Fahrlässiger Pfusch - TÜV-geprüft.

Gast #4664621
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Hallo zusammen,

da freut man sich, weil man für sein geliebtes Heim eine Hand voll 
Funkdimmer auf 868MHz-Basis günstig bekommen hat und dann passierte es: 
Dimmer in die Steckdose und plötzlich war die Bude dunkel.

Nach dem obligatorischen Fehlersuche-Teardown dann des Rätsels Lösung:

Grob fahrlässiger Pfusch, und das ganze auch noch "TÜV-geprüft".
Mir tut derjenige mit einer schlechten Erdung jetzt schon leid...

Was soll man dazu sagen?

Frust abgelassen und nun wieder gut gelaunt
Euer Autodidaktiker
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Gast #4664649
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ich wüsste jetzt prinzipiell nicht, was hier (auch wenn es Pfusch ist) 
nicht "geprüfte Sicherheit" sein soll.
Dir als jemand, der das Ding einsteckt, wirds ja wohl kaum eine 
pfeffern, da ja Plastikgehäuse.
Das GS Zeichen soll nicht vor Schrott bewahren, es soll nur davor 
bewahren, dass du dich am Schrott umbringst.
Gast #4664654
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Hypocrita schrieb:
>> ... 868MHz-Basis günstig  ...
>
> Sollte dir zu denken geben.

Günstig, weil gebraucht bzw. unbenutzt. Hab ich von einem Bekannten 
bekommen, der sich diese Dinger vor ein paar Jahren für irgendein 
Experiment gekauft hat. Und diese waren bei ihm halt übrig und er wollte 
sie nicht wegwerfen.

Bei ihm scheint aber der Haus-RCD nicht ausgelöst zu haben (man sollte 
ihn wohl mal warnen)...

Ich hab mal noch zwei weitere baugleiche Dimmer zerlegt und alle haben 
mehr oder weniger dieses Problem. Bei einem berührt zwar der 
Schutzleiterkontakt nicht die Sicherung, aber sobald man einen Stecker 
hinein steckt, dann schon.

Daid schrieb:
> Ich kann nur hoffen, dass das Gehäuse den Kontakt verhindert.

Nein tut es nicht. Auch mit aufgesetztem Gehäuse berühren sie sich.
Gast #4664657
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ui schrieb:
> Dir als jemand, der das Ding einsteckt, wirds ja wohl kaum eine
> pfeffern

Stimmt, die Erde ist natürlich so angebracht, dass sie in keinem Fall 
berührt werden kann...

Je nach Gerät (SK I) und Hausinstallation bis du Tod...

Nachdenken, dann schreiben.

PS: Das sieht aber nicht nach einem Erdschluss aus. Zumindest ist da 
nichts verbrannt. Gut, kann auch N und nicht L an der Sicherung gewesen 
sein. Sollte nur ein Hinweis auf einen etwaigen Trollversuch sein. Denn 
hier kann man ja nie sicher sein...
#4664686
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Hallo zusammen,

dieses Problem tritt nur bei den "deutschen" Schuko-Steckern auf. Diese 
Dimmer und Schaltsteckdosen werden, je nach Bestimmungsland, mit einer 
anderen Fassung ausgeliefert, bei der das Problem eben nicht auftritt.

Genau die gleichen Fotos habe ich schon vor 3-4 Jahren gemacht und mit 
den Chinesen direkt kommuniziert, da mein damaliger Arbeitgeber sehr 
große Stückzahlen von den Dingern gekauft hat. Es wurde dann auch eine 
im Layout verbesserte Version geliefert, bei der die Sicherung an einer 
anderen Stelle angebracht und zusätzlich mit Schrumpfschlauch überzogen 
war. Die Kontakte des PE-Anschlusses waren dann nicht mehr als Ösen, 
sondern als Bogen ausgeführt, was zusätzlichen Abstand brachte.

Dir wurde da wahrscheinlich noch das alte Zeug verkauft...wer weiß wie 
groß da die Lagerbestände der Chinesen noch waren oder wie lange der 
Dimmer bei Deinem Lieferanten herumlag.

Nachdem ich zumindest den richtigen Ingenieur an der Strippe hatte und 
das Problem in Bildern und Normen beschrieben hatte, war die Änderung 
für die Chinesen kein Thema mehr.

So long!

Sven
Gast #4664692
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Danke für die Aufklärung, Sven L.

Die Dimmer sind Baujahr 2011 laut einigen Datumscodes und den 
Aufklebern.
Dann habe ich wohl tatsächlich die alten Modelle mit genau diesem Fehler 
erwischt - wie gesagt: sind gebraucht bzw. lagen jahrelang unbenutzt 
herum.

Immerhin kann man die Sicherung etwas zur Seite biegen und mit 
Schrumpfschlauch isolieren. Das sollte Abhilfe schaffen.

Burnus schrieb:
> PS: Das sieht aber nicht nach einem Erdschluss aus. [...]

War es gottseidank auch nicht, es hat nur N und PE verbunden. Wenn ich 
den Dimmer aber anders herum gesteckt hätte, dann schon...
Gast #4664911
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MaWin schrieb:
> Bei der (nie stattgefundenen) Prüfung war wohl ein Schrumpfschlauch über
> der Sicherung und das Plastikgehäuse zwischen Schutzleiter und
> Kühlblech.

Ein Schrumpfschlauch könnte sein - den spart man ggf. später ein. Ein 
geändertes Gehäuse eher nicht, denn das würde kaum teurer sein, und 
absichtlich bauen die Chinesen solche Fehlerquellen eher nicht ein.
Gast #4664956
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MaWin schrieb:
>> Würd ich dem zuständigen TÜV mal melden und um Stellungsnahme bitten.
>
> Das interessiert den gar nicht, der wurde vom Kunden bezahlt, nicht von
> dir.


Das sollte die aber schon interessieren, wenn die den Job zur 
Zertifizierung schon annehmen, muessten die sich schliesslich ebenfalls 
den ihnen von Rechtswegen angetragenen Verpflichtungen nachkommen.

lt. Wikipedia jdf.,

"Zur Aufrechterhaltung des Zertifikates führt die GS-Stelle 
Kontrollmaßnahmen (zum Beispiel Überwachung der Fertigungsstätte) durch. 
Bei den Kontrollmaßnahmen wird überprüft, ob das hergestellte Produkt 
noch dem geprüften Baumuster entspricht oder Änderungen vorgenommen 
wurden. Diese meist jährliche Inspektion beinhaltet auch eine 
Überprüfung des Qualitätswesens und der Endproduktprüfung."

Wenn sich zwischenzeitlich mal was aendert bekommt man das nat. aber 
meist auch nicht gleich mit. Wenn keiner auf Missstaende hinweist 
aendert sich von alleine sicher nichts und der Murks wandert ertsmal 
weiter in die Regale und ueber die Theke.

Und dann wird halt auch gelegentlich mal Schrott produziert bevor m,ans 
wegschmeist verkauft mans halt was soll denen da in China gross passiern 
...

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