Lighttpd-Installation auf FreeBSD dauert lang

Gast #4667511
Moin,
um mich ein bisschen mit anderen Betriebssystemen vertraut zu machen, 
habe ich FreeBSD in VirtualBox installiert. Darauf wollte ich nach 
http://serverzeit.de/tutorials/webserver/lighttpd
mit
cd /usr/ports/www/lighttpd/ && make install clean
Lighttpd installieren. Das läuft jetzt schon ein paar Stunden (und hat 
mich daran gehindert, meinen Schlafrhythmus wieder in die Reihe zu 
kriegen…). Zum Glück ist es eine virtuelle Maschine, die man pausieren 
kann.
Das Betriebssystem war in zwanzig Minuten installiert, wobei dir meiste 
Zeit für die Konfiguration draufging.
Außerdem wird immer wieder zwischendurch nach zu installierenden Paketen 
gefragt.
Mit Betriebssystem war die virtuelle Festplatte etwa 1,5GB groß, 
inzwischen sind es über 4GB.

Ist das normal oder habe ich aus Versehen die Installation aller Ports 
gestartet?
Gast
Und noch ein Nachtrag: Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich
cd /usr/ports/www/lighttpd/ && make install clean
eingegeben habe, oder ob ich schon in dem Ordner war und nur
make install clean
eingegeben habe. Kann das irgendwelche Auswirkungen haben oder erlaubt 
'&&' einfach nur zwei Befehle pro Zeile?
Gast
Guido B. schrieb:
> Du installierst das nicht, mit "make" wird es neu gebaut.
> Keine Ahnung, ob das nötig ist.
Mit 'installieren' meine ich 'auf den Computer bringen'. Soweit ich 
weiß, muss das bei Ports gemacht werden. Die Frage ist ja auch nur, ob 
es normal ist, dass das zehnmal so lange dauert, wie die Installation 
(ohne das 'Bauen') des Betriebssystems.
Gast
Eine Installation, bei der nur die fertigen Pakete aufgespielt werden, 
ist natürlich wesentlich schneller, als wenn man die Quellen vorher noch 
übersetzen muß. Z.B. hat ein OpenOffice früher auf meinem alten Rechner 
durchaus ein paar Tage gebraucht. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie 
lange sowas dauern kann, kannst Du Dich mal bei Linux From Scratch 
umschauen, da werden die Compilierzeiten für die diversen Pakete mit 
angegeben.

PS: ein make install compiliert natürlich auch,  wenn das nicht schon 
vorher geschehen ist.
Gast
Danke.
Also scheint das alles richtig zu sein. Da ich nicht beabsichtigt habe, 
mit dem System große Aufgaben zu erledigen, habe ich natürlich auch nur 
wenige Ressourcen zugeteilt…
Ich hoffe nur, dass der Speicherplatz am Ende wieder freigegeben wird. 
Die Festplatte ist nämlich auch nicht so groß…
Mal sehen. Es ging ja sowieso nur darum, Erfahrung zu sammeln.
Gast
Ewig sollte das auch nicht dauern du kannst bei der VM noch einstellen 
wie viele CORES das Gastsystem nutzen soll vielleicht wird nur ein Core 
genutzt und ist dadurch so langsam.
Gast
Weil ich keine Ahnung davon habe. Das System ist dazu gedacht, 
Erfahrungen zu sammeln. In der Anleitung steht, ich solle das Programm 
mit dem angegebenen Befehl erzeugen und das tue ich.
(Firma: Potilatormanufaktur)
Verstehe. Also auch keine Ahnung mit anderen Unixoiden ala Linux nehme 
ich an. Kurz und knapp erklärt, um dir deinen Einstieg zu beschleunigen: 
Es ist üblich unter Unixen, die installierte Software mit 
Packet-Managern zu verwalten. So wie du das da oben machst, installierst 
du quasi zu Fuß an diesem System vorbei. Manchmal hat man Gründe, warum 
man das macht, aber im Allgemeinen fährt man mit dem Packet-Manager 
besser. Unter FreeBSD scheint Pkg ein gebräuchlicher Packet-Manager zu 
sein. Ein Vorteil ist, dass der Packet-Manager sich auch gleich um alle 
Abhängigkeiten kümmert. Wie gesagt, FreeBSD und Pkg sind nicht mein Fall 
und viel kann ich dazu speziell nicht sagen, aber mit Sicherheit lohnt 
es sich, sich da mal 10 Minuten einzulesen.
Gast
Terminal auf dem Mac benutze ich manchmal, aber natürlich installiere 
ich darüber nichts.
Die jetzige Installation (wieder im weiteren Sinne) lasse ich mal 
durchlaufen.
Danke für den Hinweis auf den Packet-Manager. Für die Zukunft werde ich 
mir das wohl mal ansehen.
Gast
Der Standardweg, wenn man keine besonderen Wünsche an seine Pakete hat, 
ist unter FreeBSD in der Tat die Installation von Binärpaketen mittels 
pkg(8), wie von "guest" beschrieben.

Md M. schrieb:
> Es ist üblich unter Unixen, die installierte Software mit
> Packet-Managern zu verwalten. So wie du das da oben machst, installierst
> du quasi zu Fuß an diesem System vorbei.

Nein, "make install" registriert den Port korrekt beim Paket-Manager. 
Mittels "make package" kann man sich dann sogar noch ein eigenes 
Binärpaket erstellen lassen, das man z.B. auf einem anderen System 
mittels pkg(8) installieren kann. Die offiziellen Binärpakete werden 
auch nicht anders erstellt.
Gast
Lukas S. schrieb:
> Sicher, dass mit der VM alles in ordnung ist? (Hardware Hypervisior und
> Co)
Die Installation des Betriebssystems ging schnell. So weit scheint also 
alles in Ordnung zu sein.

Es ist jetzt fertig geworden. Da ich zwischendurch immer wieder pausiert 
habe, weiß ich nicht, wie lange es gedauert hat, aber so sechs Stunden 
dürften es locker gewesen sein.
In Zukunft werde ich es wohl über Packages machen.

Jetzt geht das Einarbeiten in Lighttpd los…

Nochmal danke für die Hilfe.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 10 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.