Gast
#4646381
Hi, Ich bin gerade von der Leitungstheorie etwas verwirrt und habe daher ein paar Fragen an euch. 1. Wann ist die Länge der Leitung relevant Ich weiß, dass der Wellenwiderstand einer Leitung nicht von der Länge der Leitung abhängt. Wenn ich jetzt einen festen Ausgangswiderstand Ra habe und möchte den Gesamtwiderstand (Leitung + Ausgang) bestimmen, wieso ist dann plötzlich die Länge der Leitung wieder relevant? 2. Komplexer Reflexionsfaktor Wenn der Reflexionsfaktor am Ende einer Leitung reell ist, kann ich mir sehr anschaulich darunter etwas vorstellen. Leider geht, dass nicht mehr wenn er komplex wird. Rein mathematisch wird dann die rücklaufende Welle gegenüber der hinlaufenden Welle phasenverschoben. Hat das irgendwelche Auswirkungen? 3. Angenommen ich stecke zwei Drähte (aka Lecherleitung) in eine Steckdose und schließe keinen Lastwiderstand an (offenes Ende). Fließt da dann Strom auf den zwei Leitungen oder nicht? Ich denke, dass der Reflexionsfaktor von 1 am offenem Ende, dazu führt, dass sich eine Stehende Welle ausbildet und sehr wohl Strom fließt. Ich könnte eine Glühbirne zwischen die Leitungen halten und sie würde leuchten. Ich finde es nur komisch, weil der Stromkreis ja eigentlich nicht geschlossen ist. Entschuldigt, falls euch die Fragen etwas trivial erscheinen, ich habe es mit Google versucht, bin nur zu keinem befriedigendem Ergebnis gekommen. Ich freue mich auf eure Antworten!