Eigenbau Netzgerät wenig Leistung

OP #4619320
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Hallo,

ich habe ein Netzgerät mit variabler Spannung(0V-30V) auf einem 
Steckbrett zusammengebaut, also alle Komponenten größtenteils mit 
Jumper-Kabeln und Krokodilklemmen verbunden.

Die Quelle, an der es betrieben wird, kann max. 70W Leistung liefern. 
Allerdings bekomme ich an dem Ausgang nicht mehr als 2,5W, da die 
Ausgangsspannung bei Last irgendwann nicht mehr ansteigen "will".
Die Spannung der Quelle bricht dabei nur minimal ein.

Da alles Andere bestens funktioniert, will ich das Netzteil bald auch 
auf eine Platine bringen. Da soll das Problem natürlich eliminiert sein.


Meine Frage ist nun:

Könnte der Grund für das beschriebene Problem durchaus die Tatsache 
sein, dass ich das System auf einem Steckbrett(also ohne Kabel mit 
großem Leiterquerschnitt) gebaut habe?


Grüße
Max
OP #4619345
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Prinzipiell wird der Strom über einen Shunt gemessen, die Spannung per 
Spannungsteiler am Ausgang.
Das wird dann mithilfe OPVs mit Sollspannungen von Potentiometern 
verglichen und anschließend mit deren Ausgängen zwei NPN-Transistoren 
gesteuert, die einen Leistungstransistor(2N3055) steuern, von dem der 
Kollektor an Ucc geht und der Emitter direkt an den Ausgang zum 
Verbraucher.

Der Schaltplan und Bilder des Aufbaus folgen gleich/nachher.

Aber es geht mir eigentlich nur darum, ob es überhaupt plausibel ist, 
dass das Problem am Aufbau auf dem Steckbrett liegt.
Gast #4619357
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Max V. schrieb:
> Aber es geht mir eigentlich nur darum, ob es überhaupt plausibel ist,
> dass das Problem am Aufbau auf dem Steckbrett liegt.

Das Steckbrett hat deutlich höhere Übergangswiderstände als eine 
gelötete Platine. Wie empfindlich deine Schaltung darauf reagiert, 
kannst (bisher) nur du beurteilen.
Gast #4619477
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Wie ist denn die Versorgung des IC1 realisiert?

Für T2 + T3 wählt man überlicherweise die Sziklai-Schaltung.

Ansonsten werden wohl noch weitere Designfehler in der Schaltung
sein. Netzteilschaltungen gibts doch wie Sand am Meer im Web.
Warum das Rad neu erfinden?
#4619485
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Unabhängig von dem R3-Problem:

Vielleicht schwingt die Schaltung, denn es ist nichts zur 
Frequenzkompensation der Regelkreise getan worden.
Und es kann sein, dass das Steckbrett die Sache noch verschlimmert, aber 
bei einer Platine muss es auch nicht stabil arbeiten.

Also zuerst mal mit dem Oszi messen!

Gruß Dietrich
OP #4619515
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Danke für eure Antworten.

nemesis... schrieb:
> Wie ist denn die Versorgung des IC1 realisiert?

IC1 ist an GND und 30V angeschlossen, mit 100nF Kondensatoren.

nemesis... schrieb:
> Für T2 + T3 wählt man überlicherweise die Sziklai-Schaltung.

Werde ich einmal versuchen.

Mark S. schrieb:
> Wieviel Basisstrom kommt wohl in den 2N3055, wenn der vorgeschaltete
> Treiber T3  über 470k angesteuert wird?

Wenn R3 kleiner wäre als 470k wäre, würde selbst dann, wenn kein 
Basisstrom durch T2 fließt, eine recht hohe Spannung am Ausgang 
anliegen. -> Strombegrenzung funktioniert nicht richtig.

Aber das könnte man ja evt. durch eine Sziklai-Schaltung lösen.


Meine Last war falsch konfiguriert, deshalb kamen keine größeren 
Leistungen zustande. Jetzt geht es aber.
Ich werde mir das ganze mal in LTSpice anschauen, um das Problem mit den 
Transistoren zu lösen.
#4619578
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Max V. schrieb:
> Wenn R3 kleiner wäre als 470k wäre, würde selbst dann, wenn kein
> Basisstrom durch T2 fließt, eine recht hohe Spannung am Ausgang
> anliegen. -> Strombegrenzung funktioniert nicht richtig.

Deine Schaltung muß selbst ohne Basiswiderstand funktionieren - 
andernfalls liegt (mindestens) ein schwererwiegender Schaltungsfehler 
vor.
Gast #4619597
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Max V. schrieb:
> Hier ist der Schaltplan

Na ja, das mag zwar eine Prinzipschaltung für ein Netzteil sein, aber 
keine funktionierende. UBEreverse der BC547 überschritten, die halten 
auch die Verlustleistung nicht aus. Kompensation der Reglelschleife 
fehlt völlig und ist, da der 2N3055 unsymmetrisch 
aufgesteuert/zugesteuert wird, auch nicht einfach, da helfen dicke 470uF 
am Ausgang auch nicht. Insgesamt hohe Spannungsverluste wegen 
Emitterfolgerdarlington an OpAmp Ausgang. Keine Stromabfuhr am Ausgang 
damit wirklich 0V erreicht werden können.
Statt Z-Diode täte es TL431 besser, Elko parallel. 3A (aktueller 
Stromregelbereich) liegt ausserhalb des SOA vom 3055.
Gast #4619711
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Max V. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> da der 2N3055 unsymmetrisch
>> aufgesteuert/zugesteuert wird
>
> Was genau heißt das?

Der Transistor wird rel. schnell aufgesteuert, aber nur sehr langsam 
zugesteuert.

Außerdem regelt die Schaltung den Spannungsabfall über dem Shunt (R4) 
nicht aus. Die Ausgangsspannung ist also deutlich stromabhängig.

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