Gast
#4629502
Hallo, in einem Flyback ist ein vergossener Übertrager verbaut. 3 Wicklungen (Lpri, Lsek und Lhilf) Kern EF25, AL = 150nH. Ein Gerät ist ausgefallen vom Kunden zurück gekommen. Es stellte sich heraus, dass die Induktivtät der 3 Wicklungen nahezu komplett verloren gegangen ist. Ich habe einen intakten Wandler messtechnisch mit dem kaputten verglichen. Der Wicklungswiderstand war bei jeweils beiden gleich d.h. die Anzahl der Windungen (jeder Wicklung) war korrekt. Ein Wicklungsschluß war auch nicht festzustellen(Wicklungen gegeneinander vermessen). Die Induktivität war aber extreme gesunken. (Lpri soll 130µH Lpri ist 2µH). Nun gilt: L = N²*Al = µ*A/l*N² (aus Trilogie der Induktivitäten Gl. 1.14) wenn sich N nicht geändert hat, muss sich der Al Wert geändert haben. Dieser setzt sich aus dem geometrischen und den Materialgegebenheiten zusammen. Die Geometrie des Kerns ist ja fest. Ein Luftspalt ist vorhanden, sodas eine weiterer Haarriss zum Beispiel keine große Rolle spielen sollte. (Haarriss aufgrund von mechanischen Spannungen -> unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Kern und Verguss) deshalb denke ich, dass sich µ geändert hat. Nur was könnte dazu führen, dass sich µ stark (um das 65-fache verkleinert) ändert? Hatte jemand schonmal einen solchen Effekt und kann mir einen Tipp geben wo ich dazu etwas finde oder was da passiert? Habe im Netz dazu bisher nichts gefunde. Gruß Peer