Ecken wegschleifen

(Firma: Möhrchenzucht) #4623573
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Hallo,

ich möchte 3D-Objekte aus Kunststoff in Holz nachbauen.
Es sind geschwungene Formen.

Im Prinzip weiß ich in etwa, wie ich vorgehen will (Aufbauen aus 
einzelnen, mit der Oberfräse kopierten und aufeinandergeleimten 
Blättern, quasi LOM-Verfahren, nur mit Sperrholz statt Folien).

Daraus ergibt sich jedoch das Problem der Rasterung im Bereich von etwa 
5mm. Wie kann ich das lösen? Schleifen dürfte sehr viel Schleifpapier 
und Nerven kosten.

Gibt es eine Art Elektrohobel mit minimalem Abtrag und freistehender 
Rolle?

Grüße
Gast #4623636
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Sofern die Abmessungen deines Werkstücks nicht übertrieben groß sind:

Bandschleifmaschine mit grobem Schleifpapier.
Danach mit immer feinerer Körnung nachschleifen.
(z.B.: 40, 80, 120er Körnung)
Dabei brauchst du sicher nicht Unmengen an Schleifpapier.
1 Band pro Körnung sollte fast reichen.

Falls du keine Bandschleifmaschine besitzt, so kannst du das auch mit 
Handwerkszeug durchführen: Raspel und Feile und danach mit Schleifpapier 
von Hand nachschleifen. Macht auch kaum mehr Arbeit als der obige 
Vorschlag. Du musst nur aufpassen, dass beim Raspeln nichts ausreißt. 
Also gefühlvoll vorgehen und beim Arbeiten nicht zu fest niederhalten.

So würde das ein Tischler auch lösen,
daher: Vergiss alle anderen Vorschläge.

LG,
Entropievermehrer
(Firma: Möhrchenzucht) #4623642
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Entropiker schrieb:
> Bandschleifmaschine mit grobem Schleifpapier.
Habe ich. Wird wohl auch darauf rauslaufen.

Frank B. schrieb:
> Das dürfte dann allerdings etwas
> teurer werden.
Das ist das Problem am Furnier...



Mir ist gerade selber noch was eingefallen: Ich könnte das Gröbste 
vielleicht auch mit einem Winkelschleifer abnehmen?
Gast #4623981
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was für eine Holzart?

Pappelsperrholz geht gut mit Raspel u. Schleifpapier, die Festigkeit des 
Werkstücks ist aber Schwach.

Birke ist zäh u. elastisch; wird aber besser wenn geschnitzt/gehobelt 
mit scharfer Klinge.

Buche (o.a. Hartholz) ist... hart, da schleifst Du dir ein Wolf und 
schwupps hast geschwärzte Stellen. Auch hier gilt Schnitzen/Hobeln mit 
scharfer Klinge.
#4623987
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ein guter Elektrohobel kann man auch auf 0,1 mm einstellen. Allerdings 
sollte man wissen was man tut - die Dinger hobeln auch Finger wunderbar. 
Grundsätzlich sollte man erst Elektrowerkzeuge benutzen wenn man es von 
Hand auch machen könnte.
Raspel, Feile, Schleifpapier ist in deinem Fall die richtige 
Vorgehensweise. Welche Feile oder Raspel häng vom genauen Material ab 
und wie gut du mit dem Werkzeug umgehen kannst.
Ich sleber bearbeite solche Dinge gerne mit der Band/Tellerschleifer 
Kombination.

walta
Gast #4624080
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Kettensäge, Bandschleifer, Elektrohobel :-(

Nur zur Erinnerung:
Es gibt nicht nur konvexe sondern auch konkave Formen.

Im Formenbau nimmt man dazu einen Geradschleifer, gerne auch mit 
Pressluftantrieb. Passenden Aufsatz und Schleifpapier dazu und ab geht 
die Luzzi.

Um konvexe Formen grob vorzuschleifen eine kleine Flex mit 
Lamellenscheibe.
Zur Not geht auch eine Bohrmaschine mit Lamellenschleifaufsatz:
https://www.contorion.de/sonstige/bosch-lamellenschleifer-6-mm-60-mm-40-mm-120-10003080

Manchmal fragt man sich schon ob die die hier Tipps geben schon wirklich 
mal mit den Dingen gearbeitet haben :-)

Nachtrag: Bohrmaschine in Bohrständer eingespannt und so einen 
Lamellenaufsatz drauf ist auch prima zum Entgraten oder um kleinere 
Teile die man aber noch fassen kann entsprechend mit der Hand zu führen 
und zu schleifen.
Gast #4624083
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Holzwurmblues schrieb:
> Birke ist zäh u. elastisch; wird aber besser wenn geschnitzt/gehobelt
> mit scharfer Klinge.
>
> Buche (o.a. Hartholz) ist... hart, da schleifst Du dir ein Wolf und
> schwupps hast geschwärzte Stellen. Auch hier gilt Schnitzen/Hobeln mit
> scharfer Klinge.

Das ist natürlich richig, muss man aber können und ist bei Sperrholz 
nicht unbedingt einfacher weil man immer auch Stirnholzanteile hat.
Gast #4624116
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Korbinian G. schrieb:
> Ich möchte Kunststoffteile an einer Vespa GTS durch entsprechende
> Holzkopien ersetzen, um den Kunststoffanteil zu verringern. So groß sind
> die nicht.

Klugschiss-on
Die ganze Vespa ist doch aus Kunststoff. Kunststoff = künstliches 
Material = so in der Natur nicht vorkommend ;-)
Klugschiss-off

Klar meinst Du Plastik, doch dessen Festigkeit wirst Du mit Pappel wohl 
nicht ansatzweise ersetzen können.
Ansonsten: Ich habe für sowas einen kleinen Bandschleifer 
(Dreck&Mecker), damit kommt man auch in konkave Formen. Mit grobem Band 
vorschleifen und mit feinem nach. Feinpolitur dann mit einem 
Schleifschwamm oder mit dieser Schleifviskose vom Klempner.

Old-papa

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