Quartz austauschen möglich

Gast #4645876
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
das wird nicht funktionieren. Denn ein Quarz schwingt nicht von alleine, 
sondern er wird durch einen Ozillator lediglich zum Schwingen mit seiner 
Eigenfequenz angeregt.
Der Quarz dient also nur dazu, um die auftretenden Toleranzen im 
Oszillator zu minimieren.
Es sei denn, Du hast ein Quarzoszillator mit 4 Anschlüsse. Da befinden 
sich Quarz, Oszillator und Verstärker in ein und dem selben Gehäuse.

MfG. Zeinerling
Gast #4645943
Lesenswert?
• ▲
▼
Georg G. schrieb:
> Die gängigen Oszillator Schaltungen in der Digitaltechnik kommen mit
> fast jedem Quarz zurecht. Bitte etwas mehr Vertrauen in die Technik :-)

Blödsinn was Du da schreibst!

Ein analoger Quarzoszillator besteht aus einem Schwingkreis, einem 
Verstärker und einem Quarz meist in der Rückkoppelung.
Wenn denn nun der Schwingkreis eine Resonanz von 27,2 MHz hat, wird der 
Ozillator ohne den Quarz in der Rückkoppelung auch mit 27,2 MHz 
schwingen.
Wenn jetzt ein 27,00 Mhz Quarz hinzu kommt, korrigiert er lediglich die 
falsche Frequenz von 27,2 Mhz auf die Eingenresonanz von dem Quarz mit 
27,00 Mhz, weil er ja durch den Oszillator zum Schwingen angeregt wird.
Wenn man denn jetzt den Quarz gegen einen 17,00 MHZ Quarz austauscht, 
würde die Dämfung von der Rückkoppelung so groß werden, dass der 
Verstärker nicht mehr arbeitet. Folglich schwingt dann der Oszillator 
nicht mehr. Denn die Resonanz von dem Schwingkreis bleibt ja bei 27,2 
MHz.

Wie das mit den digitalen Oszillatoren funktioniert, weiß ich nicht.

MfG. Zeinerling
#4646007
Lesenswert?
• ▲
▼
Werner F. schrieb:
> Ein analoger Quarzoszillator besteht aus einem Schwingkreis, einem
> Verstärker und einem Quarz meist in der Rückkoppelung.
> Wenn denn nun der Schwingkreis eine Resonanz von 27,2 MHz hat, wird der
> Ozillator ohne den Quarz in der Rückkoppelung auch mit 27,2 MHz
> schwingen.
> Wenn jetzt ein 27,00 Mhz Quarz hinzu kommt, korrigiert er lediglich die
> falsche Frequenz von 27,2 Mhz auf die Eingenresonanz von dem Quarz mit
> 27,00 Mhz, weil er ja durch den Oszillator zum Schwingen angeregt wird.
> Wenn man denn jetzt den Quarz gegen einen 17,00 MHZ Quarz austauscht,
> würde die Dämfung von der Rückkoppelung so groß werden, dass der
> Verstärker nicht mehr arbeitet. Folglich schwingt dann der Oszillator
> nicht mehr. Denn die Resonanz von dem Schwingkreis bleibt ja bei 27,2
> MHz.

Da dieser Thread im Forum für "Mikrocontroller und Digitale Elektronik" 
steht, gehe ich mal davon aus, dass der Oszillator eines 
Mikrocontrollers gemeint ist (Taktgenerator).
Moderne Mikrocontroller haben einen (internen) Pierce-Oszillator.
Dieser hat einen Quarz in der Rückkopplung, aber keinen LC-Schwingkreis.

Entsprechend ist die Schwingfrequenz auch (fast) nur von diesem 
abhängig.
Von daher würde ich sagen, dass es ohne Probleme möglich ist, den Quarz 
auszutauschen. Dies auch, da die Frequenz verringert wird und man so 
nicht an die obere Frequenzgrenze der Oszillatorschaltung kommt.

Je nach Anwendung kann das allerdings zu Timing Problemen führen, wenn 
dein Controller weiterhin von 27MHz ausgeht.
Wie gesagt, natürlich nur wenn es denn überhaupt ein MCU ist.


mfg
Gast #4646031
Lesenswert?
• ▲
▼
Werner F. schrieb:
> Wie das mit den digitalen Oszillatoren funktioniert, weiß ich nicht.

Wenn du es gar nicht weißt, warum schreibst du dann:

Werner F. schrieb:
> Blödsinn was Du da schreibst!

Die Bemerkung von Georg war goldrichtig, auch wenn du sie als "Blödsinn" 
darstellen willst:
Georg G. schrieb:
> Die gängigen Oszillator Schaltungen in der Digitaltechnik kommen mit
> fast jedem Quarz zurecht. Bitte etwas mehr Vertrauen in die Technik :-)

Gleich im nächsten Beitrag wird es nochmal bestätigt:
Danish B. schrieb:
> Moderne Mikrocontroller haben einen (internen) Pierce-Oszillator.
> Dieser hat einen Quarz in der Rückkopplung, aber keinen LC-Schwingkreis.

Die Mikrocontroller zeigen ja, daß es funktioniert und eben kein 
"Blödsinn" ist.

Und übrigens: Die Oszillatoren im einem Mikrocontroller sind auch nicht 
"digital", sondern analog. Deren Taktausgang steuert dann zwar den 
digitalen µC an, aber die Quarzschwingung ist analog.
Gast #4646108
Lesenswert?
• ▲
▼
Also den Mega8 kannst du eigentlich sowieso nicht mit 27MHz takten. 
Offiziell funktioniert er bis 16MHz, inoffiziell kannst du ihn ein wenig 
übertakten.
Aber du kannst, wie schon gesagt wurde, verschiedene Quarze verwenden. 
Zum Beispiel 1MHz, 4MHz, 8MHz, 16MHz (nur Beispiele). Das einzige, was 
du machen mußt, ist die Fuses anzupassen (stehen im Datenblatt des µC). 
Aber hardwaremäßig sind die Quarze alle möglich.
Gast #4646114
Lesenswert?
• ▲
▼
der 27MhZ Quarz war nur ein Beispiel. Ausserdem habe ich diese Schaltung 
nachgebaut, wollte das ausprobieren. Hab aber Angst um meinen mc.

Hat jemand gute Seiten wo man digitaltechnik Oszillatorschaltungen etc 
lernen kann :3?
Gast #4646141
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
offenbar reden wir aneinander vorbei.

Ich bin davon ausgegangen, dass das wegen den 27 MHz ein 
Analogoszillator sein müsste.

Andere Mitglieder meinen, dass es ein digitaler Oszillator ist.

Was ist es denn jetzt?

Analogoszillatoren bestehen aber immer noch aus einem Schwingkreis, 
einem Verstärker und einen Quarz in der Rückkoppelung, und ggf. einer 
Ampitudenbegrenzung. Wenn keine besonderen Filter dazu kommen, liefern 
die ein Sinussignal.

Die frequenzbestimmende Komponenten bei einem Digitaloszillator sind in 
erster Linie die Trägheit der Logikgatter. Da die Logikgatter nicht 
unendlich langsam bzw. unendlich schnell sind, ist das Frequenzspektrum 
dieser Oszillatoren auch begrenzt, und liefern ein Rechtecksignal. Der 
Quarz dient hierbei dazu, dass der Oszillator nicht wild umher schwingt, 
sondern mit der Frequenz die der Quarz hergibt. Die Annahme, dass ein 
digitaler Oszillator mit jedem Quarz klar kommt, ist einfach nur falsch.

Danke auch an die Leute, die meinen Beitrag mit -5 bewertet haben. Was 
bitte ist daran so verkehrt?

MfG. Zeinerling
#4646164
Lesenswert?
• ▲
▼
Es ist doch offensichtlich, dass der TO so große Angst um seinem µP hat, 
dass er noch nicht mal in der Lage ist Ross und Reiter zu nennen.

Also viel Spaß beim weiteren Rätselraten.

Zum Thema ATMega und 27 MHz: Den Quatsch kannst Du jederzeit, problemlos 
beseitigen;-)

Falls Du nicht noch 'ne Tüte voll Kurzschlüsse rumliegen hast, sollten 
Dir auch keine in die Quere kommen.
#4646349
Lesenswert?
• ▲
▼
Mensch Leute.

Es gibt einen großen Unterschied.
Oszillatorschaltungen ohne externen Schwingkreis arbeiten für gewöhnlich 
mit einen Grundwellenquarz. Da kann man Quarze in weiten Grenzen 
austauschen.

Aber !! Ein 27MHz Quarz ist in der Regel ein Quarz , welches auf dem 
3ten Oberton schwingt.

Das heist das die Verstärkung des Oszillators für die Grundwelle 
unterdrückt werden muss. Deswegen der Schwingkreis auf den 27MHz.
Sonst schwingt der Quarz mit ein Drittel der Frequenz.Nämlich 9MHz.

Ralph Berres
Gast #4646357
Lesenswert?
• ▲
▼
Ralph B. schrieb:
> Mensch Leute.
>
> Es gibt einen großen Unterschied.
> Oszillatorschaltungen ohne externen Schwingkreis arbeiten für gewöhnlich
> mit einen Grundwellenquarz. Da kann man Quarze in weiten Grenzen
> austauschen.
>
> Aber !! Ein 27MHz Quarz ist in der Regel ein Quarz , welches auf dem
> 3ten Oberton schwingt.
>
> Das heist das die Verstärkung des Oszillators für die Grundwelle
> unterdrückt werden muss. Deswegen der Schwingkreis auf den 27MHz.
> Sonst schwingt der Quarz mit ein Drittel der Frequenz.Nämlich 9MHz.
>
> Ralph Berres

Hallo Ralph,
hier geht es offensichtlich doch um einen µC. Und da hab ich noch nie 
einen Oszillator mit Schwingkreis gesehen. Quarz ran, ggf noch 2 C's und 
gut. Die 27MHz waren doch nur ein Beispiel...

Corn schrieb:
> der 27MhZ Quarz war nur ein Beispiel. Ausserdem habe ich diese Schaltung
> nachgebaut, wollte das ausprobieren. Hab aber Angst um meinen mc.
>                                      -----------------------------
Gast #4646387
Lesenswert?
• ▲
▼
Huhu schrieb:
> Ralph B. schrieb:
>> Der wird aber mit 9MHz schwingen.
>
> Am µC sicher, da hast du völlig recht.

27MHz gibts auch als Grundtonquarz, z.B. hier:
http://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/Optrex%20PDFs/CX3225SByyy00D0FFFCC_Spec.pdf

Beim Quarz wäre zu beachten:
- ESR muss mit dem µC zusammenstimmen
- Die Lastkapazität muss passen
Wobei µC eher gutmütig sind in der Hinsicht. Meist passt dann halt nur 
die Frequnz nicht ganz. Kann man sich aber hinziehen, man braucht dazu 
einen Frequenzzähler oder ein gutes Oszi.

Literatur:
http://www.atmel.com/Images/Atmel-2521-AVR-Hardware-Design-Considerations_ApplicationNote_AVR042.pdf
Ab Kapzitel 5.

Einfachere Lösung:
Man nimmt einen Quarzoszillator statt einem Quarz. Da ist alles fertig 
drin, und es kommt ein Rechteck raus.
#4646394
Lesenswert?
• ▲
▼
Vor allem muss auch die Einstellung des µCs zum Quarz passen. Neben den 
hier schon angesprochenen anderen Dingen. Mit etwas Glück reicht es nur 
den Quarz zu tauschen, im Worst Case muss gar das Programm im µC 
umgeschrieben werden weil das von 27 MHz und mit 17 MHz die Timings 
schlicht nicht mehr stimmen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren