Hallo Leute, bräuchte da ein Programm, am besten natürlich freeware, das
ein Signal setzt, wenn z.B. Geld oder Schmuck in den Aufnahmebereich
einer Kamera kommt. Gibt es sowas? Idealerweise sollte sich z.B. die
Euroserie anlernen lassen oder genauer: Teile davon, denn de Scheine
liegen gefaltet oder teils verdeckt.
Hintergrund: wir leben in Berlin, und hier ist bekanntlich jeder Zweite
völlig gaga. Sprich, die Leute verlieren im Rausch so ziemlich alles,
und andere finden es auch nicht, weil sie ebenfalls völlig balla sind...
Theoretisch ja, praktisch vielleicht.
Was du ansprichst nennt sich Machine Vision und ist ein sehr komplexes,
eigentlich jetzt erst so langsam anlaufendes Produktspektrum.
Erfahrungsgemäß kann ich Dir sagen, dass unter vielen tausenden Euro gar
nichts erwarten darfst, und mit vielen tausenden Euro auch nicht arg
viel mehr.
Pardon - der letzte Satz fehlt:
Vergiss es. Es funktioniert nur unter nahezu Idealbedingungen und selbst
dann wirst Du spätestens beim Schmuck keine Chance mehr haben. Bis
neuronale Netze, Deep-/Machine-Learning so weit ist, dass man so etwas
tatsächlich erkennen kann, dauert es noch Jahre.
Vielleicht mal bei Google anfragen. Die haben eine KI-Forschungsgruppe,
die sich wohl mit derartigen Themen befasst.
Da es keine "vordefinierten" Gegenstände sind, müsste ein System
"lernen", was für Gegenstände oder welches Schema es gibt, um das
gewünschte im Stream zu erkennen.
Mir würde da erstmal nur KI einfallen. Alle anderen Systeme haben fixe
Schemata bei der schon erwähnten "Computer Vision" Technologie und sind
auch nur dafür gedacht ganz spezielle Eigenschaften (Farbe, Position,
etc.)
zu erkennen.
Bei Verkehrszeichen hat man ein klar defineirtes Schema (Größe, Farbe,
Form sind genormt). Beim gefalteten Geldscheinen oder Design von Schmuck
sieht das anders aus ;-)
Matthias schrieb:> Da es keine "vordefinierten" Gegenstände sind
Doch, sind es. Zumindest das Geld. Natürlich liegen nur die Münzen
richtig, die Scheine liegen irgendwie, aber praktisch niemals flach.
Aber auch da könnte man Teilbereiche einlernen.
Hätte nicht gedacht, daß solche Programme sowas Kompliziertes sind.
Schade.
Danke trotzdem.
Augen auf beim Dauerlauf schrieb:> Hätte nicht gedacht, daß solche Programme sowas Kompliziertes sind.
Nicht nur das, für echtes Deep Learning brauchst du das ganz grosse
IT-Eisen, Supercomputer oder Parallelrechner, mit Hausmitteln ist da
nichts zu machen.
Und einen schnellen Internet-Anschluss, die meisten Systeme lernen
dadurch, dass sie das Internet durchforsten und Bilder mit Schlagworten
abgleichen, so kann ein System auch halbwegs lernen was Schmuck ist -
wenn man die Resourcen von Google einsetzen kann und Millionen Bilder
analysieren. Oder willst du die nachsten 200 Jahre damit zubringen,
deinem System zu Lernzwecken Geldscheine in verschiedenen Anordnungen
vorzulegen?
Georg
Augen auf beim Dauerlauf schrieb:> Matthias schrieb:>> Da es keine "vordefinierten" Gegenstände sind>> Doch, sind es. Zumindest das Geld. Natürlich liegen nur die Münzen> richtig, die Scheine liegen irgendwie, aber praktisch niemals flach.> Aber auch da könnte man Teilbereiche einlernen.>> Hätte nicht gedacht, daß solche Programme sowas Kompliziertes sind.> Schade.
Die Programme sind eigentlich gar nicht kompliziert. Du kannst Du mal
die Demo von NI Vision ansehen. Kostet zwar ne ganze Stange (ca. 5000
Euro) aber billiger wirst Du nirgends fündig.
Und das Ergebnis wird sein
a) nie irgendwas
b) immer irgendetwas
Auch in der Industrie muss man penibel für bestmögliche Bedingungen
sorgen, damit das ganze funktioniert. Mein aktuelles Projekt scheiterte
in einem Teilbereich erst daran. Perfekte Bedingungen gibt es nur um
Labor, aber nie im echten Leben.
Kaj schrieb:> Mir erschliesst sich der Kreis von "livestream/aufnahmebereich einer> Kamera" zu "die leute verlieren schmuck/sonstwas" noch nicht so ganz...
Er will an seine GoPro, die er an seinem Helm befestig hat, ein
RaspberryPi anschließen.
Wenn dann beim spazieren gehen der RasPi eine 500€ Banknote oder ein
Diamantencollier erkennt, soll am linken Fuß der Vibrationsalarm darauf
hin deuten....
400MHz-KI schrieb:> Er will an seine GoPro, die er an seinem Helm befestig hat, ein> RaspberryPi anschließen.> Wenn dann beim spazieren gehen der RasPi eine 500€ Banknote oder ein> Diamantencollier erkennt, soll am linken Fuß der Vibrationsalarm darauf> hin deuten....
Ah, okay. Ja, Mensch, da hätte ich auch selbst drauf kommen können
\*mit der Hand vor die Stirn klatsch*
Kaj schrieb:> \*mit der Hand vor die Stirn klatsch*
Ohhh!! Jetzt hast Du die Kamera runtergerissen -die war doch da.
400MHz-KI schrieb:> Er will an seine GoPro, die er an seinem Helm befestig hat, ein> RaspberryPi anschließen.Matthias schrieb:> ....ein klar defineirtes Schema (Größe, Farbe,> Form sind genormt). Beim gefalteten Geldscheinen oder Design von Schmuck> sieht das anders aus ;-)
Ich habe meiner Frau eine Kette geschenkt, die mit einzelnen Buchstaben
bestückt war. Dafür wählte ich "S-C-H-M-U-C-K" aus, damit jeder sehen
konnte, wozu sie dient.
MfG Paul
Kaj schrieb:> Ja, Mensch, da hätte ich auch selbst drauf kommen können
Naja, die Aussage
Augen auf beim Dauerlauf schrieb:> und andere finden es auch nicht, weil sie ebenfalls völlig balla sind...
war doch deutlich.
Georg
Angeblich sollen Farbkopierer erkennen, wenn jemand damit
Faschgeldscheine herstellen will. Aber das sind auch wieder fast ideale
Bedingungen, der Schein muss ja korrekt rechtwinklig ausgerichtet sein.
Vielleicht reicht es schon, den Schein diagonal draufzulegen um den
Kopierer zu überlisten.