLF-Signale an diesen Empfangsspulen sichtbar machen will. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Extremely_Low_Frequency#/media/File:VLF-Antenne1.jpg

Sind dazu auch nur teure Laborgeräte in der Lage?

Gruß
Moderator Persönliche Seite #4598905
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Jörg W. schrieb:
> Damit sind 5stellige Beträge gemeint.

OK, ich würde mich korrigieren.  Selbst mein ältlicher HP-Oszi ist
da besser, als ich es erwartet hätte.  Man sieht recht deutlich zwei
bis drei Peaks im Bereich um die 100 MHz und dann nochmal zwei bei
180 und 210 MHz (DVB-T?).

Zum Vergleich das Spektrum der gleichen Teleskopantenne am Spekki.
Was im Foto schlechter herauskommt, als man es am Bildschirm sah:
der Spekki löst das Signal selbst in dieser Übersicht sehr viel feiner
auf, man konnte da so mindestens fünf oder sechs dicke Rundfunksender
unterscheiden, während die effektive Bandbreite (RBW) der Oszi-FFT
doch eher bei 10 MHz liegt.

Im Unterschied zu dem genannten Rigol-Oszi hat der hier aber 300 MHz
Kanalbandbreite.
Angehängte Dateien:
#4598917
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Vielen Dank,

so habe ich mir das vorgestellt :-)
Bei dem Versuch zum ersten Bild, hast Du da eine Schlaufe mit dem 
Tastkopf und dem "Pigtail" gebildet?
Sorry, Du hast eine Teleskopantenne verwendet, ok. Ist das Ergebnis 
deutlich schlechter, wenn man die "Pigtail"-Schlaufe verwendet?

Gruß
#4598933
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Jörg W. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Damit sind 5stellige Beträge gemeint.
>
> OK, ich würde mich korrigieren.  Selbst mein ältlicher HP-Oszi ist
> da besser, als ich es erwartet hätte.  Man sieht recht deutlich zwei
> bis drei Peaks im Bereich um die 100 MHz und dann nochmal zwei bei
> 180 und 210 MHz (DVB-T?).

Vielen Dank nochmal für Deine Mühe,

aber könntest Du den Versuch noch mit dem Signalverlauf machen. Also 
gucken, ob das Oszilloskop auch das Amplitudengemisch anzeigen kann. 
Also, ob irgendein Amplitudenverlauf, der mit der Teleskopantenne 
empfangen wird, anzeigbar ist.

Gruß
#4598947
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Stefan H. schrieb:
> aber könntest Du den Versuch noch mit dem Signalverlauf machen. Also
> gucken, ob das Oszilloskop auch das Amplitudengemisch anzeigen kann.
> Also, ob irgendein Amplitudenverlauf, der mit der Teleskopantenne
> empfangen wird, anzeigbar ist.

Irgend ein Sinn von mir sagt, dass Stefan nur die Leute hier 
beschäftigen
möchte, ohne selbst etwas anzugreifen - das sieht man auch in allen
anderen Fragestellungen von Ihm...
(Firma: matzetronics) #4599125
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Jörg W. schrieb:
> Man sieht recht deutlich zwei
> bis drei Peaks im Bereich um die 100 MHz und dann nochmal zwei bei
> 180 und 210 MHz (DVB-T?).

Eigentlich sollte es im alten Fernsehband III keine TV Sender mehr 
geben, die Jungs wollten alles ins Band IV und V verlegen. 180 und 210 
Mhz deuten aber wirklich auf sowas hin, wäre es bei 150-170 Mhz, würde 
ich eher auf ÖBL oder NÖBL spekulieren.
http://www.ukwtv.de/cms/deutschland-tv.html
Moderator Persönliche Seite #4599202
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Matthias S. schrieb:
> Eigentlich sollte es im alten Fernsehband III keine TV Sender mehr
> geben, die Jungs wollten alles ins Band IV und V verlegen.

Ja, so hatte ich das auch in Erinnerung, und mich dann erstmal
gewundert.

Aber da sie auf dem Spekki auch auftauchen, sind es gewiss nicht
nur schlecht unterdrückte Aliase oder sowas.

> 180 und 210
> Mhz deuten aber wirklich auf sowas hin

Gerade mal im Frequenznutzungsplan nachgeschaut: DAB+ könnte das auch
sein.

p.s.: Gerade nochmal hier auf Arbeit nachgemessen.  Da ist das Signal
nicht ganz so stark wie gestern zu Hause, die liegen bei 178 und 203
MHz und sind 1,5 MHz breit, mit fast „rechteckigem“ Spektrum.
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #4599245
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Außer 50 Hz Netz brumm wirst Du nicht viel erkennen können, das Feld an 
der Antenne ist ja eine Mischung aus allen verfügbaren Frequenzen und 
Ampliduden... quasi gefärbtes Rauschen. Da siehst Du absolut nichts. Da 
braucht es erst Filter, die das Nutzsignal aus dem Brei rausfiltern. Ein 
Spektrumanalyser macht sowas. Oder eben ein Radioempfänger...
Moderator Persönliche Seite #4599265
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Stefan H. schrieb im Beitrag #4599247:
> Hätte gerne einen Screenshot davon wie oben.

Es hat dir bislang jeder bestätigt, dass man das 50-Hz-Netzbrummen
auf dem Oszi sieht – viel öfter, als man sich das wünscht.

Statt uns also hier weiter beschäftigen zu wollen, geh' jetzt endlich
los und mach deine eigenen Messungen.

Mein Tipp: kauf dir irgendeinen gebrauchten alten Oszi, deine 50 Hz
kann sowieso jeder darstellen, und du musst nicht endlos viel Geld
versenken.
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #4599287
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Stefan H. schrieb im Beitrag #4599247:
> Vielen Dank wolfgang,
>
> Kann man mit der EMV-Sonde auch das 50Hz-Feld der Steckdose (als
> Störquelle) anzeigen? Hätte gerne einen Screenshot davon wie oben.
>
> Gruß

Kann das Teil nicht, dafür geht er von 19kHz bis 3GHz...

50 Hz kannst Du Dir als Sinuskurve auf dem Oszi ansehen. Kein Mensch 
käme auf die Idee, sich einen 20kEuro Spektrumanalyzer für 50 Hz 
anzuschaffen...

Bis vor Kurzem war ich der Meinung, es gäbe keine dummen Fragen... jetzt 
treten erste Zweifel auf.
#4599593
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Stefan H. schrieb im Beitrag #4599239:
> Sven B. schrieb:
>> Das Oszi rechnet doch die FFT von den Punkten die es misst. Natürlich
>> sieht man dann auch das "Amplitudengemisch" (was immer das sein soll),
>> sonst würde in der FFT nichts rauskommen.
>
> Das meine ich nicht. Ich meine den normalen Signalverlauf-Modus des
> Oszilloskops, nicht den FFT-Modus.

Das Oszi hat nur eine Datenerfassungs-Methode. Der FFT-Modus rechnet 
einfach die FFT von den Punkten die es im normalen Modus anzeigt.
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #4599721
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Quatsch, jede Änderung eines elektrischen Feldes / einer elektrischen 
Spannung / eines elektrischen Stromes hat ein Spektrum.

Beschäftige Dich mal mit Fourier.

Ein reiner Sinus hat seine eigene Frequenz als einzige spektrale 
Komponente.
Ein Rechteck hat unendlich viele mit der Amplitude abnehmende 
ungeradzahlige Vielfache der Grundfrequenz (Auch wenn der Bindl das 
jetzt sicher anders sieht...)
Eine Sprungfunktion (einmaliges Einschalten) hat eine ganz spezifische 
spektrale Verteilung (keine diskreten Werte, da keine Grundfrequenz)...
Und ein Dirac-Stoß (unendlich kurzer Impuls) enthält alle Frequenzen in 
gleichem Maße.

Ich würde mal einen Entladungsfunken aus einem Piezo als Dirac-Impuls 
ansehen, der alle Frequenzen anregen kann...
Gast #4600407
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Such mal nach Sferics und Whistler. Dafür brauchst du nur ne Soundkarte.
Da muss man auch keine Doktorarbeit draus machen, das haben Schüler 
schon vor 10...15 Jahren für Jugend Forscht gemacht.
vlf.it wäre auch eine Anlaufstelle.
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #4600812
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Mein Gott Stefan,

kauf Dir endlich ein billiges Oszi und probier die Sachen selber aus... 
Du startest in jedem Thread die gleiche Leier mehrfach "Mich würde 
interssieren..." und dann kommt etwas, was entweder völlig weltfremd, 
irrelevant oder ganz einfach selbst durchführbar ist.

Das Forum gibt ja gerne Hilfe zur Selbsthilfe, aber das setzt meiner 
Meinung nach auch voraus, dass du außer deinem rein akademischen 
Interesse auch mal Taten folgen lässt, selber was aufbaust und nicht 
hier alle mit Deinen komischen Fragen beschäftigst.

Ich hab Dir letztens schon Grafiken mit meinem Spektrumanalyser ins 
Forum gestellt - und was kam darauf von Dir? "Danke, aber kannst Du auch 
ganz was anderes aufzeigen?"

Ich werde den Verdacht nicht los, dass es Dir nicht um Erkenntnis, 
sondern einzig allein nur ums Fragen stellen geht.
#4602767
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Moin,

bin schon ganz gespannt auf das Oszilloskop, kann's kaum erwarten.
Bis dahin habe ich noch ein Paar kleinere Fragen, zu denen man im 
Internet nichts konkretes findet.

1. Noch einmal zu den technischen Daten: Der maximale Input eines 
Oszilloskops findet man in jedem Datenblatt angegeben. Leider wird 
nichts über den minimalen Input erwähnt. Gibt es für ein Oszilloskop 
sogesehen keine vernünftige minimale Begrenzung des Eingangssignals?

2. Zur Bandbreite: So wie ich es verstanden habe, kann man das System 
"Oszilloskop" als Tiefpass auffassen mit der Bandbreite als 
Grenzfrequenz. Was passiert, wenn ich ein Oszilloskop mit 100MHz 
Bandbreite an einen 10GHz-Sinus eines Hochfrequenzgenerators anschließe? 
Wird der Sinus dann extrem verzerrt?

Gruß
Gast #4602786
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Doch, das ist die minimale Empfindlichkeit.
Meistens sind es 1 mV/Div. Die meisten Scopes verringern aber dabei die 
nutzbare Banbreite.

Die als Bandbreite angegebene Frequenz ist die Frequenz, wo das Signal 
um 3 dB gedämpft dargestellt wird, also mit 70 % der Amplitude.
Danach fällt die Empfindlichkeit mit 20 dB pro Dekade ab.
Bei 1 GHz sind es 23 db, bei 10 GHz dann 43 Dämpfung, also rund 0,7 % 
der Amplitude.
Annahme: Sinusförmiges Signal, Tiefpass 1. Ordnung. Ausreichende 
Abtastrate.
#4604056
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Moin zusammen,

ist es möglich, das Rauschen, dass ein Oszilloskop anzeigt, wenn ein 
Tastkopf mit kurzgeschlossenem Pigtail angeschlossen ist (oder nicht), 
differenzierter aufzulösen?
In den meisten Abbildungen ist bei "Leerlauf" immer nur eine mehr oder 
weniger grade Linie zu sehen. Dies wird doch, wie auch für andere 
Signale, mit der horizontalen Zeitskalierung geändert, oder?

Ist auch eine FFT-Analyse des Rauschens mit einem Oszilloskop möglich?

Gruß
Moderator Persönliche Seite #4604548
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Stefan H. schrieb:
> Wie hast Du die Radio-Teleskopantenne an das Oszilloskop angeschlossen,
> speziell das Pigtail?

Der Oszi hat eine BNC-Buchse, da habe ich die Antenne einfach
drauf gesteckt.  Das ist allerdings eine auf Amateurfunk umgebaute
Antenne gewesen, daher die BNC-Buchse.

Kein Tastkopf, kein „Pigtail“, ich wollte keine zusätzlichen Verluste
haben sondern maximale Empfindlichkeit.
#4605270
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Jörg W. schrieb:
>Das ist allerdings eine auf Amateurfunk umgebaute
> Antenne gewesen, daher die BNC-Buchse.

Danke,

wie ist diese Antenne mit der BNC-Buchse verschaltet, speziell: wie ist 
das mit dem Masseanschluss geregelt?
Die größte Masse (Oberfläche) der Antenne wird ja vermutlich galvanisch 
mit dem Tastkopf verbunden sein, aber die Masse, ist die einfach vom 
übrigen Antennenmaterial isoliert?

Gruß
Gast #4607104
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Stell doch mal auf 2V/div und schieb die vertikale Position auf das 
unterste Kästchen, so dass du den Pfeil mit der 1 horizontal siehts. 
Kontrollier evtl. den Offset im Vertikal-Menü des Kanals.
#4608564
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Eine Frage zum 50Hz-Brumm:

Wieso verschwindet der 50Hz-Brumm, wenn ich den Tastkopf mit dem Pigtail 
kurzschließe?
Liegt es daran, dass die Induktionsspannung, die nun in der Schleife des 
Tastkopfes durch das 50Hz-Wechselfeld entsteht,  so viel geringer ist, 
als der elektrische Teil des Wechselfeldes, der beim "offenen" Tastkopf 
einkoppeln kann?

Gruß
#4608630
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Stefan H. schrieb:
> Liegt es daran, dass die Induktionsspannung, die nun in der Schleife des
> Tastkopfes durch das 50Hz-Wechselfeld entsteht,  so viel geringer ist,
> als der elektrische Teil des Wechselfeldes, der beim "offenen" Tastkopf
> einkoppeln kann?

Mein Gott drückst du dich immer kompliziert aus.
Schreibe bitte niemals ein Buch. Da braucht man ja Jahre das zu 
verstehen.

Und nein, damit erdest du das Signal.
Moderator Persönliche Seite #4608684
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F. F. schrieb:
> Und nein, damit erdest du das Signal.

Nein, seine Erklärung war schon korrekt: die Drahtschleife, die sich
durch den Erdungsdraht bildet, ist natürlich in der Tat eine 
„magnetische
Antenne“, aber der E-Feld-Anteil des 50-Hz-Feldes, den man mit der
offenen Tastspitze einfängt, führt zu einem viel größeren Anzeigepegel
als der H-Feld-Anteil, den man mit der Schleife einfängt.

Das liegt aber teils natürlich auch an den Impedanzverhältnissen: der
hochohmige Oszi-Eingang ist so schlecht an die niederohmige
H-Feld-„Antenne“ angepasst, dass er dieser nur sehr wenig Leistung
entnehmen kann.  Ein vorgeschalteter kleiner Trafo von 1:100 (der
natürlich genügend Induktivität haben muss, um bei 50 Hz auch als
Trafo zu wirken – ein paar Windungen auf einen Ferritkern werden also
nicht genügen) könnte da mehr rausholen.

Nichtsdestotrotz ist diese Leiterschleife oft genug beim Oszillokopieren
ärgerlich genug, da sie einem ganz schnell mal das eine oder andere
Störsignal einkoppeln kann (gerade von schnellen Schaltflanken, die
höherfrequente Anteile enthalten).
#4609450
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Jörg W. schrieb:
> die Drahtschleife, die sich
> durch den Erdungsdraht bildet, ist natürlich in der Tat eine
> „magnetische
> Antenne“, aber der E-Feld-Anteil des 50-Hz-Feldes, den man mit der
> offenen Tastspitze einfängt, führt zu einem viel größeren Anzeigepegel
> als der H-Feld-Anteil, den man mit der Schleife einfängt.

Dann muss ich auch mal Danke sagen. Wusste ich nicht besser. Jetzt aber. 
:-)

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