Statron 3233 (32V/16A) Netzzuleitung ohne Schutzleiter?

Gast #4643181
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Das scheint tatsächlich nicht korrekt zu sein, gut aufgepasst! Laut dem 
Datenblatt im Bürklin Shop ist das Gerät Schutzklasse 1.
Schau mal ob deins eine andere Anleitung oder Typenschild hat. 
Prinzipiell könnte man das auch in SK II bauen, hat ja keine 
Erdungsbuchse und ist potentialfrei. Also wie so oft: Kommt drauf an :)
Gast #4643191
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Thomas schrieb:
> Das Gerät hat ein Metallgehäuse.

Naund? Eins meiner Notobooks hat auch Metallgehäuse (teilweise) und 
dennoch Eurostecker am Netzteil. ;-) Meine Nachttischlampe auch Metall 
und Eurostecker....

> Schon mal ein Labornetzteil mit Eurostecker gesehen?

Nö. Technisch machbar ist das aber.

Old-Papa
Gast #4643216
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Thomas schrieb:
> Auf diesem Foto
> http://www.statron.de/details/122?lang=1
> ist eine Erdungsbuchse zu sehen.

Ok ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil! Diese kleine 
Metallhülse-Buchse hab ich nicht gesehen, hab nach der üblichen 
grün/gelben Sicherheitsbuchse geschaut.

Wenn da eine Buchse dran ist, wie beim Gerät vom TO, muss die auch 
verbunden sein. Ansonsten kann man damit das gesamte Gerät auf Potential 
legen, das ist unzulässig und saugefährlich.

Was sagt das Typenschild?
Gast #4643232
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Thorsten .. schrieb:
> Ist das so normal oder wurde da nachträglich was
> gefrickelt?

Es gibt Fälle, wo eine Spannung erdfrei gebraucht wird. Man sollte 
natürlich wissen was man tut. Schau bei Statron genau in das zugehörige 
Datenblatt! Bei mir stand da z.B. zu lesen:
"input/output seperation, galvanisch getrennt, erdfrei"
Gast #4643245
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> Es gibt Fälle, wo eine Spannung erdfrei gebraucht wird.

Das ist bei allen üblichen Labornetzgeräten einfachst zu erreichen: man 
verbindet keinen der spannungsführenden Ausgänge mit der Erdungbuchse, 
das Netzteil wird trotzdem ordentlich geerdet. Gleichtaktverträglichkeit 
beachten und fertig.
Gast #4643251
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Old P. schrieb:
>> Schon mal ein Labornetzteil mit Eurostecker gesehen?
>
> Nö. Technisch machbar ist das aber.


Klar ist es möglich. Aber hier gibt es nun wirklich genug Hinweise, dass 
das nicht der Originalzustand ist:
- 99% aller Labornetzteile haben Schukostecker
- 99.9% aller Labornetzteile mit Metallgehäuse haben dieses geerdet
- 99.99% aller Labornetzteile mit Erdungsbuchse haben Schukostecker
- 99.999% aller Labornetzteile bei denen auf der Webseite des Hersteller 
"Input connection   3 pol.Netzleitung mit Euroschutzkontaktstecker" 
steht haben im Originalzustand einen Schukostecker.

Zahlen grob geschätzt :-)
Mit "Labornetzteile" meine ich jetzt mal Geräte von einigermaßen 
renomierten Herstellern.
Gast #4643587
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Kannst du ein Foto vom Typenschild und vom Eingang der Netzleitung 
machen?
Dort müsste entweder ein Erdungspunkt sein (Bolzen, Klemmleiste, Bohrung 
etc.) oder ein Zeichen für SK II.

Ohne Verbindung zum Schutzleiter ist die Buchse komplett sinnlos, sogar 
gefährlich wenn man damit Spannung ans Gehäuse legt. In deinem Gerät 
muss irgendwas umgebaut sein, so würde das kein Hersteller rausgeben.
#4643778
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Tr schrieb:
> Ohne Verbindung zum Schutzleiter ist die Buchse komplett sinnlos, sogar
> gefährlich wenn man damit Spannung ans Gehäuse legt. In deinem Gerät
> muss irgendwas umgebaut sein, so würde das kein Hersteller rausgeben.

Das ist imho Blödsinn. Es ist immer gefährlich wenn ich Spannung auf ein 
Gehäuse gebe, egal ob mit Buchse oder sonstwie. Wer macht auch sowas? 
Eine Bohrmaschine hat auch ein Bohrfutter aus Metall und trotzdem ist 
die Maschine schutzisoliert. Bohr ich ne Leitung an, steht der Bohrkopf 
unter Spannung. Und trotzdem brauch ich keinen Kunststoffbohrer oder 
Plastikkopf damit das nicht passiert.

Dass eine Buchse existiert kann wie gesagt Abschirmgründe zur 
Verhinderung von Brummschleifen haben. Keine Erde = keine kapazitiven 
Ströme die ne Brummschleife bilden. Und ich geh mal davon aus, dass die 
vorhandene Erdungsbuchse nicht mit GND des Netzteils verbunden ist 
sondern nur am Gehäuse hängt.
Bei verschiedenen professionellen Messgeräten hat man eine 
"GUARD"-Buchse. Die ist auch nur zur Abschirmung vorhanden und nicht mit 
der Erde verbunden und kann extra auf die GND-Leizung geschaltet werden.

Gab auf der Makerfair Hannover dieses Jahr einen schönen Vortrag über 
sowas von einem Prof. Zirpel von der PTB.
Gast #4643828
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S R schrieb:
> Gehört da nicht, wenn überhaupt, ein Kragenstecker dran? IIRC ist der
> Eurostecker doch nur für 2,5A - das erscheint mir arg knapp bei ~500W
> Ausgangsleistung.

Wie kommst Du auf 500W?
Das Gerät im Bild (nur darauf kannst Du Dich bezogen haben) hat hinten 
eine (Netz)Sicherung mit 0,6A. Also alles im Lot.
Ich habe mal nachgesehen: Bohrmaschinen, Elektrotacker, Säbelsäge, 
Kettensäge, Computer, Ladegeräte, div. Lampen..... Alles mit teilweisen 
Metallgehäusen und mit Eurostecker. Und ja, mit den Maschinen kann ich 
im blöden Fall auch ein Kabel treffen. Wobei die Hersteller der Sägen 
sich einen besonders schlanken Fuß machen. Die häkeln da so kurze Kabel 
dran, dass es unmöglich ist mit der selben Säge das eigene Kabel zu 
erreichen. Trenne ich die notwendige Verlängerung durch und bekomm einen 
gewischt, sind die fein raus. Die Verlängerung hat ja der doofe 
Endverbraucher angestöpselt.... :-(

Old-Papa
#4643844
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Old P. schrieb:
> Trenne ich die notwendige Verlängerung durch und bekomm einen
> gewischt, sind die fein raus. Die Verlängerung hat ja der doofe
> Endverbraucher angestöpselt

Da hast du etwas falsch verstanden. Es kommt bei Heckenscheren und 
ähnlichem Werkzeug sehr oft vor, dass das Kabel versehentlich 
durchtrennt wird. Durch den kurzen Stummel erreicht man, dass dann nicht 
das Gerät geöffnet werden muss (muss ein Fachmann machen), sondern, dass 
der Nutzer einfach ein neues Kabel aus dem Baumarkt verwenden kann.
#4643846
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Joachim R. schrieb:
> Eine Bohrmaschine hat auch ein Bohrfutter aus Metall und trotzdem ist
> die Maschine schutzisoliert. Bohr ich ne Leitung an, steht der Bohrkopf
> unter Spannung. Und trotzdem brauch ich keinen Kunststoffbohrer oder
> Plastikkopf damit das nicht passiert.

Für die ganz Vorsichtigen gibt es auch das entsprechende Werkzeug:
http://www.kindergeschenk-idee.com/bosch-spielzeug.html

MfG Paul
Gast #4643878
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Ich würde das als Qualitätsmerkmal sehen. Einfach alles an den 
Schutzleiter pappen ist sehr einfach. Schutzisolierung oder Schutzklasse 
2 in einem Metallgehäuse erfordert aber einen gewissen Aufwand den es 
nicht für umsonst gibt.
Gast #4643909
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Georg G. schrieb:
>
> Da hast du etwas falsch verstanden. Es kommt bei Heckenscheren und
> ähnlichem Werkzeug sehr oft vor, dass das Kabel versehentlich
> durchtrennt wird. Durch den kurzen Stummel erreicht man, dass dann nicht
> das Gerät geöffnet werden muss (muss ein Fachmann machen), sondern, dass
> der Nutzer einfach ein neues Kabel aus dem Baumarkt verwenden kann.

Hmmm, wäre auch eine Möglichkeit. Ich behaupe aber nennoch Ersteres, 
Reparatur interessiert die Hersteller heutzutage doch nicht die Bohne.

Old-Papa
OP #4645952
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Also das scheint sich jetzt geklärt zu haben. Bei meinem Gerät ist 
rückseitig das Symbol für Schutzisolierung aufgedruckt. Somit passt das 
also. Der Sinn und Zweck der frontseitigen Erdungsbuchse ist mir jedoch 
ein Rätsel. Die ist potentialmäßig an nichts angebunden. Naja egal. 
Jedenfalls scheint Statron da was geändert zu haben. Bei den aktuellen 
Modellen liegt das Gehäuse auf dem Schutzleiter.

Besten Dank an Alle!

Grüße,

Thorsten

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