Mein "neuer" Taschenrechner

#4661356
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Taschenuhren waren gerade ausverkauft.

Das Teil konnte aber ich nicht liegenlassen, ist zwar keine Uhr
aber Zeiger gibt es auf beiden Seiten.
Dazu noch ein sehr gut erhaltene Originalanleitung auf französisch.

Hier:

http://www.rechnerlexikon.de/fr/artikel/Calculigraphe

gibt es unter 5 ( Weblinks) eine englische Bedienungsanleitung.
Die muss ich mir mal reinziehen.

Grüße Bernd
Angehängte Dateien:
Moderator #4661610
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Gefällt mir, das Ding. Möchte auch eins. Gibt es noch mehr davon?

Die Skala und der Zeiger könnten allerdings noch etwas feiner sein, und
die Skala sollte mit einem Spiegel zur Vermeidung von Parallaxenfehlern
beim Ablesen versehen sein. So ist die Einstell- und Ablesegenauigkeit
leider nicht arg viel besser als 1%.

Trotzdem ist so ein Instrument sehr nützlich, um bspw. im Ausland
Währungen umzurechnen. Man stellt einmal den Zeiger auf den aktuellen
Kurs und braucht dann für jede Umrechnung nur noch den Preis der Ware an
der Skala einstellen.

Und im Gegensatz zu neuzeitlichen Taschenrechnern, Händis und ähnlichem
Unfug lebt man damit nicht in der ständigen Angst, dass die Batterie
jeden Augenblick erschöpft sein könnte :)
#4662415
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http://osgalleries.org/journal/pdf_files/12.2/V12.2P43.pdf

Hier gibt es einige technische Details.

Die wichtigste Skala ist die zweite von Außen. Logarithmisch
aufgeteilt kann man mit der multiplizieren und dividieren.
( Rechenschieber )

Nun werden sich einige fragen? Was ist ein Rechenschieber?.

In der Zeit vor der Erfindung des Taschenrechners gehörte das
in die Schultasche, wie Block und Bleistift.
Die ganz alten hier kennen das noch.

Grüße Bernd
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #4662529
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Zu meinem Navigationsbesteck gehört auch ein E6-B Flight Computer:

-> 
https://www.amazon.com/Aero-Products-E6-B2WHL-Flight-Computer/dp/B003TOYCQW

-> http://www.sportys.com/source/images/7205.pdf

Hier sieht man Spock mit so einem Gerät:
https://cheerfulcurmudgeon.com/2009/09/02/retro-slide-rule/

Passt vom Stil her, da ein paar der alten Mühlen die ich fliege älter 
als Star Trek TOS sind. ;)
Moderator #4662698
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Bernd F. schrieb:
> Die wichtigste Skala ist die zweite von Außen. Logarithmisch
> aufgeteilt kann man mit der multiplizieren und dividieren.
> ( Rechenschieber )

Im Unterschied zu einem/einer gewöhnlichen Rechenschieber/-scheibe,
der/die zwei gleiche, gegeneinander verschieb-/verdrehbare
logarithmische Skalen hat, hat der Calculigraphe nur eine davon.
Deswegen braucht man hier für eine Multiplikation oder Division drei
Drehvorgänge, wo sonst nur zwei erforderlich wären. Dafür hat man aber
Platz für eine weitere Skala für Sonderfunktionen gewonnen, was für den
Erbauer des Geräts wohl höhere Priorität hatte als die Maximierung der
"Rechengeschwindigkeit".
#4662836
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Nicht ganz so edel, Made in Japan. Wie man damit multipliziert weiss ich 
nicht mehr, seitlich war noch eine Art Stricknadel mit der man die 
Zahlen eingab. Oben und unten die 180 Grad-Kehrtwendung für den 
Übertrag.
Der Bügel oben ist die Reset-Funktion, damit werden alle Ziffern auf 
Null gestellt.

Der oben genannte Flight Computer ist im Buch "Analogrechner" 
abgebildet, ISBN 9783486592030. Eine Seite weiter ist dieser praktische 
Rechner aus dem kalten Krieg abgebildet und der Link dazu:
http://www.fourmilab.ch/bombcalc/brico.html
Angehängte Dateien:
(Firma: irgendeine) #4662905
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Yalu X. schrieb:
> Gefällt mir, das Ding. Möchte auch eins. Gibt es noch mehr davon?

wär auch was schönes für meine Sammlung ;)


> Und im Gegensatz zu neuzeitlichen Taschenrechnern, Händis und ähnlichem
> Unfug lebt man damit nicht in der ständigen Angst, dass die Batterie
> jeden Augenblick erschöpft sein könnte :)

Es gibt ja auch "modernere elektronische Taschenrechner" made in 
Germany, bei denen die Batterie nicht leer werden kann, man benötigt nur 
eine Steckdose ;) wie mein guter ETR4 von Walther, welchen ich mal vor 
einem Flohmarkt gerettet habe. 
http://www.rechenkasten.de/Walther/ETR/ETR_2_3_4_5/index.html
#4672013
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Yalu X. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Die wichtigste Skala ist die zweite von Außen. Logarithmisch
>> aufgeteilt kann man mit der multiplizieren und dividieren.
>> ( Rechenschieber )
>
> Im Unterschied zu einem/einer gewöhnlichen Rechenschieber/-scheibe,
> der/die zwei gleiche, gegeneinander verschieb-/verdrehbare
> logarithmische Skalen hat, hat der Calculigraphe nur eine davon.
> Deswegen braucht man hier für eine Multiplikation oder Division drei
> Drehvorgänge, wo sonst nur zwei erforderlich wären. Dafür hat man aber
> Platz für eine weitere Skala für Sonderfunktionen gewonnen, was für den
> Erbauer des Geräts wohl höhere Priorität hatte als die Maximierung der
> "Rechengeschwindigkeit".

Yalu,

ich habe da mal geübt. Für eine Multiplikation/ Division reichen
2 Drehvorgänge.

Beispiel 2x3: Skala steht auf Neutral.

Der Zeiger wird auf 2 gestellt.
Das Zifferblatt auf 3 gedreht.
Ablesung beim Zeiger = 6

Wenn ich das Zurückdrehen der Skala auf 1 für die nächste Rechnung
mitbetrachte, hast du natürlich recht.

Grüße Bernd

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