Dual Gate Mosfet oder Ersatz

Gast #4670112
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Hallo Forum,

ich will mir einen MW-Superhet bauen, für den ich einen n-kanal Dual 
Gate Mosfet benötige. Weiß jemand, woher ich einen solchen bekomme, ohne 
dafür gleich fünf Euro zahlen zu müssen?
Oder gibt es eine Möglichkeit, einen solchen Mosfet aus zwei einzelnen 
zu erstellen?!

Vielen Dank im Voraus!

Manu
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4670206
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M. schrieb:
> einen n-kanal Dual Gate Mosfet ...
> Weiß jemand, woher ich einen solchen bekomme, ohne dafür gleich fünf
> Euro zahlen zu müssen?
Wenn das die ganze Spec war:
https://www.pollin.de/shop/dt/MzU5ODY4OTk-/Bauelemente_Bauteile/Aktive_Bauelemente/Transistoren/Dual_Gate_MOSFET_40673.html

> Oder gibt es eine Möglichkeit, einen solchen Mosfet aus zwei einzelnen
> zu erstellen?!
Ja, aber das ist sehr aufwändig: du müsstest sie einschmelzen und dann 
neu schmelzen und neu dotieren...
#4670641
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Das ist eine komisch zusammengestellte Schaltung. Billigste Bipolar- 
transistoren, aber ein Dual-Gate FET als Mischer. Keine Abstimmung im 
Antennenkreis, aber dafür Quarzfilter im ZF-Trakt.

Da lob ich mir doch die MW-Radios, die wir früher mit einem A244 
(TCA440) gebaut haben. Natürlich mit 455kHz Piezofilter.
#4670924
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Ingolf O. schrieb:
> Bloss sehe ich da keinen drin... Alles Stinknormalos als BCer!

Fielmann?

Ich könnte dir auch ein paar BF1009 abgeben, aber das ist kein 
Transistor für Anfänger und Steckbretter.
Er ist für deinen Zweck viel zu steil und wird wahrscheinlich bei 
einigen hundert MHz schwingen.

Ausserdem hat das Projekt einen gravierenden Fehler: Es gibt in 
Westeuropa kaum noch Mittelwellensender.
Die letzten deutschen wurden zur Jahreswende abgeschaltet.
#4671021
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HildeK schrieb:
> Man könnte stattdessen auch einen normalen Analogschalter nehmen und mit
> dem LO schalten ...

Aber Programm hat man davon immer noch nicht.
Um zu sehen, was einen da erwartet, kann man sich die Frequenzen ja mal 
mit diesem SDR anhören: http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/
Nachts geht das bis Spanien und Tunesien, aber tagsüber herrscht auf MW 
weitgehend tote Hose.
#4671099
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OXI T. schrieb:
> Manu O. schrieb:
>> Dafür brauche ich den Dual Gate Mosfet:
>>
>> http://20469.foren.mysnip.de/file.php?15777,file=282
>
> Bei mir kommt da nur:
>
> [quote]Permission denied: links to files in the forum are only allowed
> from the forum itself.[/quote]
>
> Keine Schaltung.

Das ist denkbar. Viele Foren sind inzwischen so umgestellt, dass man zur 
Betrachtung von Anhängen im Forum registriert und angemeldet sein muss. 
Vielleicht hängt der TE die Schaltung ja auch hier mal mit an und 
verweist nicht nur mittels Link darauf.

EDIT: Bei mir gehts aber problemlos... Im Anhang mal die Schaltung
Angehängte Dateien:
Gast #4671446
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> Das ist eine komisch zusammengestellte Schaltung. Billigste Bipolar-
> transistoren, aber ein Dual-Gate FET als Mischer. Keine Abstimmung im
> Antennenkreis, aber dafür Quarzfilter im ZF-Trakt.

Na ja, man sollte sich die Schaltung eben genauer ansehen.

Das ist ein sog. "Upconversion"-RX, d.h. die ZF (hier 4MHz) liegt 
oberhalb der höchsten Empfangsfrequenz von 2MHz (--> LO-Freq 4 - 6MHz).
Der Tiefpass unterdrückt dabei zuverlässig die Spiegelfrequenz. Der 
Aufbau ist daher ohne besonderen Abgleich möglich. Allerdings ist die 
Gefahr von Inter- und Kreuzmodulation durch den breitbandigen Eingang 
recht hoch.

Eine ZF von 455kHz erfordert einen mitlaufenden Vorkreis, der sauber mit 
dem Oszillatorkreis abgeglichen werden muss ("Dreipunktabgleich"). Dafür 
ist ein Doppeldrehko (oder entsprechende Varicaps) erforderlich.

4MHz-Quarze kosten fast nichts (<20cts/St.)
#4671720
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Christoph K. schrieb:
> der 40673 ist noch viiiel älter, den hat RCA schon Ende der
> Sechziger gebaut.

Ja, das ist reine Nostalgie. Iirc war der 40673 der erste DG-MOSFET mit 
integrierten Schutzdioden. Bei noch älteren waren die Beinchen mit einer 
Schlinge aus Stahldraht kurzgeschlossen, die man erst nach der Montage 
abziehen durfte.
Der 40673 hatte übrigens mit dem 40841 einen  deutlich billigeren 
Nachfolger mit fast identischen Daten. Der 40841 war allerdings 
wesentlich empfindlicher gegenüber ESD.
Dafür war wohl der technische Fortschritt verantwortlich...
Gast #4671900
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> Wie ist das eigentlich mit dem 500pf Drehko?

Der Drehko liegt in Serie mit 56pF. Der C-Bereich dürfte daher nur ca. 
35pF betragen. Ist nicht optimal, da dadurch die Frequenzabstimmung 
extrem nichtlinear verläuft.

Der Trimmer dürfte dazu dienen, den Drehko-Absimmbereich des LO (ca. 
1,2MHz) auf den MW-Bereich zu justieren, also den LO-Bereich so auf ca. 
4,5 - 5,7MHz zu setzen.
Gast #4672039
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Manu O. schrieb:
> C12 hat 500p

Und C11 in Reihe dazu 56pF macht zusammen 50pF.

Stefan0618 schrieb:
> Ich komm nicht drauf, wie das linear funktionieren soll, um
> die Verstärkung zu regeln.

Für kleine Signal-Spannungen arbeitet T2 als stromgesteuerter 
Widerstand.
So wird die Stromgegenkopplung einstellbar.
Das vergrössert den Regelumfang der Abwärtsregelung von T1.

LG
old.
Gast #4672059
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Hi Oxi, erstmal vielen Dank für die Antwort!

> Für kleine Signal-Spannungen arbeitet T2 als stromgesteuerter
> Widerstand.
Ohne, daß jemals ein Gleichstrom durch die CE-Strecke fließt?
Und das funktioniert linear? Auch unterhalb U_CE < 0V hinaus?
Für welchen Eingangsspannungsbereich?
Kannst Du einen Literaturhinweis dazu geben oder das
physikalisch begründen? Aus den normalen Transistormodellen
geht sowas ja nicht hervor.
Danke
  Stefan0618
Gast #4672080
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Stefan0618 schrieb:
> Ohne, daß jemals ein Gleichstrom durch die CE-Strecke fließt?

Ja.

Stefan0618 schrieb:
> Und das funktioniert linear?

Brauchbar, die Schaltung mit zwei Dioden ist linearer.

Stefan0618 schrieb:
> Für welchen Eingangsspannungsbereich?

Bis zum Millivoltbereich.

Stefan0618 schrieb:
> Auch unterhalb U_CE < 0V hinaus?

Ja.

Stefan0618 schrieb:
> Kannst Du einen Literaturhinweis dazu geben oder das
> physikalisch begründen?

Nein, kenne das aus der Lehre. Häufig wird diese Schaltung
zum Muten eingesetzt.

Sie funktioniert übrigens auch in LTspice.

LG
old.

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